Dschungel und Cunca Wulang Wasserfall
20. maj 2024, Indonesien ⋅ ☁️ 28 °C
Als wir ins Bett gingen, hatten wir nur eine sehr dünne Decke zum zudecken. Skeptisch, ob wir damit gut schlafen würden. Der Dschungel macht seine Geräusche aber sonst ist es hier sehr still. Das Fliegennetz über unserem Bett hält ungebetene Gäste fern, von daher konnten wir sehr gut schlafen. Auf das inkludierte Frühstück waren wir gespannt. Wir waren wieder die Ersten und die anderen beiden erschienen wenig später. Was gab es? Pancake,s aber diesmal auf eine andere Art. Nicht zu fettig und zum selber belegen. Kokosraspeln, Bananen, gehackte Nüsse, sowie Palmzucker, alles selbst hergestellt landete auf dem Tisch. Sehr lecker. Für die beiden aus den Niederlanden hieß es heute wieder Koffer packen, so richtig hatte sich der Weg, hier raus nicht gelohnt. Wir hingegen bleiben drei weitere Nächte.
Nach dem Frühstück wollten wir uns die Füße ein wenig vertreten und erkundeten den Waldweg, welcher weiter bergab führte. Unten wurde der Weg etwas breiter und war gerade am Entstehen. Viele große Steine lagen herum und der Berg wurde teilweise abgetragen. Am Ende des Weges hatten wir eine sehr schöne Aussicht ins Tal. Wofür der Weg gerade ausgebaut wurde, konnten wir nicht so richtig erkennen. Den restlichen Vormittag verbrachte ich mit dem Laptop, da ein paar vergangene Tage vervollständigt werden mussten.
Gegen zwölf wollten wir dann doch noch was anderes unternehmen. Wir packten unsere Sachen, das Ziel, ein Wasserfall 30 Minuten von unserer Unterkunft entfernt. Wir schraubten uns Stück für Stück den Berg hinauf. Kein Wunder das wir gelesen hatten, das bei der Straße so manchen schlecht wird. Eine Kurve jagte die Nächste. Wir bogen von der Hauptstraße ab und fortan war die Straßenbreite nur noch halb so groß. Allerdings war hier kaum Verkehr, sodass der Platz völlig ausreichend war.
Am kleinen Parkplatz angekommen warteten bereits ein paar Einheimische. Der Eintritt war etwas übig aber dafür bekamen wir einen Guide zur Seite gestellt. Dieser war im Eintritt mit drin und musste mit. Das warum bleibt ein wenig ein Rätsel, denn der Weg war einfach zu finden. Am Eingang zeigte uns der Guide eine riesige Spinne, die wir sonst übersehen hätten. Es ging eine ganze Weile bergab und landeten letztendlich auf einer großen Hängebrücke, welche die ersten Blicke auf den Wasserfall freigab. Das Flussbett war groß aber sehr leer. Weiter oben hatte sich ein längliches Becken gebildet, welches durch die umgebenden Felsen wie eine Schlucht geformt war. Von den Steinen konnte man aus verschiedenen Höhen ins Wasser springen, was der Guide uns auch nahelegte. Außer einer anderen vierer Gruppe waren wir die einzigen. Wir erkundeten noch das umliegende Gelände, ehe wir in unsere Badesachen schlüpften. Caro kletterte rein, während ich von circa drei Metern reinsprang. Nun schwammen wir auf die kleine Schlucht zu, das entgegen strömende Wasser erschwerte das vorankommen. Stück für Stück kamen wir den herabstürzenden Wassermassen näher, bis wir uns nicht weiter trauten. Zurück ließen wir uns den größten Teil treiben. Zum Aufwärmen gab es einen Kaffee, vom Shop nebenan. Unser Guide wartete die gesamte Zeit, auch als wir den Kaffee auf den Steinen genossen. Es nieselte leicht, was uns eher weniger störte. Schließlich erlösten wir unseren Guide und traten etwas später den Rückweg an.
Die dichte Wolkendecke hatte sich bis zum Abend nicht mehr lösen können. Unseren heutigen Plan vom Sonnenuntergang konnten wir damit vergessen. Trotzdem liefen wir zu dem Café von gestern und konnten beim Essen ein paar Rottöne erkennen. Außerdem hatten wir bei dem Café empfang, welches wir für kurze Recherchen nutzten. Den Plan zum Wae erebo Village zu fahren, hatten wir über den Haufen geworfen. Zum einen wegen der langen Fahrtzeit und der langen Wanderung. Damit wären wir bereits den gesamten Tag unterwegs, wahrscheinlich auch im Dunkeln. Außerdem war die Straße bereits hier teilweise in einem schlechten Zustand mit vielen Kurven, was sich wahrscheinlich weiter im Hinterland verschlimmern würde. Deswegen geht es morgen nach Labuan Bajo und ein wenig weiter auf eine Landzunge. Die gebratenen Nudeln waren verdrückt und die Recherche beendet, da setzten wir unsere Stirnlampen auf und traten den Rückweg auf der Straße an. Unten angekommen, kam ich endlich wieder am aktuellen Stand der Berichte an.Læs mere









