• Wir rollen los...

    6.–7. feb. 2024, Forenede Stater ⋅ 🌬 6 °C

    Es ist Dienstag, heute passiert nicht so viel. Wir sind ganz schön damit beschäftigt uns zu akklimatisieren. Bei mir (Hanna) kündigt sich eine Migräne an, das war aber bei all den Eindrücken und bei dem Abfallen der Anspannung, ob mit Freddie, Anreise, Bella und allem möglichen anderen auch alles gut geht, schon fast abzusehen. Dank einer Triptan geht es nach einiger Zeit bergauf, aber wir gehen Alles ein wenig langsamer an.

    Aktuell stehen wir halt vor dieser riesigen Zeitspanne und haben uns diesmal, nach einigen Diskussionen, dazu entschieden, dass wir nichts außer einer groben Strecke vorplanen wollen. Und dabei können wir recht gut planen 😉. In den letzten Urlauben haben wir auch wenig vorüberlegt außer einer groben Route, das hat in der Regel super geklappt. Oft war es leider trotzdem so, dass wir von der sogenannten "fomo" (fear of missing out/ Angst etwas zu verpassen) gepackt wurden und im Rückblick teilweise dachten, dass wir an bestimmten Orten auf unser Bauchgefühl hätten hören und länger an einem Ort hätten verweilen können. Jeden Tag weiter fahren, würden wir für sechs Monate gar nicht durchhalten.

    Aber gerade stehen wir zwischendurch hier, nachdem all das was wir (wobei zu 90% Christian) geplant haben, perfekt aufgegangen ist. Und nun drehen wir uns gefühlt mehrmals am Tag im Kreis und denken: "Ja un nu?" 😂 Gleichzeitig vertrauen wir aber auch darauf, dass sich das alles schon finden wird und sich in dieser ganz neuen Situation ganz bald eine Routine einspielen wird. Wir können nur daran wachsen und ich denke, wenn uns das gelingt, kann man ganz viel davon nach dem Sabbatical mit in den Alltag nehmen.

    Wundert einen gar nicht, dass es momentan ein bisschen anstrengend fürs Köpfchen ist, wenn man das mal einen Tag später reflektiert 😉

    Nachdem wir also ganz langsam in den Tag gestartet sind, haben wir folgende Hauptpunkte für den Dienstag festgelegt:
    - südlich fahren, damit die Temperaturen nachts aushaltbarer werden
    - Gas besorgen, damit wir kochen können (am Montag im Walmart waren die passenden Kartuschen ausverkauft)
    - Trinkwasser finden
    - noch mal in den Einkaufsdschungel wagen, weil ein paar grundlegende Dinge noch fehlen.

    Südlich fahren klappt problemlos, die meiste Zeit des Tages sehen wir den Highway, bis zu sieben Spuren in eine Richtung, alles ist riesig und viel von der Natur sehen wir noch nicht, aber wir kommen flugs voran.

    Wir machen halt an einer Mall, probieren dort Aunt Annie's aus (ein Laden, der sich auf Laugengebäck spezialisiert hat. Allerdings wird das Bretzel-ähnliche Gebäck scheinbar frittiert - warum?) und besorgen uns einen Kaffee bei Starbucks. Danach wagen wir uns nochmal in einen Walmart. Wir füllen Gewürze auf, besorgen ein bisschen frisches Gemüse, Wraps, ein Feuerzeug und finden die fehlenden Gaskartuschen.

    Nach weiterer Fahrtzeit hat Christian einen öffentlichen Wasserhahn über Park4Night gefunden und wir probieren unseren Wasserfilter das erste Mal aus...es klappt und das Wasser schmeckt... Feuer und Wasser, jetzt sind wir auch wieder fähig, uns gut allein zu versorgen ❤️

    Abends kommen wir in der Nähe von Virginia Beach 🏖️ an, auf einem Parkplatz sofort an den Dünen. Es ist total windig, aber ruhig und man kann das Wellenrauschen hören. Traumhaft! Die Nacht wird etwas wärmer als die vorherige und wir schlafen wirklich gut.
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