Abhängen und die "große Schlucht"
24.–25. apr. 2024, Forenede Stater ⋅ 🌬 20 °C
Wir wachen recht früh auf. Da wir wieder auf ca. 2300 Höhenmetern stehen, ist mein Schlaf nicht der Beste (ok vielleicht liegts auch ein klein wenig am Fuß 😉) und ich fühle mich beim Aufwachen ein wenig gerädert. Aber gemütlich ist das Bett trotzdem und so kuschle ich mich noch ein wenig in die Laken. Christian springt aus dem Bett und startet schonmal die Kaffeemühle, die sich heute dazu entscheidet, ein wenig aufzumucken. Nach ein paar Mahldrehungen schaltet sie sich von selbst aus. Immerhin kann man sie wieder einschalten, aber nach ein paar Drehungen passiert das Gleiche wieder, so dauert das Mahlen des Kaffees ein wenig und ich übernehme nach kurzer Zeit, während Christian mit Bella schonmal nach draußen hopst. Ich glaube wir sind die Zerstörer der elektrischen Kaffeemühlen 😐. Wir haben darauf geachtet den Mahlgrad auf die Bohnen anzupassen, machen sie immer nach Benutzung mit dem Pinselchen sauber, aber das war ihr scheinbar nicht genug. Wobei wir sagen müssen, dass die letzte Maschine auch nicht die höchste Qualität hatte.
Wir hatten gestern schon überlegt, uns hier noch einen ganz entspannten Morgen zu machen, bevor wir wieder in den Nationalpark reinfahren. Der Platz hier ist einfach wunderschön. Die Nadelbäume um uns herum duften, der Wald ist so licht, dass die Sonne ihr Strahlen bis zu Freddie schicken kann, man aber dennoch Schattenplätzchen finden kann und der Wind rauscht durch die Nadelkronen. Erinnert uns ein wenig an Schweden. Der Himmel ist blau und sowohl Christian als auch ich würden hier wohl noch eine Nacht bleiben, wenn nicht morgen Regen und Gewitter angesagt wäre. Also genießen wir den Morgen. Während Christian und Bella wieder eintrudeln, drapiere ich für jeden eine Zimtschnecke mit Erdbeeren auf einen Teller. Christian stellt die Stühle und den Tisch auf und wir machen es uns draußen gemütlich. „Draußen zu Hause“ geht mir durch den Kopf und ich lehne mich entspannt zurück. Bella sonnt sich und Christian verlagert seinen Entspannungsmittelpunkt nach dem Aufessen in die Hängematte. Nach kurzer Zeit höre ich ein „Wie geil ist eigentlich Hängematte?!“ aus dem Nylon-Kokon heraus.
Die Zeit verstreicht und als Christian aufsteht gönne ich mir auch eine Runde Hängematte, während Christian spült. Nach und nach machen wir alles für die Abfahrt fertig und verstauen unser Reich der letzten zwei Tage auf 7m² schwarzem Blech. Christian hat bereits nach ein paar Hand-Kaffeemühlen geschaut (unsere elektrische Kaffeemühlen Ära für Freddie ist glaube ich vorbei) und wir machen eine Amazon Bestellung fertig, bevor wir uns dann gegen Nachmittag auf dem Weg zurück zum Grand Canyon machen. Auf der recht kurzen Fahrt zum Visitor Center halten wir noch vereinzelt an Aussichtspunkten und saugen diese unbeschreibliche Aussicht, die nicht von dieser Welt zu sein scheint in uns auf. Ein wenig herausfordernd, sich auf diese Schönheit zu konzentrieren, bei all den Menschen, aber aktuell kriegen wir es ganz gut hin.
Am Visitor Center angekommen, bekommen wir einen guten Parkplatz und machen uns bereit ein wenig zu laufen. Ich verpacke meinen Fuß gut komprimiert, um ordentlich Halt zu haben und hoffe, dass ich wenigstens ein paar Kilometer laufen kann. Ursprünglich wollten wir den Rim-Trail, auf dem auch Hunde erlaubt sind, erobern. Aber die insgesamt 20 km (eine Richtung) entlang des Klippenrandes kann ich mir natürlich gepflegt in die Haare schmieren. Natürlich sind die ersten Kilometer um das Besucherzentrum herum proppenvoll. Die Aussichten sind ohne Frage atemberaubend, once in a lifetime, aber mir gelingt es nur bedingt die anderen Besucher auszublenden. Wir hören viele verschiedene Sprachen; hier wird gerade der Peter lautstark gefragt ob er denn ‚ne Lebensversicherung abgeschlossen hat (höhöhö), während er an einer Klippe posiert und Ute ihm mehrmals zublökt, dass er doch bitte wirklich auf sich aufpassen muss und ob das denn wirklich nötig sei.
Eine Unzahl an Menschen lässt sich knutschend, das Peace-Zeichen zeigend oder auch gestellt in die Ferne schauend ablichten. Ich kanns ja verstehen und et is ja nicht so, als würden wir keine Fotos von uns machen, aber es ist einfach alles eine sehr unwirkliche Situation. Wie gern würde ich bis in die Gefilde laufen, wo die „hop-on-hop-of“ Touristen nicht mehr unterwegs sind, aber et hilft ja nichts. Nach zwei Kilometern drehe ich um und Christian und Bella laufen noch etwas weiter.
Zurück an Freddie angekommen, reiße ich erstmal alle Fenster auf, schaue mir die Bilder an, die wir gemacht haben und daddel ein wenig am Handy herum. Als wir alle wieder an Bord angekommen sind, machen wir uns gemütlich auf den weiteren Weg. Einen kurzen Stopp machen wir bei Starbucks, wo ich (obwohl ich unsicher bin) einen Lavendel Latte Macchiato bestelle. Kann ich nicht empfehlen 😂, Christian bleibt auf der sicheren Seite und genießt einen Frappee. Wir rollen eineinhalb Stündchen in Richtung Hoover Dam und machen uns so um 18 Uhr auf die Suche nach einem abgelegenen Stellplatz. Hier in der Gegend mal wieder gar nicht so schwer, weil der Kaibab National Forest sich bis hierher erstreckt. Wir fahren in den Wald und sind fasziniert von den schönen Stellplätzen, die wir vom Wegrand aus sehen. Viele sind bereits besetzt und so fahren wir ganz schön tief in den Wald, werden aber am Ende mit einem zauberhaften Plätzchen belohnt. Also zauberhaft wird es dann, wenn all der Müll eingepackt ist, der hier rumliegt. Versteh das wer will. Ich frage mich ob die Leute denken, dass es hier im Wald so was wie Heinzelmännchen gibt, die ihnen den Arsch hinterher räumen. Oder ob sie sich selbst an einen so mit Bierdosen und Verpackungen versauten Platz stellen würden, weil sie es so unglaublich heimelig finden. I doubt it!
So, kurze Frust Entladung. Christian geht noch eine Abendrunde mit Bella und ich mache mich an das Abendessen. Heute gibt es eine große Portion Nudelauflauf. Yummi 😋Der Rest des Abends verläuft sehr entspannt und wir kuscheln uns recht früh ins Bettchen.Læs mere

















Rejsende
Und da meint man man kennt die Welt WOW
Rejsende
😍
Rejsende
👍