• Road to Hana

    Yesterday in the United States ⋅ ⛅ 19 °C

    Pünktlich um 6.47 Uhr wurden wir von lautem spanischen Geplapper geweckt. Unsere Nachbarin hatte anscheinend ein wichtiges Telefonat zu erledigen, von welchem wir, dank der Ringhörigkeit unserer Wohnung, ungewollt Zeugen wurden. Zum Glück wollten wir sowieso um 7 Uhr aufstehen…
    Treu nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ nahmen wir heute die Road to Hana unter die Räder. Dies bedeutet mehr als 600 Kurven, über 59 Brücken, durch üppigen Regenwald, vorbei an zahlreichen Wasserfällen und immer wieder schöne Aussichten auf die Küste…
    Erster Stopp waren die „Regenbogen Eukalyptusbäume“. Die Baumstämme waren tatsächlich ziemlich farbig, wenn auch nicht ganz so farbig wie ein Regenbogen…
    Danach ging es auf den Waikamoi Nature walk. Teils auf schlammigen Pfaden, teils auf edlen Treppen ging‘s durch den Regenwald mit mächtigen Bäumen, riesen Lianen und viel Bambus. Der Abstecher zum „oberen Picknickplatz“ war dann zwar weiter als gedacht, was einen leicht negativen Einfluss auf die anfangs noch erstaunlich gute Stimmung der Jungs hatte. Beim Picknickplatz angekommen war die Laune dann schnell wieder besser dank einem Samuraikampf und musikalischen Einlagen mit Bambusstecken. Zwei Riesenbambus nahmen wir dann auch mit auf den Rückweg, was das Ganze viel lustiger machte…
    Da bis dahin alle Parkplätze in der Nähe von Wasserfällen besetzt waren, hatten wir Grossen die glorreiche Idee, das Auto beim Nature walk stehen zu lassen und zu Fuss der Strasse entlang bis zum Wasserfall zu marschieren. Die Jungs fanden das eine absolut doofe Idee und meinten, es hätte sicher noch genug Parkplätze da vorne. Wir gingen zu Fuss, aber die Jungs hatten recht: es hätte tatsächlich 3 Parkplätze frei gehabt… 🫣 Der Wasserfall war dann schön, aber nicht gerade spektakulär… Baden wollte auch niemand, weil zuviel Zeugs auf dem Wasser schwamm. Also schauten wir kurz einigen Leuten zu, die von den Felsen sprangen und dann opferte sich Simi und holte das Auto. 🫶🏼
    So langsam machte sich bei allen ein Hüngerchen breit. Zum Glück wartete beim nächsten Halt, dem „Garden of Eden“ ein Essensstand mit leckeren Hawaiisandwiches, Fruchtdrinks und yummie Bananenbrot auf uns. 😋 Umringt von Pfauen (2 wunderschönen Männchen und zig Weibchen) mussten wir sorgfältig sein mit unserem Essen. Wehe, ein Brösmeli viel auf die Hose, schwupps, schnappte es schon eines der Viecher. Den Garden of Eden selbst liessen wir dann aus Zeit- und Kostengründen aus und fuhren stattdessen weiter Richtung Hana. Auch Nici traute sich ein Stück der engen kurvigen Strasse zu fahren.
    In der Bucht von Hana war dann ganz Vieles strengstens verboten, aber zum Glück durften wir da aufs WC gehen! Diese sind nämlich entlang der Route nur spärlich gesäht…
    Wir fuhren noch ein kurzes Stück weiter an den schönen und welligen Hamoa Beach! Die Jungs schnappten sofort ihre Bodyboards und stürzten sich in die Fluten. Nachdem sie 1-2 x verhudlet wurden, mussten sie allerdings eingestehen, dass die Wellen doch etwas zu hoch waren… So waren sie schneller wieder draussen als gedacht. 😆
    Machte aber auch nichts, so konnten wir uns rechtzeitig wieder auf den langen Heimweg machen. Gleicher Weg zurück… In Hana schliesst leider so ziemlich alles um 17 Uhr (ausser einem Farmstand, wo wir merkten, dass grüne Bananen ziemlich grusig sind)…Deshalb mussten wir das Nachtessen in die wieder etwas zivilisiertere Gegend verschieben. Wir stoppten noch bei einem Wasserfall, der beim Hinweg besetzt war und assen dann in Paia, im schönen Hinterhof des „Café des Amis“ Crêpes und indisches Curry (welche Kombination!)… Müde vom langen Fahren (ca. 5 Stunden für 206 Kilometer) kamen wir schliesslich in unserer schön kühlen Wohnung an. Ein Glück, dass man die Klimaanlage timen kann… 😁
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