• Marcel Müller
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Island, Feuer Eis und Dosenbier

Marcel tarafından 22 günlük bir macera. Okumaya devam et
  • Gezinin başlangıcı
    23 Ağustos 2026

    Vorbereitungen

    1 Ağustos, Almanya ☁️ 27 °C

    Reisevorbereitung Island – Chaos gehört dazu

    Die Reise nach Island rückt immer näher. Wir fahren mit zwei Motorrädern und einem Auto – zumindest war das der Plan. Bevor es überhaupt losgehen konnte, musste erst einmal ein anderes Motorrad her. Also wurde eine BMW F800GS gekauft. Nach einigen Probefahrten lief eigentlich alles ganz gut, bis jemand einen Koffer kaputt gefahren hat. Zum Glück ließ sich der wieder richten. Ganz fertig ist die BMW aber trotzdem noch nicht: Eine Abdichtung muss erneuert werden und der Hinterreifen braucht ebenfalls noch Ersatz.

    Auch bei Kubi blieb es nicht ohne Überraschungen. Seine Maschine machte plötzlich seltsame Geräusche. Die Ursache war schnell gefunden: Statt der vorgesehenen 3,7 Liter waren nur noch 1,5 Liter Öl im Motor. Das hätte auch deutlich schlimmer ausgehen können.

    Martin setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Vier Wochen vor Reisebeginn hat sein Auto noch nicht einmal eine richtige Probefahrt hinter sich. Optimismus gehört bei so einer Tour eben dazu.

    Als wären die Fahrzeuge nicht schon genug Arbeit, musste natürlich auch die komplette Ausrüstung angeschafft werden. In Island muss alles sturm- und wasserdicht sein. Außerdem wollen wir überwiegend in Hängematten schlafen. Dafür bauen wir ein Gestell ans Auto – zumindest ist das der Plan. Ganz problemlos läuft das allerdings noch nicht, und der Praxistest der Hängematten steht ebenfalls noch aus.

    Beim Einkaufen merkt man erst, wie teuer so eine Reise wirklich wird. Motorradbekleidung für mich – nach fünf Stunden waren rund 1.000 Euro weg. Beim nächsten Einkauf verschwanden direkt noch einmal etwa 400 Euro. Schlafsack, Campingstuhl fürs Motorrad, Isomatte, Schuhe und jede Menge Kleinkram summieren sich schneller als gedacht.

    Zwei Tage Shopping sind definitiv nichts für mich. Irgendwann will man einfach nur noch losfahren. Trotz aller Probleme steigt die Vorfreude jeden Tag. Wahrscheinlich gehören genau diese kleinen Pannen und der ganze Vorbereitungsstress am Ende genauso zur Reise wie Island selbst.
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  • Retzow

    23 Ağustos, Almanya ☁️ 19 °C

    Tag 1 – Endlich geht’s los

    Heute geht’s endlich los! 🏍️🏍️🚗

    Erstmal ganz entspannt nach Rømø in Dänemark. Ich wollte ja die harte Variante: losfahren und maximal eine Stunde vor dem Einchecken an der Fähre da sein. Aber bei den anderen hieß es nur „Mi mi mi!“ 😂

    Gestern Koffer und Klamotten gepackt – und irgendwie ist das verdammt viel Zeug geworden.

    Die Vorfreude ist inzwischen riesig. Ab 7 Uhr hab ich alle zehn Minuten auf die Uhr geschaut. 😄

    Jetzt noch die letzten Sachen am Motorrad verstauen und dann geht’s endlich los!

    Island, wir kommen! 🇮🇸
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  • Nachtlager Dänemark

    23 Ağustos, Danimarka ⛅ 15 °C

    # Tag 1 – Plan geändert

    Das Tagesziel haben wir leider nicht geschafft. Nach einem guten Burger in Flensburg war klar: **Rømø ist heute nicht mehr zu schaffen.** Sechs Stunden Fahrt ziehen dann doch ganz schön an den Kräften.

    Zum Start hat uns noch Martin begleitet, der dieses Jahr leider nicht mit nach Island kann. Also ging es dann doch nur zu dritt weiter.

    Der Jeepfahrer hatte vorher auch noch einiges zu tun: Ersatzräder aufs Dach, noch eine Kleinigkeit schweißen – und natürlich alles für die Reise fertig machen.

    Um **21:30 Uhr** hat sich unser kleiner Trupp dann irgendwo in Dänemark wiedergefunden. Schnell das Nachtlager aufgebaut und endlich Feierabend.

    **Tag 1 geschafft – auch wenn nicht ganz nach Plan.** 😄
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  • 2. Tag Skagen

    24 Ağustos, Danimarka ☁️ 17 °C

    Tag 2 – Skagen

    Skagen stand heute auf dem Plan. Wir sind morgens bei Flensburg gestartet – allerdings mit einem kleinen Umweg. Ein Campingstuhl hat uns gefühlt viermal durch die Stadt geführt, bevor wir gegen 12 Uhr endlich loskamen. 😂

    Vier Stunden Fahrt lagen vor uns. Gegen 18 Uhr waren wir dann endlich da. Zwischendurch musste ich erstmal eine kurze Pause einlegen – Mülli war müde.

    Ostjysk ist übrigens der Hammer. Camping, Jagd und eigentlich alles, was man irgendwie gebrauchen kann. Einen Campingstuhl für Maddin gefunden und für mich noch ein Kopfkissen – läuft!

    In Skagen ging’s dann erstmal ab ins Wasser, genau dort, wo Nordsee und Ostsee aufeinandertreffen. Und tatsächlich: Die Nordsee war wärmer! 😄

    Abends hatte Kubi sich Bohnen mit Speck gewünscht. Also ab zum Einkaufen und mit Maddins Zeug direkt seinen Wunsch erfüllt.

    Danach wurde es langsam kalt und einer nach dem anderen verschwand in seiner Hängematte.

    Skagen – angekommen. Tag geschafft. 🇩🇰🏍️
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  • endlich Entspannung Fähre legt 11:30 ab.

    25 Ağustos, Danimarka ☀️ 17 °C

    Tag 3 – Auf zur Fähre

    Auf zur Fähre – Entspannung pur! 😎

    50 Minuten bis zur Fähre, sollte ja kein Problem sein. Naja… 20 Minuten später als verabredet ging es dann endlich los.

    Die Feuchtigkeit hat uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also hieß es: Sobald die Sonne rauskommt, alles ausbreiten und trocknen lassen. Geschlafen haben wir trotzdem ganz gut.

    Ein paar Merkwürdigkeiten gehören natürlich dazu. Gegen 2 Uhr bleibt einer stehen und sagt: „Oh, die schlafen in Hängematten!“ Eine halbe Stunde später fährt ein einzelner Radfahrer an uns vorbei – kommt aber nicht wieder zurück. 😂

    Zum Frühstück gab es Speck und Eier. Kubi und Maddin hatten noch mit der Ausrüstung und dem Abbau des Gestells zu kämpfen. Ich war wieder für die Pfanne zuständig.

    10 Eier, 2 Packungen Speck und 5 Bratwürste.

    Das ist mal ein Männerfrühstück! 💪😂

    An der Fähre ging es direkt ans Verladen. Kubi wurde kurz etwas nervös, weil er seinen Schlüssel verlegt hatte. Zum Glück tauchte er wieder auf.

    Und dann hieß es: Große Fresse voraus!

    Wir hatten ja bereits diverse Gegenwetten gegen den Jeep laufen. Aber der alte Bock hat sich bisher wacker geschlagen – stolz wie Bolle hat er bis hierhin durchgehalten. 😂

    Auf der Fähre gibt es angeblich 28 Cocktails. Also starten wir direkt um 12 Uhr mit einem Dark ’n’ Stormy. Maddin zieht natürlich mit. 🍹

    Island kann kommen! 🇮🇸
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  • Vopnafjarðarhreppur

    27 Ağustos, İzlanda ☁️ 10 °C

    Erster Wasserfall

    Gegen halb 10 waren wir runter von der Fähre. Erstmal tanken und noch eine Kleinigkeit essen. Mit einem guten Burger im Bauch waren wir gegen 11 Uhr startklar für den Tag.

    Bei ordentlich Regen und Wind ging es los. Aber unsere neue Ausrüstung macht genau das, was sie soll: warm und trocken halten. 😎

    Martin sowieso – der sitzt ja schön trocken im Jeep. 😂

    Kurzer Stopp an einem Wasserfall, erster Eindruck von Island: genau dafür sind wir hier! 🇮🇸🏍️💨🌧️
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  • Erste Panne

    27 Ağustos, İzlanda ☁️ 11 °C

    Die KTM hat andere Pläne

    Etwa 30 Minuten vor dem Ziel schmeißt Kubi seine KTM mit der Ständerverbreiterung nach mir. 😂 Ohne zu wissen, was eigentlich los ist, ging es erstmal weiter.

    Dann streikt die hydraulische Kupplung. Ab jetzt heißt es: mit Anrollen starten und ohne Kupplung schalten. Nicht gerade die geilste Art zu fahren, aber machbar.

    10 Minuten später das nächste Wehwehchen: KTM aus – kein Sprit. Die Benzinpumpe hatte keine Lust mehr. Nach etwa 30 Minuten Schrauben war ein loses Kabel gefunden und wieder befestigt. Problem gelöst.

    Dachten wir zumindest.

    Kurz darauf: „Kein Strom!“ 😑

    Bis wir das richtige Kabel am Starterrelais gefunden hatten, verging wieder etwas Zeit – und Kubis Laune war inzwischen irgendwo im Keller.

    Also alles mit Kabelbindern so festgemacht, dass es hält.

    Und weiter geht’s.

    Die KTM wollte uns offenbar schon am ersten Tag klarmachen, wer hier eigentlich das Sagen hat. 😂🏍️
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  • Nachtlager 1. in Island Campingplatz

    27 Ağustos, İzlanda ☁️ 11 °C

    Tagesresümee – Erster Tag in Island

    Alter… war das heftig! 😂

    Fast nur Regen, knapp 6 Stunden gefahren und deutlich mehr abseits der Straße unterwegs gewesen, als ich eigentlich dachte. Und Martin? Der kam heute aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. Der hat offensichtlich noch einiges mit mir vor. 😅

    Die Karren sehen endlich so aus, wie sie gehören: dreckig! Als Kubi mich dann noch ordentlich mit Dreck beschmissen hat, konnte nur noch Martin lachen. 😂

    Am Lager haben wir uns erstmal um Kubis KTM gekümmert und die Probleme so gut es ging behoben. Öl besorgen wir morgen.

    Martin hat Lammsteaks gemacht, ich hab an der KTM herumgefrickelt und repariert und Kubi war erstmal ordentlich geknickt. Das Essen hat die Stimmung aber wieder deutlich verbessert.

    Und ich selbst? Teilweise gefahren wie der erste Mensch. 😂 Nichts gesehen, weil alles beschlagen war. Visier aufmachen hilft zwar gegen das Beschlagen – dafür läuft dir der isländische Regen direkt durchs Gesicht.

    Erster Tag Island: nass, dreckig, kaputte KTM, viel zu viele Kilometer – und genau deshalb geil. 🇮🇸🏍️🌧️
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  • Dettifoß

    28 Ağustos, İzlanda 🌧 6 °C

    Tag 2 – Wasserfälle und die KTM

    Tag 2 startete ganz entspannt – bis die Fliegen kamen und uns ordentlich auf die Nerven gingen. 😂

    Ich hab noch versucht, mit der neuen 360°-Cam ein paar Videos zu schneiden, dann ging es zur Tanke. Dort gab es endlich Öl für Kubis KTM. Kupplung aufgefüllt, entlüftet – und siehe da: 20 Minuten funktioniert.

    Danach wieder Luft im System. Ein bisschen pumpen, dann geht’s wieder. Aber leider nie lange.

    Trotzdem ging es weiter zu den Wasserfällen Dettifoss und dem anderen mit dem S… 😂. Die waren wirklich beeindruckend. Und jetzt kommt’s: Bei unserem ganzen Gewandere zu den Wasserfällen haben wir uns tatsächlich einen Sonnenbrand geholt. In Island. Nach dem Regentag. Kannste dir nicht ausdenken. ☀️😂

    Danach ging es in die nächstgrößere Stadt – vielleicht kann ja eine Werkstatt helfen. Blöd nur: 2,5 Stunden Fahrt. Als wir um 17:12 Uhr ankamen, war natürlich alles zu. 🙄

    Also Campingplatz suchen, Lager wieder aufbauen und erstmal Nudeln.

    Danach haben Kubi und ich uns nochmal an die Kupplung gesetzt und entlüftet. Vielleicht hält es morgen ja länger.

    An Ideen, wie wir die KTM weiter am Leben halten, mangelt es jedenfalls nicht:

    Begrenzer für den Kolben bauen

    Teflonband für den Kolbenbolzen-Gummi

    Von einer anderen KTM etwas abschrauben

    Oder die KTM einfach in einen Fjord schieben und als gestohlen melden. 😂

    Morgen sehen wir weiter. 🏍️🇮🇸
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  • Mittag. kurzes Update zur KTM

    29 Ağustos, İzlanda

    Die Werkstatt hatte leider **keinen Erfolg**. Aber eine unserer verrückten Ideen hat bereits auf dem Weg dorthin funktioniert: **den Weg des Kupplungskolbens begrenzen.**

    Auf dem erfolglosen Rückweg von der Werkstatt sehe ich dann an der Ausfahrt noch eine offene Tür. Also nochmal umgedreht und gefragt.

    War zwar **keine Werkstatt**, sondern ein Laden für Werkzeug und Autobedarf – aber genau das, was wir brauchen!

    Also alles eingekauft, was irgendwie helfen könnte, und direkt vor Ort die Kupplung nochmal komplett anders zusammengebaut.

    Und siehe da:

    **Es reicht aus – und es hält!** 😂🏍️

    Damit hat die KTM erstmal wieder eine funktionierende Kupplung und wir können weiter.
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  • F839 F-Straßen – Maddin hat uns angefixt

    29 Ağustos, İzlanda ⛅ 6 °C

    Maddin geht mir langsam ganz schön auf den Sack mit seinen F-Straßen. 😂 Was genau daran so geil sein soll? Keine Ahnung.

    Abenteuer, atemberaubende Landschaft und Wege, auf denen ein normaler Pkw einfach nichts zu suchen hat. Na gut… ich verstehe langsam, was er meint.

    Wir sind die F839 gefahren, mitten durch ein Tal zwischen zwei Bergen – und das bei Kaiserwetter. Bis ans Meer und wieder zurück.

    Schmale Brücken, ausschließlich Schotter und dann noch Bachläufe, die gefurtet werden mussten. Kubi hatte ziemlich schnell nasse Füße in seinen Motorrad-Wanderstiefeln. Bei mir hat es immerhin bis kurz vor Schluss gedauert. 😂

    Der Weg musste komplett hin und zurück gefahren werden. Auf dem Hinweg lief alles gut – bis etwa 50 Meter vor dem Ziel plötzlich schwarzer Sand kam.

    Kubi liegt. Drei Sekunden später liege ich. 😂

    Also wieder aufgerappelt, aus dem Sand rausgekämpft und weiter.

    Auf der Rückfahrt dann das gleiche Spiel. Diesmal hat es nur mich erwischt – fünf Meter vor dem Ende. Dabei den Fuß unter dem Koffer eingeklemmt und ordentlich verdreht.

    Und Kubi?

    Der kann sowas natürlich nicht auf sich sitzen lassen.

    Also macht er exakt das Gleiche nochmal – nur am Campingplatz und mit dem anderen Fuß. 😂

    Langsam wird klar: Wir brauchen keinen Arzt. Wir brauchen einfach nur mehr Abstand voneinander. 🏍️🏍️
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  • Askja – Waschbrettpiste ohne Ende

    30 Ağustos, İzlanda ☁️ 6 °C

    Heute war es wieder anstrengend. Laut Plan sollten es 165 km bis zum Askja-Vulkan werden und danach noch weiter zu einer heißen Quelle. Die heiße Quelle haben wir gar nicht erst erreicht – und auch den Aufstieg zum Vulkan haben Kubi und ich nicht geschafft.

    Bei mir machte der Knöchel von gestern schlapp. Maddin hat sich alleine auf den Weg gemacht und kam nach gut einer Stunde wieder zurück.

    „Der Weg ist das Ziel“ ist verdammt oft unser Motto. Heute war der Weg für mich allerdings eher das Problem. 😂

    Sechs Stunden Waschbrettpiste machen irgendwann jeden mürbe. Dazu immer wieder Zuckersand, bei dem man ständig aufpassen muss, sich nicht hinzulegen.

    Und dann verabschiedet sich auch noch 50 Meter vor dem Parkplatz am Askja einer meiner Koffer. Na super – jetzt hab ich ein Problem. 😂

    Also erstmal alles bei Martin ins Auto. Sobald ich einen Bohrer auftreibe, wird der Koffer direkt am Halter festgemacht. Improvisieren gehört hier mittlerweile einfach dazu.

    Und dann die Landschaft… wenn man das überhaupt so nennen will: grau und dunkelgrau. 😂 Vulkanfelder sind natürlich beeindruckend, aber nach Stunden auf der Piste wird selbst das irgendwann anstrengend.

    Der Weg ging größtenteils schnurgeradeaus. Eine kleine Passage hat allerdings richtig Spaß gemacht: kreuz und quer durch die Vulkanfelder.

    Die Furten vom zweiten Tag waren ja noch harmlos – da gab es maximal nasse Füße.

    Heute wurde dann eine Schippe draufgelegt. Mehrmals mussten wir durch 30 bis 40 cm tiefes Wasser, teilweise gute 20 Meter lang und natürlich mit ordentlich Strömung.

    Also was macht man? Durchfahren! 😂

    Bei einer Furt bin ich dann gleich ohne Hose durch. Kubi stand vorher schon bis zu den Knien im Wasser und da war klar: Trocken bleiben wird heute sowieso überbewertet.

    Die andere Variante waren die berühmten blauen Säcke über den Beinen. Manchmal hat das tatsächlich funktioniert. Manchmal eher nicht. 😂

    Und weil ich sowieso schon nass war, bin ich anschließend auch noch im Gletscherfluss baden gegangen.

    Wenn man schon friert, dann wenigstens richtig. 😂🥶

    Am Ende waren wir einfach froh, wieder am Lager zu sein.

    Island kann schön sein – aber heute hat Island ordentlich an uns geknabbert. 🏍️🌋
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  • Reise zum Mittelpunkt Islands

    31 Ağustos, İzlanda ⛅ 5 °C

    Auf zum Mittelpunkt Islands – mit drei gestörten Typen. 😂

    Vom Askja ging es weiter Richtung Inselmitte, in die Nähe der Gletscher. 125 km standen auf dem Plan. „Schlimmer als gestern kann es ja nicht werden.“
    Tja… völlig falsch gedacht.

    Nach 8 Stunden kamen wir irgendwo im absoluten Nirgendwo an. Auf den ersten Blick sah es nach einer kleinen Oase aus. Aber der Wind und gefühlt alle 20 Minuten anderes Wetter machten daraus bisher unsere härteste Nacht.

    Also erstmal in den Gemeinschaftsraum, aufwärmen und ordentlich essen. Gegen 21 Uhr ging es dann ins Bett – natürlich Hängematte.

    Die Strecke selbst? Ein Ritt vor dem Herrn.

    Schon der Anfang mit mindestens einer Stunde Zuckersand im ersten und zweiten Gang hat Kubi und mich ordentlich fertiggemacht. Ich habe dabei insgesamt sechsmal im Sand gelegen. Kubi bestimmt auch mindestens genauso oft – aber er sagt natürlich nicht, wie oft. 😂

    Apropos Sand: Wir kennen inzwischen wirklich alle Sandsorten. Rot, braun, schwarz… fehlt eigentlich nur noch Sand mit Geschmack.

    Danach wurde es richtig wild. Die Off- Offroad-Strecke, auf der wir am Anfang überhaupt erst gelernt haben, Motorrad zu fahren, hat uns alles abverlangt: Lavafelder, spitzes Gestein, Spitzkehren und natürlich unser Lieblingssand.

    Aber am Ende waren wir verdammt stolz auf uns. Was wir mittlerweile mit den Motorrädern fahren, hätten wir uns am Anfang der Reise wohl selbst nicht zugetraut.

    Und die Landschaft? Einfach unglaublich. Ständig etwas anderes: Mondlandschaft, Berge und Gletscher.

    125 Kilometer. Acht Stunden. Unzählige Stürze.

    Island hat uns inzwischen gezeigt: Trocken bleiben wird völlig überschätzt. 🏍️💦🇮🇸
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  • Zurück in die Zivilisation. Heiße Quelle Nr.1

    1 Eylül, İzlanda ☁️ 7 °C

    Wieder ein Tag geschafft

    Heute ging es zurück in die **Zivilisation** – und natürlich erstmal zum Tanken.

    Wobei ich selbst es fast bis dahin geschafft hätte: **20 km vor dem Ziel war mein Sprit alle.** Zum Glück hatte Kubi noch seine zwei Kanister eiserne Reserve dabei. 3 Liter rein und weiter. 😂

    Die Strecke heute war dagegen fast schon Erholung. Eine glatte Schotterpiste mit schönen Kurven – **nach dem Trainingscamp gestern ein absoluter Traum.** Unsere Fahrkünste sind mittlerweile definitiv auf einem anderen Level.

    Maximal 30 km Asphalt haben wir geschafft, dann ging es wieder auf Schotter.

    Auf dem Weg zur heißen Quelle musste natürlich wieder irgendein **Dacia-Duster-Tourist** beweisen, dass er mit dem isländischen Straßenverkehr nicht klarkommt. Martin musste ausweichen und hat sich dabei seinen schönen Auspuff am Jeep **halb abgerissen**.

    Steine gibt es hier ja schließlich nur sehr wenige… 🙄😂

    Und weil wir ja wieder in der Zivilisation sind, dachte Martin sich: **Reifen wieder auf normalen Luftdruck bringen.**

    Keine zwei Kilometer auf der Schotterpiste später meldet er sich bei uns ab und darf erstmal wieder seine Reifen **runterlassen**. 😂

    Dann endlich die Belohnung: **heiße Quelle!** Nach den letzten Tagen konnte der Körper das wirklich gebrauchen.

    Das Camp haben wir direkt dort aufgebaut.

    **Island: Man lernt jeden Tag dazu – manchmal auch zweimal.** 🇮🇸🏍️😂
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  • Auf nach Reykjavík

    3 Eylül, İzlanda ☁️ 12 °C

    Heute ging es endlich Richtung Reykjavík – und natürlich durfte die klassische Touri-Runde nicht fehlen: Golden Circle, Gullfoss, Geysir und die Spalte, an der Europa und Amerika auseinanderdriften.

    Von den heißen Quellen ging es erstmal wieder offroad los. Und als Start gab es natürlich direkt eine Furt. Die hatte es genauso wie eine weitere Furt heute wieder ordentlich in sich. 😂

    Danach dann nur noch Asphalt. Mein Motorrad wusste wahrscheinlich schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt. 😂

    Der Tag wurde lang, also heute mal eine Unterkunft buchen.

    Das ging natürlich ordentlich daneben.

    Eine Stunde haben wir gebraucht, um festzustellen, dass die Buchung irgendwie um einen Tag verrutscht war. 🤦‍♂️

    Also um halb 10 abends nochmal eine andere Unterkunft gebucht.

    Jetzt heißt es nur noch: Hoffen, dass der Storno klappt. 😂

    Aber egal – Hauptsache Richtung Reykjavík! 🇮🇸🏍️
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  • Reykjavík 2 Tage im Bett schlafen

    3 Eylül, İzlanda 🌧 8 °C

    Zwei Tage im Bett schlafen. Was für ein Luxus! 😂

    Am Morgen erstmal kurz zusammengesetzt und geplant, wie es weitergeht. Aber bevor wir wieder loskönnen, stehen noch ein paar Reparaturen an.

    Mein Koffer muss wieder ans Motorrad, Maddins Auspuff muss geschweißt werden und bei mir wird noch schnell eine Auspuffniete erneuert. Dazu kommen etliche Schrauben, die nach den ganzen Waschbrettpisten einfach mal wieder angezogen werden müssen. Die Pisten haben ordentlich was losgerüttelt.

    Kubi ist in der Unterkunft geblieben. Und während wir unterwegs waren, hat er sich um die wirklich wichtigen Dinge gekümmert: Er hat unsere komplette Wäsche gewaschen. 😂

    Danach ging es endlich in die Stadt. Reykjavík ist wirklich schön und natürlich wurden erstmal die ganzen Touri-Läden abgeklappert.

    Abends gab es noch richtig leckeren Fisch und Ente und danach haben wir den Tag gemütlich in einer Kneipe ausklingen lassen.

    Nach den letzten Tagen auf der Piste war das heute mal wieder ein ziemlich entspannter Tag. 😎🇮🇸
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  • Auf in die Westfjorde

    4 Eylül, İzlanda ☁️ 8 °C

    Heute ging es in die **Westfjorde**. Kubi wollte unbedingt dorthin, denn vor zehn Jahren hatte er es bei seiner ersten Island-Reise nicht geschafft.

    Knapp **400 km in 8 Stunden** – also wieder ordentlich Kilometer und am Ende ziemlich platt.

    Eine kleine Offroad-Passage war richtig geil, der Rest einfach **traumhaft auf der Straße**. Großteils ging es direkt am Wasser entlang, mit Landschaften, bei denen man ständig wieder stehen bleiben möchte.

    Kurz vor Schluss kam dann natürlich wieder der isländische Klassiker: **Regen und ordentlich Wind.** Und das Ganze auch noch oben auf einem Berg.

    Da wird selbst mir manchmal etwas mulmig. 😅
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  • Weiter durch die Westfjorde

    5 Eylül, İzlanda 🌧 9 °C

    Der Tag begann für die anderen beiden eigentlich genauso, wie der letzte aufgehört hatte: essen und danach ab in die heiße Quelle. Heute bin ich dann auch mit rein.

    Und dann saßen wir da gemütlich in der Quelle – das Meer vielleicht 10 Meter entfernt.

    Kubi: „Da müssen wir rein!“

    Ich: „Nein.“

    Dreimal hat er gefragt, dreimal hab ich mich gewehrt. Irgendwann hab ich dann doch nachgegeben.

    Also raus aus der heißen Quelle und rein ins eiskalte Meer. 😂🥶

    Ein geiler Platz – hinter uns die Felsen und vor uns der Fjord. Da kann man schon mal etwas länger bleiben.

    Also ging die Reise heute etwas später los. Unser Ziel: ein Sandstrand.

    Kubi und seine ganz eigene Navigationstechnik haben uns heute allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Einmal kurz auf die Karte geschaut: „Ah, dreimal so und so.“ 😂

    Naja… am Sandstrand sind wir nicht angekommen.

    Also weiter zum Wasserfall. Die Strecke durch die Fjorde war dafür einfach super. Das Wetter war zwar trüb, nass und windig, aber noch im Rahmen.

    Und genau so ging es weiter durch die Westfjorde – Kurve für Kurve, Fjord für Fjord.

    Island zeigt uns weiterhin, warum man hier einfach Motorrad fahren muss. 🇮🇸🏍️
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  • Wieder ein Tag geschafft

    6 Eylül, İzlanda ☁️ 10 °C

    Heute starteten wir direkt mit einer Offroad-Runde auf der gefährlichsten Straße Islands.

    Bei Flut ist sie teilweise gar nicht befahrbar, weil sie überschwemmt wird. Rechts ständig 5 bis 15 Meter Abgrund, von der anderen Seite drohen Steinschläge. Dazu grober Schotter und ein Teilstück mit großen, runden Steinen.

    Also genau unser Ding. 😂

    Mein rechter Koffer hat heute allerdings noch mehr abbekommen. Beim ersten Sturz gab’s eine kleine Beule, beim zweiten dann nochmal richtig eine drauf. Der Koffer entwickelt sich langsam zum Ersatz-Knautschzone. 😂

    Danach ging es weiter an den Fjorden entlang – schön mit 90 km/h am Meer entlang. Außer bei Kubi mal wieder das Handgelenk hakt. Dann wird es für uns plötzlich schwierig, hinterherzukommen. 😂

    Rast machen wir heute an der dritten heißen Quelle.

    Das Wetter war diesmal sogar gut – nur etwas kalt.

    Passt also perfekt ins isländische Gesamtbild. 🇮🇸🏍️🌊
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