• Cärolein
  • Petra A.
April 2019

Ireland 2.0

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  • Permulaan perjalanan
    6 April 2019

    Schwerin Hbf

    6 April 2019, Jerman ⋅ ☁️ 6 °C

    Der Wecker reißt mich aus meinem Dämmerschlaf, ich wälze mich auf den Rücken und habe ein ungutes Gefühl. Liegt es an den Vögeln, die draußen den Tag herbei schreien? Ist meine Matratze zu weich? Hab ich den Herd angelassen?! Nein alles falsch, es ist schlichtweg die unchristliche Uhrzeit, zu der ich beschlossen habe aufzustehen. Nebenan im Kinderzimmer höre ich ebenfalls erste Geräusch, Mutti ist wohl auch schon aus dem Bett gefallen. Und trotz des durch Vorfreude bedingten Schlafdefizits, sind wir bester Laune und wuseln durch die Wohnung wie zwei aufgeregte Teenager vor ihrer ersten großen Party. Nur eben anders. Was ziehen wir an? Ein Pullover oder zwei? Ist es übertrieben noch an Thermoleggins zu denken? Boots oder nur Turnschuhe? Was kommt auf die Klappstullen? Jemand noch nen Apfelschnitz?
    Zum Glück werden wir pünktlich fertig, schleppen unsere Taschen und Rucksäcke nach unten und werden von einem bereits wartenden, freundlichen Taxifahrer begrüßt, der uns recht stumm und über rote Ampeln fahrend (hat sie jetzt nicht verraten!!!) zum Bahnhof geleitet.
    Dort angekommen stürmt die kleine Reisegruppe, also wir, erstmal die Snackautomaten, kurze Eskalation bei der Handhabung und Auswahl aber schließlich bekommen wir, was wir wollen. Während wir warten, gibt es nur noch einen kurzen Fight, wer den ersten Mentos bekommt, dann sind alle glücklich und warten auf die Regional-Bimmel-Bahn, die uns nach Hamburg bringen soll.
    Mutti macht schon wieder peinlich Bilder von mir, ich glaube ich muss dem mal ein Ende bereiten...und zurückschießen 🤭
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  • Flughafen Hamburg

    6 April 2019, Jerman ⋅ 🌫 8 °C

    Was gibt es zu berichten....?! Nix! Hier passiert nicht viel, haben unser Gepäck abgegeben, ohne mit der Wimper zu zucken durch die Sicherheitskontrolle gekommen und jetzt sitzen wir Nüsse knabbernd vor unserem Gate mit nem Becher Kaffee in der Hand und warten auf den Beginn der Vorstellung.
    Mittelschwere Katastrophen blieben bislang aus....

    Stop....da haben wir eine!!! Ein hygienischer Supergau...uns sitzt ein junger Mann schräg gegenüber...er verzieht manierlich das Gesicht und beginnt seinen Niesmarathon, wobei er bei allen seiner 7 Nieser immer einen anderen Ort wählte, in den er seine Nasensäfte sprühen kann....der Unterarm links, die Hand rechts, Ellenbeuge rechts, Unterarm rechts, Hand links, beide Hände zeitgleich und zum Schluss in dem Schoß. Um das Virenchaos noch zu toppen, zog er einen dunkelroten Lappen mit kleinem Karomuster aus seiner Jeanstasche, schneuzte geräuschvoll hinein und vorm erneuten akuratem Zusammenfalten noch ein prüfender Blick. Klopf klopf Schulter klopf, hat er toll gemacht 👍🤭
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  • Genug Platz für eine Snackbar

    Dublin Airport

    6 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 9 °C

    ...heißt warten, warten, warten. Mutti's Gepäck weigert sich scheinbar aus dem Flieger auszusteigen und so vergehen bestimmt 20min zwischen der Ankunft meiner Klamotten und...naja Muttis eben.
    Schlussendlich kamen wir unfallfrei durch den Zoll und die Sicherheitskontrollen und stürmten direkt zur Autovermietung. Dort angekommen quakte ein verhältnismäßig unfreundlicher junger Ire seinen Text herunter, glotzte ungläubig, dass ich zu meinen 2 Zusatzversicherungen nicht noch eine Dritte dazubuchen möchte und übergab uns recht freudlos den Autoschlüssel mit nem handgeschriebenen Hinweis, auf welcher der 9578 Parkflächen unser Auto steht. Uuuuund tschüss!!!
    Wir bekommen einen roten Nissan Micra 1.0, eine kleine Rennschnecke, die wir vorläufig Kate getauft haben.
    Die gute Kate hat vermutlich nur 20PS, denn bergauf musste ich tatsächlich einen oder zwei Gänge herunterschalten, um nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben. Mutti hat derweil ganze Schaumstoffbrocken aus ihrem Sitz gerissen, als es wieder bergab ging, die Straße immer noch schmal wie ein Stängel Schnittlauch und ich, Kurven schneidend und ohne Bremsen, die ach so tollen Landstraßen entlang brausend.
    Tolle Fahrt und niemand musste spucken. Ein voller Erfolg.
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  • Atlantic House B&B

    6 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach einer schweißtreibenden, knapp 4stündigen Fahrt einmal quer über die Insel, sind wir wohlbehalten und ohne nennenswerte Kratzer an unserem ersten B&B angekommen. Ein freundlicher Ire in seinen späten Sechzigern, winkte uns schon aufgeregt vom Fenster zu und schüttelte uns energisch die Hände. Wir kamen in unser sehr freundliches aber recht kühles Zimmer, wurden mit der Kaffee- und Teebar bekannt gemacht und er empfahl uns einen kleinen Heizlüfter, den wir aufstellen sollen, sollten sich an unseren Hinterteilen Frostbeulen bilden. Nachdem wir geklärt haben, dass wir gerne Irish Breakfast frühstücken wollen und das am besten schon vor dem Aufstehen (wir wollen morgen recht früh los, um den Touristenschwärmen zu entgehen), marschierten wir noch eine kleine Tour durch die Dorfgassen. Eine kleine Villenrouine erweckte unsere Aufmerksamkeit, und später wussten wir auch warum....Cinderella war offensichtlich dieses Wochenende ohne Aufsicht und muss derart eskaliert sein, dass ihr rosa Rüschenschuh im Baum 300m vom Schlösschen entfernt im Wind schaukelte. Die Ärmste sucht den verlorenen Treter bestimmt noch immer, passen ihr doch scheinbar eh so schlecht Schuhe 🙈
    Zurück im B&B kam die grandiose Idee auf endlich eine heiße Dusche zu nehmen...zum Entspannen und Herunterfahren. Mutti öffnete die Badezimmertür und steckte den Kopf in die Kühlkammer...ich könnte schwören sie hatte Eiszapfen an der Nase hängen und Eisblumen auf der Brille! In diesem Bad kann man locker für einige Tage ein Wildschwein abhängen, Schlitten fahren oder Eisskulpturen hauen. Eine Wärmmöglichkeit gibt es nicht, nicht mal eine Steckdose für den Heizlüfter....Mutti kämpfte sich trotzdem mutig hinein und schloss die Tür hinter sich. Ich hörte dann nur noch ein gelegentliches Poltern (keine Ablagemöglichkeit für nichts), Jauchzen (Wasser zu kalt/heiß/viel/wenig/kalt/wenig/heiß...) und fluchen. Als die Tür wieder auf ging, schwappte ein großer Schluck Wasser mit hinaus, Mutti kam bibbernd in unseren angenehm klimatisierten Raum ( 18°C ) hinterhergespült, ich konnte Worte verstehen wie "...k..k..kallllt" und "F...f..füßßße".
    Ja...ich hatte schon richtig große Lust auch duschen zu gehen. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude....also husch husch ab unter die Dusche, schön von Strahl zu Strahl springen. Wir hoffen einfach mal ganz platt, dass unser nächstes B&B einen besseren Anschluss an die nächstmögliche Frischwasserquelle hat. Morgen fahren wir gleich früh zu den Cliffs of Moher und von dort aus weiter nach Clifden....alles was spannend aussieht auf dem Weg dorthin, wird mitgenommen...hab extra den großen Rucksack für solche Fälle eingepackt 😋
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  • Cliffs of Moher

    7 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 7 °C

    Ein Morgen mit strahlendem Sonenschein erwartete uns, Michael und Anne erwarteten uns schon geschäfrig treibend mit einem umfangreichen köstlichem Irish Breakfast, wir hatten einen Platz in der Sonne und alles war ganz doll lovely. Quasi noch vor dem Aufstehen haben wir die beiden nochmal herzlichst geknuddelt und sind dann mit Kate eiligen Reifens Richtung Cliffs of Moher aufgebrochen, wohlwissend, dass die Völkerwanderung dort spätenstens um 10Uhr beginnt. In 12 min standen wir auf dem Parkplatz und äugten kritsch einmal in die Runde....ein paar PKW und ein einsamer Reisbus....für die Ausmaße dieser Sehenswürdigkeit durchaus angemessen. Also stiegen wir aus, sicherten Kate und schlenderten die Anhöhen hinauf bis zu den Schutzmauern, die uns vorm Absturz bewahren sollten, eine Drehung nach links und die Klippen hoch. Das Wetter spielte voll mit, strahlender Sonnenschein und leichter (verhältnismäßig) ablandiger Wind. Besser geht es nicht. Viele Menschen waren nicht unterwegs aber die paar, die wir während unseres Aufstieges sahen, haben unsere Entertainmenterwartungen sogar noch übertroffen...mit 10cm-Absätzen 215 Meter hohe Klippen zu besteigen, dazu muss man erstmal Eier haben!!! Wir haben uns zumindest gut unterhalten gefühlt, zum Glück hat der Wind unser Gekiecher hinaus aufs offene Meer getragen 😉
    Wir wanderten noch ein Stück weiter, ließen am Klippenrand Beine und Seele baumeln und erschraken zutiefst, als wir uns im absoluten Entspannungsmodus gelangweilt umdrehten und bestimmt 2 Schulklassen in unsere Richtung stürmten. Also schnell die letzten Fotos geknipst und im Affenzahn den Rückweg angetreten. Im Souveniershop sind wir noch eben ein Vermögen losgeworden und auf dem Parkplatz zählten wir insgesamt 7 (SIEBEN) verdammte Reisebusse!!!
    Schnell, aber wirklich GAAAANZ schnell weg von hier....unser nächstes Ziel: Clifden, dort wohnt unser nächstes B&B...Cheerio
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  • Dunguaire Castle

    7 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 10 °C

    Auf unserem kurvenreichen, schmalspurigen Weg nach Clifden, sprang uns urplötzlich eine 50er-Jahre-Huddel vor die Linse (ein Austin A35), die sogar zum Verkauf angeboten war...leider ohne Preis und Mutti hat gesagt mein Taschengeld reicht nicht 😕
    Also suchten wir uns einige hundert Meter weiter einen Parkplatz, denn bereits aus der Ferne erspähten unsere Adleraugen eine kleine Burg mitten auf einer kleinen Insel, die allerdings gerade trocken lag dank Ebbe.
    Wir zahlten ein paar Taler Eintritt und erklommen die schmalen Wendeltreppen in die kleinen jeweiligen Stockwerke, jedes thematisch in einem anderen Stil eingerichtet. Im Bankettsaal machten wir es uns an einem der langen Holztische gemütlich aber die Sache mit dem Service müssen die Iren echt nochmal überarbeiten...wir haben bestimmt 30min auf unser Bier gewartet, wir waren die einzigen Gäste und haben nichts auch nur annähernd bieriges bekommen...wirklich lausige Bedienung, die bekommen eine ganz schlechte Bewertung!!!
    Wir haben uns Etage um Etage bis aufs Dach gekämpft, drehten dort eine Aussichtsrunde, ich spuckte noch eben der Bedienung auf den Schädel und schon fanden wir uns auch schon im Auto wieder und juckelten gemächlich weiter nach Clifden.
    Fazit: kurzer Ausflug mit schickem Ambiente aber mieserablen Service im Gastronomiebereich...man kann eben nicht alles haben 😋
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  • Durch die schwarze, kleine Tür hindurch....
    ...zum Licht am Ende des Tunnels....

    The Arch B&B

    7 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 13 °C

    Unser B&B ist wirklich winzig...also zumindest der Eingang zum B&B, das auf einem Hinterhof liegt. Mega winzig, einen halben Meter breit, die Innenwände des tunnelähnlichen Ganges sind in einem dunklen Türkis bemalt, es riecht nach Benzin und Motoröl....und plötzlich spuckt einen der dunkle Gang direkt vor einer roten Tür aus, links davon eine bunte Terasse mit einzelnen Holzmöbeln und einem alten Schaukelstuhl drauf. Wir klingeln einmal (wie auf einem Hinweisschild vermerkt), wir klingeln zweimal, dreimal...nichts. Also reißt Mutti kurzerhand die Terassentür auf, wir stapfen durch den Speisesaal und flöten ein fröhliches "Helloohooo?!" und plötzlich plumpst linker Hand in einem Zimmer dessen Tür offen stand, jemand verschlafen von seiner Couch und begrüßt uns leicht errötet aus seinem Mittagsschlaf. Wir klären fix die Formalitäten, lassen Kate unsere Koffer auswerfen und stürmen dann kurzerhand die klitzekleine Stadt, in der es mehr Pubs als Einwohner gibt....traumhaft!!!Baca lagi

  • Clifden & Mannions Pub

    7 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 13 °C

    Was für eine süße, kleine Stadt. Hier lebt sogar eine klitzekleine Fee, die gerne surft und nebenbei die Kinder Clifdens beschützt....lovely!!!
    Ein passendes Pub ist schnell gefunden, 2 Meter neben dem Durchgang zu unserer Höhle. Das Essen ist schmackhaft, für Mutti nen Burger aus inseleigener Kuh und ich esse klassisch Fish & Chips. Dazu gibt es Bier aus Kilkenny (aber leider kein Kilkenny) und in folgender Runde, passend zur Livemusik, vollmundiges Guinnes. Natürlich Pints....wir spielen schließlich nicht im Sand!
    Wir sind zum Ende des Abends nicht betrunken, aber lustiger als nüchtern. In unserem Zimmer angekommen, sind wir wieder einmal recht durchgefröstelt...hier gibt es scheinbar den "Winter", den wir in Deutschland nie hatten...nur eben mit Sonnenschein und zweistelligen Temperaturen. Aber sobald die Sonne untergeht, fällt der Bleizapfen des Thermometers ganz nach unten. Leider weiß das unsere Heizung nicht, weder im Schlafraum noch im Bad und sowohl wildes, also auch wohl durchdachtes, sehr kontrolliertes Schrauben an den vermeintlichen Thermostaten, bringt uns keine Erfolge, geschweige denn warme Füße. Mutti springt also todesmutig unter die Dusche im viel zu kalten Bad (siehe Tag 1), es poltert und knallt nebenan, die Tür öffnet sich einen kleinen Spalt und ein jammeriges, leicht bibberndes "das Wasser ist nur lauwarm" kriecht durch den Raum in meine Richtung....na fein!!! Ich glaub wir Deutschen sind zu verpimpelt...erwarten wir doch allen ernstes warmes Wasser, fließend...gegen Bezahlung!!! Verrückt!!! 😅❄⛄
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  • Clifden Castle

    8 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 9 °C

    Wir wurden heute früh ganz ohne Wecker wach, waren einfach ausgeschlafen. Ich sprang todesmutig unter die Dusche und mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hatte ich kuschelig warmes Wasser. Dennoch tropfte mir hin und wieder etwas kaltes auf die Schultern, ein Blick nach oben erklärte dann auch das Dilemma...es tropfte dicke, eiskalte Tropfen von der Zimmerdecke, scheinbar von der Dusche ein Stockwerk über uns. Also ratzfatz die jahrelang einstudierte Duschroutine vollzogen und raus aus dem Kunststoffkäfig und rein in die Wasserlache, die sich derweil auf dem Fußboden im gesamten Bad verteilt hat. Ich schwamm also im Freistil zum Waschbecken und trocknete mich und die Waschtaschen mit den klammen Handtüchern. Unser Frühstück wurde uns heute von Ryan serviert, ein Mitzwanziger, der eiligen Schrittes in den Speisesaal stolperte, als hätte er nach einem ausgedehnten Pubabend verschlafen. Wir smalltalkten etwas, holten uns noch den einen oder anderen Umgebungstipp ab und seine E-Mail-Adresse, sollten wir mal wieder den unwiderstehlichen Drang verspüren nach Clifden reisen zu wollen. Wir waren uns schnell einig, dass dieser Ort in etwa das Schwerin Irlands ist....keiner kennt es aber alle waren irgendwann schonmal da.
    Nach dem Frühstück sammelten wir Kate ein und sie brachte uns kurzerhand zur heutigen ersten Sehenswürdigkeit, dem Clifden Castle. Eine Schlossruine, die ich vor 2 Jahren schon einmal besuchte, allerdings bei Regen und reichlich Nebel. Heute strahlte stattdessen die Sonne, die Pferde und Kühe und Schafe auf dem Weg zum Schloss waren uns wohlgesonnen. Erneut waren wir ganz alleine auf weiter Flur. Bis auf einer lauten Scharr Krähen, lag diese Ruine mitten in den grünen Hügeln als hätte sie dort einfach jemand abgeworfen. Wir schlichen durch die alten Gemäuer, immer umhüllt vom lauten Gekrähe der schwarzen mystischen Vögel, schossen einige Bilder und stellten uns vor, wie es hier wohl zu seineszeiten ausgesehen haben muss. Nach einiger Zeit traten wir den Rückweg an und machten quasi nahtlos Platz für eine Familie mit 2 kleinen Kindern, die nun auch ganz einsam diese schöne Ruine erleben konnte.
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  • Burrishoole Abbey

    8 April 2019, Ireland ⋅ ☁️ 9 °C

    Unser Weg in Richtung Norden ließ noch einen kleinen Schlenker zu (liebgemeinte Empfehlung von Ryan), entlang der Sky Road, noch ein wenig die Küsten und kleinen Inselchen davor bestaunen. Die Straßen waren sehr schmal, bergig und kurvig....ich fühlte mich schlagartig nach Schottland zurück versetzt! Mehrmals rammte ich den Rückwärtsgang ins Getriebe und setzte zurück bis zu einer etwas breiteren Stelle der Straße, an dem ein Passieren ohne Schrammen und blaue Flecken möglich war. Nach einiger Zeit erreichten wir wieder die N59, eine dieser Straßen auf denen man angeblich 100km/h fahren können soll, aber meistens nicht über die 60km/h kommt, weil es einen sonst im hohen Bogen aus den Kurven oder vom Asphalt fegen würde. Dieser Route folgten wir ein ganzes Stück nach Norden und plötzlich, kurz hinter dem Örtchen Newport, entdeckte ich ein kleines braunes Hinweisschild....irgendwas mit Abbey und ein Pfeil nach links. Einmal kräftig in die Eisen getreten, links anblinken, rechts winken, Handbremse anziehen und scharf einlenken und schwupps stehen wir nach einigen hundert Metern direkt vor einem riesigen Friedhof. Alte Gräber mit keltischen Kreuzen mischen sich dort mit neuen Grabstätten, manche kein Jahr alt. Im Hintergrund steht eine halb zerfallene Abtei aus dem 15. Jahrhundert, mit eigenem Friedhof eingerahmt von einer Natursteinmauer. Alles hier wirkt sehr unwirklich, die Gräber teils so alt und fast vergessen, teils erst im letzten Jahr errichtet...hier ist der Tod allgegenwärtig und hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, wenn man es wagt ein paar verhaltene Bilder zu machen.
    Wir schlenderten noch etwas über den "neueren" Teil der Ruhestätte und machten uns dann langsam auf den Weg in Richtung Insel. Achill Island erwartet uns bereits....
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  • nobel geht die Welt zugrunde...You can go upstairs, make you some tea if you like.....oookay

    Achill Lodge B&B

    8 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    ...naja...erwarten mag vielleicht etwas übertrieben sein...Bernie (die Hausälteste aus dem Familienclan) starrte uns verwirrt mit großen Augen an, als wir Kate rückwärts fast gegen ihre Hauswand setzten...diese kleine runde Person mit dem rotgefleckten Gesicht und dem buntbefleckten Hauspulli war ganz dezent überfordert mit uns und ihrem Reservierungssystem in Form eines schwarzen wild bekritzelten Buches. Sie stiefelte mit uns den Flur entlang, griff immer mal wieder an die Türklinken und testete, ob sich ebendiese öffnen ließen....die letzte Tür ließ sich dann öffnen, Bernie war mehr als erleichtert aber nach einem kurzen Blick ins Zimmer ein erneuter Schwall von Panik in ihrem putzigen Gesicht, gab es doch hier "nur" ein Doppelbett und keine 2 Einzelbetten. Wir erklärten ihr, dass Mutter und Tochter, damit meinten wir uns selber, sehr wohl auch in einem Doppelbett schlafen können, lächelten sie freundlich an und konnten dabei zusehen, wie der Angstschweiß auf ihrer Stirn wieder zu trocknen begann....noch einige kurze Erläuterungen später, nämlich dass die 2. Tür im Zimmer ins Bad führe und wir unser Zimmer mit einem Schlüssel verschließen können, erklärte sie uns noch, dass wir uns im 2. Stockwerk in der Küche gerne einen Tee kochen können...alles kein Problem. Irgendwie drollig die Bernie. Also stiefelten wir die fluffige mit dickem Teppich belegte Treppe hinauf und fanden uns in einem Aufenthaltsraum/ Speiseraum wieder, die letzte Tür rechts führte, wie beschrieben, in eine moderne Küche und wir wühlten uns durch die Schränke und Dosen bis wir fanden, wonach wir suchten......Teatime!!!
    Anschließend fuhren wir erneut in Richtung Festland, bogen aber kurz vorher links ab auf den Parkplatz eines Supermarktes, um etwas zu Futtern und vielleicht ein Bierchen für unser enspanntes Abendessen zu organisieren.
    Jetzt riechen wir uns gerade an den Füßen, essen Schokorosinen und sind ein wenig albern....eigentlich wollten wir unseren morgigen Tag planen, denn den verbringen wir uneingeschränkt auf dieser Insel. Wir fahren erst übermorgen wieder aufs Festland. Die Festländer wird es freuen...die Insulaner...nunja...
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  • Silver Strand, Achill Island

    9 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 9 °C

    Der erste von zwei Morgenden auf Achill Island, Mutti luschert zögerlich durch die Vorhänge und stellt fest...alles noch da! Sogar Nebel....aber der verspricht sich schon während unserer Morgentoilette langsam in Wohlgefallen aufzulösen. Frisch geduscht stapfen wir die Treppe zur Lodge hinauf, wir werden bereits erwartet. Bernie wühlte schon eifrig in der Küche, während ihr uralter Göttergatte sich schon mit einem Schreibblock bewaffnet vor unserem eingedeckten Tisch positionierte und auf Befehle wartete. Es gab eine kleine Karte auf dem Tisch, von der wir ein Frühstücksmenü wählen konnten. Von Full Irish über Vegetarian bis Healthy Porridge war alles wichtige dabei, zusätzlich noch Brownbread und Marmelade oder Wurst/Käse, leckere irische Butter und Cornflakes in 5 verschiedenen Sorten standen zur Auswahl. Alles was das Herz begehrt.
    Nach dem Frühstück schnappten wir uns Kate und zottelten los in Richtung Norden, eigentlich auf dem Weg zum "verlassenen Dorf", doch plötzlich eröffnete sich ein hübscher Strand rechts von uns genau lokalisiert zwischen 2 Bergen. Über diesen hingen noch dunkle Wolken, während an einigen Stellen schon die Sonne begann durchzubrechen. Wir waren erneut die einzigen Menschen hier, ich bückte mich gerade zu einer einsamen Muschel herunter, als plötzlich ein halbhoher schwarzer Vierbeiner zwischen unseren zwei Beinen umherwuselte und mit uns und einem seinerseits mitgebrachten Stein spielen wollte. Wir drehten uns einmal im Kreis, um sein Herrchen ausfindig zu machen, sahen auch in einiger Entfernung eine Frau mit ihren Autralien Sheppard spielen aber ihr gehörte er, wie sich später herausstellte, nicht. Sie erzählte er wohne etwa 150m vom Strand entfernt, kommt immer alleine zum Wasser gelaufen und sucht sich Spielkameraden. Na Jackpott!!! Also tobten wir eine ganze Weile umher, bis uns die Arme lahm wurden und wir den kleinen Pfiffi dankend in ein paar willige Kinderhände abgaben. Wir knipsten noch ein paar Bilder und machten uns wieder auf den Weg...allerdings noch nicht zum Dorf, sondern erstmal zum Achill Experience Center....eine Art inseleigenes Aquarium, liebevoll aufgebaut und mühevoll mit Artefakten und Antiquitäten der Achill Insel eingerichtet. Wir starrtem interessiert in die Becken voller einheimischer Fische und Hummer aber auch einiger weniger Exoten und bekamen eine private Führung eines der "Fischpfleger". Dieser Urire erzählte uns alles was wir wissen wollten zu jeder einzelnen Fischart, pulte einzelne Exemplare aus den Becken und wir durften anfassen und streicheln, sei es Seenadeln, Einsiedlerkrebse oder Seesterne. Vor lauter staunen und zuhören, haben wir glatt vergessen Fotos zu machen. Auch sowas kommt mal vor!!!
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  • Behördenfuzzis 😤🤪

    Deserted Village

    9 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    Nun waren wir mit ein wenig Geschichte und reichlich Tatendrang gefüttert und hatten Lust uns zu bewegen...wir fuhren ein Stück weiter, nur einen guten Kilometer und kamen vor einem Friedhof zum stehen. Direkt dahinter, schon ein Stückchen den angrenzenden Berg hinauf, sah man die ersten dachlosen, teils auch mauerlosen Gesteinshaufen, die oft nur noch die Giebel und einen Teil der ursprünglichen Grundmauern darstellten. Sie waren im einzelnen nicht sehr groß, aber in der Masse verteilten sie sich in mehreren imaginären Reihen entlang des Fußes des angrenzenden Berges. Fast 100 Häuserruinen sollen es sein, alle in der gleichen Nordsüd-Ausrichtung. Niemand weiß warum dieses Dorf jemals verlassen wurde, man vermutet jedoch aufgrund historischer Funde und dem das Dorf umgebende Feld-System, dass es bereits seit dem 12.Jh n.Chr. existiert.
    Wir unkten also eine ganze Weile zwischen all den Ruinen, kleinen Bächen und Schafscheiße umher, machten Kekspause an einem sonnigen Örtchen vor einem halb zerfallenen Haus, beschimpften die Jungs von der Bauaufsicht (auf den Fotos natürlich an den Warnwesten er erkennen) und verteidigten unseren Vorgarten vor neugierigen Touristen.
    Die Handys glühten, als wir uns langsam auf dem Abstieg machten, aber ein Ziel hatten wir noch vor Augen....einen Küstenabschnitt ganz im Westen der Insel...das Kate uns auf diesem Weg beinahe vor die Hunde (oder hier wohl eher Schafe) ging, konnten wir da noch nicht ahnen....
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  • Keem Bay

    9 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 10 °C

    ....kann doch keiner ahnen, dass wir Kate erstmal um den 688m hohen Berg Croaghan schieben müssen...ist wirklich wahr, wir sind die steilen Serpentinen im 3. Gang hochgekrochen, und wenn ein Schaf faul auf der Straße lag, dann auch schonmal im 2. Gang, um überhaupt voran zu kommen. Um jeden Meter gerade Straße waren wir unendlich dankbar, so konnten wir erneut Schwung holen. So steil es bergauf ging, so steil ging es auch bergab, unsere Bremsen glühten, als wir unten ankamen...und meine Ohren. Ich hab Blut und Wasser geschwitzt, Mensch, Kate ist doch nicht so gut versichert!!! Aber alles gut gegangen. Wir beobachteten nach dem Einparken ein paar Touristenschwärme, die sich gerade wieder auf den Rückzug begaben und machten uns dann selber auf den Weg an den Strand. Dieser war erneut umgeben von bergigen grünen Wiesen und steinigen, riesigen Felsen. Es wirkte, als hätte man den Sand dort einfach hingerotzt, scheißegal ob das jetzt passt oder nicht. Und es passt!
    Wir spazierten den Strand entlang, kletterten wie die Bergziegen über steile Felsen und hingen kopfüber in Höhlen und Gängen. Alles war faszinierend....fast alles. Des gibt Menschen, die sind einfach nicht in der Lage eigenständig schöne Dinge zu erkennen. Sie hocken am Rande einer Attraktion und beobachten ausgewählte Leute, ob diese etwas Interessantes entdecken. Sollte dies der Fall sein, bewegen sie sich bemüht unauffällig (und das ist alles, aber niemals unauffällig!!!) in deren Richtung, glotzen den eigentlichen Entdeckern und Abenteurern kurzerhand über die Schulter und atmen ihnen feuchtwarm in den Nacken.
    Ich verrate mal nur soviel: wir fallen in die Rubrik Entdecker und Abenteurer. Punkt. Ende der Geschichte.
    Kate war glücklich uns nach einigen Stunden (zumindest gefühlt) wieder zu haben, wir schoben sie den Berg hinauf und ließen sie auf der anderen Seite zurück ins Tal rollen...ein Tag voller Eindrücke neigt sich langsam dem Ende und uns prickeln die Waden vom ganzen Gelaufe und Geklettere. Herrlich!!!!
    Ich trinke jetzt noch ein letztes Kopparberg und gucke Championsleage, Mutti hat ihr digitales Buch aufgeschlagen....wir sind satt und langsam auch müde. Morgen soll es mit einigen Umwegen nach Killala gehen.
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  • Downpatrick Head

    10 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 10 °C

    Noch kürzer und noch knackiger: Felsen. 😅

  • Mary's Cottage Kitchen, Ballycastle

    10 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 12 °C

    Hier waren wir heute sogar zweimal. Einmal vorm Besuch des Downpatrick Head und einmal danach. Wir hielten hier auf dem Weg zur Küste an, ich kannte dieses süße Einstraßendorf noch von 2017, und schaufelten uns eine köstliche, selbstgekochte Gemüsesuppe in den Rachen. Dazu gab es frisch gekochten Kaffee für uns und einen lang ersehnten Klogang, zugegeben der eigentliche Grund für unseren Stopp hier (zumindest für mich). Die Inhaber dieses Familienbetriebes waren sehr lieb, alle 3 Generationen waren um unser Wohl bemüht, während nebenan in der Küche gerade die Marmelade kochte. Wir beschlossen kurzerhand noch einmal auf einen Tee und nem Stück Kuchen wiederzukommen, nachdem wir vom Küstenwind ordentlich durchgepustet wurden. So erklärt sich dann auch unser zweiter Stopp hier. Man war erfreut uns nochmal wiederzusehen, wir sparten uns die Förmlichkeiten und kamen direkt zur Sache. Einen Tee für uns bitte und wir wollen das Kuchenangebot leerfuttern. Mutti schaufelte Apple Tarte mit Sahne in sich hinein und ich ein großes Stück Lemon Cheesecake (bestand ebenfalls zu 80% aus Sahne)...beides wirklich mega lecker!!! Dazu gab es dann 2 Kannen Afternoon Tea. Satt und glücklich winkten wir ein Goodbye und fuhren ca 15 min zu unserer vorletzten Unterkunft in diesem Urlaub.Baca lagi

  • Creevagh Heights B&B

    10 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    Die Berg- und Talfahrt auf den ausgedienten, 1/2spurigen "Landstraßen" ging verhältnismäßig zügig vorrüber. Zu unserer Linken tat sich aus dem Nichts mitten im Nirgendwo eine Natursteinmauer auf, ein Schild wies auf unsere Unterkunft hin und ich wollte gerade schwungvoll (weil Schwung braucht Kate, um die Berge und Hügel hoch zu kommen) die vermeintliche Einfahrt hinaufbrettern, als sich ein verschlossenes rotes Tor vor uns aufbaute und mich zur Vollbremsung zwang. Mutti und ich glotzten uns kurz dumm in die mit reichlich Fragezeichen gefüllten Augen, dann ein dezentes Schulterzucken, ich setzte Kate erstmal zurück, parkte am Wegesrand, ließ das Fenster einen spaltbreit offen und Mutti knallhart im Auto sitzen und marschierte nochmal Richtung Tor. Erstmal die Lage auskundschaften. Ein kleines Hinweisschild verriet kurzerhand den Türcode und so stiefelte ich einen langen, geschwungenen Weg zum Cottage entlang, rechts und links von mir penibel kurzgeraspelter Golfrasen. Mir öffnete ein junges Mädel die Tür, vielleicht 18 Jahre alt, erklärte kurz, dass ihre Eltern noch unterwegs seien aber sie mir und...kurzer Blick nach draußen, sie suchte offenkundig Mutti...schonmal unser Zimmer zeigen würde. Ich erklärte, dass Auto und Mutti noch vorm Tor warteten, holte die beiden kurzerhand auf das Grundstück und uns wurde unser royal anmutendes Zimmer gezeigt. Alles sehr sehr sauber und ordentlich, Meerblick, Luxus pur. Auch die Lodge ist mega gemütlich, große Fensterfront zur Küste raus und ein Kamin, der mit Torf geheizt wird.
    Recht spät am Abend, nachdem wir noch einige Zeit zum Strand und zurück gewandert sind (ca 5km insgesamt bergauf und bergab), waren wir schon dabei es uns in unserem Zimmer bequem zu machen, denn von den Hauseigentümern war weit und breit nichts zu sehen. Dann plötzlich Schritte und ein zartes Klopfen an unserer Tür, Carol und Harry stellten sich überschwenglich aber wirklich extrem sympatisch bei uns vor und erklärten, warum sie bei unserer Anreise nicht zu Hause waren....ein wirklich grausiger Grund, durchaus gerechtfertig. Carol war zur ZahnOP in Dublin und Harry musste vermutlich fahren. Alles dauerte länger als geplant und es tat ihnen wirklich leid. Sie boten uns zum x-ten Mal Kaffee und Tee an, wir lehnten dankend ab, sie boten uns an noch den Kamin zu heizen, auch das lehnten wir dankend ab. Dann taten sie uns langsam leid, weil wir nichts von ihnen wollten und ein letzter Versuch ihrerseits fruchtete dann doch. Harry bot uns einen Gute-Nacht-Trunk, quasi irische Medizin an, einen Grappa, einen illegal gebrannten Whiskey und wir nahmen das Angebot an. Harry freute sich wie ein kleines Kind, seine Augen leuchteten und es fehlte nur noch dass er in die Hände klatschte und in die Luft hopste...stattdessen hüpfte er aufgeregt den Flur entlang und kam kurz darauf mit 2 Schnapsgläsern wieder und drückte sie uns grinsend in die Hand. Langsam trinken, am besten im Liegen....das waren seine nicht ganz ernst gemeinten Tipps. Wir schnatterten noch ein wenig, klärten das morgige Frühstücksmenü und Harry will uns morgen einige Umgebungskarten zeigen, damit wir auch was erleben können. Uns wurde lieb "Gute Nacht" gesagt, wir freuen uns alle auf morgen früh...besonders Carol und Harry, da bin ich mir ganz sicher!!!
    Die Medizin war sehr hochprozentig, aber entgegen aller Befürchtungen recht bekömmlich...zumindest wärmte er uns ordentlich auf und wir eskalierten kurz beim Fotos machen. Will ja alles festgehalten werden 😉
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  • Céide Fields

    11 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 9 °C

    Hier waren wir im Visitor Centre, einem kleinen, lokalen Museum, in dem im Prinzip die Geschichte der Torfentstehung auseinander genommen wird. Denn hier in der kompletten Gegend des County Mayo, sind die Torfschichten teils bis zu 5 Meter hoch. Darunter oder auch mitten in den Schichten befinden sich unter anderem noch ehemalige Dörfer, Begrenzungsmauern und ganze Farmen. Rund um das Museum wurden einige dieser Grenzmauern und andere Gesteine, die auf Zivilisation hinweisen, wieder zutage gefördert. Ein sehr informativer Einstieg und unseren vollgepackten Tag...anbei übrigens die Karte, die uns Harry heute nach dem Frühstück in die Hand drückte und uns jeden einzelnen Punkt genau erklärte:Baca lagi

  • Barr na Binne Bui

    11 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    Über wilde, eigentlich kaum vorhandene Wege, jagten wir Kate die Berge hinauf. Uns wurde eine rauhe Klippenlandschaft versprochen und wir wurden nicht enttäuscht. Ein einsames Motorrad stand auf dem übersichtlichen Parkplatz, Menschen waren weit und breit nicht zu sehen. Wir stellten Kate ab und mussten keine 50 Meter weit gehen, um von einer gigantischen Steilküste erschlagen zu werden. Am Fuße der Klippen zerschellte der türkisblaue Antlantik an spitzen, schwarzen Felsen, der Anblick war überwältigend. Wir spazierten die Abhänge entlang und waren wieder einmal überrascht und erstaunt, dass es hier keine Zäune gibt, keine Sperrungen oder wenigstens alle 3 Meter ein Warnschild. Nein! Hier gibts nichts dergleichen. Wer möchte kann einfach immer weiter und weiter geradeaus gehen und findet sich im besten Fall nach einem eindrucksvollen freien Fall im eiskalten Atlantik wieder, ob tot oder lebendig lässt sich schwer voraussagen aber ich gehe stark von Ersterem aus.
    No risk no fun...
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  • Ceann Iorrais

    11 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 12 °C

    Ein weiterer, vermeintlich wunderschöner Küstenabschnitt, der uns wärmstens empfohlen wurde. Hier kletterten wir kleine Leitern hinauf und auf der anderen Seite des Weidezaunes wieder herunter....bergauf und bergab aber leider kein besonders schöner Blick...
    Daher drehten wir nach gut 50min strammen Marschierens wieder um und suchten das Weite. Ohne Wind. Der wehte nämlich ganz schön stramm und uns liefen die Nasen.
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  • An Fal Mor, das Stonehenge für Arme

    11 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    ...durch Zufall gesehen, schnell das Lenkrad eingeschlagen und zack, standen wir auf dem Parkplatz. Ein paar Meter hinter uns auf teils felsigem und teils moosigem Boden führte ein steinener Weg zu einer Monoliten-Ansammlung, die früher einmal ein heiliger Ort war. Dort knipsten wir noch eben unseren Film voll und so schnell, wie wir ankamen, düsten wir auch wieder ab.Baca lagi

  • Beach, somewhere in nowhere

    11 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    Harry empfahl uns außerdem noch einen weiten, von den Gezeiten gezeichneten Strand, der schwer zu finden ist und Einsamkeit verspricht. Dank Harrys ausgezeichneter Wegbeschreibung und ein paar fast gebrochenen Achsen für Kate, kamen wir an unserem Ziel an und fanden uns an einem Strand wieder, der feinsandig flach in den Ozean führte und von vielen schräg aus dem Boden ragenden Felsen gespickt war. Und wieder hopsten wir zwischen den schwarzen Ungetümen umher, machten Fotos und wunderten uns über das unglaublich klare Wasser (Funfakt: ich bin mehrfach in eine superklare Pfütze gestapft und stand bis zum Knöchel im Wasser, weil man ebendieses einfach mal nicht gesehen hat).
    Dummerweise kam ganz langsam die Flut zurückgekrochen, sodass wir lieber den Rückzug antraten, bevor wir noch an Land schwimmen müssen.
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  • Home again at Creevagh Heights

    11 April 2019, Ireland ⋅ ⛅ 10 °C

    Home sweet home...Carol und Harry kamen kurz nach uns nach Hause, wir wurden direkt mit Fragen gelöchtert, Dr. Harry brachte uns wieder etwas Medizin und man schmiss ein wenig Torf in den Kamin und machte es uns muckelig. Also holen wir unser Kilkenny raus und lassen es einfach mal drauf ankommen....muckelig hier, joa!Baca lagi