Tanzendes Salta 💙
10 stycznia, Argentyna ⋅ ☁️ 25 °C
Gemütlich starten wir in den Tag, endlich mal ausschlafen, in Ruhe Frühstücken und den Tag planen. Das hier ist ja immerhin noch Urlaub! 😅
Für heute haben wir uns vorgenommen, Salta, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz zu erkunden. Als kleines Geschenk unseres Hotels zur Hochzeit bekommen wir sogar einen „Late Check-out“ und können so entspannt die Taschen im Zimmer zurücklassen und die Stadt mit leichtem Gepäck erkunden.
Wir starten unseren Rundweg also im historischen Zentrum. Zunächst vorbei am hübschen Plaza Gral. Don Martin Miguel mit dem imposanten, im Kolonialstil erbauten, Palacio Legislativo. Martín Miguel de Güemes (* 8. Februar 1785, Salta, Argentinien; † 17. Juni 1821) war - wie wir lernen - ein wichtiger General des argentinischen Unabhängigkeitskrieges.
Wir schlendern also weiter bis zum nächsten Platz „Plaza 9 de Julio“ - dem entsprechenden Unabhängigkeitstag für den unser Freund Martin Miguel so tapfer gekämpft hat. Hier sind wir nun im Herzen Saltas angekommen. Um uns herum herrscht buntes Treiben und man hört bereits musikalische Klänge vom anderen Ende des Platzes rüberschallen.
Wir bleiben zunächst vor der im 19. Jahrhundert im Barockstil erbauten Kathedrale - Basilica de Salta - stehen und bewundern dann auch ihre Schönheit von innen.
Kaum wieder vor der Tür reizen uns aber die Klänge am überliegenden Ende des Platzes. Wir durchqueren schnell die gepflegte Grünanlage und stehen schon bald vor einem regionalen Musik- und Tanzfestival der Stadt. Eine junge Band gibt lokale Songs zum besten und dazu tanzen Paare in traditionellen Kostümen. Im lokalen Tanz werden schnell die spanischen Einflüsse sichtbar aber hier scheint schier jeder Passant den Tanz zu beherrschen. Bald reihen sich schon einige „Zivilisten“ ins Geschen ein und tanzen mit. Eine wirklich schöne Szene, die wir gerne ein paar Minuten genießen. Zu unserem Erstaunen ist auch trotz Regenzeit der Himmel ganz klar und alle genießen sichtlich die Sonnenstunden.
Nur schwer lösen wir uns von der Musik und heiteren Stimmung, setzen dann aber unsere Stadterkundung fort - schließlich hatte ChatGPT noch viel für uns vor 😬.
Nächster Halt: Iglesia San Francisco mit angrenzendem Kloster. Auch hier bewundern wir wieder den tollen Bau und die aufwendig verzierte Decke und Seitenaltäre.
Als nächstes schlägt „Chatty“ uns den Mercado San Miguel - eine Markthalle mit authentischen Ständen und Snacks - vor. Da wir aber nach dem üppigen Frühstück beide noch keinen Hunger verspüren, ignorieren wir GPTs Rat und ziehen lieber den Parque San Martin vor. Durch diesen Grünstreifen am Rande der Altstadt schlendern wir bishin zum Fuße des Cerro San Bernardo - einem kleinen Hügel am Stadtrand auf den man mit einer Gondel fahren kann um die Aussicht zu genießen.
Bevor wir allerdings hochfahren wollen ergreift ein kleiner Markt am Fuße noch unsere Aufmerksamkeit. Wir haben vor unserer Ausreise aus Argentinien morgen noch ein paar Pesos die wir hier evlt. sinnvoll loswerden können ☺️. Gesagt getan, wir laufen also über den Markt und werden bald fündig - ein Stand mit Töpfereien hat es besonders Céline angetan. Am liebsten würde sie den halben Laden mitnehmen… allerdings reicht der Platz im Koffer nicht aus. Naja ein kleines Andenken gabs dann schon 😊
Solangsam werden wir nun doch hungrig und beschließen zum Mercado aufzubrechen. Die Gondelfahrt auf den San Bernardo lassen wir nach einem kurzen Blick auf die dichter werdenden Wolken und das Preisschild für eine Fahrt dann doch getrost sein.
An der Markthalle angekommen sind wir dann aber doch nicht mehr so sehr in Essenslaune, der halbe Markt befindet sich in Umbauarbeiten und der Teil der noch in Betrieb ist, lädt nicht gerade zum Verweilen ein. Es ist laut, wuselig, riecht streng und überall werden wir angesprochen. Wir beschließen also schnell, unser Glück für einen Snack woanders - wieder in der Altstadt zu suchen.
Hier werden wir schnell am Hauptplatz fündig und genießen ein paar leckere Empanadas - Carne, Queso und Llama gibst als Füllung. 🥟
Erschöpft von der vielen Lauferei beschließen wir, uns den restlichen Nachmittag am Hotelpool auszuruhen bevor wir gegen 18:00 Uhr auschecken müssen.
Am Abend nach dem Check-out besorgen wir noch zwei Bombillas für unsere Mate-Cups. Ganz überrascht werden wir plötzlich auf Deutsch angestorben. Die nette deutsche Auswanderin, die den Laden betreibt, erklärt uns gerne und detailliert die verschiedenen Formen und Eigenschaften der "Mate-Strohälme".
Auf dem Weg zum Essen sehen wir plötzlich gleich mehrere Tanzveranstaltungen. Während auf einem Pavillon der Tango Argentinio aus Buenos Aires von gemischten Stadtbewohnern getanzt wird, tanzen eine große Gruppe wenig weiter den für die Region Salta bekannten traditionellen Tanz. Beide Gruppen ganz privat untereinander und ohne Show - wunderschön und anscheinend ganz normal hier!
Später mischt sich plötzlich noch eine indigene Gruppe unter den Trubel auf dem Platz. Trommelnd, schrill pfeifend, singend tanzen sie mit aufwändigen Kostümen durch die Stadt. Ob dies Inka-Traditionen sind? Genau wissen wir es nicht.
Zum Abschluss gehen wir nochmal in unserem favorisierten Restaurant vom ersten Abend am Plaza 9 de Julio essen - nun endlich am letzten Tag in Argentinien (!) schaffen wir es endlich mal ein typisch Argentinisches Steak zu essen. 🥩
Bisher war die lokale Küche immer alles andere, nur kein Steak. So eigentlich auch hier, aber ohne Steak wollen wir dann doch nicht dieses Land verlassen. Czytaj więcej





























