Feurige Sonne Atacamas
11 stycznia, Chili ⋅ ☀️ 21 °C
Tschüss Argentinien, Du warst so gut zu uns! Heute müssen wir diesem bezaubernden Land den Rücken kehren.
Mit dem Bus wollen wir die Anden überqueren und in die trockenste Wüste der Welt fahren; Atacama!
Leider fährt der Bus zu einer ganz besonders schönen Uhrzeit, um 1 Uhr nachts. Also sparen wir uns das Hotelzimmer und bleiben nach dem Abendessen noch etwas sitzen, holen unser Gepäck und setzen uns zu den anderen wartenden Gestalten am Busbahnhof.
So richtig Lust haben wir nicht auf die anstehende Nachfahrt, aber es hilft ja nichts. Pünktlich starten wir und sind sehr überrascht, wie komfortabel die geräumigen Sitze doch sind, in denen man auch die Füße hochlegen kann. Kurz hinter Salta schlafen wir ein, morgen früh wird uns die Sonne wecken, in etwa wenn wir bei den Salinas Granes sein werden, dann können wir nochmal einen schönen Blick drauf werfen.
Als wir dann wach werden, stehen wir jedoch bereits an der chilenischen Grenze. Ups, doch kein letzter Blick auf die Salzwüste. 😴
An der Grenze auf über 4.000 Metern im absoluten Nichts dauert alles dann furchtbar lange. Auf uns wirkt der Vorgang extrem chaotisch und dennoch nehmen das hier alle unglaublich erst - echte Grenze halt. Wir sind vom Schengenraum echt verwöhnt. Am Ende geht dann aber alles ganz problemlos und wir sitzen wieder Bus.
Wir fahren vorbei an trockenen Landschaften und können förmlich zusehen, wie sie mit jedem Kilometer nur noch trockener und trockener wird. Dann tauchen schließlich zwei gigantische Vulkane auf, die die Grenze zu Bolivien markieren. Es sind nur zwei einer ganzen Vulkankette, wie wir später feststellen.
Wir fahren auf gut 2.400 Meter runter in die weitläufige Ebene in der die Stadt San Pedro de Atacama liegt.
Die Sonne brennt, als wir aus dem Bus aussteigen und wir kämpfen uns zu Fuß mit unserem Gepäck zum Hotel. Wir checken problemlos ein, machen uns kurz frisch und gehen in die von Touristen aus aller Welt extrem belebte Stadt. Man hat fast den Eindruck, hier gäbe es nur Restaurants, Bars, Souvenirshops und Expeditionsanbieter.
Wir finden ein nettes kleines Lokal und essen etwas, was wir in zwei Wochen nicht gegessen haben, einen frischen grünen Salat - in der trockensten Wüste der Welt... muss man nicht verstehen! 😂
Wir sind zwar müde und unsere Uhren zeigen Body Batteries von 5 und 12 % an, aber hey... Wir nutzen den restlichen Tag und machen einen kleinen Ausflug ins Valle de Merte (Tal des Mars).
In guter deutscher Tradition nehmen wir auch keinen Bus, kein Fahrrad oder sonst was, nein, wir laufen die 30 min durch die pralle Sonne. Am Tor zum Tal werden wir überfreundlich empfangen, zahlen einen kleinen Eintritt und laufen los - natürlich von Kopf bis Fuß bestens eingecremt und mit Wasser bewaffnet.
Es ist ein ganz unwirklicher, lebloser Ort. Auch andere Touristen und Wanderer sehen wir nur ganz ab und zu. Wir haben teilweise wirklich den Eindruck, auf einem anderen Planeten zu laufen, wären da nicht Fußabdrücke und Reifenspuren im staubtrockenen Sand. Schroffe rötliche Felsformationen wechseln sich mit Sanddünen ab - aber von Leben keine Spur nichtmal das Surren einer Fliege ist zu höheren. Alles unter der brennenden Sonne Atacamas. Wir bekommen gehörig Respekt vor der Wüste, die so unverzeihlich dasteht.
An einer besonders hohen Düne sehen wir eine Gruppe Sandboarder, die auf den Brettern die Dünen herunter fährt.
Ein wenig weiter oben auf einem Hügel bekommt man dann auch eine Vorstellung des Ausmaßes der Wüste. Mit Ausnahme des kleinen Ortes San Pedro ist hier rundherum einfach Nichts! Keine Vegetation, nur Sand, Felsen und Vulkane.
Wir kehren unter der glühenden Sonne zurück und freuen uns sehr, diese besondere Erfahrung gemacht zu haben.
Jetzt hat uns unsere Reise sogar noch das vierte und letzte Element dieser Erde geschenkt. Atacama steht ganz im Zeichen der Hitze und des Feuers!
Wir freuen uns schon die nächster Tage, dieses Element noch besser kennenzulernen... Czytaj więcej

So viel Sand und keine Förmchen..... [Mana Reinhild]


























