Die Stillgelegte Bahnstrecke
April 14 in San Marino ⋅ ☁️ 14 °C
Auf dem Weg zurück in die Altstadt ging’s dann erst mal einige Treppen bergab, nachdem es bis zum zweiten Turm nahezu permanent bergauf ging. Durch den dichten Nebel hatte man gar nicht so ganz wahrgenommen, wie weit man mittlerweile nach oben gegangen war. Unser erster Gedanke war, wenn wir jetzt einige Treppen runtergehen müssen wir auch noch mal einige hochgehen. War aber dann nicht so. Zurück in die Altstadt ging’s dann nur ein paar Stufen. Auf dem Weg dahin sind wir noch zu einem echten Geheimtipp. Ein Geheimtipp einerseits, weil es online nicht unendlich viele Bewertungen hat und gleichzeitig auch nicht so einfach zu finden ist. Es handelt sich um den Tunnel einer stillgelegten Eisenbahn. Grundsätzlich im ersten Moment noch nichts übertrieben besonderes. Hier steht jedoch noch ein Waggon der damaligen Eisenbahn. Das macht das Ganze schon mal interessanter! Tatsächlich befindet sich auf den Gleisen vor dem Tunnel aktuell eine große Baustelle, was dafür sprechen kann, dass die Gleise irgendwann wieder reaktiviert werden. Durch die Baustelle sieht es erst mal so aus, als könnte man nicht Sym Tunnel gehen. Tatsächlich gibt es jedoch einen Schleichweg rum um ein früheres Bahn Häuschen, mit dem man ohne Problem und ohne weitere Einschränkungen zum Eingang vom Tunnel kommt. Dieser ist auch notwendig, da man von der anderen Seite des Tunnels aus bis nach San Marino gehen kann. Gleichzeitig leuchten im Tunnel alle Lampen, was auch dafür spricht, dass der Durchgang weiterhin kein Problem macht. Auch wenn die Baustelle erst mal so wirkt, als wäre der Eingang nicht mehr zulässig. Die Ex linea ferroviaria Rimini–San Marino war eine spektakuläre Eisenbahnstrecke, die die Adriastadt Rimini mit dem Bergstaat San Marino verband. Die Strecke wurde 1932 eröffnet und galt als technische Meisterleistung ihrer Zeit. Auf nur etwa 32 Kilometern führte sie durch eine anspruchsvolle Landschaft mit zahlreichen Tunneln, Brücken und steilen Abschnitten hinauf nach San Marino. Besonders beeindruckend war, wie die Bahn den Höhenunterschied zwischen Küste und Berg bewältigte. Der Betrieb war jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits im Zweiten Weltkrieg wurde die Strecke 1944 durch Bombardierungen schwer beschädigt und danach nicht wieder vollständig aufgebaut. Damit verschwand eine der ungewöhnlichsten Bahnverbindungen der Region. Heute sind noch viele Überreste sichtbar, vor allem rund um San Marino. Alte Tunnel, Brückenreste und ehemalige Bahnhofsgebäude. Bleib zu hoffen, dass die Strecke irgendwann wieder belebt wird, vor allem, wenn es so eine eindrucksvolle Strecke war!Read more









