• Ein Spaziergang in Vercelli

    21 April, Itali ⋅ ☁️ 16 °C

    In der Früh hieß es frühzeitig auschecken und zu Fuß gut 20 Minuten zurück zur Piazza Vittorio Veneto, wo wir geparkt hatten. Fürs parken hieß es dann 36€ für die zwei Nächte zahlen, was für Turin durchaus günstig ist. Mit dem Auto ging’s dann los auf die knapp zwei Stunden Fahrt nach Mailand. Auf dem Weg hatten wir jedoch zwei Ziele. Vercelli und Novara. Nach gut einer Stunde waren wir dann an unserem ersten Ziel, dass wir knapp zwei Stunden erkundet haben. Durch einen sehr großen Markt in den Gassen der Stadt war nicht nur das Parkplatz suchen etwas schwieriger, sondern auch das rumlaufen. Trotzdem hat’s gut geklappt und es hat uns gut gefallen. Vercelli ist eine ruhige, oft unterschätzte Stadt im Piemont. Sie gehört zu den ältesten Städten Norditaliens und blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht. Im Mittelalter entwickelte sich Vercelli zu einem bedeutenden religiösen und kulturellen Zentrum. Besonders bekannt ist die Stadt heute für ihren Reisanbau. Die weiten Ebenen rund um Vercelli sind von großen Reisfeldern geprägt, in denen ein Großteil des italienischen Risottoreises produziert wird. Vor allem im Frühling, wenn die Felder geflutet sind, entsteht eine fast spiegelartige Landschaft, die der Region einen ganz eigenen Charakter verleiht. Beim fahren waren uns schon die überfluteten Felder aufgefallen. Wir hatten uns noch gefragt, ob’s vom Regen kommt oder Absicht ist. Da es nicht so viel geregnet hatte, musste es fast Absicht sein. Auch architektonisch hat Vercelli einiges zu bieten. Die Basilica di Sant’Andrea gilt als eine der frühesten gotischen Kirchen Italiens und verbindet gotische und romanische Elemente. Im Zentrum der Stadt liegt die Piazza Cavour, ein historischer Platz mit Arkaden, Cafés und einem markanten Brunnen. Ein weiteres Wahrzeichen ist die Torre dell’Angelo, ein leicht schief stehender Turm, der das Stadtbild prägt. Kulinarisch dreht sich in Vercelli vieles um Risotto. Typische Gerichte wie die „Panissa“, ein herzhaftes Risotto mit Bohnen und Wurst, sind hier besonders verbreitet und spiegeln die landwirtschaftliche Tradition der Region wider. Leider kam das für nicht in Frage, somit gabs ein kleines Focaccia.Baca lagi