• Weiter geht’s, nach Novara!

    21 April, Itali ⋅ ⛅ 18 °C

    In Novara angekommen hieß es Parken und circa 10 Minuten ins Zentrum gehen. Dort haben wir eine große Runde durch die Stadt gedreht und wir waren uns einig, dass uns Novara nochmal deutlich besser als Vercelli gefällt. Zum Start haben wir uns nach der Ankunft erst mal einen Cappuccino gegönnt, dazu ein lecker Focaccia mit Zucchini geteilt. War super lecker! Anschließend ging’s erst mal durch ein paar Gassen, dann zur wunderschönen und extrem hohen Kathedrale. Anschließend weiter durchs Zentrum mit dem Ziel, auf Umwegen zur Basilika mit der gigantische Kuppel zu kommen. Novara ist eine mittelgroße Stadt im Piemont, etwa zwischen Turin und Mailand gelegen. Mit rund 100.000 Einwohnern wirkt sie deutlich ruhiger und weniger touristisch als ihre großen Nachbarn, hat aber dennoch eine lange Geschichte und einige bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten. Das bekannteste Wahrzeichen ist die Basilica di San Gaudenzio mit ihrer rund 121 Meter hohen Kuppel, die das Stadtbild prägt und schon von weitem sichtbar ist. Auch der Cattedrale di Santa Maria Assunta ist ein zentrales Bauwerk. Ein neoklassizistischer Dom mit klarer, monumentaler Gestaltung. Das Herz der Stadt bildet die Piazza Martiri della Libertà, ein großzügiger Platz, der als Treffpunkt für Einheimische dient. Das Stadtbild ist geprägt von breiten Straßen, Arkaden und einer eher geordneten Struktur, die an Turin erinnert, nur in kleinerem Maßstab. Gleichzeitig ist die Umgebung von Novara stark landwirtschaftlich geprägt. Wie bei Vercelli, vor allem Risottoreis. Historisch spielte Novara eine Rolle im 19. Jahrhundert, insbesondere während der italienischen Einigungsbewegung. Die Schlacht von 1849 gehört zu den bedeutenden Ereignissen dieser Zeit. Die Schlacht von Novara war ein entscheidendes Ereignis im italienischen Einigungsprozess und fand nahe Novara statt. Im 19. Jahrhundert war Italien noch kein einheitlicher Staat. Große Teile Norditaliens standen unter der Kontrolle des österreichischen Kaiserreichs. Das Königreich Sardinien-Piemont (mit Turin als Hauptstadt) versuchte, diese Vorherrschaft zu beenden und Italien zu vereinen. Die piemontesischen Truppen wurden klar besiegt. Die Niederlage hatte große politische Konsequenzen. König Karl Albert trat noch am selben Tag zurück, sein Sohn Viktor Emanuel II. wurde neuer König. Österreich behielt dabei vorerst die Kontrolle über Norditalien. Trotz der Niederlage war die Schlacht langfristig wichtig. Sie zeigte, dass eine Einigung schwierig, aber notwendig war. Unter Viktor Emanuel II. wurde der Einigungsprozess später erfolgreich fortgesetzt, nur etwa 10 Jahre später (1861) entstand das Königreich Italien.Baca lagi