• Die Ruinen der St Andrews Cathedral

    7. juli, Skotland ⋅ ☁️ 17 °C

    Unser erstes Ziel nach dem kurzen Mittagessen waren die Ruinen der St Andrews Kathedrale, ein sehr imposantes Areal das man sogar kostenlos besichtigen kann! Schon von außerhalb des Areal hat uns der Blick auf die Überreste der gigantischen Kathedrale, sehr gut gefallen. Also dann durch den Friedhof gelaufen sind und immer näher ran konnten. An die übrigen Teile waren wir ziemlich beeindruckt. Ein absolutes Highlight war dann, als wir am Turm angekommen sind, dennoch vollständig erhalten ist. Hier stand eine Mitarbeiterin vor der Tür, und als wir gefragt haben, wo wir rauf dürfen, meinte sie, eigentlich ist das nur im Rahmen einer Führung möglich, sie gibt jedoch gerade eine Führung und da ihre Gruppe ohnehin aktuell oben ist, können wir auch noch hoch. Somit hieß es direkt aufwärts laufen und den Ausblick von oben auf das gesamte Areal, die Stadt und Richtung Burg genießen. Super schön! Die St Andrews Cathedral war einst die größte und bedeutendste Kirche Schottlands und das religiöse Zentrum des mittelalterlichen Königreichs. Die gewaltigen Ruinen liegen direkt an der Nordseeküste in St Andrews und zählen heute zu den eindrucksvollsten historischen Bauwerken des Landes. Der Bau der Kathedrale begann 1158 und dauerte mehr als 150 Jahre, bis sie 1318 feierlich geweiht wurde, in Anwesenheit von Robert the Bruce. Mit einer Gesamtlänge von rund 119 Metern war sie die größte Kirche Schottlands und ein Meisterwerk der normannischen und gotischen Architektur. Zwei mächtige Westtürme sowie ein hoher zentraler Vierungsturm prägten einst die Silhouette der Stadt. St Andrews war im Mittelalter Sitz des Erzbischofs von Schottland und entwickelte sich zum wichtigsten Wallfahrtsort des Landes. Der Überlieferung nach wurden hier Reliquien des heiligen Andrew the Apostle aufbewahrt. Pilger aus ganz Europa kamen nach St Andrews, um den Schutzpatron Schottlands zu verehren, was der Stadt großen Wohlstand und politische Bedeutung verschaffte. Während der Schottischen Reformation verlor die Kathedrale jedoch ihre zentrale Stellung. Im Jahr 1559 wurde sie von reformatorischen Anhängern schwer beschädigt, ihre Altäre und Kunstwerke wurden zerstört und der Gottesdienst eingestellt. In den folgenden Jahrhunderten verfiel das Bauwerk, und viele Steine wurden für andere Gebäude in der Umgebung verwendet. Heute sind vor allem die mächtigen Mauern des Langhauses, Teile des Chors und des Querschiffs sowie der weitläufige Friedhof erhalten. Besonders markant ist der benachbarte St Rule’s Tower, der bereits vor dem Bau der Kathedrale errichtet wurde und mit seinen rund 33 Metern Höhe bestiegen werden kann, wie wir es gemacht haben.Læs mere