Schiffswrack, Burgruine & Nobelhotel
13 luglio, Scozia ⋅ ☁️ 19 °C
Für unser Ziel auf dem Weg hieß es, einen kurzen Abstecher vom Weg machen und vor dem Hotel eines Hotels parken. Dann ging’s in das gigantische Areal des wunderschönen Nobelhotels. Unser Ziel war aber nicht das Hotel, sondern zwei Sehenswürdigkeiten im Areal, am Loch Ouch. Das Invergarry Castle liegt am Ufer Loch nahe dem Dorf Invergarry. Heute ist das Schloss eine Ruine, die an die bewegte Geschichte der schottischen Highlands und der Clans erinnert. Die Burg wurde im frühen 17. Jahrhundert, vermutlich um 1602, als Stammsitz des Clan MacDonell of Glengarry errichtet. Die Anlage war als sogenanntes Tower House gebaut, ein für schottische Adlige typischer Wohnturm, der Wohnkomfort mit Verteidigungsfunktionen verband. Während der Jakobitenaufstände spielte Invergarry Castle eine wichtige Rolle. Die MacDonells unterstützten die Stuart-Dynastie, und Bonnie Prince Charlie hielt sich während des Aufstands von 1745 mehrfach im Schloss auf. Nach der Niederlage der Jakobiten in der Battle of Culloden besetzten Regierungstruppen die Burg und sprengten sie 1746, um zu verhindern, dass sie erneut als Stützpunkt der Rebellen genutzt werden konnte. Seitdem ist Invergarry Castle eine Ruine. Trotzdem sind große Teile der Außenmauern erhalten und vermitteln noch heute einen guten Eindruck von der ursprünglichen Größe und Bauweise. Da das Schloss heute in Privatbesitz ist, kann die Ruine leider nur von außen besichtigt werden. Unser wirkliches Highlight liegt unterhalb der Ruine, direkt im Loch Oich. Direkt unterhalb von Invergarry Castle am Ufer liegt das Wrack der Eala Bhàn (gälisch für „Weißer Schwan“). Es ist ein eher unbekanntes, aber sehr fotogenes Motiv und wird oft gemeinsam mit der Burgruine fotografiert. Über die Geschichte des Schiffes ist nur wenig bekannt. Die Eala Bhàn war ein kleines Arbeits- oder Versorgungsboot auf dem Loch Oich und riss während eines Sturms von ihrem Liegeplatz los. Sie lief am Ufer unterhalb der Burg auf Grund und blieb dort liegen, wo sie langsam verfiel. Anstatt das Wrack zu entfernen, ließ man es an Ort und Stelle, sodass es heute Teil der Landschaft geworden ist. Der Weg hin war recht anspruchsvoll, inklusive durchsteigen eines kleinen Lochs beim Maschendrahtzaun. Was man nicht alles für ein Bild macht! Wir waren dabei aber nicht die einzigen, haben uns also nicht ganz so schlecht gefühlt. Vom Schiff ging’s zurück zum Auto und dann weiter zu unserem Endziel für heute.Leggi altro












