• Von der A1 der Wanderwege auf den Klettersteig

    September 25 in Sweden ⋅ ☁️ 11 °C

    Trotz durchzogenem Wetterbericht haben wir eine Wanderung für heute geplant. Ob wir diese wirklich unter die Füsse nehmen entscheiden wir erst bei Ankunft am Wanderparkplatz. Dort stehen so viele Camper und andere Autos, dass die Entscheidung leicht fällt (zudem ist es bisher auch nur bewölkt). Trotzdem wird die ganze Mannschaft mit Regenbekleidung ausgestattet.
    Der erste Teil der Wanderung gleicht einer Autobahn für Wanderer. Alles ist mit Brettern ausgelegt und die Schuhe können ohne Nachdenken platziert werden. Diese Rennstrecke endet abrupt und plötzlich gilt es bergauf und das über felsiges oder wurzeliges Terrain. Der Gegenverkehr lässt darauf schliessen, dass der Weg ansonsten leicht begehbar ist (was im Gegensatz zur Beschreibung unserer Wanderapp steht). Oh, wie wir noch überrascht werden. Aber erstmal gilt es die Spitze zu erreichen, wo wir mit einem mystischen Ausblick belohnt werden (nur der eingesetzte Wind und Nieselregen stört dabei). Weiter gehts auf der Felsenhöhe entlang und plötzlich gehts bergab, also so richtig. Da ist bei der ganzen Gruppe klettern angesagt.
    Kurz darauf wird die laut plaudernde Damengruppe überholt, nachdem wir versucht haben ihnen mit der Route zu helfen.
    Wenn wir gedacht haben den anstrengenden Teil hätten wir hinter uns, dann haben wir uns schwer getäuscht. Zwar geht es nun bergab aber das schnell und steil. Da wird geklettert, gerutscht und über Gitter-Treppen getragen. Huii, was für ein Abenteuer und Herausforderung, da muss die Prinzessin sich gleich ein paar Power-Heidelbeeren pflücken.
    Irgendwann ist aber auch der steilste Abstieg zu Ende und der Weg wechselt wieder zur Autobahn. Dementsprechend wird das Wandertempo wieder erhöht und gefühlt wenig später stehen wir bereits wieder bei Selah.
    Schnell wird alles versorgt und zurück ins Landesinnere gefahren (wo der Empfang besser ist um das nächste Ziel herauszusuchen).
    Bei Ankunft am Schlafplatz wird es schon fast dunkel (was für ein Gegensatz zu ein paar Wochen zuvor wo wir noch um Mitternacht hell hatten), da passt es gut, dass wir schon müde sind. Also noch kurz kochen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.
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