• Die Stadt Ayacucho

    July 12 in Peru ⋅ ☀️ 21 °C

    Im Rahmen einer Stadtführung lernen wir Ayacucho, den Ort in dem unsere Partner*innen leben, wirken und arbeiten, etwas besser kennen – eine Stadt, die ihre Geschichte auf Schritt und Tritt erzählt. Die rund 2.700 Meter hoch gelegene Andenstadt gilt als kulturelles Zentrum Perus und ist wegen ihrer zahlreichen historischen Kirchen auch als „Stadt der 33 Kirchen“ bekannt.

    Unser Stadtführer Nilton erzählt von den vielen Schichten ihrer Vergangenheit. Hier
    verschmelzen spanische Architektur und andine Traditionen, christliche Symbole und der Glaube der indigenen Bevölkerung.

    Besonders während der berühmten Osterfeierlichkeiten wird diese Verbindung bis heute sichtbar. In der Kathedrale bewundern wir den mit Kerzen und Rosen festlich geschmückten Umzugs“wagen“, der am nächsten Feiertag durch die Straßen getragen wird und uns eine Vorstellung davon gibt wie prunkvoll die Prozessionen in den Osterfeiertagen sein müssen.

    Auch historisch spielt Ayacucho eine bedeutende Rolle: Mit der Schlacht von Ayacucho im Jahr 1824 wurde die Unabhängigkeit Perus und großer Teile Südamerikas endgültig besiegelt – 3 Jahre nachdem in der Hauptstadt Lima die Unabhängigkeit erklärt wurde. Ein trauriges Kapitel der Geschichte dieser Stadt ist der bewaffnete Konflikt mit dem „Leuchtenden Pfad“, dessen Auswirkungen die Menschen bis heute nicht vergessen haben.

    Heute blickt Ayacucho nach vorne. Landwirtschaft, Kunsthandwerk und zunehmend auch der Tourismus prägen die Region. Auch Nilton betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen um für bäuerliche Familien und Handwerker*innen faire Einkommen und langfristige Perspektiven zu schaffen.
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