Das bedeutendste Kloster Ungarns
August 26, 2024 in Hungary ⋅ ☁️ 28 °C
Heute ging es zu dem bedeutendsten Kloster Ungarns. Nachdem ich auch heute morgen keine Biber, trotz Hinweisschild gesehen habe, glaube ich langsam das es diese Tiere an der Donau gar nicht gibt. Das ist bestimmt nur um Touristen anzulocken. Oder braucht man göttliche Hilfe? Von weitem konnte ich das Kloster schon sehen, wie es hoch oben auf einem Berg trohnt. Gegen 13 Uhr war ich da und bekam zu erfahren, dass erst ab 14:30 wieder alles zu besichtigen sei, da vorher gebetet wird. Ich ging also zuerst in den Botanischen Garten und zu den Wiesen, wo die Benediktiner Lavendel und andere Dinge anbauen, um daraus dann später verschiedene Dinge herstellen. Auf dem Parkplatz auf dem ich mein Womo geparkt hatte, sollte man eigentlich Geld zahlen. Ehrlich gesagt hatte ich das erst ein bisschen ignoriert aber als ich von der Gassirunde mit Ilvy wiederkam wollte ich wirklich bezahlen. Auf einmal war da ein ,, Defekt" Schild an dem Automaten, einen weiteren gab es nirgends. Göttliche Fügung? Kurz vor 14:30 Uhr stand ich dann wieder an der Kasse und holte mir ein Ticket für eine ungarische Führung, da keine anderssprachigen Führungen angeboten wurden. Um 15 Uhr sollte die Führung starten aber ich saß am Treffpunkt ganz allein. Plötzlich kam dann die Ticketverkäuferin zu mir und meinte, dass ich die Einzige wäre und das sie mir eine private Führung geben würde, sogar auf Deutsch, weil sie die Sprache beherrschte. Erst der Parkautomat, dann eine private Führung auf deutsch, dass Leben meinte es heute gut mit mir. Die Dame nahm sich unglaublich viel Zeit für mich und erklärte mir alles ganz genau. An dem Kloster dran ist ein Jungeninternat, angeblich dass Beste in ganz Europa. Die Jungen die hier lernen bekommen später die besten Jobs, erklärte sie mir. Besichtigt haben wir die Basilika, die Unterkirche, den Kreuzgang, die Schatzkammer, die Bibliothek und ich alleine schaute mir dann noch eine Ausstellung an. Die Basilika faszinierte mich wirklich sehr, aber eher wegen der so durchdachten Bauweise. Sie ist so gebaut, dass einzelne Treppen die Lebensabschnitte eines Menschen zeigen sollen. Ganz unten stand das Taufbecken, darauf folgte das Jugendalter, das Erwachsenenalter und ganz oben war dann die längste Treppe und eine komplett freie Fläche ohne Möbel und sonstiges. Diese Ebene soll den Tod darstellen, in der man den Platz hat, bei Gott zu sein. In der Unterkirche liegen übrigens drei Menschen begraben. Eine Prinzessin, ihr letzter Ehemann und ein weiterer Mann. Gegenüber den Gräbern gibt es eine Einwölbung, aus Mamor gefertigt. Dort sollte ich mich hineinsetzten und mich ganz hinten anlehnen. Hätten meine Füße dann noch den Boden berührt, wäre ich, laut einem Mythos, die nächste Königin Ungarns geworden. So ein Mist, ich habe zu kurze Beine. Eine weitere Legende besagt, dass hinter dieser Einwölbung ein Teil des ersten Mönchs dieses Klosters einbetoniert sein soll und das, wenn man sich auf diesem Platz etwas ganz fest wünscht, es dann auf jeden Fall in Erfüllung geht. Also wünschte ich mir etwas und dann ging es weiter zum Kreuzgang und zur Schatzkammer. In dieser werden echtes Gold und echte Edelsteine aufbewahrt. Der letzte Abschnitt meiner privaten Führung endete in einer wundervollen Bibliothek. In dieser gibt es sogar einen geheimen Raum, welchen ich suchen durfte. Ich lag nur knapp daneben. Die Bibliothek umfasst in etwa 250000 Bände. Die Bücher im unteren Bereich sind auf Latein und Deutsch. Bei den meisten Büchern handelt es sich um Wissenschaftsbücher. Über einem der Durchgänge war ein Kunstwerk mit einem Fehler geschaffen worden. Darauf wird Archimedes mit dem Satz des Pythagoras gezeigt. Er war zwar auch Mathematiker aber er wurde nie damit in Verbindung gebracht. Nachdem ich mit allem durch war ging ich noch in den Klostershop. Hier wurde alles verkauft, was die Mönche selbst herstellen. Ich kaufte Apfelsaft, Halsbalsam mit Eukalyptus, Lavendelhonig, Minzhonig und Apfel- Lavendel Marmelade. Danach ging es zu einem Campingplatz, in der Nähe meines nächsten Zieles. Der Platz ist leider viel zu überfüllt und unpersönlich. Doch ich will ja nicht meckern. Auf dem Spaziergang mit Ilvy spielten wir ein bisschen und es gab ein knallhartes Training. Nun ruhe ich mich ein bisschen für den morgigen Tag aus.Read more










