• Hoch über dem Balaton

    August 31, 2024 in Hungary ⋅ ☀️ 32 °C

    Als ich heute morgen den Campingplatz bezahlen wollte wurde ich noch kurzfristig zu den Besitzern ins Haus eingeladen. Wir unterhielten uns über meinen Studienplatz und über Ungarn und Deutschland. Es war sehr interessant mal ein ungarisches Wohnhaus von innen zu sehen. Als wir fertig waren verabschiedete ich mich noch schnell von ein paar Leuten, mit denen ich mich gut verstanden hatte. Beim abwaschen schnackte ich noch mit einer Dame aus Nordrhein-Westfalen. Mein erstes Ziel heute war ein Aussichtsturm. Google Maps sagte ich könne da mit dem Auto hoch. Google Maps lag leider falsch und somit befand ich mich mal wieder auf einer viel zu schmalen Straße, wo ich die ganze Zeit betete das niemand von vorne kommt. Das Gute dabei war, dass ich die ganze Zeit einen mega Ausblick hatte. An den besten Stellen konnte ich nur leider nichteinmal die Tür öffnen, da es zu eng war. Nachdem ich von wohl jede Hecke und jeden Strauch gestreift habe, landeten mein Camper und ich wieder sicher und heil auf einer normalen Straße. Das war mal ein schöner Adrenalinkick für den Start in den Tag. Weiter ging es dann zu einer Farm, wo es die Hausrassen Ungarns zu sehen geben sollte. Leider hat mein Navi mich aber komplett veräppelt und somit brach ich das ganze dann irgendwann ab. Es ging also zu Tesco, wo ich mir große Vorräte an Getränken kaufte. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich noch genügend Zeit für eine Burgruinenbesichtigung hatte, bevor ich auf meinen reservierten Platz auf einem Campingplatz musste. Die Burgruine war sehr interessant und ich hatte einen wundervollen Blick auf den Balaton und auf das Innenland. Auf dem Weg zum Auto schaute ich mir dann noch eine kleine Kirche an. Nach einem kurzen Stopp zum tanken ging es dann aber zum Campingplatz. Obwohl ich keine Parzelle mit Blick auf den Balaton reserviert hatte kann ich den See trotzdem vom Auto aus sehen. Nachdem ich dann meine Reiseroute für Rumänien auf einer Landkarte eingezeichnet hatte ging ich mit Ilvy zum See. Der See glich am Einstieg eher einem Schlammloch. Ilvy steckte sehr tief im Schlamn und ich war später auch bis zu den Knien weg. Als wir dann beide aussahen wie Schweine rannte sie wie eine Verrückte zum Hundeauslauf, wo sie zwei winzige Hunde als Katzen vermutet hatte. Enttäuscht merkte sie dann dass es keine Katzen waren. Schon mit rot angelaufenem Kopf zog ich sie dann in die Damendusche, um sie sauber zu machen. Das Resultat war, dass ich klitsch nass war und der Hund noch genauso dreckig wie vorher. Da sie sich in der Duschkabine und auch im Vorraum mehrmals schüttelte, sah das ganze Duschhaus aus, als hätte da jemand Schlammcatchen veranstaltet. Das Gute war, es gab keine Zeugen. Da der Hund aber immer noch dreckig war benutzte ich ein paar Handtücher, die ich jetzt wohl verbrennen kann. Ich versuchte mich einfach noch ein bisschen zu entspannen und genoss die Aussicht auf einen Berg und Ilvy war glücklich. Denn nur ein dreckiger Hund ist ein glücklicher Hund. 😤Read more