Drohnenbuddies
September 1, 2024 in Hungary ⋅ ☀️ 32 °C
Mein Tag begann heute im anliegenden Restaurant, mit einem leckeren Frühstück, welches alle Campingplatzbesucher kostenlos bekommen. Es gab ein große Buffet, mit allen möglichen Speisen. Und ich bekam schon ein richtiges Hotelfeeling. Nach dem Frühstück ging es dann direkt los, zu meinem ersten Ziel. Dies sollte ein Friedhof sein, doch natürlich kein gewöhnlicher. Tja am Ziel angekommen stand ich dann plötzlich in einer Sackgasse am Feldrand. Da das nicht richtig sein konnte suchte ich einfach die nächste Kirche und parkte dort. Auch wenn ich keinen Friedhof sah eilte ich eifrig die Kirchtreppen hinauf und war plötzlich Teil eines Gottesdienstes. Das war so nicht geplant aber was habe ich schon zu verlieren? Ich machte den Gottesdienst einfach mit und hörte mir die schönen Gesänge der Leute an. Wenn sie Amen sagten sagte ich es auch. Als ich nach dem Gottesdienst hinter der Kirche Luft schnappen wollte sah ich ein Stück weiter dann auch endlich den Friedhof. Dieser Friedhof steht unter Denkmalschutz. Als Zeichen seiner ewigen Liebe meißelte, vor langer Zeit, ein Steinmetz einen Grabstein in Herzform. Seine Verlobte war tragischerweise im Plattensee ertrunken. Und weil Romantik ansteckend ist, taten es ihm viele andere Trauernde gleich.Auf dem Weg zu meinem nächsten Ziel kam ich an einem Schild mit der Aufschrift ,, Tank drive" vorbei. Ich googelte die Website und sah, dass eine Fahrt am Steuer des Panzers mich 151,38 € kosten sollte. Das war für mich viel zu viel für ein paar Minuten Fahrt und somit vergaß ich diese Idee ganz schnell. Auf einem Parkplatz stellte ich dann mein Auto ab und krakzelte mit Ilvy einen Berg mit rund 60 Grad Steigung hoch. Immer wieder rutschten wir ab, da der Boden nur aus Sand bestand. Es war echt gefährlich. Oben angekommen sahen wir dann plötzlich einen normalen Weg ohne Steigung und ohne Sand. Danke Google Maps. Doch wir hatten unser Ziel gefunden, die Höhlenwohnungen, von Einsiedlern gebaut. Insgesamt vier Stück haben Ilvy und ich uns angeschaut. Dabei begleitete uns immer wieder ein Wahnsinnsausblick. Nachdem ich mich mit einer kleine Gruppe, die ich traf, noch ein bisschen über die Höhlen und den Weg ausgetauscht hatte, gingen wir diesmal einen vernünftigen Weg wieder hinunter vom Berg. Ich fuhr noch ein bisschen über die Halbinsel Tihany aber fand nichts weiter, was mich interessiert hätte also machte ich mich wieder auf den Rückweg zum Campingplatz. Und auf einmal war es da wieder, das Schild von der Panzerfahrt. Ich überlegte nicht lange, setzte den Blinker und fuhr auf einem Sandweg in Richtung einer Lichtung. Da stand er, ein echter, funktionstüchtiger Panzer. Ich ging zu den beiden Männern, die ich schon von weitem sah und fragte einfach mal, was sie mir anbieten würden, wenn ich nicht selber fahren möchte. Zu meiner großen Freude und Überraschung sagte einer der Männer, dass ich für 7€ als Passagier mitfahren könnte. Das ließ ich mir auf keinen Fall entgehen. Ich durfte mich in dem ganzen Panzer umsehen und mich sogar reinsetzen. Nach einer Wartezeit von einer Stunde, wo ich mich mit den beiden Männern unterhielt und mit ihrem Hund fremd kuschelte, kam dann eine Gruppe von vier ungarischen Männern und die Tour konnte losgehen. Die Männer waren unglaubliche Gentelmans und so ließen sie mir bei allem den Vortritt und ich durfte genau hinter dem Fahrer sitzen. Dieses Gefühl auf einem Panzer mitzufahren war unbeschreiblich. Dieses Erlebnis kann man einfach nicht in Worte fassen. Das Ding war irre laut und hat gequalmt wie sonst was aber es hat so viel Spaß gemacht. Einer aus der Männertruppe hatte eine selbstgebaute Drohne dabei und ich fing an mit ihm zu reden. Auch ich holte meine Drohne und wir flogen zusammen ein paar Runden während ich die Chance nutzte um den Panzer ein bisschen in Action zu filmen. Die Blicke der anderen Männer waren unbezahlbar, als ich meine Drohne startete. Damit hatten sie wohl bei einem Mädchen nicht gerechnet. Nach einer Weile waren wir fertig und verabschiedeten uns. Die Männer waren echt super und die Zeit mit ihnen zusammen hat Spaß gemacht. Und ich bin zum ersten Mal in meinem Leben Panzer gefahren. Irgendwann war ich dann wieder auf dem Campingplatz angekommen und las noch etwas. Mit Ilvy ging ich dann wieder ganz spontan irgendeine Strecke, mit dem Ziel so hoch wie möglich auf einen Berg zu kommen. Es ist schon fast ein tägliches Ritual, mir einen möglichst hohen Punkt zu suchen, um mir dann den Sonnenuntergang anzuschauen. Und auch diesmal meinte man es gut mit mir. Ich nahm zufällig die richtigen Straßen und hatte einen wunderschönen Ausblick auf die Burgruine von gestern, auf den Sonnenuntergang, das Tal und den Balaton. Besser hätte der Tag nicht enden können.Read more











