Die Rumänen in Feierlaune
21 September 2024, Romania ⋅ ☀️ 22 °C
Könnt ihr euch noch an die Festivalvorbereitungen erinnern, von denen ich gestern berichtet habe? Zum heutigen Start des Festivals waren wir wieder dort. Auf einem Feld vor der Stadt wurde ein riesiger Parkplatz errichtet. Dieser war voll mit Autos und Reisebussen. Die Polizei wies uns einen Platz zu. Mit einem Schuttelbus wurden wir in die Stadt gebracht. Nur mal so nebenbei, Shuttle und Parkplätze waren kostenlos. Der Ort war brechend voll und im Vergleich zu gestern kaum wiederzuerkennen. Zuerst wollten wir eine Bootstour machen, die kostenlos angeboten wurde. Leider jedoch bekamen wir in keinem der Boote einen Platz. Also ging es weiter auf Entdeckungstour. Neben selbstgemachten Dingen gab es auch jede Menge Stände, wo essen verkauft wurde. Vor allem Fisch und Meeresfrüchte waren an vielen Ständen zu sehen. Ich holte mir einen Hornhecht, der absolut lecker war. Es war wirklich schön zu sehen, wie jeder gut drauf war und wie das Essen meist auf traditionelle Art und Weise gekocht wurde. Obwohl es viele Sitzplätze gab war es schwer einen zu finden. Alle Plätze waren belegt und wenn einer frei war, war er mit einer Jacke reserviert. Das nervte am Ende wirklich, da Hornhecht im Stehen nicht so gut zu essen ist. Desweiteren sah man viele Rumäninen in ihrer traditionellen Kleidung. Nach einem Softeis und einem BubbleTea später am Tag ging es mit dem Shuttle wieder zum Parkplatz. Leider vergaß ich meinen Abwassertank zu schließen und somit machte mein Auto direkt vor der Polizei pipi. Laut meinem Vater hat mich einer der Polizisten mit einer Trillerpfeife zurückpfeifen wollen aber mit geschlossenen Fenstern und den Motorengeräuschen meines Autos habe ich das nicht mitbekommen. Bevor wir an unserem Schlafplatz ankamen holten wir noch schnell ein paar Gefrierbeutel und kraulten einen Streuner. Plötzlich kam ein wirklich gruseliger Mann auf uns zu, bevor er uns erreichen konnte waren wir schnell ins Auto gestürmt. Er war in dem Sinne gruselig, da er total deformierte Beine hatte. Diese waren extrem lang und in alle möglichen Richtungen verbogen, dass er überhaupt laufen konnte war ein Wunder. Er hatte uns schon seit dem raus gehen aus dem Supermarkt beobachtet. Mein Vater, der schon an unserem Schlafplatz angekommen war, teilte uns mit das der Weg zu dem Platz total blöd sei. Wir verstanden nicht genau was er meinte, bis wir auf den Endweg einbogen. Erst sollte es einen extrem steilen Hügel hinaufgehen. Dort oben angekommen sah en wir schnell, dass der Weg durch einen Sandhaufen versperrt war. Da ich dort oben nicht drehen konnte, musste mich meine Mutter den Berg rückwärts wieder hinunterlotsen. Während mein linker Vorderreifen schon in der Luft hing, rutschte der Rest des Wagens in einer unangenehmen Schräglage den Hügel wieder hinunter. Auf einem unglaublich holprigen Weg ging es dann weiter. Stellenweise waren die Schlaglöcher extrem tief und so matschig, dass ich gerade so nicht stecken geblieben bin. Zwischendurch musste meine Mutter noch ein Pferd von der Straße holen, da der Strick des Pferdes uns den Weg versperrte. Am Ende angekommen musste ich noch einmal diesen blöden Hügel hoch, setzte auf und rollte wieder runter. Ich überließ meinem Vater den letzten Anstieg und auch er setzte noch einmal auf. Doch dann standen wir endlich an einem schönen Platz mit Blick auf einen der Arme des Donaudeltas. Ich würde mal sagen, dass war wieder ganz normales Chaos mit meiner Familie.Baca lagi









