Es geht los
February 11 in Germany ⋅ ☁️ 1 °C
Kurz vor 13 Uhr starten wir. Der erste Weg führt uns mal wieder zum Tierarzt, zur kontrollierten Wurmkur für die Hunde. Ohne diese gibt es keine Einreise nach England. Die Hunde nehmen es gelassen und schlucken brav die Tablette. Das anschließende Wiegen des Campers zeigt wir sind mit 3360 Gramm komplett im Rahmen. Danach geht es Richtung Hamburg. Hier müssen wir noch einen kurzen Stop einlegen um die neu aufgezogenen Radmuttern nachziehen zu lassen. Und dann geht es endlich Strecke machen. Es ist für einen Mittwoch erstaunlich viel Verkehr und leider auch viel Stau und es regnet. Aber dafür haben wir bereits 9,5 Grad Außentemperatur. Erst fährt Jenny und dann übernehme ich irgendwann. Wir verlassen Deutschland, durchfahren die Niederlande und kommen in Belgien an. An einem See im Wald finden wir unseren Schlafplatz. Wir gehen noch eine kurze Runde mit den Hunden bei der uns das Käuzchen mit seinen Rufen begrüßt. Da ich Hunger habe, bekomme ich von Jenny noch ein opulentes Mahl von genau 1 Scheibe Käse. Danach ist dann schlafen angesagt.Read more
Eine schöne Überraschung
February 13 in England ⋅ 🌨 5 °C
Es ist als hätte man eine Entspannungs CD mit Vogelgezwitscher angemacht. Die Vögel singen ihre schönsten Lieder und wecken uns. Wir gehen eine schöne Hunderunde durch den Wald bevor es weiter geht. Gestern Abend war noch unser Wasser ausgefallen aber Jenny konnte alles reparieren so das wir uns auch waschen konnten. Wir fahren vorbei an wunderschönen Fasanen, unendlichen Weiden mit Schafen umd den typisch britischen Cottages. Also geht es in Richtung erstes Ziel was für mich eine Überraschung sein soll. Alle Hinweise von Jenny bringen mich nicht darauf was es sein soll. Also fahren wir über die Autobahn und kommen mitten durch London und finden erst einmal nicht mehr raus aus der Stadt, weil uns Google Maps andauern durch einen Tunnel leiten will durch den wir wegen der Höhe nicht durchpassen. Nachdem Jenny irgendwann die Route neu eingibt und auch Mautstellen zulässt finden wir endlich den Weg zurück auf die Autobahn. Wir fahren eine ganze Weile bei Regen als auf einmal Wasser aus der Lampe im Fahrerraum tropft. Bei einem kurzen Stop stellt sich heraus das Wasser durch die Antenne dringt. Diese war zu Hause durch den Schnee abgebrochen. Naja Jenny klebt das kleine Loch einfach mit einem Pringelsdeckel zu und schon ist es wieder trocken. Da unser erstes Ziel für mich eine Überraschung sein soll grübele ich die ganze Zeit was es sein könnte. Die Tipps die ich bekomme bringen mich erst kurz vorm Ziel darauf was ich ein paar Meilen später sehe. Ein wunderschönes Schloss in dem einer meiner liebsten Filme gedreht wurde: Der kleine Lord. Was für eine schöne Überraschung. Leider jedoch kann man das Schloss erst ab Mai besichtigen und der Park zum Schloss hat gerade geschlossen. Nach ein paar Diskussionen zwischen Jenny und mir entscheiden wir in der Nähe zu übernachten und morgen erneut zum Schloss zu fahren. Wir fahren im nächsten Ort tanken und dann zu unserem Schlafplatz an einem kleinen Fluss.Read more
Endlich wieder zu Hause
February 13 in France ⋅ 🌧 9 °C
Wir stehen an einem See auf dem die Schwäne schwimmen. Ein wunderschöner aber stellenweise sehr nasser Wanderweg führt uns drum herum. Dann geht es Richtung Frankreich, meinem absolutem Lieblingsland. Und kaum über die Grenze begrüßt uns die Sonne und wir sehen die ersten Schneeglöckchen in diesem Jahr. Es ist als käme man endlich wieder nach Hause. Da wir noch Zeit haben bis unsere Fähre ablegt, gehen wir zu E. Leclerc, Lidl und Carrefour und landen jedes Mal im Foodhimmel. Die Franzosen wissen halt was genießen bedeutet. Baguette, Shrimps, Käse und andere Leckereien müssen mit bevor wir viel zu früh bei der Fähre ankommen. Aber dadurch das wir so früh sind, dürfen wir noch eine Fähre eher nehmen. Vorher werden aber unsere Pässe und die der Hunde genauestens kontrolliert. Auch der Camper wird sowohl von französischer als auch englischer Seite genauestens kontrolliert. Bei den Engländern müssen wir sogar mit den Hunden aussteigen. Allerdings finden alle Ilvy und Ari so reizend das diese beiden mehr für Gesprächsstoff sorgen als unsere Reise. Endlich auf der Fähre bleiben die Hunde im Camper und wir gehen auf die Fähre und genießen französische Leckereien. 105 Minuten später kommen wir in Dover an, mit einer Zeitverschiebung von 1 Stunde. Es ist dunkel und kaum von der Fähre runter kommt der erste Kreisel, mit ... Linksverkehr. Es ist total merkwürdig und fühlt sich permanent falsch an links zu fahren. Aber Jenny meistert das wie ein Profi und fährt uns souverän zu unserem Schlafplatz in einem Wald. Der Weg dorthin ist so breit das gerade so unser Camper dort lang passt aber zum Glück kommt uns kein Auto entgegen. Bei der kurzen Hunderunde ist es so dunkel das man die Hand vor Augen nicht sehen kann und als dann auch noch ein Käuzchen ruft überkommt mich schon ein kurzes Schaudern. Also schnell in den Camper und schlafen.Read more
Ankunft in Schottland
February 14 in England ⋅ ☀️ 0 °C
Es ist kurz nach vier als Ilvy uns weckt weil sie unbedingt mal raus muss. Klar heute hätten wir ja auch mal ausschlafen können. Naja wir versuchen noch etwas zu schlafen aber Ilvy hat etwas mit Bauchweh zu kämpfen so das nicht wirklich an Schlaf zu denken ist. Egal es ist wunderschön, die Sonne scheint und zwei Schwäne begrüßen uns als wir aus dem Camper steigen. Um 9.30 Uhr sind wir dann am Belvoir Castle, dem Schloss wo der kleine Lord gedreht wurde. Wir wandern um das Schloss und durch den Schlosspark und sind begeistert über die Schönheit des Schlosses. Da ich unbedingt auch einen Blick auf das Mausoleum werfen will, klettere ich zum Entsetzen von Jenny über Stock und Stein. Leider wird der Blick dadurch nicht wirklich besser. Wir setzen unsere Fahrt über die Autobahn Richtung Schottland fort. Vorbei an tausenden von Schafen auf hunderten von Weiden. Die Straßen erinnern stellenweise an eine Achterbahnfahrt, rauf und steil wieder runter. Jenny hat sichtlich Spaß, mein Magen weniger. Aber die wunderschönen Aussichten die sich immer wieder zeigen lassen jedes Herz schneller schlagen. Und auf einmal sind wir da. Ein riesiger Findling mit der Aufschrift Schottland und ein großes Willkommensschild vor einer grandiosen Naturkulisse. Wenn es nicht so furchtbar kalt wäre, könnte man hier wohl ewig stehen. Da es langsam aber auch dunkel wird,steuern wir unseren ersten Schlafplatz an. Wir stehen direkt neben einem alten Friedhof mit einer kleinen Kirche aus dem Jahr 1128. Nach einer kleinen Abendrunde an den Gräbern entlang hoffen wir heute Nacht nicht Besuch von Geistern zu bekommen.Read more
Kloster und Meer
February 15 in Scotland ⋅ ☁️ 1 °C
Im Hellen wirkt die kleine Kirche mit ihren alten Gräbern noch mystischer. Viele der Grabsteine sind durch die Zeit verwittert, bei anderen kann man noch etwas Inschrift lesen. Da heute Sonntag ist, haben wir das Glück vor dem Gottesdienst einen Blick in die Kirche werfen zu können. Der Pastor erklärt uns das es eine katholische Kirche ist und weist uns stolz auf die Geschichte hin. Unser nächstes Ziel ist die Melrose Abby. Ein wunderschönes Zisterzinserkloster und dazu noch das erste Schottlands. Leider wird hier gerade restauriert und so können wir es nur von außen besichtigen. Der Audioguide bringt uns aber das Leben der Mönche sehr nahe. Die nächste Station ist die Dryburgh Abby. Allerdings schaue ich nur kurz zu ihr über die Mauer und mache ein paar Fotos. Mehr wollen wir nicht wagen, da sie erstens wirklich nur noch Teile einer Ruine sind und es zweitens gerade in Strömen regnet. Wir fahren weiter und auf einmal erstreckt sich das Meer vor uns. Wir wandern zu den Klippen von St. Abb's Head. Der Weg ist zu meinem grauen matschig und rutschig durch den Regen aber die Klippen sind riesig und beeindruckend. Leider sind keine Robben da und so kommen wir durchnässt vom Regen wieder am Camper an. Unseren Schlafplatz finden wir heute Nacht neben einer Schafherde in einem kleinen Steinbruch.Read more
Liebe auf den 2. Blick
February 16 in Scotland ⋅ ☁️ 4 °C
6 Uhr klingelt der Wecker und draußen ist es noch stockdunkel. Wir machen uns fertig und mit Dämmerungsbeginn gehen wir die morgendliche Hunderunde, jeder in seine Richtung. Aber egal in welche Richtung wir gehen haben wir einen wunderschönen Blick aufs offene Meer, während langsam die Sonne aufgeht. Trotzdem ist es lausig kalt und wir haben noch viel vor heute. Unsere weitere Fahrt führt uns nach Edinburgh. Als wir in die Stadt kommen haben wir mehr den Eindruck das wir in einem der Außenviertel sind als uns das Navi sagt wir wären bei unserem Stellplatz in der Innenstadt angekommen. Nichts sieht hier mach Innenstadt aus. Wir packen alles für den Tag zusammen und gehen eine kurze Runde mit Ilvy. Ari wird uns heute in die Stadt begleiten. Wir laufen ca. 20 Minuten bergab als sich vor uns die Royal Mile auftut. Hier lebten früher alle Geseelschaftsschichten, stellenweise bis zu 300 Personen in einem 14 stöckigen Haus. Wir laufen die Mile entlang und während wir unseren ersten Schotten mit Dudelsack bewundern, bewundern andere unsere kleine Ari. Wir kommen beim Hop on Hop off Bus an und buchen ein Ticket für alle 3 Linien. Die Linien rot und grün zeigen uns wie viele Sehenswürdigkeiten die Stadt zu bieten hat. Wir sind einfach überwältigt wie schön Edinburgh ist. Und verlieben uns auf den 2. Blick. Nachdem wir uns einen Überblick verschafft haben ist es zu spät auch noch die blaue Linie zu fahren. Bevor wir zum Womo zurück gehen suchen wir aber erst nach einem Restaurant. Wir entscheiden uns für das Restaurant Gaucho. Das Ambiente lässt eine gehobenere Klasse erkennen aber das Essen ist nicht nur richtig lecker sondern auch preiswert. Jenny zahlt z.B. für ein 3 Gänge Menü 19,95 Pfund. Ari wird mit Wasser und Streicheleinheiten versorgt un¹d schläft dann erstmal. Nachdem wir gestärkt sind geht es zurück zum Camper. Nach einer kurzen Verschnaufpause ä 44d0geht es für uns, diesmal ohne Ari wieder los, denn wir haben eine Gruseltour gebucht. Unser Guid David, der vorgibt im 17 Jhd. geboren zu sein zeigt uns unterirdische Gewölbe in denen früher das pure Böse lebte. Hier trieben sich Huren, Drogenhändler und Mörder wie William Burke und William Hare herum und dies hinter einer einfachen, unscheinbaren Tür. Auch den Greyfriars Friedhof besuchen wir. Nicht nur das hier Hund, der 14 Jahre an dem Grab seines verstorbenen Herrchens gewacht hat, begraben ist sondern auch Sir George Mackenzie ist hier begraben. Er soll heute noch auf dem Friedhof rumgeistern. Der Friedhof ist weltweit bekannt für seine paranormalen Aktivitäten. Leider passiert bei uns nichts davon und so kehren wir nach der Tour noch in einen Pub ein, bevor wir zurück im Camper todmüde einschlafen.Read more
So dicht an der Innenstadt
February 17 in Scotland ⋅ ⛅ 4 °C
Wir stehen wieder früh auf und gehen mit den Hunden. Ich gehe mit in den nahe gelegenen Park und bin überrascht das dieser direkt am Arthur’s Seat, dem Hausberg von Edinburgh liegt. Doch es ist nicht viel Zeit zum verweilen, denn Jenny und ich wollen die blaue Linie pünktlich um 09.10 Uhr bekommen. Der Bus fährt auch in die Außenbereiche der Stadt und so bekommen wir einen Blick auf die Royale Yacht Britannia der Queen, den Fischmarkt und das fette College, ein wunderschöner Bau. Nachdem wir die Tour beendet haben steigen wir die Treppen hinauf zum Calton Hill. Der rund 100 Meter hohe Hügel bietet nicht nur einen atemberaubenden Blick auf die Stadt bis hin zum Meer sondern hier stehen mehrere Denkmäler aus der ersten Hälfte des 19. Jhd. Da es schon mittag ist und wir noch nicht mal gefrühstückt haben entscheiden wir uns in den ältesten Pub Schottlands, von 1516 einzukehren. Wir genießen in diesem geschichtsträchtigen Pub ein wirklich leckeres Rinderpie und heiße Schokolade. Von den Geistern die hier angeblich spuken sollen, zeigt sich leider keiner. Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel kommen wir noch an ein paar Läden vorbei und nehmen ein paar Souvenirs und Leckereien mit. Und dann sind wir auch schon am Surgeons Hall Museum, die Chirurgen Halle. Das Museum ist eines der ältesten in Schottland und beherbergt die weltweit größte und historisch bedeutendste Sammlung chirurgischer Pathologie, darunter Knochen- und Gewebeproben, Artefakte und Kunstwerke. Das wir mehrfach schon an diesem Museum vorbei gekommen sind, fällt uns erst auf als wir wieder davor stehen. Überhaupt sind wir überrascht wie dicht die Innenstadt an unserem Schlafplatz liegt. Das fällt uns auch am Abend auf als wir noch einmal in die Stadt gehen um sie beleuchtet zu sehen. Wir haben uns entschieden noch eine weitere Nacht hier zu verbringen, da es einfach so viel zu sehen gibt. Also schlendern wir hinauf zur Burg und dann durch die Altstadt wieder zurück. Jenny ersteht noch ein paar Souveniers. Zum Abendessen kehren wir in einem traditionellen chinesischen Restaurant ein und sitzen umgeben von Asiaten an den typischen kleinen Tischen auf kleinen Kissen. Auch hier ist das Essen wieder sehr lecker aber viel zu viel, so das wir noch etwas mitnehmen.Read more
Leb wohl du schönes Edinburg
February 18 in Scotland ⋅ ☁️ 1 °C
Die Hunderunde führt uns noch einmal in den Park und Ari muss für ein paar Fotos herhalten. Im Anschluss gönnen wir uns ein schottisches Frühstück in einem Café. Danach wandern wir zum Schloss, bekommen aber schon am Morgen keine Eintrittskarten mehr. Dafür schauen wir uns die St. Giles Cathedrale an. Die Holz- und Steinkunst in der Kapelle des schottischen Ordens der Distel aus dem Jahr 1911 ist ein echtes Schmuckstück. Aber auch die steingeschnitzte Kanzel ist beeindruckend. Trotzdem sind wir über die Schlichtheit der Kirche überrascht. Wir gehen zum Camper an Kleinkünstlern vorbei und verabschieden uns von Edinburgh. Es ist eine atemberaubende Stadt. Auf dem Weg vorbei am Wasser und dem fetten College zu unserem nächsten Ziel fahren wir noch zu einem Baumarkt und einem Campinghändler. Da uns die Wasserpumpe ausgefallen ist brauchen wir ein paar Wasserkanister, die wir zum Glück im Campingshop bekommen. Außerdem brauchen wir noch Werkzeug, da zu allem Unglück auch noch die Sicherung vom Ladebooster durchgebrannt ist. Jenny wechselt die Sicherung aber wie ein Profi. Danach geht es zu unserem Schlafplatz in Linlithgow, wo wir direkt an einem See stehen.Read more
Von Maria Stewart zu Prinz William
February 19 in Scotland ⋅ ☁️ 2 °C
Der erste Blick aus dem Fenster geht auf den See und das Schloss. Und genau zu diesem Schloss wandere ich mit Ari. Es ist das Geburtsschloss von Maria Stewart. Nach der Hunderunde bekommen die Schwäne zwei Brötchen von uns und lieben uns so sehr dafür das wir schon echt Angst bekommen. Die Schwäne sind so zahm das sie aus dePässe är Hand fressen, was etwas beängstigend ist bei der Menge an Tieren. Unser erstes Ziel heute ist der Beheading Stone in Sterling. Hier wurden im 15. Jhd. wichtige Persönlichkeiten enthauptet, unter anderem der Herzog von Albany. Unsere Reise führt uns weiter nach St. Andrews. In diesem kleinen Städtchen steht nicht nur die Universität wo Prinz William seine Kate kennengelernt hat sondern es gibt auch die edelsten Golfplätze Schottlands. Wir sehen uns in Ruhe die alten Gebäude der Universität an. Als ich einen Blick in das Innere einses der Gebäude werfe bin ich jedoch überrascht wie dort die Farbe von den Wänden bröckelt. In der Nähe des Ortes finden wir unseren Schlafplatz direkt am Meer. Jenny versucht mit telefonischer Hilfe von Markus die Wasserpumpe wieder zum Laufen zu bringen, was aber leider nicht gelingt, da diese definitiv kaputt ist. So werden wir den Urlaub wohl aus Wasserkanistern leben.Read more
Der erste Whiskey
February 20 in Scotland ⋅ 🌬 9 °C
Die Hunderunde heute morgen ist eher eine Toberunde. Wo wir stehen ist ein großer Fußballplatz und da können die Hunde mal so richtig toben. Bevor es weitergeht müssen sie noch für Fotos herhalten und dann wollen wir eigentlich weiter. Aber Jenny stellt fest das einer der Wasserkanister nicht richtig dicht war und alles nass ist. Also heißt es erstmal alles raus und richtig sauber und trocken machen. Wir fahren zu einer Firma die Eichenfässer herstellt und sogar einen Preis dafür bekommen hat weil sie nur 90 Sekunden pro Fass brauchen. Leider wird in den nächsten Tagen keine Besichtigung mehr angeboten, was sehr schade ist. Also geht es weiter zur Glenfiddich Destillerie. Hier dürfen wir uns überall umsehen und nehmen dann sogar an einer Verkostung teil. Interessanterweise schmecken wir sogar einen Unterschied zwischen den Sorten. Und den hohen Alkoholgehalt von 45 % merken wir auch. Für Jenny ist es der erste Whisky und wohl auch erstmal der Letzte, da er ihr nicht schmeckt. Auf dem Weg zu unserem Schlafplatz wird es langsam dunkel und leider auch immer einsamer. Die Straße wird immer wieder zur Single Road und wir müssen noch tanken. Wir fahren und fahren aber nur vereinzelt taucht mal ein Haus auf. Diese Strecke ist eindeutig für Horrorfilme perfekt. Zum Glück kommen wir irgendwann in Fort Augustus an und entscheiden nach dem tanken auf einem Stellplatz des Ortes zu übernachten. Also schlafen wir für 15 Pfund an einem Kanal und sind zumindest alleine dort.Read more
Nessi wo bist du?
February 21 in Scotland ⋅ 🌧 7 °C
Eine schöner Spaziergang am Kanalufer ist der Beginn des Tages. Geweckt wurden wir weil eine ganze Horde von Enten vor unserem Camper lautstark geschnattert hat. Unser erstes Ziel ist nur wenige Meter von unserem Schlafplatz entfernt und jeder kennt dieses Ziel. Es ist Loch Ness. Wir machen Fotos aber Nessi sehen wir nicht. Wir gehen noch in ein paar Souvenirläden wo vor allem Jenny Sachen mit ihren geliebten Highländrindern findet. Danach geht es weiter um den See herum. Loch Ness enthält tatsächlich mehr Süßwasser als alle Seen in England und Wales zusammen und ist etwa 230 Meter tief. Der See erstreckt sich über ca. 36,2 Kilometer und ist an der breitesten Stelle etwa 2,7 Kilometer. Leider regnet es heute fast die ganze Zeit so das die schöne Natur nicht so zur Wirkung kommt. Wir fahren weiter nach Fortrose, einer Meerenge wo angeblich viele Delfine zu sehen sind. Leider haben die bei dem Regen auch keine Lust sich zu zeigen aber Jenny entdeckt wenigstens eine Robbe im Wasser. Da wir heute nicht erst im Dunkeln einen Schlafplatz haben wollen, fahren wir zu einer kleinen Bucht direkt am Meer. Es ist ein wunderschöner Schlafplatz umgeben von Felsen auf denen die Möwen sich häuslich eingerichtet haben. Wir sind hier ganz alleine und nur das rauschen des Meeres ist zu hören.Read more
Ein Traum erfüllt sich
February 22 in Scotland ⋅ 🌬 8 °C
Wir starten den Tag mit einer kleinen Klettertour auf die umliegenden Hügel. Der Weg dahin ist schon ordentlich rutschig aber Ari und ich meistern den Anstieg, während Jenny mit Ilvy einen anderen Weg geht. Oben angekommen kann man die wunderschöne und dramatische Küste sehen und da die Sonne durch die Wolken schaut ist das Farbenspiel einfach wunderschön. Der Abstieg allerdings ist nicht so schön. Der Boden ist aufgeweicht und rutschig und wie es kommen muss, rutsche ich aus und lande unsanft auf dem Allerwertesten. Ari ist vollkommen aus dem Häuschen und so dauert es eine Weile bevor ich den Hund von mir runter habe und wieder aufgestanden bin. Zurück im Womo heißt es also erstmal saubere Sachen anziehen. Nachdem Jenny und Ilvy auch da sind machen wir uns auf den Weg auf die angeblich schönste Straße Schootlands, die A.....
Doch was sich uns auf dieser Strecke bietet haben wir nicht erwartet. Die Strecke wird von Sekunde zu Sekunde, von Kurve zu Kurve immer beeindruckender und schöner. Unendliche Weiten, Berge,Seen und immer wieder das Meer begleiten uns. Weit und breit kein Haus und dann auf einmal ein klitzekleines Dorf. Schafe am Wegesrand die dort grasen. Wir fahren durch diese Welt, die manchmal einer Mondlandschaft gleicht aber im nächsten Augenblick satte, grüne Wiesen hat. Und dann auf einmal erfüllt sich Jennys Traum. Sie sieht ihre heiß geliebten Highländrinder am Wegesrand stehen, einfach in der freien Natur. Diese zotteligen Wesen gehen, als wäre es das normalste der Welt ganz gechillt über die Straße und wieder zurück. Und Jenny bekommt sich vor Glück gar nicht mehr ein. Ich glaube sie überlegt wirklich wie sie eins dieser Zotteltiere in den Camper bekommt. Irgendwann fahren wir weiter durch diese unwirklich aussehende Landschaft und kommen aus der Bewunderung gar nicht mehr raus. Kurz vor unserem ausgewählten Schlafplatz erleben wir eine weitere Überraschung. Ebenfalls direkt neben der Straße stehen 3 wunderschöne Hirsche. Erst dachten wir sie sind gar nicht echt aber dann bewegen sie sich voller Grazie als wären sie sich ihrer Anmut und Schönheit bewusst. Mit diesen vielen Eindrücken erreichen wir unseren Schlafplatz an einem Fluss.Read more
Immer auf der Suche nach Adrenalin
February 23 in Scotland ⋅ ☁️ 8 °C
Wieder geht es durch die sich ständig verändernde Landschaft. Das Meer, die Berge, schneebedeckte Berge, Seen - es ist so abwechslungsreich das man nicht müde wird zu staunen. Und dann fahren wir über eine Brücke und sind auf der Isle of Skye. Unser erstes Ziel dort ist der Old Man of Storr. Jenny macht sich auf die Wanderung den Berg zu erklimmen, während ich lieber bei den Hunden bleibe. Später stellt sich heraus das diese Entscheidung richtig war, denn der Weg ist rutschig und gefährlich. Jenny aber sucht immer nach dem Adrenalinkick auch wenn sie danach vollkommen fertig und durchgeschwitzt zurück kommt. Zur Belohnung suchen wir in Portree einen Pub auf und bestellen uns was zu essen. Für Jenny gibt es Fish & Chips, für mich Rind. Beide Essen sind richtig lecker und der Nachtisch setzt dem ganzen ein Krönchen auf. Satt und zufrieden finden wir in den Bergen unseren Schlafplatz.Read more
Ne das geht wirklich besser
February 24 in Scotland ⋅ 🌧 9 °C
Die ganze Nacht wurden wir durch den starken Wind durchgeschüttelt. Und damit das Glück perfekt ist, regnet es ununterbrochen. Leider ist das der Zustand für den ganzen, heutigen Tag. Also startet der erste morgige Aufstieg auf einen kleinen Berg schon in Regenkleidung. Trotzdem ist die Aussicht wieder toll. Auch der Kilt Rock ein riesiger Wasserfall der 60 Meter tief ins Meer stürzt bietet einen tollen Anblick. Sicher ist er bei Sonnenschein noch tausend Mal schöner aber wir freuen uns auch so ihn zu sehen. Da unsere Schuhe durch den matschigen Boden verdreckt sind, waschen wir diese in dem See und hinterlassen so ein klein bißchen von uns. Man sagt ja immer wenn man etwas von sich zurück lässt, kommt man wieder. Eigentlich wollten wir jetzt auf eine Insel um uns dort Steinkreise anzusehen aber an der Fähre erfahren wir das diese nur alle 2 Tage fährt und dazu auch erst Nachts startet. Diese Zeit wollen wir dann doch nicht für ein einziges Ziel opfern. An der Fähre entdecken wir aber eine Bierbrauerei. Also besuchen wir diese und nehmen uns auch gleich ein paar Flaschen Bier mit. Neben der Brauerei ist sogar noch eine kleine Töpferei in der ich ein kleines Highlandrind erstehe. So hatte der Besuch an der Fähre doch noch was gutes. Unser nächstes Ziel sind die Feenkreise The fairy glen. Auch hier machen wir uns durch den Regen, der uns ins Gesicht peitscht auf den Weg. Wir fragen uns warum die Berge hier so merkwürdige Formen haben als wir an dem ersten Feenkreis ankommen. Jenny hat definitiv was anderes erwartet und ich muss zugeben das es schon etwas wie ein Schulprojekt von Kindern aussieht. Gerade weil die Menschen um die Kreise auch noch Steine gelegt haben und in der Mitte Rosen liegen. Wir klettern noch etwas höher und sehen zwei wunderschöne Wasserfälle in der Nähe und einen weiteren Feenkreis unter uns, diesmal ohne die Steine. Jenny klettert sogar nich andere Berge hoch, auf der Suche nach einem beeindruckenderen Feenkreis. Finden tut sie ihn aber nicht und so machen wir uns, vorbei an dem zweiten Kreis, an den Abstieg. Am Camper angekommen sind wir so nass, dass das Wasser an uns runter fließt. Wir setzen unseren Weg fort aber leider kann man alles nur durch einen Regenschleier sehen, so dass man die schöne Umgebung nur ershnen kann. Unser nächstes Ziel ist der Neist Point, ein Leuchtturm am äußersten, westlichen Punkt der Insel und der Highlands. Leider ist so starker Wind, das der Abstieg zum Leuchtturm lebensgefährlich wäre, da der Weg weder durch ein Geländer noch anders gesichert ist und an der Seite die Klippe direkt ins Meer abfällt. Also entscheiden wir uns gegen einen Weg dort hin und machen uns auf den Weg zu unserem Schlafplatz. Heute Nacht stehen wir direkt am Meer. Der Wind pfeift um unsren Camper und der Regen prasselt weiterhin unaufhörlich auf unser Dach. Aber wir sind trocken und haben es warm. Was will man mehr.Read more
Auf den Spuren von Harry Potter
February 25 in Scotland ⋅ 🌧 8 °C
Eigentlich hätten wir heute mal länger schlafen können aber Ari ist pünktlich wie ein Wecker um 7 Uhr wach. Da es aber draußen wie verrückt regnet und stürmt, lasse ich sie nur kurz raus und dann wird gekuschelt. Trotzdem stehen wir kurz vor 10 Uhr in der Talisker Destillerie und erfahren das 15 Minuten später eine Führung startet, inklusive Verkostung. Also bekommen wir mit Erklärungen eine Einführung in die Whisky Herstellung. Wir erfshren unter anderem das 40600 Liter Wasser in 6 Stunden 80 Tonnen Gerste durchspülen. Auch bei der anschließenden Verkostung erfahren wir vieles. Unter anderem wie man einen guten Whisky erkennt. Das Problem ist nur das ich vor der Verkostung noch nichts gegessen habe und der Alkohol damit direkt ins Blut geht. Also gehe ich sehr beschwingt noch in den Shop und erstehe 4 kleine Whiskygläser, die aber auch super zu Likör passen. Auf unserem Weg zum nächsten Ziel kommen wir an unzähligen Wasserfällen vorbei. Leider regnet es permanent so das die Fotos nicht wirklich einladend wirken. Und auch wenn wir ein paar Stunden fahren müssen, der Regen begleitet uns, bis kurz vor unserem Ziel. Als wir jedoch ankommen hört es auf zu regnen und wir können im trockenen zum Glenfinnan Viadukt wandern. Auf dem Weg dort hin kommen wir an einem alten Baumstamm vorbei in dem unzählige Münzen stecken. Der Baum hat diese in sich aufgenommen und gibt sie nicht wieder her. Und auch wenn der Baumstamm tot zu sein scheint so hat er doch die Kraft dazu. Schon von weitem sehen wir die Brücke über die der Zug von Harry Potter fährt. Sie sieht schon sehr beeindruckend aus aber ich frage mich trotzdem ob so viele Menschen sie sich auch ohne den Harry Potter Film angesehen hätten. Kaum sind wir wieder im Auto angekommen setzt der Regen wieder ein. Da ich unsagbaren Appetit auf ein Steak habe, fahren wir zu einem Aldi und sind sowohl über das Angebot, als auch über die Preise überrascht. 2 Steak für umgerechnet 4 Euro mit Kräuterbutter würden wir in Deutschland nicht bekommen. Auch die Vielfalt an fertig zubereiteten Speisen kennen wir nicht. Und die Größe der Familienpackung Chips auch nicht. Auf der Suche nach einem Schlafplatz landen wir wieder in den Bergen und zu meinem Leidwesen wieder im Dunkeln. Naja das Steak besänftigt mich und so schlafen wir bei Regengeprassel ein.Read more
Warum immer Katastrophen?
February 26 in Scotland ⋅ 🌧 7 °C
Es hat die ganze Nacht geregnet und es regnet weiter. Also werden wir schon bei der Hunderunde durch die Berge nass. Das lässt auch nichts Gutes für unser erstes Ziel erwarten. Wir wollen heute auf den Ben Nevis, den höchsten Berg Schottlands und Großbritanniens. Doch als wir ankommen zeigt ein Schild das die erste Gondel erst um 10.30 Uhr startet, wegen dem Wind. Immer wieder überlege ich lieber unten zu bleiben aber letztendlich löse ich dann doch für uns beide ein Ticket. Ich frage noch ob es sicher ist und die freundliche Dame am Schalter erklärt, wenn es nicht mehr sicher wäre, würde man den Berg evakuieren. Na dann... Allerdings bereue ich meine Entscheidung schon wenige Minuten später,nämlich als ich in der Gondel durch den Sturm hin und her geschaukelt werde. Es ist der Horror für mich und meine Höhenangst. Endlich sind wir oben und ich bereue es gleich nochmal. Der Regen peitscht uns ins Gesicht, der kalte Wind ist so stark das wir kaum vorwärts kommen. Es dauert nicht lange und meine Schuhe lassen Wasser rein so das auch meine Socken nass sind. Vom Tal kann man auch kaum was erahnen. Als wir endlich in der Station zurück sind, gönnen wir uns eine heiße Schokolade. Doch kurz nach dem ersten Schluck kommt der Mitarbeiter und teilt uns mit das der Berg sofort evakuiert wird, da der Sturm zu stark ist. Mir graust vor der Abfahrt. Als wir in der Gondel sitzen und gerade starten sollen kommen Allerdings 3 Mitarbeiter und versuchen irgendwie unsere Tür richtig zu schließen und ich drehe endgültig durch. Ich will nur noch aus dieser Gondel raus. Auch wenn die Mitarbeiter versuchen mich zu beruhigen, will ich in eine andere Gondel und so holt man uns mit vereinten Kräften raus. Die Fahrt mit der anderen Gondel macht den Sturm auch nicht besser. Immer wieder hält die Seilbahn um Windböen abzuwarten und wir sitzen fest. Letztendlich hilft mir nur Entspannungsmusik und Atemtechnik um nicht komplett durchzudrehen. Als wir endlich unten sind bin ich vollkommen fertig. Wir lesen noch das nach uns die Bahn für heute geschlossen wird. Im Camper muss ich mich erstmal hinlegen, so fertig bin ich. Irgendwann geht es weiter und wir fahren in Fort William zu einem Tierladen. Ari ist im Urlaub so gewachsen das ihr Geschirr zu klein geworden ist und sie dringend
ein neues braucht. Zum Glück finden wir ein gutes und einige Leckereien auch noch dazu. Unser weiterer Weg ist traumhaft, immer wieder stürzen Wasserfälle die Berge herunter. Es müssen weit über 100 sein, die wir sehen. Leider wirken diese durch den Regen nicht auf den Fotos so schön wie sie eigentlich sind. Unser Fotostop zu dem wir fahren kommt mir zwar null bekannt vor aber ich bin auch kein James Bond 007 Fan. Auf jeden Fall muss ich im strömenden Regen von Jenny Fotos machen so wie 007 da stand. Klar gibt es was schöneres? Es benötigt einige Anläufe bevor Jenny zufrieden ist. Zu unserem Schlafplatz fahren wir wieder an vielen Wasserfällen vorbei und ich frage mich ob ich jemals so viele Wasserfälle gesehen habe. Der Regen und das Schmelzwasser der schneebedeckten Berge schaffen diese Kulisse und der Fluss ist dadurch so reißend das ein Mensch es nicht überleben würde. Wieder einmal zeigt die Natur ihre Macht.Read more
Der Frühling ist da
February 27 in Scotland ⋅ ☁️ 7 °C
Unser erster Stop ist eigentlich Jennys Stop. Wir sind an der Schlucht Devil's Pulpit. Zum Glück hatten uns ein deutsches Pärchen in einem Pub schon von dieser Schlucht und seinem außerordentlich schlechten Weg dort runter erzählt. So habe ich entschieden lieber im Camper zu bleiben, bevor mir noch was passiert. Letztendlich war dies dann auch die richtige Entscheidung ,wie Jenny berichtet. Die Stufen sind stellenweise nicht mehr vorhanden, so das auch sie sich auf allen vieren fortbewegen musste. Die Schlucht selber ist aber faszinierend, gerade auch weil blutrotes Wasser durch sie hindurch fließt, verursacht durch den roten Sandstein der in der Erde liegt. Alles sieht mystisch und verwunschen aus.
Unser weiterer Weg heute ist der schottischen Natur gewidmet. Wir fahren zwei der angeblich schönsten Straßen von Schottland entlang. Und ja, die Ausblicke sind wunderschön. Aber ist das nicht das ganze Land? Wir sind uns einig das es schwer fällt, sogar unmöglich erscheint zu sagen welche Strecke die schönste ist. Und so genießen wir einfach die Ausblicke und die Fahrt durch das faszinierende Land. Und sehen neben Highlandrindern sogar die ersten frisch geborenen Lämmer. Der Frühling ist da. Zum Abend hin, auf der Suche nach einem Schlafplatz werden wir sogar noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Wir finden unseren Schlafplatz direkt am Meer. Auf der anderen Seite ist eine große Wiese und ich freue mich mit Ari endlich mal genügend Grün, ohne zu klettern, für einen Spaziergang zu haben. Und da der Rasen auch noch so kurz ist, ist es klasse zu laufen. Aber irgendwann kommt selbst mir die Erleuchtung warum hier alles so kurz ist. Ich bin mitten auf einem Golfplatz gelandet, was ich in der Dämmerung einfach nicht erkannt habe. Also schnellstens wieder zurück und runter von dem Platz. Als ich gerade wieder runter komme, weißt mich ein Engländer darauf hin das ich mich auf einem Golfplatz befinde. Na vielen Dank auch für den Hinweis.Read more
Von Schlössern bis Tempel
February 28 in Scotland ⋅ ⛅ 6 °C
Wir beginnen den Tag mit einem ausgiebigen Spaziergang und Spiel für die Hunde im Watt. Es ist Ebbe und so können die Hunde mal richtig ausgiebig toben, was lange überfällig war. Im Anschluss geht es zu dem Castle Caerlaverock, einem Schloss im Wasser. Caerlaverock Castle wurde im späten 13. Jahrhundert erbaut und war sowohl eine imposante Festung als auch ein repräsentativer Adelssitz. Sein markantestes Merkmal ist der dreieckige Grundriss, der es zur einzigen Burg dieser Art in Großbritannien macht. Diese ungewöhnliche Bauweise diente nicht nur der Ästhetik, sondern bot auch strategische Vorteile, da die Verteidiger mit einer minimalen Anzahl an Soldaten alle Zugänge sichern konnten. Im Inneren des Schlosses sind wir überrrascht über die Schönheit, die hier noch immer zu erkennen ist. Verzierte Kamine und Wappen sind zu sehen. Aber auch Jahreszahlen, die in die Steine geritzt sind unter anderem von 1776 machen einem das Alter dieses Schlosses bewusst. Im Gespräch mit einer Angestellten bekommen wir den Tipp einen Weg hinter dem Schloss lang zu gehen. Dabei entdecken wir die Grundrisse des alten Schlosses die hier gestanden haben aber durch die Feuchtigkeit dort, hat man sich für einen Neubau des Schlosses entschieden. Um den Weg um das Schloss zu nehmen, gehen wir einen kleinen Trampelpfad und dann über einen Bretterweg. Dieser ist allerdings so morsch das wir zweifeln ob das der richtige Weg sei. Und dann stehen wir vor einem umgestürzten Baum, es geht hier definitiv nicht weiter. Aber wir nehmen es mit Humor und wandern zurück, gönnen uns eine heiße Schokolade und fahren weiter. Wieder sehen wir Highlandrinder, die Jenny so sehr liebt. Nach etwas Fahrt kommen wir in eine andere Welt. In eine friedliche, gewaltlose Welt. Das Kagyu Samye Ling Centrum ist ein Tibetisch, Buddhidtisches Kloster und Zentrum für Weltfrieden und Gesundheit. Es wurde im Jahr 1959 von 2 Mönchen gegründet. Die Figuren der Götter, der Tempel alles glänzt in Gold. Es ist eine andere Welt. Wir haben sogar das Glück im Tempel der Puja (Andacht) zuzuhören und den Buddha Shakyamuni und seine vielen Opfergaben (Lindschoki, Obst, Twix) zu sehen. Das die Urnen von Verstorbenen und auch verstorbenen Tieren mit ihren Fotos in einem Gang stehen, verblüfft mich sehr. Auf dem Gelände laufen viele Fasane rum und zum ersten Mal auch weibliche. Wir verlassen das Gelände und finden in den Bergen einen schönen Schlafplatz. Da der Platz etwas abseits der Straße liegt, können die Hunde hier frei laufen und sich erneut richtig austoben.Read more
Dumfries and Galloway
March 1 in Scotland ⋅ 🌧 8 °C
Es regnet und es stürmt, mal wieder. Aber außer diesen Geräuschen hört man nichts, als wären wir allein auf der Welt. So fühlt es sich auch bei der Morgenrunde an außer uns ist hier niemand. Als wir losfahren ist das Wetter immer noch miserabel und es sieht auch nicht nach Besserung aus. An den Bergen, an denen wir vorbeifahren sind Straßen bei denen wir uns fragen wer so steil den Berg hochfährt. Doch schnell wird uns klar das dort wohl Bäume geholzt wurden denn nur landwirtschaftliche Geräte schaffen diesen Anstieg. Als wir auf dem Parkplatz unseres Ziels ankommen wird mir schnell klar das ich im Camper bleibe. Der Weg, den man gehen muss, geht extrem in die Höhe und direkt am Abgrund entlang. Für mich zu sehr am Abgrund, für Jenny wieder der Kick. Also macht sie sich fertig und geht los. Ich sehe wie sie immer höher geht, bevor ich sie in den Wolken nicht mehr erkennen kann. Jenny geht fast 400 Meter hoch. An den Wasserfall kommt sie zwar sehr nah heran aber nicht ganz, da davor noch ein steiler Abgrund ist. Außerdem ist der Boden durch den Regen rutschig. Auf ihrer Wanderung sieht sie Bergziegen und Schafe. Irgendwann ist sie glücklich und stolz aber auch total durchnässt wieder am Camper und ich bin einfach nur froh sie heil wieder zu haben. Wir fahren weiter und kommen nach Dumfries. Hier gehen wir in einem Pub essen. Ich bekomme Haggis, ein typisch schottisches Gericht. Es besteht aus dem Magen eines Schafs, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Hafermehl, Zwiebeln und manchmal auch Graupen gefüllt wird. Es mag sich merkwürdig anhören aber das was mir nit Käse überbacken da serviert wird ist super lecker und leider viel zu schnell alle. Aber auch Jenny ist mit ihren Fisch & Chips sehr zufrieden. Wir machen uns auf den zur A75. Es ist die am meisten von Geistern heimgesuchte Straße in Schottland. Wir fahren schon eine Weile auf der Strecke als Jenny mich darauf hinweist das hinten im Camper das Licht ständig an und aus geht. Immer wenn ich es filmen will hört es schnell auf. Selbst Ilvy die hinten im Bett schläft wird wach und guckt warum das Licht so reagiert. Immer wieder aber eben nicht ununterbrochen flackert es auf. Das merkwürdige ist, das bei der Lampe erst ein blaues und dann das weiße Licht erscheint. Jetzt aber kommt nur das weiße Licht. Ebenfalls hören wir im Cockpit ein leises, monotones Klopfen welches wir uns nicht erklären können. Wir verlassen die A 75 weil wir zu unserem Schlafplatz wollen und das flackern hört sofort auf. Obwohl der Weg von Schlaglöchern übersäht ist, flackert das Licht nicht mehr auf. Wir fahren zu dem Schlafplatz doch dort stehen zwei Autos, so das für uns kein Platz mehr ist. Also suchen wir nach einem anderen Platz und entscheiden uns wieder auf den Platz am Meer zu fahren. Also fahren wir wieder zurück über die Holperpiste und wieder über die A75. Und wir fahren ein Stück auf der A75 und wieder geht es los, das Licht fängt an zu flackern. Während Jenny panisch reagiert, freue ich mich, denn ich bin überzeugt das dies nur ein Geist sein kann. Er fährt etwas mit uns und knipst ab und zu das Licht an und aus. Erst als wir die Straße verlassen hört es auf. Wir kommen am Meer an und Jenny versucht die ganze Zeit Erklärungen zu finden allerdings bleiben auch bei ihr zu viele Ungereimtheiten, die sie mit in den Schlaf nimmt.Read more
Shopping
March 2 in Scotland ⋅ 🌧 8 °C
Es ist unser letzter Tag in Schottland und er beginnt mit Regen und Sturm. Wir haben beide schlecht geschlafen. Wir lassen die Hunde nochmal im Watt ordentlich toben und dann geht es nach Dumfries. Ich brauche noch eine Glocke zum Andenken. Wir parken kostenlos auf einem großen Parkplatz am Fluss. Die Strömung ist unglaublich stark aber wir beobachten ein paar Enten, die davon nichts zu spüren scheinen. Wir wandern durch das Zentrum sind überrascht wie viele Läden leer stehen. Ich entdecke in einem Campingladen Schuhe die mir gefallen, leider aber nicht in meiner Größe. Die nette Verkäuferin bietet an in einer anderen Filiale nachzufragen. Und wirklich dort gibt es die richtige Größe und der Laden liegt direkt auf unserem Weg. Bevor es dort jedoch hingeht, gehen wir noch in einen Souvenirladen. Hier kommen wir ins Gespräch mit der Verkäuferin. Sie berichtet das viele Läden aufgeben würden, da die Preissteigerungen zu hoch für die Kundschaft wären. Weiterhin berichtet sie von großem Problemen mit der Migration und deren hohen Erwartungshaltungen. Und auch das Jobcenter Plus, wie es hier heißt, macht genau die gleiche Arbeit wie die Jobcenter in Deutschland. Es ist sehr interessant zu erfahren das England die gleichen Probleme wie Deutschland hat, sogar stellenweise noch größere da hier die Migranten mit den Booten direkt anlanden. Nachdem wir Dumfries verlassen haben fahren wir weiter zu dem Laden mit den Schuhen. Was wir nicht ahnesen ist das dieser sich in eine. Outlet Center Dorf befindet. Für 2 Frauen kein guter Ort um Geld zu sparen. Und so kommt es wie es kommen muss, es bleibt nicht nur bei den Schuhen. Als wir mit Shopping fertig sind, will Jenny unbedingt noch Schottland verlassen. Womit sie aber nicht rechnet, die Grenze ist nur ein paar Kilometer entfernt. Also sagen wir Schottland goodbye und fahren nach England. In England fahren wir an den vielen Steinmauern vorbei. Wenn man alle Steinmauern Großbritanniens aneinander reihen würde, könnte man damit die Erde 5x umrunden. Wir suchen uns einen Schlafplatz und finden einen der hoch oben auf einem Berg liegt. Da es schon dunkel ist, können wir die Umgebung nur erahnen. Wir sehen die Lichter aus dem Tal und sind schon gespannt was uns morgen für ein Ausblick erwartet.Read more
Schlafplatz gegen Essen
March 3 in England ⋅ ☀️ 1 °C
Was für ein Ausblick, der sich uns am Morgen bietet. Wir können das Tal überblicken und die Hunde können über den Berg toben. So könnte jeder Tag beginnen. Für uns aber heißt es erst einmal den Camper aufräumen und sauber machen, damit sind wir dann auch eine Weile beschäftigt. Als wir fertig sind gönne ich mir noch eine heiße Schokolade vor dieser grandiosen Kulisse. Allerdings liegt Freud und Leid oft dicht beieinander. Die Bänke die hier oben stehen tragen alle Gravuren, im Andenken an die verunglückten Motorradfahrer, die hier ihr Leben gelassen haben. In den letzten 3 Jahren alleine waren es 12. Als wir die Strecke den Berg hinunter fahren wird uns bewusst warum. Jede Serpentine wird von einer wundervollen Aussicht begleitet, die einen sehr schnell von der Straße ablenkt. Und dazu kann das Wetter auch noch extrem schnell umschlagen. Heute werden wir hauptsächlich fahren um zu unserem nächsten Ziel zu kommen oder zumindest in die Nähe. So fahren und fahren wir und kommen in die Nähe von Oxford. Bei der Suche nach einem Schlafplatz fällt uns jedoch auf das es hier so gut wie keine Plätze zum frei stehen gibt. Also fahren wir zu einem Gasthaus und fragen ob wir auf deren Parkplatz übernachten dürften, wenn wir bei Ihnen essen. Und zu unserer Freude bekommen wir ein Ja. Das Essen ist zwar nicht wirklich nach unserem Geschmack aber die schottische Küche zu toppen, wird auch kaum möglich sein.Read more
Stonehenge
March 4 in England ⋅ ☀️ 13 °C
Laut Jenny ist es ein Muss die Clarkson Farm zu besuchen, zumindest wenn man Agrarwissenschaftt studiert. Also fahren wir zu der aus Prime bekannten Serie und stehen auf einmal vor dem Schild und dem kleinen Verkaufshaus. Was mich wundert sind die vielen Menschen die alle diesen Spot besuchen. Wenn doch nur andere Farmer auch solchen Zulauf hätten, würden die Landwirte nicht solche Schwierigkeiten haben. Wir schauen uns den kleinen Laden an, der wirklich klein ist aber total überfüllt. Jenny nimmt sich zwei Erinnerungsstücke mit und wir kommen auf dem Parkplatz noch ins Gespräch mit einem Kölner Ehepaar. Im Anschluss fahren wir noch ins Cafe von Clarkson. Im Cafe bekommt man nur mit Reservierung einen Platz und die haben wir nicht. Also geht das niedere Volk auf die Terrasse und dort trinken wir das Bier, was im Jahr 2024 als bestes Bier Englands gekürt wurde. Bei den ersten Schlucken bin ich nicht ganz so begeistert aber bei jedem weiteren Schluck wird es besser. Beschwingt geht es zurück zum Camper und dann fahren wir nach Oxford. Leider findet man hier so gut wie keine Parkplätze und wenn dann unglaublich teuer. Das liegt daran das diese Stadt Fahrradfrei werden will. Da wir trotzdem die Stadt sehen wollen, macht Jenny eine Stadtrundfahrt vorbei an den schönen alten Gebäuden. Ob wir hier lang fahren dürfen fragen wir uns nicht nur einmal. Naja mal sehen ob wir noch Post aus England bekommen werden. Auf jeden Fall ist Oxford ein schönes, kleines Städtchen mit vielen, vielen Studenten . Wir verlassen Oxford und machen uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Und auf einmal taucht es unscheinbar, neben der Autobahn auf, Stonehenge. Mitten auf einer Wiese neben der Autobahn stehen diese beeindruckenden Steine. Wir fahren zum Besucherzentrum werden aber abgewiesen, da für diesen Tag bereits alle Tickets verkauft sind. Also fahren wir zu einem Platz mit direktem Blick auf die Steine. Hier stehen auch noch andere Camper und wir genießen die frühlingshsften Temperaturen bis ein schöner Sonnenuntergang den Tag beendet. Jenny lässt noch die Drohne steigen uns so bekommen wir auch noch wunderschöne Luftaufnahmen.Read more
Drohnenangriff auf Cheddar
March 5 in England ⋅ ☀️ 16 °C
Es ist früh aber der Himmel zeigt das es der richtige Zeitpunkt ist. Also schnell aufstehen denn es wird ein schöner Sonnenaufgang. Und so kommt dann auch die Sonne direkt neben den Steinen hoch und das Handy muss ein Foto nach dem anderen machen. Als um 09.30 Uhr das Besucherzentrum für Stonehenge öffnet, sind wir fast pünktlich dort. Wir gehen erst in das Museum und sehen dort wie Stonehenge 3000 Jahre vor Christus mal entstanden ist. Wir erfahren das die Löcher für die Steine mit Geweihhaken gegraben wurden und die Bauphase ca. 1000 Jahre gedauert hat, Währenddessen die Steine immer wieder umgestellt wurden. Früher war dies eine prähistorische Besattungsstätte die nach der Sonnenwende ausgerichtet wurde. Es ist weltweit die einzige Steinkreisformation mit Obersteinen. Einige Steine wiegen mehr als 30 Tonnen.
Der Größte ist mehr als 7 Meter hoch und steckt noch 2-2,5 Meter tief im Boden. Manche der Steine wurden aus dem 240 Kilometer entfernten Wales dort hingebracht. Es ist alles sehr interessant und der Weg um die Steine abwechselnd gestaltet. Es sind an einzelnen Stationen Fotostops aufgestellt, die man nachmachen soll. Auf jeden Fall haben wir beim nachmachen viel Spaß. Zurück am Camper mache ich mit Ari noch ein paar Ruheübungen in Menschengruppen, bevor es weiter geht zur Cheddar Gorge Schlucht. Die Einfahrt zur Schlucht ist erst einmal sehr unspektakulär bevor es dann in die Tiefe geht. Wir halten an, weil Jenny die Drohne hinter dem Auto herfliegen lassen möchte. Auf der anderen Straßenseite sehen wir einen Höhleneingang und kraxeln einmal hinauf. Es geht ein Stück in die Höhle hinein aber dann versperrt ein Gitter den weiteren Weg. Draußen fühle ich mich die ganze Zeit beobachtet. Der Felsenkletterer ist es nicht, wer also dann? Und auf einmal sehe ich den Übeltäter, eine Ziege, die auf einem der Felsen sitzt und mich genau beobachtet. Als Jenny die Drohne fliegen lässt, sehen wir noch viel mehr Ziegen und ihre Babys. Die Drohne verfolgt den Camper und auf einmal kommen wir in Cheddar an. Anfangs denken wir noch das es nur ein paar Läden sind aber dann kommen wir immer tiefer in den Ort und die Drohne kommt hinterher. Und natürlich finde ich so schnell keinen Platz zum halten. Erst mitten in einem Wohngebiet halte ich und Jenny holt die Drohne. Puh zum Glück hat uns wohl niemand beobachtet. Wir fahren zu einem Parkplatz an dem ein paar Läden sind. Unser erstes Ziel ist eine Hundebäckerei. Hier gibt es viele Leckereien nur für Hunde und natürlich nehmen wir für unsere Hunde was mit. Der nächste Laden ist ein Käseladen, wie könnte es sein. Also nehmen wir Cheddar mit aber auch eine Flasche Met Wein. Wir wandern ein bisschen durch den wirklich schönen Ort und planen morgen die Höhle im Ort und noch ein paar Geschäfte zu besuchen, die leider jetzt schon geschlossen sind. Dann fahren wir zu einem Schlafplatz an dem See Cheddar und vielen Wiesen. Nach einer großen Hunderunde geht auch der vorletzte Tag in England zu Ende.Read more
Wer hätte das gedacht
March 6 in England ⋅ ☁️ 6 °C
Der Tag fängt mit einer schönen Hunderunde um den See an, bevor wir uns auf den Weg zur Höhle machen wollen. Jenny fährt los und uns kommt auf dem schmalen Weg ein Mann mit zwei Hunden ohne Leine entgegen. Da er uns so einen Teil des befestigten Weges versperrt versucht ihm Jenny auszuweichen und rutscht vom Weg ab und gerät so auf die Bankette das sie sich auf dem weichen Boden festfährt. Egal was wir versuchen die Räder drehen durch und geraten immer tiefer in den Boden hinein. Nur kurz versucht der Mann zu helfen bevor er uns mitteilt, er hätte weiter vorne einen Bauern gesehen und würde diesen informieren. Danach haben wir ihn nicht wieder gesehen. Irgendwann macht sich Jenny auf den Weg nach Hilfe zu suchen. Während sie weg ist kommen drei Handwerker, die eigentlich nur durch wollen, was natürlich durch unsere Größe nicht mehr möglich ist. Auch sie versuchen zu helfen und uns mit einem dünnen Seil rauszuziehen, was ebenfalls nicht gelingt. Im Gegenteil wir geraten noch tiefer in den Graben. Eine Reiterin kommt vorbei und während Jenny nachfragt ob sie einen Bauern kennen würde, fahren auch die Handwerker ohne ein Wort weg. Die Reiterin versucht ihren Vater zu erreichen was ihr aber nicht gelingt. Daraufhin versucht sie es telefonisch bei einem Freund der anbietet uns zu helfen. Während wir warten kommt ein älteres Ehepaar vorbei und da Jenny inzwischen mit den Nerven vollkommen am Ende ist, versucht auch diese Familie zu helfen. Leider nur können sie uns auch nicht helfen und eigentlich will die Frau schon weiter aber ihr Mann blieb hartnäckig bei uns, während seine Frau weiter ging. Kurze Zeit später kam auch die angekündigte Hilfe des Pferdemädchens, mit einem Pickup. Die zwei Jungs versuchen uns erst vorwärts rauszuziehen wobei der Camper immer weiter kippt und noch weiter und tiefer im Schlamm versunken ist. Plötzlich kommt ein Trecker um die Ecke und wir schöpfen neue Hoffnung. Doch der Fahrer ist noch ein Kind und dementsprechend weiß er erst Recht nicht uns zu helfen. Inzwischen bin auch ich mit den Nerven am Ende. Die beiden jungen Männer haben die Idee uns von hinten rauszuziehen und beseitigen mit einer Kettensäge einige Büsche um an uns vorbei zu kommen. Die Idee den Wagen von hinten rauszuziehen erwies sich jedoch als fataler Fehler. Dadurch das wir schon so tief im Schlamm stecken sitzt die Stoßstange auf dem Boden auf. Durch das nach hinten ziehen, knickt sie auf einmal vorne weg. Ich schreie nur noch Stopp damit es nicht noch schlimmer wird. Der nächste Versuch der gescheitert ist. Zum Glück ist unsere Stoßstange aus Plastik und wir hoffen das nicht noch größerer Schaden entstanden ist. Der Wagen steht inzwischen so bedrohlich schief, dass er droht auf die Seite zu kippen. Und ganz plötzlich müssen die beiden jungen Männer zur Arbeit und nur der alte Mann bleibt bei uns. Inzwischen ist auch seine Frau wieder zurück gekommen. Beide sprachen kurz miteinander und fingen nun an wild auf ihren Handys herumzutippen und zu telefonieren. Jenny hörte dann irgendwann das der Mann mit einer Hotline spricht. Es stellt sich heraus das sie eine Abschleppfirma kontaktieren und so werden alle wichtigen Fahrzeugdaten, genauso wie Fotos von der Situation, an die Hotline übermittelt. Plötzlich entfacht ein neuer Funken Hoffnung in uns. Man verspricht uns Hilfe in ca. einer Stunde. Damit der Abschleppdienst uns finden kann gehen wir zur Hauptstraße mit den Hunden und warten dort. Während dieser Zeit sind John und Kathy ständig an unserer Seite, beruhigen uns und versorgen uns sogar mit Kaffee. In dieser Zeit erfahren wir mehr über John und Kathy, immer die Sorge um den Camper im Hinterkopf. John ist 77 Jahre alt und war früher ein bekannter Rugbyspieler. Die hälfte des Jahres lebt er mit Kathy in Spanien. Er hat gerade erst eine Knie OP überstanden, was ihn aber nicht davon abhält uns zu helfen statt sich auszuruhen. Während wir warten mussten wir uns von Kathy schon verabschieden, da sie einen Termin hat. Irgendwann kommt auch endlich der Abschlepper und bekommt noch Unterstützung durch einen Gemeindearbeiter. Der Fahrer Marc schaut sich die Situation genau an und man sieht wie es in seinem Kopf arbeitet welches die beste Taktik ist. Da die Situation für uns wohl zu gefährlich ist, schickt er uns ein Stück weg. Aus sicherer Entfernung konnten wir mit ansehen wir der Crafter Stück für Stück wieder auf den Weg gezogen wird. Und endlich kommt der erlösende Daumen hoch. Als Marc uns sagt das wir selbstständig auf den Parkplatz an der Hauptstraße fahren sollen, können wir es kaum glauben, das dies möglich ist. Auf dem Parkplatz untersucht er das Auto und teilt uns mit, dass wie durch ein Wunder nichts kaputt ist und das Auto einwandfrei funktionieren sollte. Wir können es nicht glauben. Auch das Nummernschild und die Stoßstange baut er uns wieder an. John und Kathy, die inzwischen wieder zurück gekommen ist, geben uns allen noch Kaffee und Tee aus und wir machen mit unseren großartigen Helfern noch ein Foto zusammen. Danach möchte John das wir mit zu ihnen nach Hause fahren um die Bremsen etwas vom Schlamm zu befreien. Während John die Bremsen reinigt geht Kathy mit uns in einen Supermarkt damit wir noch ein paar Leckereien für zu Hause einkaufen können. Was diese Menschen für uns getan haben, über Stunden hinweg, lässt sich nicht in Worte fassen. Und so wurden aus Fremden, Freunde. Wir tauschen noch Kontaktdaten aus und John fährt mit seinem Auto voraus, um uns noch den besten Weg aus der Stadt zu zeigen. Wir können zwar die Höhlen nicht mehr sehen, haben aber noch Zeit einige Dinge zu kaufen. Beide merken wir wie endlich die Anspannung von uns abfällt und wie fertig wir sind. Jenny fährt noch bis nach Dover wo wir gegen 1 Uhr endlich einen Schlafplatz anfahren.Read more
Wir sind so müde
March 7 in England ⋅ ☁️ 10 °C
4 Stunden Schlaf mehr war von der Zeit nicht möglich, da die Fähre fährt. Also stehen wir pünktlich in der Schlange. Die Zollkontrollen fallen sehr gering aus, lediglich die Pässe werden kontrolliert. Jenny versucht noch etwas Geld im Duty Free loszuwerden aber es gibt nicht wirklich was tolles. Und so sind wir dann auch ratz fatz auf der Fähre und verbringen die Zeit mit Filme schauen. Jenny versucht es auch hier noch im Shop ihre restlichen Pfund loszuwerden und bekommt wenigstens noch ein Lieblingsduschbad. Als wir von der Fähre runter fahren geht es im Rechtsverkehr erst einmal zu einem E.Leckletc. Ich gewöhne mich wesentlich schneller wieder an den Rechtsverkehr als Jenny. Im Supermarkt ist es extrem voll und die meisten der Leute schieben gleich zwei voll bepackte Einkaufskörbe vor sich her. Wir kaufen nicht ganz so viel ein aber dafür besonders leckere Sachen. Auch an den Shrimps kann ich wieder nicht vorbei gehen auch wenn es diesmal nur 500 Gramm werden. Am meisten freue ich mich aber über Zuckerwatte die ich hier bekomme. Im Camper wird erst einmal das frische Baguette mit Dipp genossen, denn Frühstück hatten wir noch nicht. Da Jenny unbedingt noch ihre Lieblingssalami haben möchte, machen wir noch einen Abstecher zu Lidl, bevor es heißt fahren, fahren, fahren. Erst durch Frankreich, dann durch Belgien und auf einmal taucht das Schild Deutschland auf. Grenzkontrollen, Fehlanzeige? Deutschland heißt JEDEN willkommen. Am Abend kommen wir auf einem Wanderparkplatz in einem Wald an. Außer uns steht noch ein weiterer Camper dort. Wir gehen in der Dunkelheit noch mit den Hunden und wollen dann eigentlich zur Ruhe kommen, doch noch 3 andere Camper gesellen sich zu uns. Einer davon stellt sich so dicht an uns ran, dass wir ihm durch das Fenster die Hand reichen können. Als er dann auch noch seinen Hund permanent auf dem Parkplatz klaffen lässt ohne was zu sagen, reißt mir der Geduldsfaden und er bekommt von mir eine ordentliche Ansage. Augenblicklich wird es ruhig und auch wir können endlich zur Ruhe kommen. Da wir unendlich müde sind, gehen wir auch recht schnell schlafen.Read more










































































































































































































































































































































































































































































TravelerViel Spaß euch Vieren. Und Aufpassen im Kreisverkehr