• Ostseebad Swinemünde

    Aug 13–15 in Poland ⋅ ☀️ 20 °C

    Die Mündung der Swine teilt die Stadt Świnoujście. Die eine Hälfte liegt auf Uznam (Usedom), die andere auf Wolin (Wollin). Genau dort kommen wir mit dem Zug an. Wir sind eine Stunde von Stettin nach Swinemünde gefahren, länger als gedacht. Birken und Kiefernwald haben wir unterwegs gesehen und ab und zu Wasser. Zwei Halte gab es auf der Strecke; in Miedzyzdroje auf Wollin an der Ostsee sind viele Leute ausgestiegen, vielleicht ist es nett da? Wir sind erstmal neugierig auf Swinemünde.

    Das Fährterminal ist gleich neben dem Bahnhof, man kommt gratis und schnell über die Swine ins Zentrum von Swinemünde. Auf den ersten Blick nichts Besonderes. Sauber, wie alle polnischen Städte, die wir gesehen haben. Wir laufen von dort die Grunwaldska entlang bis zur Ferienhaus-Vermietung und holen uns den Schlüssel für unser Apartment.

    Und staunen! Ein Grüngürtel mit drei Lagen großzügiger Promenaden säumt die Ostsee. Viele hohe alte Bäume. Unser Apartment finden wir in einem Villenviertel fast direkt am Wasser. Die Villa hat alte Holzböden, unser Zimmer eine neue kleine Küche, Boxspringbett, gute Dusche, …, alles top. Hier kann man es aushalten. Gewöhnungsbedüftig sind nur die knallroten Wände im historischen Treppenhaus :)

    Das Wetter spielt mit und wir verbringen den Tag am Strand. Die Stadt ist stolz auf 12 km Sandstrand und die längste Strandpromenade Europas, zusammen mit Heringsdorf und Ahlbeck. Ansonsten ähnlich wie Kolberg, aber dort war mehr Trubel, die Promenade war kleiner, aber der Sand war feiner!

    Swinemünde ist Ostseebad, Industriehafen, Fährhafen und einen kleinen Yachthafen gibt es auch. Den Polenmarkt haben wir nicht besucht, er ist ein paar Straßen weiter weg vom Strandbetrieb. Die deutsche Grenze ist in der Nähe, viele Polen sprechen hier deutsch. Gefühlt ein Drittel der Urlauber sind aus Deutschland.

    Den letzten Abend in Polen, den letzten Ostsee-Sonnenuntergang genießen wir auf der Aussichtsterrasse des höchsten Gebäudes weit und breit. Am Nachmittag waren wir noch sehr ungehalten über die riesigen Hotelklötze. Ein Radison Blue fast direkt am Strand, geht ja gar nicht. Am Abend sitzen wir im 13. Stock auf dem Glasbalkon der Hotelbar und schauen über die Ostsee bis nach Sassnitz auf Rügen, wunderschön.

    Die Zugfahrt von Swinemünde-Zentrum (20 min zu Fuß vom Strand) nach Züssen auf Usedom in Deutschland ist das Ende dieser Polenreise. Sie wird ganz bestimmt nicht die letzte sein.
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