• Tag 8 + 9: Tamarindo 🙃

    2–4 Jan, Costa Rica ⋅ ☀️ 31 °C

    Wo auch Licht, da auch Schatten.
    Ein Satz mit X, das war wohl nix.
    Ich könnte jetzt noch ein paar weitere Metaphern schreiben, um die Zeit in Tamarindo zusammenzufassen. Aber alles der Reihe nach:

    Sowohl Santa Teresa als auch Monteverde haben es uns sehr angetan – ja, vor allem deshalb lag die Latte wahrscheinlich auch sehr hoch. Unser nächster Stopp führte uns, nicht unweit von Santa Teresa, die Küste weiter nördlich zum beliebten Touri-Ort „Tamarindo“. Trotz der topographischen Nähe der beiden Orte betrug die Fahrtzeit dennoch knappe vier Stunden.

    Angekommen war der erste Eindruck durchwegs positiv. Unser Hotel, eine kleine, sehr zentral gelegene Lodge, entlockte der Roxy sogar folgendes Liebesgeständnis:
    „Hase, mir gefällt es sooo gut. Können wir bitte gleich verlängern?“
    Ein klassischer roxyscher Moment der Euphorie.

    Nach einem Spaziergang am Strand kamen erste Zweifel auf. Unmengen an Menschen, Strandverkäufer à la Jesolo, die dir irgendwelche gefälschten Sonnenbrillen andrehen, reitende Touristen auf bemitleidenswerten Pferden auf der Suche nach der perfekten Insta-Story und Musik … überall … laute … Musik.

    Spätestens beim Rückweg durch den Ort wurde auch die Roxy skeptisch. Plötzlich vor uns ein Mann in Lederhosen und kariertem Hemd. Das kann’s ja nicht sein – da bist so weit weg von daheim und trotzdem rennt dir ein Tourist mit Tracht über den Weg? Mein erster naiver Gedanke: „Haha, echt cooler Typ.“ Und dann groß vor uns: „BIERGARTEN“ und bayerische Fähnchen. Rundherum Sportbars mit jeder Menge Livesport, große Hotelblöcke und Ramschgeschäfte. Wir waren am Ballermann von Costa Rica. Spätestens als wir dann noch realisierten, dass unser Schlafzimmer am Hintereingang eines Nachtclubs angrenzt und wir bis drei Uhr früh mit ohrenbetäubender Musik beschallt wurden, war unser Entschluss ganz klar: Wir verlängern hier fix nicht.

    Am nächsten Morgen sorgte ich selbst noch für einen kleinen Fauxpas. Eine kleine, halbstündige, gemütliche Laufrunde entwickelte sich bei 33° zu einem 11-km-Lauf durch die Prärie und irgendwelche Narcos-Dörfer über fast 1 1/2 Stunden. Ich völlig erledigt vor Anstrengung – die Roxy auch relativ erledigt vor Sorge. Danach ging es aber noch zu einem wunderschönen, abgelegenen Strand – definitiv das Highlight in Tamarindo!

    Alles in allem war Tamarindo nicht so das Wahre, trotzdem gehören auch solche Erfahrungen dazu. Es war per se auch nicht extrem schirch, aber halt auch nicht das, wonach wir gesucht haben.

    Für uns geht es jetzt weiter in den Süden des Landes.
    Die Tropen rufen!
    Fünf Tage in Uvita stehen am Programm 🌴🤿🐋
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