• Marcus Gleitsmann
  • Marcus Gleitsmann

Costa Rica 2025/26

Una aventura de 15 días de Marcus Leer más
  • Inicio del viaje
    27 de diciembre de 2025

    Tag 1+2: Wien ➡️ San Jose ➡️ Monteverde

    28 de diciembre de 2025, Costa Rica ⋅ ☁️ 20 °C

    Um das Jahr standesgemäß zu beenden und das neue Jahr zu beginnen, geht es für Roxy und mich insgesamt 15 Tage lang nach Costa Rica 🇨🇷

    Um 5 Uhr Früh ging es für uns in Richtung Flughafen. Nach fast 24 Stunden Anreise kamen wir in der Hauptstadt San Jose an. Mehreren Freundes- und Bekanntenberichten zufolge ein Ort, der nur wenig Interessantes zu bieten hat und dementsprechend nicht zum Verweilen einlädt. Insofern blieben wir nur für eine Nacht in San Jose und holten uns direkt am nächsten Morgen unser Mietauto ab.

    Das Abenteuer kann beginnen und es führt uns zunächst in die "Berge" Costa Ricas nach Monteverde. Vor uns liegen zwei Tage voller atemberaubender Natur, Regenwald-Feeling und einer absurd hohen Biodiversität. 2,5% der weltweiten Artenvielfalt ist nämlich in Costa Rica zu bestaunen. Für die Größe des Landes ist das ein unglaublich hoher Wert. Also kurz und knapp: viele verschiedene Pflanzen und Tiere auf ziemlich kleiner Fläche.

    Wir sind am Nachmittag in unsere kleinen aber sehr feinen Hütte "Indira" angekommen und verbrachten den ersten Abend sehr ruhig und entspannt. Morgen geht es so richtig los!
    Leer más

  • Tag 3: Monteverde 🦥🦜⛰️

    29 de diciembre de 2025, Costa Rica ⋅ ⛅ 20 °C

    Nachdem wir unsere recht gemütliche Hütte auch noch von drei Spinnen befreit haben (ich glaube ja, die Roxy zieht die irgendwie ein bisschen an), hatten wir eine wunderbare erste Nacht hier in Monteverde.

    Bereits direkt nach dem Frühstück begann unsere erste geführte Wanderung/Tour durch den Regen-/Nebelwald von Monteverde. In einer Gruppe von insgesamt 8 Personen haben wir ganz viel neues lernen dürfen über das Leben im und mit dem Regenwald. Mir fällt es um ehrlich zu sein ein wenig schwer das richtig einzuordnen und zu beschreiben: unfassbar viele exotische Tiere und diese Fülle und Dichte an sämtlichen Pflanzenarten machen so einen Ort wirklich zu etwas Besonderem. Es verdeutlicht einmal mehr, welche Wunder unsere Natur zu bieten hat. Wirklich herrlich!
    Zu den Tieren die wir untertags sehen durften: Weißkopf-Kapuzineraffen, Faultiere, Tarantel, Nasenbären und gleich zwei Quetzale als großes Highlight. Sie gelten als die "schönsten Vögel der Welt", sind das Nationaltier Guatemalas, dienten früher sogar als Währung bzw besser gesagt ihre Schwanzfedern und sind relativ selten.

    Den Nachmittag verbrachten wir recht entspannt mit einem Coffee-Stop und traumhaftem Sundowner auf unserer Terrasse, bevor es am Abend noch zu unserer zweiten Tour des Tages, der Nachttour, ging.

    Recht unheimlich teilweise, stapften wir dann 2 Stunden durch die absolute Dunkelheit, ausgerüstet mit nicht- bis schlecht-funktionierenden Taschenlampen, auf der Suche nach Spinnen, Schlangen und alles sonst, was ein Regenwald halt so in der Nacht hergibt.
    Die Roxy hat übrigens eher Angst vor Schlangen und drei Mal darf man raten, wer nach 10 Minuten eine wunderschöne grüne Buschviper entdeckt hat. Ein Rudel bellender/heulender Kojoten, nicht all zu weit von uns entfernt, hat auch nicht wirklich dann zur Beruhigung beigetragen.

    Summa summarum: wir leben nach wie vor und behalten diesen Tag äußerst positiv in Erinnerung!
    Leer más

  • Tag 4-7: Frohes Neues in Santa Teresa

    30 dic.–2 ene. 2026, Costa Rica ⋅ ☀️ 29 °C

    Nachdem ich es die vergangenen drei Tage nicht geschafft habe ein Update zu verfassen, gibt es jetzt einen kurzen Überblick der vergangenen Tage in Santa Teresa

    Angefangen hat es mit einer wunderschönen und wirklich malerischen Autofahrt von Monteverde in Richtung Highway. Die Bergabfahrt erfolgreich gemeistert, folgten zähe Stunden, geschuldet den zum Teil ziemlich miesen Straßenbedingungen.

    Nichtsdestotrotz sind wir dann nach über 4 Stunden an der Westküste in der Ortschaft "Santa Teresa" angekommen. Ein Hipster-Surfer-Yoga-Hotspot um es kurz und prägnant beschreiben zu wollen. Cornetto-Männer, die mit ihren Surfbrettern unterm Arm ausgerüstet barfuß die Hauptstraße entlang schlendern, um die nächsten "waves zu catchen" und Frauen, bewaffnet mit einem farblich abgestimmten Leggins-Set und einem Iced Latte to go, wohin das Auge reicht. Aja und ein weiteres Erkennungsmerkmal sämtlicher Männer sind logischerweise lange, zottelige Haare und einem Schnauzer. Eh klar, Hang loose eben 🤙
    Aber die Dichte an schönen Menschen, unabhängig des Geschlechts, ist bemerkenswert in dem Ort

    Abgesehen von den vielen schönen Menschen, gibt es auch in Santa Teresa wunderschöne Natur zu bestaunen. Den gesamten Ort entlang erstreckt sich ein muschelweißer Sandstrand mit reichlich Platz um nicht aufeinander liegen zu müssen. Die Wellen zum Surfen scheinen wirklich top zu sein. Schön groß genug und in regelmäßigen Abständen. Würd ichs können, wärs bestimmt cool gewesen.

    Ich möchte gar nicht genau auf die einzelnen Tage eingehen, die wir dort verbringen durften. Wir haben es uns wirklich gut gehen lassen und haben uns von dem vorherrschenden Vibe ideal anstecken lassen. Neben dem schweißtreibenden Sonnenbaden bei 34°, haben wir auch noch die einen oder Schweißtropfen beim Sport verloren - die Roxy bei Yoga & Pilates, ich beim Laufen und im Baywatch-Gym (kein Scherz!)

    Apropos Frohes Neues: den Jahresumschwung haben wir auch dort verbracht - naja lange Rede kurzer Sinn - es war so gut wie nix los und wir haben schließlich das neue Jahr bereits im Pyjama und Halbschlaf gefeiert. Das hätten wir uns um ehrlich zu sein anders gewünscht und auch erwartet. Aber mei, sei's drum.

    Ein besonderes Erlebnis hatten wir noch am letzten Abend. Bei einem japanischen 12 Gänge Menü hatte ich nach langer Zeit mal wieder so einen kulinarischen "WOW" Effekt. So gar nicht damit gerechnet, mit der Erwartung normal essen zu gehen und letztendlich findet man sich in einem Restaurant mit ca 8 Sitzplätzen wieder. Es gab keine Tische, alle Gäste sitzen direkt an der Bar und sehen den 3 Köchen mit einem Glas Naturwein in der Hand dabei zu, wie sie die Sushis & Co auf präziseste Art und Weise zubereiten. Das ist kein Kochen, das ist Kunst. Ein wirklich schönes Erlebnis!

    Nach Santa Teresa ging es nach Tamarindo. Spoiler Alert: es ist nicht so ganz nach Wunsch verlaufen. Mehr dazu im nächsten Beitrag
    Leer más

  • Tag 8 + 9: Tamarindo 🙃

    2–4 ene., Costa Rica ⋅ ☀️ 31 °C

    Wo auch Licht, da auch Schatten.
    Ein Satz mit X, das war wohl nix.
    Ich könnte jetzt noch ein paar weitere Metaphern schreiben, um die Zeit in Tamarindo zusammenzufassen. Aber alles der Reihe nach:

    Sowohl Santa Teresa als auch Monteverde haben es uns sehr angetan – ja, vor allem deshalb lag die Latte wahrscheinlich auch sehr hoch. Unser nächster Stopp führte uns, nicht unweit von Santa Teresa, die Küste weiter nördlich zum beliebten Touri-Ort „Tamarindo“. Trotz der topographischen Nähe der beiden Orte betrug die Fahrtzeit dennoch knappe vier Stunden.

    Angekommen war der erste Eindruck durchwegs positiv. Unser Hotel, eine kleine, sehr zentral gelegene Lodge, entlockte der Roxy sogar folgendes Liebesgeständnis:
    „Hase, mir gefällt es sooo gut. Können wir bitte gleich verlängern?“
    Ein klassischer roxyscher Moment der Euphorie.

    Nach einem Spaziergang am Strand kamen erste Zweifel auf. Unmengen an Menschen, Strandverkäufer à la Jesolo, die dir irgendwelche gefälschten Sonnenbrillen andrehen, reitende Touristen auf bemitleidenswerten Pferden auf der Suche nach der perfekten Insta-Story und Musik … überall … laute … Musik.

    Spätestens beim Rückweg durch den Ort wurde auch die Roxy skeptisch. Plötzlich vor uns ein Mann in Lederhosen und kariertem Hemd. Das kann’s ja nicht sein – da bist so weit weg von daheim und trotzdem rennt dir ein Tourist mit Tracht über den Weg? Mein erster naiver Gedanke: „Haha, echt cooler Typ.“ Und dann groß vor uns: „BIERGARTEN“ und bayerische Fähnchen. Rundherum Sportbars mit jeder Menge Livesport, große Hotelblöcke und Ramschgeschäfte. Wir waren am Ballermann von Costa Rica. Spätestens als wir dann noch realisierten, dass unser Schlafzimmer am Hintereingang eines Nachtclubs angrenzt und wir bis drei Uhr früh mit ohrenbetäubender Musik beschallt wurden, war unser Entschluss ganz klar: Wir verlängern hier fix nicht.

    Am nächsten Morgen sorgte ich selbst noch für einen kleinen Fauxpas. Eine kleine, halbstündige, gemütliche Laufrunde entwickelte sich bei 33° zu einem 11-km-Lauf durch die Prärie und irgendwelche Narcos-Dörfer über fast 1 1/2 Stunden. Ich völlig erledigt vor Anstrengung – die Roxy auch relativ erledigt vor Sorge. Danach ging es aber noch zu einem wunderschönen, abgelegenen Strand – definitiv das Highlight in Tamarindo!

    Alles in allem war Tamarindo nicht so das Wahre, trotzdem gehören auch solche Erfahrungen dazu. Es war per se auch nicht extrem schirch, aber halt auch nicht das, wonach wir gesucht haben.

    Für uns geht es jetzt weiter in den Süden des Landes.
    Die Tropen rufen!
    Fünf Tage in Uvita stehen am Programm 🌴🤿🐋
    Leer más

  • Tag 10-16: Uvita 🦚🐊🐋🌳

    5–11 ene., Costa Rica ⋅ 🌧 27 °C

    Zum Abschluss wird’s jetzt noch einmal länger.

    Uns war klar, dass wir möglichst rasch von Tamarindo weg wollten – bloß wohin?
    Vulkane und Kaffeeproduzenten im Landesinneren, noch einmal Surfer-Vibes ein Stück weiter südlich oder doch Nationalparks und Tauchspots ganz im Süden? Nach längerem Hin und Her entschieden wir uns, die kommenden drei Nächte in Uvita, weit unten im Süden, zu verbringen. Vor uns lag zwar ein längerer Anfahrtsweg von ca. sechs Stunden, dafür konnten wir von dort aus flexibel Ausflüge sowohl etwas weiter nördlich als auch noch weiter südlich machen. Also: nichts wie los.

    Das erste Highlight ließ nicht lange auf sich warten und so gestaltete sich der Weg in den Süden zu einer einzigen Panoramafahrt durch die Tropen. Traumhafte Kulissen, der Pazifik zur einen Seite, dichter Dschungel in allen möglichen Grüntönen zur anderen. Wirklich schön!

    Nach einem recht ereignisarmen Ankunftstag klapperten wir am ersten richtigen Tag zunächst Tauchschulen und Co. ab, um die kommenden Tage zu strukturieren und uns einen Plan zu machen. Hier die Highlights:

    Für mich ging es am zweiten Tag zum Tauchen zur Isla del Caño. Erstmals durfte ich auch an einem Advanced-Tauchgang teilnehmen. Nach ca. einer Stunde Bootsfahrt kamen wir an und es ging in jeweils zwei Sechsergruppen ins Wasser. Der sehr starken Strömung trotzend, gab es dann jede Menge zu sehen: Weißspitzen-Riffhaie, verschiedene Schildkröten, große Fischschwärme und das Highlight schlechthin – ein sechs Meter großer Mantarochen. Alles in allem: sehr gute Tauchschule, super Tauchgänge, wurscht wo man sucht – man findet nicht viel zu meckern.

    Am dritten Tag buchten wir eine Buckelwal- und Delfintour, die dort in Unmengen beworben wird. Zugegebenermaßen war und bin ich solchen Sachen eher skeptisch gegenüber – generell macht Costa Rica in Sachen Natur- und Tierschutz aber einen sehr glaubwürdigen Eindruck. Alles ist stark reglementiert, nirgends darfst du Plastik & Co. mitnehmen, und dem Guide zufolge müssen Anbieter mindestens 15 Jahre Teil der Community sein, bevor sie eine Betriebserlaubnis erhalten. Das alles zeichnet schon ein gutes Bild.
    Wale haben wir leider keine gesehen, dafür eine größere Gruppe Delfine. Ehrlich gesagt wäre es auch sehr glücklich gewesen, denn die Walsaison beginnt erst Ende Jänner. Dann kommt die kleinere (ca. 16.000 Tiere) nördliche Population aus Hawaii und Kalifornien in den Süden, um ihre Jungen auszutragen. Von Juli bis Oktober spielt sich das Ganze mit der wesentlich größeren (ca. 62.000 Tiere) südlichen Population noch einmal ab.
    Was uns aber fast noch besser gefallen hat als die eigentliche Delfinbeobachtung, waren die extrem spannenden Infos unseres Guides – inklusive Survival-Lifehacks mitten im Dschungel.

    Das Highlight des Südens folgte am vierten Tag: Wir verbrachten den gesamten Tag im Naturschutzgebiet Corcovado. Es ist das Gebiet mit der weltweit höchsten Biodiversität. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Rund fünf Prozent aller bekannten Tier- und Pflanzenarten leben in diesem Nationalpark. Setzt man diese Zahl in Relation zur Fläche, ist das (zumindest für mich) einfach nur absurd beeindruckend. Und genau so fühlt es sich dort auch an. Dichtester Dschungel, überall Geräusche von Vögeln, Insekten oder was auch immer – wie bei Tarzan oder Mogli. Man sieht natürlich auch einige Tiere, aber es ist vielmehr dieses große Ganze, das einen dort konstant zum Staunen bringt.

    Am letzten vollen Tag ging es für uns noch in den Nationalpark Manuel Antonio – diesmal auf eigene Faust, und das war auch gut so. Touristisch ziemlich überlaufen, aber grundsätzlich ein wunderschöner Park mit tollen Wanderungen und richtig feinen, weißen Sandstränden.

    Das war – kurz heruntergebrochen (oder vielleicht auch nicht so kurz) – unser letzter Stopp im Süden in Uvita. Unsere Reise geht damit dem Ende zu und Costa Rica hat uns wirklich etwas Besonderes gezeigt. Dieses Land ist so unglaublich vielfältig, und trotz der flächenmäßig recht kleinen Größe reichen zwei Wochen einfach nicht aus, ohne sich ständig von A nach B zu hetzen. Es gäbe noch etliche Dinge, die wir uns gerne näher angesehen hätten: die Vulkane im Landesinneren, Kaffeeanbau und -produktion, die gesamte Karibikküste und vieles mehr.
    Natürlich sind uns auch ein paar Dinge negativ aufgefallen: Mobilität und Infrastruktur sind wirklich nicht gut ausgebaut – ohne Mietwagen bist du aufgschmissen. Aber eines ist für uns ganz klar: Wer auf der Suche nach einzigartiger Natur und Artenvielfalt ist, dem können wir dieses Land nur wärmstens empfehlen.
    Es war wirklich wunderschön.
    Und jetzt freuen wir uns auf 40° Temperaturunterschied und auf den Winter dahoam.
    Leer más

    Fin del viaje
    10 de enero de 2026