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October 6 in Italy ⋅ ☁️ 22 °C
Vorweg ein Hinweis zu Ihrer und unserer Sicherheit:
Wie allgemein bekannt ist, gibt es in Italien sogenannte "Familien". Die relevanten davon sind die 'Ndrangheta aus Kalabrien, die Cosa Nostra aus Sizilien und die Camorra mit Ursprung in Neapel und der Region Kampanien (also da wo wir gerade sind). Da in jedem Reiseführer davor gewarnt wird, in Süditalien diese Wörter oder das M-Wort laut zu benutzen, werden wir auch in hier in Zukunft immer von "der Lobby" reden.
Aber der Tag beginnt ersteinmal harmlos in einem schönen Hotel mit Blick auf den Vesuv und die Berge Kampaniens.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, führte uns eine relativ bekannte App (da wir hier noch nicht von irgendwem gesponsert werden, machen wir auch keine kostenlose Werbung ;-)) auf einem, größtenteils autofreien (!), Wanderweg durch das pittoreske Städtchen Sorrent zu einem Idyllischen Klippen- und Küstchenabschnitt. Die Fotos sagen mal wieder mehr als Worte. Highlight war eine abgelegene Hippie-Bar mit Traumblick auf das felsige Meer und deutschsprachiger Dark-Wave-Musik.
Wie immer stellte sich nach dem Ausflug die Frage, was es zum Essen gibt und wo. Nachdem sich unser eigentliches Wunschlokal als spanische Küche entpuppte, googelten wir und fanden ein ansprechendes Restaurant mit extrem vielen top Bewertungen. Wenn sich so viele Menschen einig sind, kann das wohl nicht verkehrt sein (dachten wir).
Schon am Eingang wurden wir überschwänglich begrüßt - man hatte uns erwartet! Im Innenraum wirkte es nicht unfreundlich, aber doch irgendwie seltsam. Von Anfang an wurden wir nahezu aufdringlich umsorgt (in Italien ist sonst eher ein arroganter Blick und ein müdes Nicken die Regel) und über unsere Herkunft befragt - man möchte fast sagen verhört. Es gab eine absolut übertriebene Zahl an männlichen Mitarbeitenden. Dann empfahl uns ein schmieriger, tätowierter Italiner den frischen Fisch des Tages. Da das Red Snapper war, den Claudia - die netterweise eingeladen wurde- schon seit längerem unbedingt probieren wollte, stimmten wir zu.
Das Ende vom Lied können Sie sich denken. 1. War der Fisch köstlich! 2. Wurden wir mit dem Preis grandios überrascht und übers Ohr gehauen. 3. Wurde uns nach dem Essen ein QR-Code auf den Tisch gelegt mit der Aufforderung "Bewerten Sie uns!"
Leider setzten wir die Puzzleteile erst jetzt zusammen: Die vielen guten Bewertungen (ohne die abgegeben zu haben, man den Laden wohl nicht verlassen durfte) und die Masse an Personal - offensichtlich damit niemand abhauen kann...
Todesmutig sprachen wir den überraschend hohen Preis trotzdem an, was nicht mit Wohlwollen angenommenen wurde. Immerhin wurde versucht uns mit drei neonfarbenen Likören (Melone, Pistazie und dem obligatorischen Limoncello) zu bestechen. Da wir uns keinen Ärger mit der hiesigen Lobby leisten können, zahlte Gina und wir waren eine Erfahrung reicher!Read more









Traveler
Jetzt seh' ich erst, dass den Gästen am Tisch hinter dir gerade ein Finger abgeschnitten wird!!!
Traveler😳 Hatten wir ein Glück!
Hoffentlich habt ihr eure Rückfahrt schon in der Tasche. Mein weiß ja nie :( [Inge]