• Lebenszeichen vom Matterhorn Namibias

    May 30–31, 2025 in Namibia

    Die Internetanbindung in Namibia hat sich in den letzten Jahren zwar spürbar verbessert, doch im Vergleich zu den Nachbarländern bleibt sie sehr begrenzt. In Städten wie Windhoek, Swakopmund oder Walvis Bay ist mobiles Internet (3G/4G) meist zuverlässig, teils gibt es sogar Glasfaseranschlüsse. Auf dem Land dagegen sieht es oft ganz anders aus: schwache Netze oder gar kein Empfang. Menschen sind auf teure mobile Daten oder Satellitenlösungen angewiesen.

    Auch wir kriegen das zu spüren. Die Geschwindigkeit ist super langsam, die Preise hoch und je weiter wir ins Landesinnere vordringen, desto spärlicher werden die Signale. Trotzdem haben wir uns in den letzten Wochen aufgemacht, Richtung Norden, in richtig abgelegene Regionen Namibias.

    Und so kommt es, dass unsere „Footprint“ ein wenig ins Hintertreffen geraten sind. Die nächsten Texte werden sich wahrscheinlich ein bisschen anfühlen wie ein Jetlag.

    Unser Weg führt uns zunächst aus Swakopmund hinaus, Richtung Osten ins Moon Valley. Nur etwa 30 Kilometer entfernt, präsentiert sich diese bizarre Landschaft wie von einem anderen Planeten. Windgeschliffene Felsformationen, tiefe Falten und Krater, durchzogen von kargem Wüstengewächs. Eine Kulisse wie aus einem Science-Fiction-Film.

    Doch unser eigentliches Ziel liegt weiter nordöstlich. Die Spitzkoppe, auch bekannt als das „Matterhorn Namibias“. Nicht wegen ihrer Höhe, sondern wegen ihrer markanten, unverwechselbaren Silhouette. Hier finden wir einen einsamen Stellplatz, genießen in vollkommener Einsamkeit einen Sundowner der Extraklasse – und erleben am nächsten Morgen, wie die Sonne die Granitkuppen in goldenes Licht taucht.
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