Wer schafft es hier zu (über) - leben…
12 czerwca 2025, Namibia ⋅ ☀️ 24 °C
Im Nordwesten Namibias leben die Himba, das wohl bekannteste und zugleich faszinierendste Volk Namibias. Die Himba leben als Halbnomaden, tief verwurzelt mit ihren Traditionen und eng verbunden mit ihren Herden aus Rindern und Ziegen. „Livestock“ bei den Himba umfasst vor allem Ziegen und Rinder, die eine zentrale Rolle im täglichen Leben und der Kultur spielen. Das Vieh dient nicht nur als Nahrungsquelle (Milch, manchmal Fleisch), sondern auch als Zahlungsmittel, Statussymbol und Teil von Mitgift oder Brautpreis. Rinder gelten als Zeichen von Reichtum und sozialem Ansehen.
Was sofort auffällt, ist die rötlich glänzende Haut der Himba-Frauen. Diese besondere Farbe kommt von einer Paste namens Otjize, die aus Butterfett und Ockerpulver besteht. Die Mischung schützt vor der Sonne, vor Staub, Insekten und Trockenheit. Rot steht bei den Himba für Leben, Kraft, Blut und Erde und ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Himba Kultur.
Geduscht wird hier übrigens nicht. Wasser ist zu kostbar. Stattdessen „baden“ sich die Frauen im Rauch aromatischer Kräuter. Danach wird wieder Otjize aufgetragen, was teilweise ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen kann.
Auch Frisuren und Schmuck sind bei den Himba weit mehr als nur Deko: Jede Zopfform, jedes Kettchen erzählt etwas – ob jemand ledig ist, verheiratet, Mutter, jung oder schon erfahren.
Die Dörfer der Himba bestehen aus runden Hütten aus Holz, Lehm und Kuhdung – immer kreisförmig angeordnet um das heilige Feuer. Dieses brennt oft über Generationen hinweg und symbolisiert die Verbindung zu den Ahnen. Es wird niemals einfach so gelöscht.
Der Alltag ist klar geregelt: Die Frauen und Mädchen haben alle Hände voll zu tun. Wasser holen, Häuser verputzen, Feuerholz sammeln, kochen, Kinder hüten – sie sind das Rückgrat des Dorflebens. Die Männer dagegen kümmern sich um die Viehzucht. Oft sind sie tagelang unterwegs, immer auf der Suche nach Wasserstellen oder besseren Weidegründen.
Es ist ein Leben im Rhythmus der Natur. Und gerade das macht die Begegnung mit den Himbas so besonders.
Die Himbas berühren uns. Das war schon 2018 so, als wir durch Namibia und Botswana reisten. Es ist schwer zu beschreiben, aber sie haben etwas, das fasziniert. Vielleicht ist es die Würde, mit der sie durchs Leben gehen, oder ihre tiefe Verbundenheit zu ihren Traditionen.
Viele Familien haben mehrere Kinder, und es sind die Eltern, die entscheiden, welches Kind zur Schule geht und welches traditionell aufwächst. So begegnet man immer wieder jungen Himbas, die ganz selbstverständlich zwischen den zwei Welten leben. Mal in Jeans und T-Shirt, mal in rotem Ocker und traditionellem Schmuck. Sie sprechen Englisch, lachen viel, erzählen mit Stolz von ihrer Kultur und beantworten neugierig unsere Fragen. Diese Begegnungen sind besonders, direkt, ehrlich und voller Wärme. Czytaj więcej








PodróżnikSooo tolle Fotos !!!!
Podróżnik
Tolles Bild👌
Podróżnik😊