• Auf Tuchfühlung mit den sanften Riesen

    3 sierpnia 2025, Botswana ⋅ ☀️ 24 °C

    Mitten in der kargen, staubigen Weite Botswanas hatte eines Tages jemand eine ziemlich verrückte Idee: Warum nicht ein Wasserloch mitten ins Nichts graben, ein paar Unterkünfte drum herum bauen, eine Aussichtsterrasse dazusetzen und einfach warten, bis die Elefanten kommen?

    Was etwas verrückt klingt, wurde hier tatsächlich Realität. Wenn auch nicht ganz so einfach wie gedacht.

    Elephant Sands liegt nördlich von Nata, weit weg von jeder Infrastruktur, in einer Region, die von Dürre und Hitze geprägt ist. Hier wurde gebohrt, gepumpt, geflickt und geflucht. Denn Wasser zu finden ist in dieser trockenen Gegend ein hartes Stück Arbeit. Mehrere Brunnenversuche scheiterten, und selbst als das Wasser endlich floss, machten die Elefanten nicht unbedingt das, was man sich vorgestellt hatte. Sie tranken nicht nur brav aus dem angelegten Wasserloch. Sondern sie zertrampelten Tanks, rissen Leitungen aus der Erde und verwüsteten kurzerhand, was ihnen im Weg stand.

    Aber: Die Idee hat funktioniert.

    Heute ist Elephant Sands ein Kultort unter Botswana Reisenden. Es gibt einfache, aber gemütliche Chalets, eine Bar mit grosser Aussichtsplattform und einen Camp, der wirklich einzigartig ist. Denn hier geschieht das, was sonst in Nationalparks kilometerweite Fahrten und Glück erfordert. Die Elefanten kommen zu dir.

    Mehrmals am Tag tauchen die Dickhäuter alleine, in kleineren oder grösseren Gruppen am Wasserloch auf. Oft nur wenige Meter von unserem Zelt entfernt. Sie trinken, planschen, schieben sich gegenseitig zur Seite, und manchmal stehen sie minutenlang einfach nur still, während ihre Schatten in der roten Abendsonne lang werden.

    Wir entscheiden uns trotz des kommerziell ziemlich ausgepressten Touristen Hotspots, auch dieses Mal nicht nur für eine Übernachtung, sondern bleiben etwas länger. Der Camp direkt am Wasserloch bietet die perfekte Kulisse für ein einmaliges Erlebnis, Tag und Nacht.
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