• Elefanten bis zur Überdosis

    2 sierpnia 2025, Botswana ⋅ ☀️ 25 °C

    Entlang der Grenze zwischen Botswana und Simbabwe verläuft eine fast vergessene Route. Die Hunters Road war einst eine bedeutende Verbindung für Entdecker, Missionare, Händler und vor allem Grosswildjäger. In den späten 1800er Jahren zog es viele von ihnen tief ins südliche Afrika, auf der Suche nach Elfenbein, Trophäen und Abenteuern. Der Name der Route stammt von diesen Jägern, die sich hier ihren Weg durch die Wildnis bahnten.

    Schon damals war die Hunters Road keine echte Strasse, sondern eher ein Pfad, den Ochsenkarren und Reiter nutzten. Und auch heute ist nicht viel hier, was man „Strasse“ nennen könnte. Es ist ein schmaler, zugewucherter Track, der nur mit einem geländegängigen Fahrzeug befahrbar ist. Also eben Landy Terrain ;-)

    Wir verbringen zwei Tage auf diesem abgelegenen Stück Geschichte und arbeiten uns langsam Richtung Süden vor. Die Strecke führt durch mehrere private Konzessionen, aber durch keinen offiziellen Nationalpark. Trotzdem fühlt sich hier alles nach Wildnis pur an. Die dichte Vegetation, die Stille und die Tiere. Elefanten, Büffel, Raubtiere und unzählige Vogelarten sind hier in Ihrem Territorium anzutreffen.

    Immer wieder zwingen uns Elefanten zum Anhalten. Nicht, dass wir scharf bremsen müssten, der Track ist sowieso in einem Zustand, der kaum mehr als Schritttempo zulässt. Doch wenn plötzlich ein grauer Riese mitten auf dem Weg steht, halten wir automatisch den Atem an. Trotz der Gemächlichkeit bleibt unser Puls nicht immer ruhig. Ein paar Mal erschrecken wir ordentlich, als sich direkt vor uns ein dicker Brummer aus dem Gebüsch schiebt oder bei einer kurzen Pause plötzlich der ganze Rückspiegel grau ist…
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