• Bushmechanics und beten bis nach Kasama

    18 Eylül 2025, Zambiya ⋅ ☁️ 30 °C

    Beim morgendlichen Routinecheck der Flüssigkeiten (Öl, Kühlwasser, …) finden wir tatsächlich alles, was man braucht – fast alles. Einen Kühlwasserbehälter gibt’s, einen Deckel und Kühlwasser dagegen nicht. Nach dem ersten Schock folgt eine gewisse Erleichterung. Immerhin haben wir den Verlust entdeckt, bevor die Temperatur durch die Decke ging.

    Also beginnt die Suche nach einem halbwegs passenden Ersatzdeckel. Fündig werden wir bei einem Dieselkanister eines Mietwagens auf dem Camp. Danke, Gerd! Der Deckel passt zwar nur zur Hälfte, aber mit etwas Teflonband aus der Werkzeugtasche und etwas improvisation, scheint das doch einigermassen dicht zu sein . So schleichen wir gemächlich, mit vielen Zwischenstopps und einem wachsamen Auge auf die Temperaturanzeige, bis nach Kasama.

    Dort gibt es zwar Mechaniker, aber keinen passenden Deckel. Auch der bestellte Ersatz aus Lusaka passt, doch etwas überraschend, nicht. Doch dann, reiner Zufall. Wir fahren an einer himmelhellblauen Series I vorbei und entdecken im Hinterhof einen stillgelegten Defender, offenbar zum Ersatzteilspender degradiert. Und siehe da, sein Deckel ist noch da!

    Nach zwei Tagen Suche, viel Improvisation und einer guten Portion Glück sind wir endlich wieder „dicht“ und bereit für die Weiterfahrt. Abenteuer Afrika, jetzt hat unser Kühlmitteldeckel auch seine eigene Geschichte.
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