• Kaffee rösten African Style

    19 Eylül 2025, Zambiya ⋅ ☁️ 31 °C

    Weil wir noch immer keinen Deckel für unseren Kühlmittelbehälter aufgetrieben haben, hängen wir ein bisschen in Kasama fest. Aber festhängen ist hier gar nicht so schlimm. Es gibt nämlich einiges zu entdecken. So statten wir den nahegelegenen Wasserfällen einen Besuch ab, die uns mit ihrer Wucht und Frische fast vergessen lassen, dass unser Landy gerade ein kleines Ersatzteil Drama austrägt.

    Das eigentliche Highlight folgt aber, als wir nach Kapisha die nächsten Spuren entdecken, dass wir uns den Kaffee Breiten nähern. Wir lernen Luke kennen. Luke ist weisser Sambier, Kaffeebauer aus Leidenschaft und, wie sich schnell zeigt, ein einigermassen wilder Tüftler. Er besitzt eine kleine Farm, röstet seinen Kaffee selbst und verkauft ihn an den lokalen Spar.

    Natürlich lässt er es sich nicht nehmen, uns in seine „Rösterei“ einzuführen. Schon beim Betreten merken wir, hier läuft einiges ein wenig anders. Alle Geräte hat Luke eigenhändig zusammengebastelt. Eine Mischung aus Improvisation, Ingenieurskunst und afrikanischem Pragmatismus. Die Temperatur wird von Hand gemessen, einen Rauchabzug sucht man vergebens und drinnen ist es so heiss, dass man sich fast wie eine Kaffeebohne im Röster fühlt. Aber siehe da, am Ende purzelt tatsächlich etwas heraus, das nach „dunkel“ geröstetem Kaffee aussieht. Er schmeckt nicht wahnsinnig gut, aber die Vorfreude auf mehr Kaffee auf unserem Weg nach Norden ist auf jeden Fall geweckt
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