• Pflock einschlagen

    3 Ekim 2025, Tanzanya ⋅ ⛅ 32 °C

    Im sehr wenig reizvollen Örtchen Ipole, einem dieser Orte, die wir vermutlich nur einmal im Leben besuchen, landen wir in einer typisch afrikanischen Unterkunft. Ein schmuckloses Zimmer, ein üppiges King Size Bett und ein Moskitonetz, was etwas gwagglig darüber hängt. Hier sitzen wir also und schmieden Pläne.

    „Weiter nach Norden, oder doch zurück in den Süden?“
    Und die grosse Frage. Verschiffen wir unseren treuen Landy am Ende zurück nach Hause, oder lassen wir ihn hier irgendwo stehen, bereit für neue Abenteuer in der Zukunft?

    Nach langem Hin und Her machen wir „Nägel mit Köpfen“.

    Im Norden Tansanias würden die bekannten Highlights auf uns warten. Serengeti, Kilimandscharo, Sansibar. Namen, die klingen wie aus einem Reise Traumkatalog. Alles ist touristisch erschlossen, überlaufen und dazu unverschämt teuer. Zwei Tage in der Serengeti inklusiv Camp, mit Auto? Locker 800 - 1.000US$.

    Dazu kommen tausende Kilometer auf schlechten Pisten und die Erkenntnis, dass unsere Zeit hier in Afrika langsam knapp wird. Es gibt noch so viele Dinge im Süden, die auf uns warten. Malawi, Mosambik… und vielleicht sogar noch ein kleiner Schlenker zurück nach Sambia.

    Wir treffen also unsere Entscheidung und schlafen erst einmal drüber.

    In der Nacht schüttet es wie aus Eimern. Der erste Regen für uns, seit dem Gewitter in Namibia. Wir liegen wach und lauschen dem Regen aufs Wellblechdach.
    „Schlechtes Omen?“
    „Oder Hinweis von oben, dass wir besser abhauen, bevor die Regenzeit uns doch noch erwischt?“

    Am nächsten Morgen ist die Sache klar.
    Der Kaffee schmeckt gut, der Himmel ist grau, die Luft frisch. Es riecht nach feuchter Erde.

    Wir drehen den Zündschlüssel um und fahren Richtung Süden.
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