• Seen und Flüsse

    January 9 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    Von Chiloe geht es wieder aufs Festland (den Kontinent, wie man hier sagt) und zwar in die Regionen Los Lagos und Los Rios. Diese wurden erst viel später - ab 1850 - besiedelt,.und zwar von eigens dafür angeworbenen deutschen Siedlern. Vor allem rund um den Lago Llanquihue kann man dieses Erbe noch gut erkennen. Es gibt Fachwerkhäuser, Würstchen und noch mehr Kuchen und Strudel als im Rest des Landes. Zur deutschen Kulisse trägt auch die Natur bei. Mit grünen Wäldern und Wiesen könnte man sich in Deutschland fühlen, würde man nicht im Hintergrund die Anden und vor allem die Bilderbuch-Vulkane Osorno und Villarica sehen (die wir natürlich bestiegen haben).

    Deutsch sprechen tut allerdings im Alltag niemand mehr und so ergibt sich eine Mischung aus chilenischer Kultur vor deutscher Kulisse. Für die Chilenen ist die Gegend im Sommer -also jetzt im Januar und Februar - eine wichtige Urlaubsregion. Überall gibt es Strände am See, Campingplätze, Grillrestaurants etc.

    Wir machen Stops am Ostende des Lago Llanquihue, wo wir auf den sandigen Hängen des Osorno wandern und einen Tag am See verbringen. In Puerto Octay, wo wir das schönste Haus von ganz Chile haben, und Freundschaft mit dem Golden Retriever der Nachbarn schließen und Pucón, der selbsternannten "Capital de la Aventura". In Pucon haben wir eine Cabana bei Gina und ihrer Familie. Die Cabana selber ist leider gar nicht so schön wie erhofft, aber dafür ist die Familie super nett, Fahrt uns überall hin und am Ende grillen wir abends zusammen.

    Leider können wir in Pucón nicht raften wie geplant, weil das erst ab 8 erlaubt ist, aber dafür erlauben uns Barbara und ich je einen Tag Action alleine. Ich gehe Downhill-Mountainbiken und Barbara steigt zum Gipfel des Villarica-Vulkans.

    Ein paar ganz besondere Tage haben wir dann noch im Nationalpark Huerquehue, wo wir eine Sehr urtümliche Cabaña mitten im Wald mieten. Zur Hütte gehört ein Kanu mit dem wir auf dem wunderschönen Bergsee fahren. Wir schwimmen viel und wandern auch ein wenig im ursprünglichen, beeindruckenden Wald. Herrlich. Leider sind die Nächte weniger toll. In der ersten Nacht stürzt Carla kopfüber aus dem Hochbett und zieht sich eine Gehirnerschütterung zu, und in der zweiten Nacht werden Zeige eines Termiten-Hochzeitsevents. Innerhalb kurzer Zeit fliegen und laufen tausende Termiten durch die Hütte, Paaren sich und sterben dann den Rest der Nacht über. An Schlaf ist wieder kaum zu denken.

    Zum Abschluss haben wir dann noch einen entspannten Tag im trubeligen Städtchen Pucón, mit See-Strand und einem Fußballfeld auf dem Felix seine ersten Argentinier herausfordert. Dann setzen wir uns in den leider etwas in die Jahre gekommenen Nachtbus nach Santiago für die letzte Etappe unserer Zeit in Chile.
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