• Thorben Krieger
  • Thorben Krieger

Chile

A 71-day adventure by Thorben Read more
  • Trip start
    November 17, 2025

    Viña del Mar

    November 18, 2025 in Chile ⋅ ⛅ 20 °C

    Unsere Zeit in Chile startet mit einem besonderen Kapitel: Die Kinder dürfen zwei Wochen lang die deutsche Schule in Valparaíso besuchen. Durch einen glücklichen Zufall – vermittelt von Felix’ ehemaliger Kindergärtnerin Gia, die selbst hier zur Schule ging – wird dieser Wunsch Realität.

    Die Aufregung ist groß, denn schnell wird klar: An der Schule wird fast ausschließlich Spanisch gesprochen. Doch beide finden rasch Anschluss, und spätestens bei deutschen Weihnachtsliedern kommt auch bei uns Adventsgefühl auf. So sehr, dass Barbara mit den Kindern Plätzchen backt – etwas, das wir zu Hause erstaunlich selten schaffen. Neben dem Schulalltag lernen wir andere Eltern kennen und genießen endlich wieder Gespräche mit Erwachsenen. Unser kleines Apartment in Viña del Mar – nur ein Schlafzimmer, aber direkt am Strand – wird schnell zu einem gemütlichen Zuhause. Morgens fährt meist ein freundlicher Uber die Kinder zur Schule, mittags kommen sie mit dem Bus zurück.

    Die Menschen hier erleben wir durchweg als offen und herzlich. Nicht ganz so überschwänglich wie in Mexiko, aber interessiert und neugierig. Internationale Besucher scheinen eher selten, und oft werden wir gefragt, warum wir gerade hier sind. Gleichzeitig stößt man überall auf deutsche Einflüsse: Weihnachtsstollen, „Feine Tropfen in Nuss“, Adventskalender aus Osnabrück, Straßennamen – und nicht zuletzt Präsidentschaftskandidaten mit Namen wie Kaiser, Kast und Mattei. Vielleicht liegt es an diesem Erbe, dass wir die Mode hier als etwas … bodenständiger wahrnehmen. Oder es ist einfach der Kontrast zu Mexiko, wo alles farbenfroher wirkt.

    Langeweile kommt nicht auf: Wir gehen an den Strand, wo Felix begeistert „Beachglas“ sammelt. Er testet sogar Taekwondo, während Carla kurzerhand auf einen Kindergeburtstag eingeladen wird. Felix trifft sich mit seinen neuen Freunden: Felix (spricht Deutsch, liebt Fußball) und Juanluis (liebt auch Fußball). In der kinderfreien Vormittagszeit schaffen wir es ein paar Mal joggen zu gehen – barfuß im Sand, mit Meerblick.

    Und dann passiert noch etwas Unerwartetes: Ich habe wieder ein funktionierendes Handy. Mein altes war in Mexiko im See verschwunden. Erst jetzt merken wir, wie wichtig ein funktionierendes Telefon auf Reisen ist – und wie nervenaufreibend es ist, bis alle Apps, Bankzugänge und Konten wieder laufen. Bonus-Erkenntnis: 2-Faktor-Authentifizierung ist unterwegs ein echter Endgegner.

    Ein weniger schöner Moment: Aus dem Bus beobachten Felix und ich, wie einer Frau ihr Handy durch das offene Taxi­fenster gestohlen wird. Die Kinder sprechen noch lange darüber. Ironischerweise gilt Chile eigentlich als sehr sicheres Reiseland – ein Eindruck, den wir trotz dieses Vorfalls weiterhin teilen.

    Insgesamt haben wir uns in Viña schnell eingelebt und es fällt uns schwer wieder in den Reisemodus zurückzukehren.
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  • Valle del Elqui

    December 2, 2025 in Chile ⋅ ☀️ 15 °C

    Von Viña del Mar aus gibt es in der "kleinen Norden" Chiles, also etwa halben Weg zur Nordspitze. In der Gegend von La Serena geht es weg von der Küste in das Valle del Elqui. Wie immer in Chile ist es vom Meer bis in die Berge nicht weit und wir verbringen ein paar schöne Tage , in denen wir uns sehr weit weg von der Zivilisation fühlen. Wir wandern, reiten und schwimmen im Bach. Und auf dem Rückweg besuchen wir die älteste Pisco-Brennerei Chiles.

    Als besonderer Höhepunkt kam am 6.12. natürlich auch der Nikolaus
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  • Parque Nacional Pingüinos de Humboldt

    December 7, 2025 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    Und ebenfalls von La Serena aus, machten wir 2 Ausflüge zum Nationalpark der Humboldt-Pinguine. Das sind die am nördlichsten lebenden Pinguine überhaupt und die Stars hier. Die Bühne teilen sie sich aber mit Kormoranen, Finn- und Pottwahlen, Delfinen, Albatrossen, Seelöwen und so weiter.

    Wir machen 2 Bootsausflüge zum Tiere beobachten - und das Entdecken fängt schon auf dem Weg an, wo wir zum ersten Mal Guanacos sehen (das ist eine große Lama-Art).

    Auch hier wieder ist alles sehr einsam aber genau dadurch auch sehr schön.
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  • Die Atacama

    December 10, 2025 in Chile ⋅ 🌙 19 °C

    Die trockenste Wüste der Welt reicht vom Meer bis an die Anden. Wir fahren mit einem Nachtbus und dann einem Mietwagen mitten ins Herz hinein, nach San Pedro de Atacama.

    Und wir sind begeistert von so vielen unterschiedlichen Landschaften und Dingen zu sehen. Leider haben wir den Flug schon gebucht und haben nur 5 Tage Zeit. Wir wären gerne noch länger geblieben, denn wir haben zwar das Mars-Tal, Salzseen, Flamingos, Schluchten und Wasserfälle, 6000m Höhe Vulkane, riesige Kakteen, tote und lebendige Landschaften, und natürlich so viele Sterne wie noch nie gesehen, aber wir hätten auch noch Geysire anschauen, die Vulkane besteigen, in den Salzseen schwimmen und vieles mehr tun können.Read more

  • Patagonien

    December 18, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 9 °C

    Erst wollten wir gar nicht unbedingt nach Patagonien. Zu weit weg, zu teuer und kann man mit Kindern überhaupt so trekken, dass man Patagonien auch genießen kann? Aber dann nahm doch das FOMO, das "jetzt sind wir einmal an diesem Ende der Welt" Gefühl überhand und außerdem zeigten sich die Kinder begeistert von der Idee 3 Tage mit der Fähre durch die anders nicht zugänglichen Fjorde zu fahren. Also beschlossen wir, doch ein Stück des Reisebudgets zu investieren und ganz in den Süden zu fahren.

    Beziehungsweise - ganz so einfach war das nicht, wir waren ja im Norden in San Pedro. Bis Puerto Natales war es also 1 1/2 Stunden Mietwagen, dann 2 1/2 Stunden Flug bis Concepcion. Von dort noch 9 Stunden Bis weiter nach Süden bis Puerto Montt und dann nach einer kurzen Nacht nochmal gut 2h Flug. Chile ist echt verdammt lang.

    Und unterschiedlich. Vom extrem trockenen Norden kommend würden wir traditionell patagonisch empfangen mit kaltem Regen, den einen ein stürmischer Westwind ins Gesicht weht. Der Wind blieb dann auch die nächsten Tage, der Regen zum Glück nicht.

    Und so konnten wir vor allem den Nationalpark Torres del Paine erkunden, auf mehreren Tagestouren fuhren wir in die Gebiete vor den ganz hohen Bergen, wo Gletscherseen und der Blick auf die Torres oder die Cuernos ein echtes Erlebnis sind.

    Da wir nicht im Park selber geschlafen haben, sondern in der Stadt (haben halt nicht 1 Jahr vorher gebucht, zum Zelten war es selbst uns hier zu kalt, und im Lotto haben wir auch nicht gewonnen), war das dann jedes Mal eine ordentliche Fahrt. Die war zum Glück aber meist spektakulär. Zum einen dank der Landschaft und zum anderen, weil es, wie Felix sagte, eine kostenlose Safari war. Mal stoppten wir, weil die Straße von einer Schafherde mitsamt Gauchos auf Pferden und Schäferhunden blockiert war. Mal gab es Herden von Pferden, Kühen, der Schafen am Straßenrand. Und natürlich vor allem ganz viele Guanacos (eine Art Lamas), Nandus (südamerikanische Version des Strauß), ein Gürteltier, und Greifvögel mit als Stars den Caracaras und natürlich dem Kondor. Der unumstrittene Höhepunkt war aber ein lange ersehnter Puma, der einfach so auf der Straße stand und ganz entspannt wenige Meter vor uns im Gebüsch verschwand.

    Einen Kontrast zum Wandern habe ich mit den Kindern nicht erlegt, wahren Barbara einen Tag auf Erwachsenen-Wamderm durfte: eine Jineteada. Das ist eine sehr patagonische Mischung aus Pferde-Einreiten, Rodeo und Dorffest. Es war sehr beeindruckend, die Kraft der Pferde aus der Nähe zu sehen, die versuchten, ihre Reiter abzuwerfen. Und auch toll, ein wenig an der Kultur zu schnuppern. Mitsamt Cordero (Lamm) direkt am Stück über dem Feuer gegrillt, Jungbullen reiten und Lasso-Wettbewerb.

    Das patagonische Wetter hatte dann noch ein Geschenk für uns, nämlich eine viertägige Verlängerung. Eigentlich wollten wir ja am 22.12. auf das Boot gehen, um dort Weihnachten zu feiern. So durften wir nochmal umplanen und spontan etwas Neues für Weihnachten finden. Nicht so einfach, wenn alles teuer und ausgebucht ist, aber wir haben - Cliffhanger - eine Lösung gefunden, die besser war als verhofft.
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  • Weihnachten in Argentinien

    December 22, 2025 in Argentina ⋅ 🌬 10 °C

    Wir hatten also kurzfristig 4 Tage in Patagonien gewonnen, weil unser Schiff zurück in den Norden (bzw in den sogenannten kleinen Süden) entsprechend Verspätung hatte. Nicht nur das, in diese Tage fiel auch Weihnachten, was natürlich dem Druck erhöhte, etwas nettes zu finden. Und ehrlich gesagt, so grandios die Landschaft hier unten ist, so wenig schick sind die Unterkünfte. Die Airbnb sind zwischen sehr einfach und Bruchbude, die Hotels fahren erst bei ultrateuer an. Schwierig also.

    Die goldene Lösung war im Endeffekt der Besuch auf einer sehr einfachen Estancia (Art Bauernhof), mit Holzöfen, nur manchmal fließendem Wasser, aber dafür mit grandioser Weitsicht, Einsamkeit und vor allem Tieren. Diese hatte Barbara in der Nähe des Luftlinie nur knapp 150km entfernten El Calafate in Argentinien gefunden.

    Nach El Calafate lockt ansonsten ein Tagesausflug zum Perito Moreno Gletscher. Dieser überrascht zuerst einmal mit Menschenmassen und entsprechender Infrastruktur ist aber schon sehr interessant. Nicht, dass wir nicht schon in Kanada und Island den ein oder anderen Gletscher gesehen hätten, dieser fließt aber mit etwa 2m pro Tag besonders schnell und daher brechen andauernd kleinere und größere Stücke ab. Das zu beobachten ist ein ganz besonderes Erlebnis. Allerdings eines, das sich leider nur sehr schwer auf Kamera festhalten lässt, weil die Abbrüche immer genau dann passieren, wenn man nicht darauf gefasst ist.

    Für die Kinder war das wichtigste dort aber nicht der Gletscher sondern ein Lämmchen, dass die Mitarbeiter der Estancia gefunden hatten und jetzt mit der Flasche aufzogen. Es wurde jeden Tag hingebungsvoll gefüttert, getragen, gestreichelt und am Ende bekam es sogar einen Namen von uns (und damit die Versicherung, nicht geschlachtet zu werden). Erst war Luji hoch im Kurs, am Ende wurde es aber Carla II.
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  • Mit den Schiff zurück nach Norden

    December 27, 2025 in Chile ⋅ 🌬 13 °C

    Und dann ist das doch der Abend gekommen, ab dem wir an Bord der Esperanza gehen dürfen, die uns ungefähr 2000km next Norden bis Puerto Montt bringt. Aber zunächst entlässt und Südpatagonien noch einmal mit so richtig eisigem Wind. Vor allem Barbara und die Kinder frieren richtig durch während ich den Mietwagen zurück bringe und Essen besorge.

    Es dauert bis fast 10:00 Abend bis wir an Bord sind und die gemütliche 4er-Kabine bezogen ist. Daher werden wir nur noch einen kurzen Blick vom Schiff auf die Stadt und gehen bald auch schlafen.

    Am nächsten Morgen als wir aufwachen haben wir bereits abgelegt. Die Stadt ist zwar noch zu sehen, aber aber so langsam nehmen wir Fahrt auf. Nach einem kurzen Schlenker, der uns den vermutlich südlichsten Punkt der ganzen Weltreise bringt, biegen wir durch mal engere, mal weitere Fjorde und zwischen vielen Inseln hindurch nach Norden ab. Leider ist das Wetter so, dass man nie lange draußen bleiben kann. Und so wechseln wir Lesen, Malen, Kaffee und Tee trinken und natürlich dem 3 Mahlzeiten ab mit gelegentlichem Bestaunen der langsam vorbei ziehenden Landschaft. Teilweise sind die Berge so nahe, dass man sich fragt, wie das Schiff noch hindurch passen kann.

    Nebenher bleibt auch viel Zeit, die anderen Passagiere kennen zu lernen. Insgesamt sind wir etwas 70 Menschen aus mindestens 10 verschiedenen Ländern, in allen Altersklassen und mit ganz verschiedenen Reisen. Wir lernen zum Beispiel kennen:
    - 2 deutsche Weltreisende Ende 20
    - einen New Yorker Matheprofessor und seine taiwanesisch-amerikanische Frau
    - einen französischen Maler, der mit seiner argentinischen Frau in Michigan lebt und vor der Rente CEO von Renault in Südamerika war

    So gehen die 3 Tage ereignisarm , aber trotzdem interessant und schön vorbei. Die Kinder genießen es sehr, dass sie sich schnell auf dem Schiff auskennen (und jeden kennen) und ein paar Highlights gibt es ja doch: Am zweiten Tag halten wir für 2 Stunden bei Puerto Eden, dem einzigen (!) Ort entlang des gesamten Reise, Carla hat große Auftritte beim Karaoke-Abend und wir dürfen die Brücke und den Kapitän besuchen.

    Und dann, als wir am Vormittag des 4. Tages in die Bucht von Puerto Montt einlaufen, und sich gerade etwas melancholische Stimmung breit macht, taucht doch noch ein Delfin direkt neben dem Schiff auf. Es ist nur ein kurzer Auftritt, aber (zusammen mit den vielen Seelöwen auf de Bojen im Hafen) sorgt er für einen fröhlichen und positiven Abschluss einer ganz besonderen Etappe unserer Weitreise.
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  • Chiloe

    December 31, 2025 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    Zuerst Mal Begriffe klären: Chiloe ist eine Insel vor Chile, die Bewohner sind Chiloten (und damit auch Chilenen) und was macht man auf der Insel: chillen.

    Nach 3 Tagen Wind, Regen und Nebel änderte sich das Wetter jetzt und wir wurden mit Sonne empfangen. Unsere kleine Cabaña lag herrlich alleine auf einer großen Wiese mit Kühen als Nachbarn und einem eigenen Zugang zum Strand. Hier fühlten wir uns sofort richtig Zuhause.

    Auch ansonsten war die Insel einfach nur entspannt. Es gab einige kleine Städtchen, grüne Hügel, Kühe und sonst gar nicht so viele Sehenswürdigkeiten. Aber grade deshalb konnten wir die Zeit sehr genießen. Zuhause grillen wir ausgiebig, starteten Fußballturniere oder spielten Schach.

    Im 30min entfernt gelegenen Ancud kauften wir sehr frische und sehr günstige Meeresfrüchte und Fisch, Obst und Gemüse kam von der Fruteria. Und so kamen wir in gut einer Woche gerade einmal auf 2 echte Ausflüge.

    Der erste ging zu Inselchen auf denen man Humboldt- und Magellan Pinguine beobachten konnte, der andere die Küste runter in die Städtchen Quemchi und Dalcahue. Auch diese strahlten die gleiche chilotische Entspanntheit aus.

    Einziger Nachteil dieser wahnsinnig erholsamen Woche waren die Coliguachas - große schwarz-rote Bremsen, die stechen können, die aber vor allem um einen herum fliegen und nerven.

    Ansonsten war erwähnenswert, dass wir hier Silvester gefeiert haben - nach deutscher Zeit und kurz danach ins Bett 😂
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  • Seen und Flüsse

    January 9 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    Von Chiloe geht es wieder aufs Festland (den Kontinent, wie man hier sagt) und zwar in die Regionen Los Lagos und Los Rios. Diese wurden erst viel später - ab 1850 - besiedelt,.und zwar von eigens dafür angeworbenen deutschen Siedlern. Vor allem rund um den Lago Llanquihue kann man dieses Erbe noch gut erkennen. Es gibt Fachwerkhäuser, Würstchen und noch mehr Kuchen und Strudel als im Rest des Landes. Zur deutschen Kulisse trägt auch die Natur bei. Mit grünen Wäldern und Wiesen könnte man sich in Deutschland fühlen, würde man nicht im Hintergrund die Anden und vor allem die Bilderbuch-Vulkane Osorno und Villarica sehen (die wir natürlich bestiegen haben).

    Deutsch sprechen tut allerdings im Alltag niemand mehr und so ergibt sich eine Mischung aus chilenischer Kultur vor deutscher Kulisse. Für die Chilenen ist die Gegend im Sommer -also jetzt im Januar und Februar - eine wichtige Urlaubsregion. Überall gibt es Strände am See, Campingplätze, Grillrestaurants etc.

    Wir machen Stops am Ostende des Lago Llanquihue, wo wir auf den sandigen Hängen des Osorno wandern und einen Tag am See verbringen. In Puerto Octay, wo wir das schönste Haus von ganz Chile haben, und Freundschaft mit dem Golden Retriever der Nachbarn schließen und Pucón, der selbsternannten "Capital de la Aventura". In Pucon haben wir eine Cabana bei Gina und ihrer Familie. Die Cabana selber ist leider gar nicht so schön wie erhofft, aber dafür ist die Familie super nett, Fahrt uns überall hin und am Ende grillen wir abends zusammen.

    Leider können wir in Pucón nicht raften wie geplant, weil das erst ab 8 erlaubt ist, aber dafür erlauben uns Barbara und ich je einen Tag Action alleine. Ich gehe Downhill-Mountainbiken und Barbara steigt zum Gipfel des Villarica-Vulkans.

    Ein paar ganz besondere Tage haben wir dann noch im Nationalpark Huerquehue, wo wir eine Sehr urtümliche Cabaña mitten im Wald mieten. Zur Hütte gehört ein Kanu mit dem wir auf dem wunderschönen Bergsee fahren. Wir schwimmen viel und wandern auch ein wenig im ursprünglichen, beeindruckenden Wald. Herrlich. Leider sind die Nächte weniger toll. In der ersten Nacht stürzt Carla kopfüber aus dem Hochbett und zieht sich eine Gehirnerschütterung zu, und in der zweiten Nacht werden Zeige eines Termiten-Hochzeitsevents. Innerhalb kurzer Zeit fliegen und laufen tausende Termiten durch die Hütte, Paaren sich und sterben dann den Rest der Nacht über. An Schlaf ist wieder kaum zu denken.

    Zum Abschluss haben wir dann noch einen entspannten Tag im trubeligen Städtchen Pucón, mit See-Strand und einem Fußballfeld auf dem Felix seine ersten Argentinier herausfordert. Dann setzen wir uns in den leider etwas in die Jahre gekommenen Nachtbus nach Santiago für die letzte Etappe unserer Zeit in Chile.
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  • Santiago und nochmal Viña del Mar

    January 25 in Chile ⋅ ☁️ 21 °C

    Und ganz zum Abschluss unserer langen Zeit in Chile sehen wir dann auch endlich die Stadt in der mehr als 1/3 aller Chilenen Leben - Santiago.

    Auf dem Weg dorthin müssen wir aber noch einen Stopp machen, und zwar da fahren wir nochmal für einen Tag nach Viña del Mar. For treffen wir Freunde aus der Zeit am Colegio Aleman wieder, verbringen einen Tag am Strand mit erzählen und in netter Gesellschaft.

    Santiago kommt uns dann irgendwie gar nicht mehr wie Chile vor. Es ist groß, modern, sauber und ich finde es wenig spektakulär. Einen Tag v verbringen wir im sehr spannenden Museo Interactive - einem Wissenschaftsmuseum, in dem Experimente zu Optik, Aerodynamik oder Elektrizität zum Mitmachen einladen. Und am zweiten und damit letzten Tag schauen wir uns die wirklich riesige Stadt noch einmal an. Wir laufen rum und fahren mit einer Standseilbahn auf einen der Hügel der Stadt.

    Und dann ist der Zeitpunkt gekommen, nach 2,5 Monaten uns von Chile zu verabschieden. Wir haben die Zeit hier genossen. Die Vielseitigkeit der Landschaften, gute Infrastruktur und freundliche Menschen machen Chile zu einem super Reiseland. Auch nach über 2 Monaten hätten wir noch Ideen gehabt, mehr Zeit im Land zu verbringen und insgesamt ist das Land auch außerhalb des bekannten Zieles Patagonien eine Reise wert.
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    Trip end
    January 26, 2026