• Amaterasu und Radeln

    July 23, 2025 in Japan ⋅ ⛅ 24 °C

    Tag 2:
    Heute Früh ging es mit Mietfahrrädern zum Amanoiwato-Schrein und der dahinter liegenden Amanoyasukawara-Höhle. Das große Schreingelände ist gut gepflegt und direkt an der Takachiho-Schlucht gelegen. Priesterinnen verkaufen Amulette, Mönche gehen ihrem Tagwerk nach. Ca. 10 Minuten fußläufig hinter dem Schreingelände beginnt der Weg zur Amanoyasukawara-Höhle, die in einer mystischen Umgebung in der Takachiho-Schlucht einen kleinen Schrein beherbergt.
    Der Sage nach versteckte sich die Shintō-Sonnengöttin Amaterasu in dieser Höhle vor ihrem barbarischen jüngeren Bruder Susanoo. Dies stürzte die Welt und den Himmel in Dunkelheit, was die anderen Götter beunruhigte.
    Sie versammelten sich in einer nahegelegenen, anderen Höhle (Amanoyasukawara-Höhle), um zu besprechen, wie sie Amaterasu herauslocken könnten. Eine der Göttinnen führte daraufhin einen provokativen Tanz auf (?), der die anderen zum Lachen brachte. Amaterasu, neugierig auf das Gelächter, kam aus der Höhle hervor und brachte das Licht mit sich.
    Man kann also sagen, Humor hat die Welt gerettet!

    Takachiho mit dem Rad zu erkunden ist überaus lohnenswert, vor allem wohl in der Off-Season, da wir so gut wie keinen Touristen, nicht mal vielen Autos begegneten. Unsere Radtour führte uns nach Amaterasus Höhle über Südosten um die Stadt herum, durch Reisfeldterrassen, Tunnel, über viele, sehr hohe Brücken und wunderschöne verwunschene Waldstücke, mit kleinen und größeren Tempeln, mal gut in Schuss, mal verfallen.
    Es lohnt sich, hier einen Tag mehr zu verbringen!
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