• Da Lat - Hochland von Vietnam

    Jan 25–26 in Vietnam ⋅ 🌙 15 °C

    Nach unserer 12h Nachtbusfahrt sieht es hier wieder komplett anders aus. Kältere Temperaturen, viel Grün, Kaffee und Berge, und tolle Cafés und Natur. Unser Homestay liegt abseits von Zentrum und wir haben direkt aus dem riesigen Fenster in unserem Zimmer einen mega Ausblick ins Grüne. Touristen sind in Da Lat und bei unserem Homestay auch gar nicht - nur aus Asien viele. Europäer sind hier eher noch Exoten und werden auch dementsprechend begutachtet 😅 wir starten die Zeit hier ruhig in einem abgelegenen Café mit Aussicht auf Kaffee und holen hier auch mal wieder mit unseren Tagebüchern auf. Hier ist es so ruhig und entspannt - perfekt zum einfach dasitzen. Das Zentrum von Da Lat ist tags nicht so besonders, aber abends gibt es einen tollen Night Market wo es allerhand leckeres Streetfood gibt. Wir wollen mal wieder alles probieren und so gibt es Banh Mi, Skewers mit Shrimps, Hirsch, Oktopus und Erdbeeren und warme Sojamilch aus den umliegenden Bergen. Wir sitzen lange beim Stand einer lokalen Familie und genießen das Treiben und das Sitzen auf den typischen Miniatur-Plastikstühlen. Am nächsten Tag brechen wir nach einem weiteren Kaffee auf ins Zen Kloster Truc Lam, das in außergewöhnlich schöner Lage über dem Truc Lam See thront. Sobald man eintritt betritt man eine eigene spirituelle Welt, es ist unglaublich schön angelegt. Riesige Bonsais und Blumen zieren die weitläufige Anlage, Räucherstäbchen brennen vor sich hin und man schaltet automatisch einen Gang runter. Was für ein friedvoller Ort. Wir sehen einen Mönch mit einem Europäer laufen und sprechen die beiden an. Wir möchten gerne an einer der Meditationen teilnehmen. Leider gibt es heute für Frauen keine, da momentan niemand da ist der Englisch spricht und uns in die Geheimnisse des Zen Buddhismus einweihen könnte. Doch der Europäer, der sich als Franzose entpuppt lädt uns auf ein paar Tee und Gespräche ein. Er hat hier 5 Jahre gelebt, spricht fließend vietnamesisch und kennt die Mönche gut. Das Kloster nimmt jeden auf, der Interesse hat die Praktiken zu erlernen. Für Stunden, Tage, Monate, oder auch Jahre. Man kann umsonst wohnen, muss sich aber natürlich an den Ablauf halten der um 03 Uhr morgens mit 2h Meditation beginnt. Wir machen dann nur 30 min und das fällt schon schwer. Wir bekommen die traditionelle Klosterkleidung, werden in einen Raum geleitet und nach einer kurzen Einweisung verharren wir in absoluter Stille. Zen-Meditation ist das Herzstück des Zen-Buddhismus, das durch aufrechtes Sitzen, bewusste Atmung und geistige Präsenz im gegenwärtigen Augenblick zur Erleuchtung (Satori) führen soll. Praktizierende sitzen auf einem Kissen (Zafu) in Positionen wie dem Lotus, beobachten den Atem und lassen Gedanken vorüberziehen. Es dient der Geistesruhe und Stressreduktion und muss wie ein Muskel immer trainiert werden. Jeder kann der Meister seiner Gedanken werden. Eine sehr interessante und tiefgehende Erfahrung, die uns viel zum Nachdenken mitgibt. Nach diesem besonderen Nachmittag verbringen wir den Sonnenuntergang bei einem Dinner am See, bevor es schon wieder heißt - Nachtbus. Diesmal nach Ho Chi Minh. Es geht wieder ziemlich chaotisch zu, der Bus ist super unbequem, wir schlafen keine Sekunde und kommen völlig fertig um 05 in Ho Chi Minh an. Um diese Zeit ist hier schon richtig was los, Essen brutzelt in den Streetfood Ständen. Vietnam erwacht früh - viele sind um 05 schon unterwegs und spätestens ab 06 kann man überall frühstücken und frische Suppen und andere Spezialitäten auf den Straßen kaufen. Wir müssen dann noch weiter zum Flughafen denn es geht nach Phu Quoc - einer Insel, wo wir endlich ein bisschen entspannen und das Strandleben genießen können 🥥🌴Read more