Phnom Penh: S21 & Killing Fields ☠️
6 Şubat, Kamboçya ⋅ ⛅ 29 °C
Heute ging es schon um 08 mit dem Tuc Tuc los, um mich mit meinen dutch Freunden Rick & Lotte zu treffen, die zufällig auch heute in der Stadt sind 😍 wir machen uns auf zu einem bedrückenden Tag voller schwarzer Geschichte, der jedoch unvermeidlich ist wenn man das Land und die Leute verstehen möchte. Wir tauchen ein in die Schreckensherrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1979 unter Anführer Pol Pot. Zuerst besuchen wir das S21 Gefängnis im Herzen von Phnom Penh. Ein paar Hintergrundinfos zum Verständnis: Nachdem auch Kambodscha stark von den US Bomben während des Vietnamkriegs und einem eigenen Bürgerkrieg betroffen war und am Boden lag, versprachen die Roten Khmer dem Volk Gleichheit für alle und das Ende von Korruption. Die Bevölkerung schöpfte wieder Hoffnung, doch das war leider eine Illusion. Die Städte wurden innerhalb von wenigen Tagen zwangsgeräumt, die gesamte Bevölkerung zu gnadenloser Zwangsarbeit auf dem Land verdonnert. Intellektuelle, Gebildete, Mönche, Ärzte wurden gezielt verfolgt. Ziel war ein kommunistischer Bauernstaat, Klassengleichheit und die Abschaffung von Besitz, Religion, Kunst, Musik und allem westlichen Einfluss - ein gesellschaftlicher Neuanfang bei 0. Und hier kommt das S21 ins Spiel - das größte Folterzentrum und Gefängnis der roten Khmer. Dort wurde alles genau dokumentiert, Geständnisse durch Folter erzwungen und die Insassen danach auf den Killing Fields getötet. Von 14.000 Gefangenen überlebten nur 12. Der Genozid in Kambodscha ist einer der best dokumentierten der Welt, da die roten Khmer alles akribisch auflisteten und Fotos anfertigen. Wenn man durch die original erhaltenen Räume geht, überkommt einen ein beklemmendes Gefühl von Horror und Unbehagen. Die Betten stehen noch in den Zellen, es riecht moderig und selbst Blutspritzer sind noch an den Wänden zu sehen. Ein extrem grausames Kapitel der kambodschanischen Vergangenheit. In S21 durften jedoch keine Insassen getötet werden - dafür gab es die Killing Fields (Massengräber) außerhalb der Stadt, wo jeden Tag LKWs ankamen, die Menschen sofort kniend hingerichtet und in die Gruben gestoßen wurden. Da Kugeln zu teuer waren geschah das mit einfachsten Bauernwerkzeugen wie Hacken und Äxten. Es gibt hunderte dieser Massengräber im Land, viele nie freigelegt, und der Regen bringt noch heute Knochen und Kleidung der Millionen Opfer an die Oberfläche. In der zentralen Gedenk-Stupa sind die Gebeine von 9000 Opfern aufbewahrt. Unglaublich, was sich hier zugetragen hat... Die roten Khmer haben innerhalb von nur 4 Jahren 3 Millionen Menschen umgebracht (durch Mord, Hunger oder Arbeit bis zum Tod), ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Es gab ca. 150 Gefängnisse und 300 Killing Fields in ganzen Land - heute haben wir nur die beiden wichtigsten und größten besucht. Menschen massakriert vom eigenen Volk... Von außen nur schwer zu begreifen. Die Stätten sind sehr würdig gestaltet, man darf nicht laut reden und muss seinen Körper bedecken. Insgesamt eine sehr interessante Aufbereitung, und jeder der dieses Land besucht sollte sich mit diesem Thema befassen auch wenn es nicht schön ist. Immerhin ist jeder Kambodschaner davon betroffen oder kennt jemanden, der gestorben ist. Beendet wurde die Schreckensherrschaft der roten Khmer am 07.01.1979 durch den Einmarsch vietnamesischer Truppen. Die Aufarbeitung erfolgte erst spät (2006!!) und die meisten Täter wurden nie verurteilt, sondern lebten wieder inmitten der Gesellschaft, oft sogar in den gleichen Dörfern der Leute die sie ermordet hatten. Die Folgen sind verheerend und bis heute spürbar: Generationsübergreifende Traumata, schwache staatliche Institutionen, schlechtes Bildungssystem, Verlust fast aller Fachkräfte und Gebildeter, zerstörte Infrastruktur...
Nach dem Besuch der Killing Fields kämpfen wir uns durch den mega Stau zurück in die Stadt und essen noch gemeinsam zu Abend bevor sich unsere Wege leider schon wieder trennen...Okumaya devam et
Auf dem Mekong 🛥️ nach Kambodscha🇰🇭
5 Şubat, Kamboçya ⋅ ☁️ 23 °C
Um 07 steige ich in Chau Doc aufs Boot und breche auf zu neuen Ufern... Eine ganze Horde alter Deutscher mit riesigen Koffern, Sandalen, Trekkingoutfits und Strohhüten ist auch am Start. Sehen aus wie Indiana Jones auf Expedition 😅 wir folgen ca. 1 Stunde dem Hau River, bevor wir ins breite Becken des Mekong einbiegen Richtung Grenze. Auf dem schmalen Hau River sieht man hier wunderbar das morgendliche Leben auf dem Fluss bei aufgehenden Sonne: Häuser auf Stelzen im Wasser, Fischer die die Netze auslegen, viele kleine Boote, Frauen die im Fluss waschen... Der breite Mekong ist dann eher von industrieller Schifffahrt mit großen Dämpfern geprägt. Ein tolles Erlebnis, auch für mich das erste Mal dass ich eine Grenze auf dem Boot passiere. Die Formalitäten gestalten sich simpel - einer der Bootsmänner sammelt alle Pässe + 37 Dollar Visa-Gebühren ein und holt die Stempel. Ich tausche direkt meine restlichen Dong gegen kambodschanische Riel ein. Wir halten zweimal: einmal in Vietnam zur Ausreise und einmal in Kambodscha zur Einreise. Einfach so ne Hütte am Fluss mit paar Grenzbeamten - einmal Visum bitte!😅 Es läuft alles reibungslos und so schippern wir noch ein paar Stunden auf dem Mekong, bis sich am Horizont die Skyline von Phnom Penh erhebt. Gegen 13 Uhr komme ich an in der brütenden 35 Grad Hitze der 2,5 Mio. Hauptstadt. Tolle Erfahrung, die Grenze mal im Boot zu passieren und aus diesem Blickwinkel auf die Stadt zuzufahren.🤩Zum Glück funktioniert hier auch Grab - und so hol ich mir ein 🛺 Tuk Tuk (hier gibt's leider keine Scooter Taxis mehr🥹) zum Hostel. Das Hostel ist ziemlich cool, hat nen Pool und alles was man sich so wünscht. Nach einer kurzen Chill Pause fahre ich ins Zentrum zum Essen. Der Verkehr ist ne Katastrophe, dass jetzt auch noch Tuk Tuks mitmischen ist da nicht unbedingt ein Vorteil 😅 ich probiere das Nationalgericht Amok, Fischcurry mit Kokosnuss im Bananenblatt gedämpft. Schmeckt richtig gut, mehr Thai Einflüsse!🤩Die Sprache/Schrift ist hier komplett anders und nennt sich Khmer, genauso wie die Einwohner. Bezahlt wird zu meiner Freude auch öfter mit Karte und ansonsten eine Mischung aus US Dollar und der lokalen Währung Riel. Die Menschen scheinen etwas zurückhaltender und ruhiger als in Vietnam, bin gespannt 🙂 Ich bin erschöpft von der Hitze und gönne mir ganz deutsch erstmal ein großes, kühles Angkor Bier 🍺 schmeckt! Danach laufe ich ein bisschen durchs Zentrum und am Fluss entlang - hier gibt es endlich mal breite Gehwege und Boulevards für Fußgänger, sodass man nicht dauernd mit dem Hauptverkehr laufen muss. Es ist auch nachts noch über 30 Grad warm und die Brühe läuft... Für das letzte Stück zum Hostel nehm ich ein Tuk Tuk und gönne mir erstmal ne kalte Dusche bevor es ins Bett geht.😌Okumaya devam et
Mekong-Delta: Chau Doc - Bye Vietnam🥲
4–5 Şub, Vietnam ⋅ ⛅ 28 °C
Nach einer 3-stündigen Busfahrt, die mir meine Homestay-Mutti ohne Vermittlungsprovision gemanaged hat, komme ich in Chau Doc an. Der letzte Tag in Vietnam bricht an 🥲 - ich befinde mich nun schon nahe der Grenze zu Kambodscha. Ich find es heute super heiß, und schaue mich ein bisschen im Zentrum um. Viel geboten ist hier nicht, es gibt eine Promenade am Fluss und kaum Touristen, weswegen ich des öfteren angesprochen werde 😆 mehr als "hello" können die meisten aber nicht. Zum Essen gönne ich mir heute die 1. Adresse der Stadt, das Victoria Hotel mit tollem Blick auf den Fluss. Ich esse eine lokale Mekong-Speise, karamellisierten Fisch aus dem Tontopf 🤤 danach noch ein letzter Kokos-Kaffee, ich denke nicht dass es das ab morgen noch gibt 🥹
Da ich Vietnam morgen verlasse, hier nochmal ein paar Eindrücke und Gedanken zu meinen letzten 4 Wochen:
- Ich bin über 2.500km von den wilden Bergen im Norden bis zum Mekong-Delta im Süden gereist
- Ich habe unzählige Banh Mis, Kaffees und leckeres Essen verdrückt
- Ich habe Vietnam in seiner ganzen kulturellen Vielfalt erlebt: vom landschaftlich beeindruckenden, kühlen und konservativen Norden über den historisch bedeutsamen zentralen Landesteil bis hin zum vibrierenden, heißen und modernen Süden
- Fortbewegung auf Fähren, Rollern, Bussen, Booten, Fahrrad und Flugzeug
- Ich habe die unglaublich netten Vietnamesen lieb gewonnen: direkt, fleißig, ehrlich, resistent und immer offen und herzlich für Besucher ohne dabei aufdringlich zu sein. Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass mich hier einer bescheißen möchte wie so oft in vielen anderen Ländern. Und: die Frauen haben meist das Sagen und einen sehr unternehmerischen Geist 😆 Boss Ladys!❤️
- Das Land der Roller... Das Leben spielt sich mit und auf Rollern ab. Transport, Handel, Einkaufen oder als Platz für einen Nap... Alles wird damit und darauf erledigt. Es gibt 80 Mio. Roller auf 100 Mio. Menschen 😅🛴🛵
- Der Verkehr ist verrückt, aber alle sind ruhig und rückssichtsvoll. Ich habe nicht einen aufgebrachten oder wütenden Menschen in 4 Wochen gesehen.
- Street-Food ist King... Man kann hier überall bedenkenlos auf den Straßen schlemmen und alles probieren was man möchte. Ich hatte nie ein Problem.
- Ich habe nie Obdachlose, Junkies etc. gesehen. Es gibt zwar viele simple und in unseren Augen vielleicht sinnlose Jobs, doch es scheint, dass die allermeisten damit in der Gesellschaft integriert sind und sich ihr Auskommen verdienen können.
- Englisch ist nicht überall sehr verbreitet, doch die Vietnamesen (auch die alten) sind Profis in Übersetzungs-Apps, und WLAN und Lademöglichkeiten gibt es sogar in den kleinsten Garküchen und Orten immer umsonst
- Budget-friendly: obwohl der Tourismus hier manchmal schon zu sehr angekommen ist, bekommt man sehr viel für sein Geld. (Privatzimmer 7-15€, Banh Mi 1€, Hostel-Dorm 4-12€, frischer Saft oder Bier 1€, Essen im Restaurant: ca. 3-4€, Grab Roller Taxi: ca. 0,90€ für 15min Strecke)
- Und zu guter Letzt: Sicherheit! Ein riesiges Plus... Man kann sich ohne viel nachzudenken sicher fortbewegen zu jeder Zeit und überall. Eine Sache, die ich sehr schätze.🙌
Cảm ơn Vietnam!❤️❤️❤️Okumaya devam et
Mekong Delta - Can Tho
2–4 Şub, Vietnam ⋅ ⛅ 31 °C
Ich mach mich auf zur letzten Station in Vietnam - ins Mekong Delta, einem unübersichtlichen Gewirr aus Flussarmen rund um den Mekong, auch genannt die "Reiskammer Vietnams". Über 50% des Reis kommt von hier und auch viele andere Produkte wie Fisch und Obst. Geprägt ist das Leben hier von der feuchten Hitze, dem Fluss und dem Handel mit Booten. Mein erster Stop ist Can Tho - die größte Stadt im Delta. Ich hab mir ehrlich gesagt nicht viel davon erwartet, da das jetzt nicht unbedingt ein must-do ist. Die meisten Leute kommen hier nur im Rahmen eines Tagesausflugs von Saigon oder gar nicht her. Und genau da liegt wohl der Charme der Stadt. Sehr authentisch, wenig touristisch und mit einem sehr ruhigen, tollen vibe am Can Tho Fluss, einem Nebenarm des Mekong. Ich wohne bei einer total netten alten Dame, die ein paar Zimmer vermietet. Wir unterhalten uns mit Übersetzer (Englisch ist gefühlt wieder 0 hier) und sie organisiert mir direkt ein Boot zu den schwimmenden Märkten von Cai Rang zum unschlagbaren Preis von 5€🤩😅 Morgens um 5 geht es los, denn früh ist es am schönsten, bevor die Ausflügler kommen. Schlafen ist hier eh nicht länger möglich, um 04:30 haben die Nachbarn schon die Karaoke Musik an und reden ununterbrochen - wir wissen ja, das Leben beginnt früh in Vietnam. 😅Der Markt ist sicher nur noch ein Bruchteil von dem was er früher mal war, und die Boote haben sich auch schon auf die Touristen eingestellt und verkaufen Kaffee und Suppen. Trotzdem finde ich es interessant zu sehen, wie die Menschen hier auf dem Wasser leben und genieße die Bootsfahrt auf dem Fluss. Nachmittags lasse ich mich durch die Straßen treiben, voller Streetfood-Stände und Leben. Was mich immer wieder fasziniert an Vietnam ist die Sicherheit im ganzen Land. Man kann hier überall so entspannt rum laufen, egal zu welcher Uhrzeit und egal wo. Die Leute sind ruhig und freundlich, aber nie aufdringlich und so ist es ein wirklich entspanntes Reiseerlebnis hier. Fühlt sich vor allem nachts viel sicherer an als in deutschen Städten auf jeden Fall 🙌 abends geht es hier richtig quirlig zu, ich sehe mir das Treiben bei einem frischen Saft an und probiere mich durch die Stände auf dem Night Market. Ich find's toll hier und das Essen ist super günstig 🙌🤩 natürlich auch cool nur noch in kurzen Sachen rumzulaufen, nachts hat es noch angenehme 23 Grad. Tourismus-Studenten von der gleichen Uni in Saigon haben mich heute 4x angesprochen wegen einer Umfrage zu den schwimmenden Märkten - hab ich natürlich mitgemacht und danach kamen sie immer wieder und haben sich dann entschuldigt, weil es schon wieder ich war😆 zu wenige Touris hier wohl haha.Okumaya devam et
Letzter Tag in Saigon + Cu Chi Tunnels
2 Şubat, Vietnam ⋅ ⛅ 33 °C
Nachdem Dajanis abgereist ist, mache ich mir einen entspannten Vormittag und esse mein Banh Mi wieder alleine 😆 es ist super heiß, die Sonne brennt, doch ich will mir noch ein bisschen das Zentrum ansehen und mach spontan bei einer Walking Tour mit. Ich erfahre noch mal viel geschichtliches: die komplette Kanalisation und Straßen wurden von den Franzosen angelegt, und am Ufer betrieben die Kolonialisten ein Monopol mit Opiumhandel. Durch Opium war die Kolonie finanziell unabhängig und kontrollierte die lokale Bevölkerung - wohingegen es in Frankreich strikt verboten war. Klassische Doppelmoral. Im Zentrum von Saigon sieht man die durch den Krieg bekannt gewordenen Gebäude: das Rex Hotel, wo die USA während des Krieges die täglichen Pressekonferenzen hielt und viele Journalisten jahrelang wohnten. Und das Hotel Continental wurde während des Krieges ebenfalls berühmt als, als Stützpunkt der Journalisten, das Sprachrohr in die Welt. Auch die bekannte Radioshow, die täglich mit "Good Morning Vietnam" begann, wurde von hier ausgestrahlt. Der Vietnamkrieg war dahingehend besonders, dass er seinen Weg als erster in dieser Form in die Wohnzimmer der Welt fand durch die fortgeschrittene Technik und Arbeit der Journalisten vor Ort.
Hier im Zentrum fand auch die chaotische Evakuierung tausender Us-Bürger von den Dächern der Stadt statt, als klar wurde dass der Krieg verloren war. Tausende Vietnamesen, die für die Amis gearbeitet haben wurden dabei zurück gelassen. Sie verließen das Land aus Angst in Scharen auf gefährlichen Überfahrten in Booten und wurden bekannt als die "boat people". Sie kamen vor allem in Kalifornien an und formten dort eine der größten vietnamesischen Gemeinden außerhalb des Landes. Und dann steht noch ein geschichtlicher Besuch an. Der Besuch der Cu Chi Tunnels - einem Tunnelsystem außerhalb von Saigon, dass die Vietcong während des Krieges nutzten. Die Tunnel sind einer der Hauptgründe, warum die USA die Vietcong nie final besiegen konnte, sie bewegten sich lautlos und unterirdisch. An sich interessant aber total kommerzialisiert und viel zu voll. Ein paar Infos zu den Tunneln: sie wurden über 3 Ebenen bis zu 10 Meter tief gebaut, Bambus diente als Rohr für Sauerstoff, sie dienten als Verstecke, Wohnräume, Lazarette, Waffenlager und Nachschubrouten. Durch mehrere Ebenen, Tarnung, Fallen und enge Bauweise boten sie Schutz vor US-Truppen und Luftangriffen. Die Tunnel ermöglichten dem Vietcong, nahe der Stadt zu operieren und dennoch unsichtbar zu bleiben. Ernährt haben sich die Vietcong nur von Maniok, denn die Fische in den Flüssen waren von Agent Orange kontaminiert und die Reisfelder zerbombt. Ein Leben der Extreme geprägt durch Mangelernährung, Hitze in den Tunneln, Insekten, Sauerstoffmangel, ständige Bedrohung... Und trotzdem hielten die Vietcong getrieben von ihrer Ideologie dieses Leben jahrelang aus. Viele fanden in den Tunneln aber auch den Tod durch Bomben, Schlangen, Überschwemmungen, Krankheiten und Tunnel Rats. Tunnel Rats waren US Soldaten speziell dafür eingesetzt die Tunnelsysteme zu erkunden und zu räumen - eine der gefährlichsten Jobs des ganzen Krieges. Das Tunnelsystem dass ich heute besucht habe ist 250km lang - nur gegraben mit einfachsten Hacken. Und doch ermöglichte es den Vietcong über Jahre trotz der Unterlegenheit gegen die Amerikaner zu kämpfen. Auch gefürchtet waren die im Dschungel aufgestellten Fallen und Minen, denen unzählige Soldaten zum Opfer fielen. Die Vietcong waren die Geister des Krieges - operierten im Schutz der Natur, lebten in Tunneln und verschwanden nach jedem Schlag schnell wieder. Abends geht es für mich weiter Richtung Mekong Delta!Okumaya devam et
Wiedersehen, Abschied & Reset in Saigon
31 Ocak, Vietnam ⋅ ⛅ 30 °C
Nachdem wir erstmal bis zum Checkout gepennt haben nach unserer langen Partynacht heißt das erste Ziel: Kaffee. Danach möchte sich Dajani zum Abschluss nochmal die Nägel machen lassen und ich gehe auf Tour zum Augenbrauen wachsen und färben. Hier gibt es echt an jeder Ecke Spa, Massagen, Nägel etc. zu günstigen Preisen und man bekommt richtig was für sein Geld. So freundlich, behutsam und gründlich habe ich solche Leistungen in Europa noch nie bekommen. Bei uns wäre ich in 20min fertig gewesen mit Augenbrauen - In Vietnam dauert das schon locker mal ne Stunde. Angefangen vom Tee, einer kurzen Massage und verschiedensten Seren und Mittelchen die mir aufgetragen werden. Dazu läuft immer entspannte Hintergrundmusik - hier wird das Wohlbefinden noch groß geschrieben und die Leute sind so unglaublich freundlich und dankbar wenn man ein gutes Feedback gibt. Ich kann gar nicht glauben, dass heute schon Dajanis letzter Tag in Vietnam ist. Die Zeit ist wie im Flug vergangen! Als krönenden Abschluss treffen wir uns abends noch mit unserem Studienkollegen Phuc, der vor 5 Jahren nach dem Master wieder zurück nach Vietnam ist. Er holt uns mit Frau und Baby ab und wir gehen gemeinsam essen. Es ist total schön, ihn wieder zu sehen. Scheint ihm gut zu gehen und ich verstehe jetzt umso mehr warum ihm das Leben in Augsburg schwer gefallen ist. Von Saigon nach Augsburg?! Ich glaub viel unterschiedlicher geht's nicht... Von Leben zu Tod vom Aktivitätslevel 😅 er lädt uns zum Essen ein, wir schwelgen in alten Erinnerungen. Schön, auch an diesem Ende der Welt einen Freund zu haben. Er hat sogar Geschenke für uns dabei, so süß 😍 er bringt uns dann sogar noch zum Hostel bzw. Dajana zum Flughafen. Unerwartet schnell kommt dann der Abschied und ich mache mich etwas traurig wieder allein auf den Weg zum 8er Schlafsaal im Hostel 😅🫠 Vorbei der Luxus! Es war eine tolle Zeit mit Dajani und ich bin dankbar für alles was wir gemeinsam erlebt haben und die Erinnerungen an diese Reise, die wir sicher immer bewahren werden. Gute Reise 😍Okumaya devam et

Gezgin😭😭😭 it was great time with you and lots of menories❤️ time flew . Instead of waking up and having our coffee and drafting the blog, I will now wake up and read your blog on your upcoming adventures from cold Germany❤️
Ho Chi Minh - Big City Vibes in Saigon
30 Ocak, Vietnam ⋅ ☁️ 31 °C
Saigon, die riesige 10 Millionen Metropole begrüßt uns mit schwüler Hitze von 32 Grad und Straßen voller Vibration und Leben. Der Verkehr ist das verrückteste was ich je gesehen habe, die Schlange an Scootern die sich um durch die Stadt schlängelt scheint niemals aufzuhören. Genauso wie das Leben hier - die Stadt strotzt nur so vor kleinen Streetfood- Küchen, Straßenverkäufern, Gerüchen, Friseuren direkt auf der Straße, Millionen Rollern und Autos, lauter Musik und dem täglichen Leben der Einwohner, das oft direkt auf der Straße stattfindet. Da ist es wieder - das echte, pulsierende Vietnam 🤩 kann anstrengend sein, aber auch total cool und faszinierend. Nachdem wir die lokale Spezialität Cam Tom (gebrochener Reis) probiert haben, und wir endlich wieder im Streetfood Himmel sind, machen wir uns auf zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Saigon - dem Museum über den Vietnamkrieg. Eindrücklich erlebt man hier über 3 Stockwerke verteilt die Anfänge und Schrecken des Krieges aus Sicht der Betroffenen. In unserem Geschichtsbüchern im Westen bekommt man meist die amerikanische Perspektive als die einzige Wahrheit erzählt, daher doppelt interessant sich auch mal mit der vietnamesischen Sichtweise zu befassen. Die Bilder und Informationen gehen unter die Haut, dieses Land hat 17 Jahre unendliches Leid erfahren. Vor allem die Massaker an der Zivilbevölkerung, der Einsatz von Sprüh-Chemikalien und unkontrollierte Bombardements vonseiten der Amerikaner sind hier die Themen.
Die Nachwirkungen von verminten Gebieten und Erbgutschädigungen durch die in Massen zur Entlaubung der Wälder eingesetzten Chemikalien wie Agent Orange sind bis heute spürbar. Natürlich wird auch insbesondere die Tapferkeit und Resistenz der Vietcong gegen die Amerikaner betont - ich wusste beispielsweise nicht, dass hier auch hauptsächlich Frauen und Mädchen beteiligt waren. Sie brachten Waffen, Essen und Logistik über Tunnel, mit Booten und auf Flüssen und kämpften auch selber. Der Wille und die Resistenz der Vietnamesen ist auf jeden Fall bewundernswert - und das merkt man bis heute. Sie sind alle sehr arbeitsam, zäh und hart im Nehmen. Ein Satz aus dem Museum ist passend dazu:
"Die Amerikaner können zum Mond fliegen und sicher zurückkehren. Doch wenn sie nach Vietnam kommen werden sie vielleicht keine sichere Heimkehr mehr haben."
Die Bilanz ist verheerend: 3 Millionen Tote, Millionen Verletzte und Vertriebene, Traumatisierung einer ganzen Generation, Erbgutschädigungen und Deformationen, verminte Gebiete und Umweltzerstörung, die bis heute nachwirken. Nach dem Besuch brauchen wir erstmal einen Kaffee und dann stürzen wir uns in den verrückten Verkehr von Saigon. Abends müssen wir dann natürlich auch das Nachtleben testen, das weithin bekannt ist. Die Stadt schläft nie und nach einem Drink auf dem Rooftop mit Blick auf die Skyline stürzen wir uns in den Wahnsinn der Bui Bien Walking Street. Eine komplette Straße voller Clubs, Bars, Neonleuchten, lauter Musik, Tänzerinnen und Menschen aus der ganzen Welt. Was für ein vibe - da kann Augsburg und auch München einpacken 😅 Hat mich ein bisschen an Thailand Bangkok erinnert. Hier läuft echt alles rum, von alt bis jung von Abendkleid bis Adiletten. So ein Publikum gibt es nicht alle Tage und so sind wir erst gegen 05 im Bett 🫠 Saigon ist wirklich cool und man merkt deutlich den Unterschied zu Hanoi. Viel westlicher und moderner und an jeder Ecke laufen Europäer rum.Okumaya devam et
Phu Quoc - Strandtage in der Resorthölle
27–30 Oca, Vietnam ⋅ ⛅ 27 °C
Ich hab mir nicht viel von Phu Quoc erwartet, doch die Wirklichkeit ist dann doch ein Schock. Die Strände sind verbaut mit Resorts, die Städte künstlich und seelenlos. Es wurden sogar das Kolosseum und andere europäische Sehenswürdigkeiten aus Italien, Spanien und Griechenland nachgebaut. Das Preisniveau ist hoch, das Niveau der größtenteils russischen Pauschaltouristen niedrig... Man fühlt sich wie in einem Disneyland oder Themenpark. Echt eine super seltsame Erfahrung. Aber wohl das beste Beispiel was aus einer einstmals schönen Insel passiert wenn Investoren kommen und innerhalb kürzester Zeit alles mit Resorts und unpassender Infrastruktur voll klatschen. Vom lokalen Leben ist hier kaum noch was sichtbar - null Vietnam Feeling. Unser Strand ist immerhin sauber und schön was man von anderen hier nicht behaupten kann (Müll und Plastikprobleme). So verbringen wir die Zeit eigentlich nur hier und finden zum Glück noch ein paar günstige lokale Möglichkeiten zu essen anstatt der überteuerten Strandrestaurants mit westlichem Essen. So machen wir das beste draus und entspannen uns am schönen Khem Beach. Trotzdem lässt mich diese Insel etwas sprachlos und traurig zurück - so sichtbar sind die Auswirkungen von unkontrolliertem Bauen und Overtourism dann doch selten... Umso schlimmer dass es wohl genug Leute gibt, die in diesem künstlichen Ambiente ihre Ferien verbringen möchten. Ich glaube Vietnam ist auf dem besten Weg hier noch den letzten Rest an Ursprünglichkeit und Schönheit zu zerstören, zum Wohl des Massenpauschaltourismus. Angepriesen wird die Insel als die Malediven/Karibik von Vietnam - kann ich nicht bestätigen + 0 backpacker vibes 😅 doch ich konnte zwangsweise gut entspannen, da wir am schönsten Strand wohnten und hier sonst nun wirklich keine FOMO Gefühle aufkommen. Besser man sieht gar nicht alles 😅Okumaya devam et
Da Lat - Hochland von Vietnam
25–26 Oca, Vietnam ⋅ 🌙 15 °C
Nach unserer 12h Nachtbusfahrt sieht es hier wieder komplett anders aus. Kältere Temperaturen, viel Grün, Kaffee und Berge, und tolle Cafés und Natur. Unser Homestay liegt abseits von Zentrum und wir haben direkt aus dem riesigen Fenster in unserem Zimmer einen mega Ausblick ins Grüne. Touristen sind in Da Lat und bei unserem Homestay auch gar nicht - nur aus Asien viele. Europäer sind hier eher noch Exoten und werden auch dementsprechend begutachtet 😅 wir starten die Zeit hier ruhig in einem abgelegenen Café mit Aussicht auf Kaffee und holen hier auch mal wieder mit unseren Tagebüchern auf. Hier ist es so ruhig und entspannt - perfekt zum einfach dasitzen. Das Zentrum von Da Lat ist tags nicht so besonders, aber abends gibt es einen tollen Night Market wo es allerhand leckeres Streetfood gibt. Wir wollen mal wieder alles probieren und so gibt es Banh Mi, Skewers mit Shrimps, Hirsch, Oktopus und Erdbeeren und warme Sojamilch aus den umliegenden Bergen. Wir sitzen lange beim Stand einer lokalen Familie und genießen das Treiben und das Sitzen auf den typischen Miniatur-Plastikstühlen. Am nächsten Tag brechen wir nach einem weiteren Kaffee auf ins Zen Kloster Truc Lam, das in außergewöhnlich schöner Lage über dem Truc Lam See thront. Sobald man eintritt betritt man eine eigene spirituelle Welt, es ist unglaublich schön angelegt. Riesige Bonsais und Blumen zieren die weitläufige Anlage, Räucherstäbchen brennen vor sich hin und man schaltet automatisch einen Gang runter. Was für ein friedvoller Ort. Wir sehen einen Mönch mit einem Europäer laufen und sprechen die beiden an. Wir möchten gerne an einer der Meditationen teilnehmen. Leider gibt es heute für Frauen keine, da momentan niemand da ist der Englisch spricht und uns in die Geheimnisse des Zen Buddhismus einweihen könnte. Doch der Europäer, der sich als Franzose entpuppt lädt uns auf ein paar Tee und Gespräche ein. Er hat hier 5 Jahre gelebt, spricht fließend vietnamesisch und kennt die Mönche gut. Das Kloster nimmt jeden auf, der Interesse hat die Praktiken zu erlernen. Für Stunden, Tage, Monate, oder auch Jahre. Man kann umsonst wohnen, muss sich aber natürlich an den Ablauf halten der um 03 Uhr morgens mit 2h Meditation beginnt. Wir machen dann nur 30 min und das fällt schon schwer. Wir bekommen die traditionelle Klosterkleidung, werden in einen Raum geleitet und nach einer kurzen Einweisung verharren wir in absoluter Stille. Zen-Meditation ist das Herzstück des Zen-Buddhismus, das durch aufrechtes Sitzen, bewusste Atmung und geistige Präsenz im gegenwärtigen Augenblick zur Erleuchtung (Satori) führen soll. Praktizierende sitzen auf einem Kissen (Zafu) in Positionen wie dem Lotus, beobachten den Atem und lassen Gedanken vorüberziehen. Es dient der Geistesruhe und Stressreduktion und muss wie ein Muskel immer trainiert werden. Jeder kann der Meister seiner Gedanken werden. Eine sehr interessante und tiefgehende Erfahrung, die uns viel zum Nachdenken mitgibt. Nach diesem besonderen Nachmittag verbringen wir den Sonnenuntergang bei einem Dinner am See, bevor es schon wieder heißt - Nachtbus. Diesmal nach Ho Chi Minh. Es geht wieder ziemlich chaotisch zu, der Bus ist super unbequem, wir schlafen keine Sekunde und kommen völlig fertig um 05 in Ho Chi Minh an. Um diese Zeit ist hier schon richtig was los, Essen brutzelt in den Streetfood Ständen. Vietnam erwacht früh - viele sind um 05 schon unterwegs und spätestens ab 06 kann man überall frühstücken und frische Suppen und andere Spezialitäten auf den Straßen kaufen. Wir müssen dann noch weiter zum Flughafen denn es geht nach Phu Quoc - einer Insel, wo wir endlich ein bisschen entspannen und das Strandleben genießen können 🥥🌴Okumaya devam et
Da Nang
21–22 Oca, Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C
Gegen mittags sind wir von Hoi An nach Da Nang gefahren und waren erstmal ein leckeres Bun Cha in einem lokalen Restaurant essen. Nach einem kurzen Nap ging es abends wieder in die City - ich konnte Dajana zu einem Scooter überreden 😅 leider hat es dann angefangen zu regnen und wir wurden ein bisschen nass. Da Nang ist bekannt für frische Meeresfrüchte, doch das Restaurant in welches wir wollten hatte eine Wartezeit von über 1h und so haben wir uns ein andere gesucht. Das war dann eine sehr authentische, lokale Erfahrung. Alles war sehr chaotisch und unübersichtlich und keiner konnte Englisch. Irgendwie mit Apps, Händen und Füßen haben wir es dann doch geschafft was zu bestellen. Es gab Shrimps, Oktopus und Muscheln, alles ganz frisch aus den Becken wo die Tiere rausgefischt werden bei Bestellung. Hat alle super geschmeckt- ganz anders zubereitet als in Europa. Aber überall vieeeeel Knoblauch 😅 danach waren wir noch in einer Bar was trinken. Der nächste Tag beginnt bewölkt und wir laufen erstmal zu einem Café. Danach scheint sich das Wetter zu bessern und wir sehen uns den Strand von Da Nang an und schlürfen eine leckere Kokosnuss im Sand. Außerdem besuchen wir noch die Pagode und die Lady Buddha Statue über der Stadt bevor wir für ein spätes Mittagessen in ein Nudel Restaurant gehen. Um 18 Uhr werden wir abgeholt für den Nachtbus nach Da Lat... Der Bus sollte um 18.30 fahren aber letzendlich saßen wir dann ewig im Bus Office rum, es ist nichts passiert und keiner wusste wann und wo der Bus fährt. Englisch auch mal wieder nicht vorhanden - anstrengend. Gegen 19 Uhr kommt dann doch mal ein Bus und wir fahren ab. Doch nach einer halben Stunde halten wir nochmal in Hoi An und laden ein paar andere Touris ein .. und der Fahrer hatte wohl Hunger denn er setzt sich erstmal gemütlich hin und isst was. So kommen wir erst gegen 21 Uhr los. Die Fahrt ist holprig, doch wir sitzen im richtigen Bus und kommen gegen 08 Uhr morgens in Da Lat an.Okumaya devam et
Hoi An & My Son
20–23 Oca, Vietnam ⋅ ☀️ 25 °C
Dajani ist endlich angekommen und so machen wir uns auf, die Stadt gemeinsam zu erkunden. Wir haben zuerst ein Banh Mi gegessen bei der Banh Mi Königin von Hoi An 😅 sehr gut! Danach gab's den ersten vietnamesischen Kaffee für Dajani auf einer der Dachterrassen. Das Wetter ist momentan wechselhaft und so geht es weiter in eines der tausend Spas, wo Dajani sich ihre Nägel machen lässt. Abends sind wir natürlich dann ans Ufer, um das bunte Laternenmeer am Fluss zu beobachten. Wir sind auch mit einem der kleinen Boote gefahren und haben eine kleine Laterne mit einem Wunsch entzündet. Tolles Ambiente hier abends🥰 nachdem wir noch ein bisschen lokales Streetfood probier haben gehen wir zur Happy Hour in eine Rooftop Bar und lassen so den ersten Abend ausklingen. Am nächsten Tag starten wir um 08 Richtung My Son - der bedeutendsten archäologischen Stätte in Vietnam und UNESCO Weltkulturerbe. Hier kann man die Überreste der Tempelanlagen der Cham-Kultur erleben, die ihre Blütezeit zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert hatte. Die Tempel sind dem Hindugott Shiva gewidmet und war das wichtigste religiöse Zentrum des Cham- Königreichs, die über große Teile Zentralvietnams herrschten. Während dem Vietnam-Krieg wurden leider viele der Bauten zerstört und internationale Teams aus Indien arbeiten immer noch am Wiederaufbau und der Rekonstruktion. My Son bedeutet so viel wie schöner Berg und wurde in einem Tal umgeben von Dschungel vor einem Berg errichtet. Nach der Tour hatten wir ein gutes Mittagessen, haben uns an der Produktion von Reispapier versucht und noch eine kleine Bootsfahrt gemacht. Abends hatten wir noch eine Cooking Claas gebucht... Wir haben Papayasalat, Frühlingsrollen, Chicken mit Lemon Grass, vietnamesische Pancakes und Schwein mit Zimt gekocht. Hat alles seeeehr gut geschmeckt und ein erlebnisreicher Tag in Hoi An geht zu Ende.Okumaya devam et
Von Hué über Hai Van Pass nach Hoi An
20 Ocak, Vietnam ⋅ ☀️ 22 °C
Ich hab mir heute wieder einen Easy Rider gemietet, um diese Strecke nochmal auf dem Motorrad zu fahren. Um 08:30 geht's los, wir halten auf einem lokalen Markt, einem Wasserfall und dann geht es über den Hai Van Pass hinunter nach Da Nang. Dort besuchen wir noch die Linh Ung Pagode, wovon man eine tolle Aussicht auf die Küste und die Skyline von Da Nang hat. Mein Fahrer setzt mich dann am Hostel in Hoi An ab, wo ich von einer süßen Hündin begrüßt werde. Nach einer schnellen Dusche komme ich genau richtig zum Sonnenuntergang in die UNESCO Welterbe Altstadt von Hoi An. Es ist wirklich wunderschön, das Wahrzeichens sind die bunten Laternen und bei Nacht verwandelt sich der Fluss und die Boote in ein Lichtermeer. Hoi An ancient town ist eine ausnahmsweise gut erhaltene traditionelle Hafenstadt, die vom 15. bis ins 19. Jahrhundert eine wichtige Handelsstation in Südostasien war. Schon damals kamen Händler aus China, Japan, Europa und anderen Teilen Asiens hierher, was zu einem einzigartigen kulturellen und architektonischen Mix geführt hat.
Die Straßenplanung, Gebäude und Handelsstraßen sind heute noch weitgehend im Originalzustand erhalten – so fühlt sich ein Spaziergang durch die Altstadt wie eine Reise in die Vergangenheit an. Dazu gibt es tolle Shops, fancy Cafes und tolle Restaurants. Ist sicherlich die fotogenste Stadt bisher... Die Restaurants sind aber verhältnismäßig teuer und so bleibe ich beim Straßen Banh Mi für 1€ 😅 ab morgen wird's sicher eh teurer, da meine liebe Dajana anreist und sich schon auf Café, Spa & Co. hier freut 🤣 schön, dass ich Besuch aus der Heimat bekomme 🥰Okumaya devam et
Hué - die Kaiserstadt
19 Ocak, Vietnam ⋅ ☀️ 19 °C
Um 05:30 sitz ich schon im Hostel 🥴 und warte bis das 1. Café aufmacht. Diese Ankunftszeiten der Nachtbusse sind echt total Banane... Nach dem Frühstück mache ich mich auf zu einer Walking Tour - für mich immer die beste Art einen Überblick über eine neue Stadt zu gewinnen. Hier geht es touristisch fast ausschließlich um die Zitadelle, die riesige Kaiserstadt. Als ich ankomme tummeln sich schon Deutsche Oldie Reisegruppen mit Sandalen und Trekkinghosen 😅 so viele habe ich bisher noch nirgends gesehen. Der Palast scheint wohl ein Ding auf den Pauschalreisen zu sein.
Der Kaiserpalast von Huế (Zitadelle/Imperial City) liegt im Zentrum der ehemaligen Kaiserstadt Huế in Zentralvietnam und war von 1802 bis 1945 Sitz der Nguyễn-Dynastie, der letzten vietnamesischen Kaiserfamilie. Die weitläufige Anlage ist von Mauern und Wassergräben umgeben und verbindet vietnamesische, chinesische und französische Architektureinflüsse. Herzstück sind die Verbotene Purpurne Stadt, prächtige Tore, Thronsäle, Tempel und Gärten. Trotz schwerer Zerstörungen im Vietnamkrieg wurden viele Bereiche restauriert. Seit 1993 gehört der Palast zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ich laufe ca. 3h durch die weitläufige Anlage und es wird dann auch ganz schön warm. Ist aber auf jeden Fall sehenswert! Danach gibt's ein spätes Mittagessen bei einem kleinen Familienlokal. Laut ihrer Aussage die beste Köchin in Hué 😅 Geschmeckt hat's auf jeden Fall. Habe ein paar lokale Spezialitäten von hier probiert. Am Nachmittag kam dann wie erwartet der Durchhänger, doch ich hol mir einen Grab und düse noch zur Thien Mu Pagode am Flussufer, eines der Wahrzeichen von Hue. Grab ist echt das beste hier - per App holt man sich einen Rollerfahrer und für unter 1€ bringt der einen überall hin wo man möchte ohne dass man beschissen wird oder mit Händen und Füßen diskutieren muss. Die meisten Leute hier sprechen nicht viel Englisch aber Übersetzungs-Apps sind allseits beliebt 😅Abends chille ich auf der Dachterrasse und genieße das angenehme Wetter. Hué ist echt eine entspannte und historisch interessante Stadt.Okumaya devam et
Ninh Binh - die trockene Ha-Long Bucht
16–18 Oca, Vietnam ⋅ ☀️ 26 °C
Nach meiner Ankunft in Ninh Binh hab ich mir eins der gratis Klapperräder vom Hostel geschnappt und hab bisschen die Gegend erkundet. Bin bis zur buddhistischen Bich Pagode gefahren, die wunderschön an einem See mit Seerosen und über mehrere Ebenen verteilt teils in den Fels gebaut wurde. Auf dem Weg zurück hab ich ein tolles Café am Wasser entdeckt und hab mir da mit einem frischen Maracujasaft den Sonnenuntergang angeschaut. Heut geht's früh ins Bett, endlich mal ein weicheres Bett hier. Die Betten hier sind oft hart wie Beton 🫠 der nächste Tag begrüßt mich mit dem ersten Regen in Vietnam und so mache ich mir es gemütlich. Mache einen Spaziergang in die Stadt, trinke Coconut Coffee und esse ein Banh Mi. Danach sieht's schon heller aus, ich schnapp mir wieder ein Rad und mache mich auf zum Mua Viewpoint. Dort muss man 500 Stufen erklimmen, und von oben hat man einen tollen Ausblick auf die Reisfelder und den Ngo-Dong-Fluss. Danach radel ich noch ein bisschen durch die Gegend, ich habe Glück und es bleibt trocken. Am letzten Tag in Ninh Binh radel ich nach Trang An, um eine Bootstour zu machen. Am Eingang sprechen mich zwei Englischlehrerinnnen an, die mit einer Klasse aus Ninh Binh da sind. Die Kinder wollen mit mir Englisch reden als Teil eines Schulprojekts😅 so machen wir ein paar Interviews und am Ende schenken sie mir eine Postkarte 🤩 die Bootsfahrt ist landschaftlich super beeindruckend, man fährt durch mehrere Höhlen und ist mittendrin in der Karstlandschaft, die durch den Nebel morgens noch mystischer wirkt. Wie in Avatar 🤩 bei ein paar Tempeln kann man an Land gehen und ein bisschen rumlaufen und so vergehen die knapp 3h wie im Flug. Danach entscheide ich spontan noch weiter zu radeln bis nach Hoa Lu, der alten Hauptstadt Vietnams während der Dinh Dynastie (968-980). Die Stadt wurde bewusst als natürliche Festung gewählt: Berge und Wasser schützten sie vor Invasoren. Heute sind vor allem die Tempel der Könige Đinh Tiên Hoàng und Lê Đại Hành erhalten, die an die frühe vietnamesische Dynastiegeschichte erinnern. Auch hier sind wieder die mega asiatischen Poser-Influencer am Start und blockieren mit ihren Shootings den halben Ort. Das ist echt ein bisschen verrückt. Gegen Nachmittag fahr ich entspannt zurück nach Tam Coc, esse eine Kleinigkeit und abends treffe ich nochmal meine dutch Freunde Lotte und Rick zum Abendessen bevor ich weiterreise Richtung Zentralvietnam. Der Norden war wunderschön mit beeindruckenden Landschaften, angenehmem Wetter und netten Reisebekanntschaften ❤️Okumaya devam et
Cat Ba & Lan Ha Bay
14–16 Oca, Vietnam ⋅ 🌙 18 °C
Das erste was ich von Cat Ba sehe ist eine riesen Baustelle - nicht gerade eine schöne Stadt. Es ist auch alles super leer weil keine Hauptsaison ist, viele Geschäfte und Restaurants haben zu und jedes Hotel gefühlt 2 Gäste 😅 Umso besser, dass Rick, Lotte und Marina auch hier sind und wir uns die Tage immer wieder treffen für Drinks, Essen und Aktivitäten. Mit Marina mache ich auch den Ausflug in die Lan Ha Bay - die ruhige Alternative zur überfüllten Ha Long Bay weiter oben. Wir waren nur 6 Leute auf dem riesigen Boot, konnten komplett allein Kayak fahren, eine der lokalen Fischfarmen besuchen und die Ruhe der Landschaft genießen. Außerdem haben wir noch einen Stop auf Monkey Island gemacht, wo ein paar Affen leben und man zu einem Viewpoint klettern kann. Heute war es zwar bewölkt und auch ein bisschen zu kalt zum Schwimmen, aber es war trotzdem ein sehr schöner Tag und die Gruppe war auch angenehm. Abends waren wir nochmal essen bevor sich unsere Wege erstmal trennen. Aber wahrscheinlich trifft man immer mal wieder Leute die man kennt, denn alle steuern ähnliche Ziele an. Fazit: Cat Ba City ist jetzt wirklich keine Augenweide aber der Ausflug in die Lan Ha Bay ist wirklich lohnenswert. Man bekommt für wenig Geld echt was geboten und kann sich in Ruhe die Landschaft ansehen 👍Okumaya devam et
Ha Giang Loop Tag 4
13 Ocak, Vietnam ⋅ ☀️ 23 °C
Heute haben wir nochmal ordentlich Strecke vor uns, um den Loop zu schließen. Nach dem Frühstück geht's um 09 los, die 150km bis zurück nach Ha Giang zu fahren. Auf diesem Abschnitt sehen wir fast gar keine anderen mehr, da die meisten nur 3 Tage machen. Wir halten wie gewohnt für Kaffee und Mittagessen an, und so langsam sind wir alle bisschen fertig vom vielen Sitzen da hinten und alles tut weh 😅 die Strecke ist super staubig und hat teilweise Steine und Kies, sodass man aufpassen muss dass es einem nicht die Räder wegzieht. Die letzten 50km nach Ha Giang gleichen einer Achterbahn, es geht super kurvig dahin durch die tropisch grüne Landschaft. Anh manövriert mich sicher durch alle Hindernisse und gegen 16 Uhr kommen wir erschöpft in Ha Giang an. Wir bedanken uns bei unseren Fahrern für die tolle Zeit und die Gruppe löst sich auf in verschiedene Richtungen. Ich fahre mit Rick, Lotte und Marina mit dem Nachtbus auf die Insel Cat Ba... Der Ha Giang Loop war definitiv ein Highlight der Vietnam-Reise so viel steht jetzt schon fest. Die Landschaften waren einmalig, wie hatten keinen einzigen Regentropfen und immer gute Aussichten was für die Jahreszeit sicher nicht der Standard ist. 🥰 In Cat Ba komme ich nach Nachtbus, Kleinbus, Fähre und Kleinbus super fertig schon um 07 Uhr morgens im Homestay an... Zum Glück kann ich schon in mein Zimmer da keine Hauptsaison hier ist und noch ein paar Stunden schlafen.Okumaya devam et
Ha Giang Loop Tag 3
12 Ocak, Vietnam ⋅ ☀️ 10 °C
Heute starten wir den Tag mit einer kleinen Wanderung. Dabei stoßen wir auf die Vorbereitungen zu einer lokalen Hochzeit. Ein Zelt wurde aufgestellt, Karaoke Mikros liegen bereit und das ganze Dorf bereitet einen Tag lang das Essen vor. Hier kochen die Männer auch mal nicht schlecht 😅 das Brautpaar sieht allerdings nicht älter aus als 14 oder sowas 🙉 weiter geht's mit dem Motorrad zum schönsten Tag der Runde. Man muss nicht übermäßig lange Strecken fahren und hat viele tolle Aussichtspunkte. Anh drückt ordentlich auf die Tube und so düsen wir durch die kurvige Berglandschaft. Wir machen nochmal Halt bei einer lokalen Familie und schauen uns ein traditionelles Haus an. Und natürlich wird mal wieder Happy Water frisch destilliert im Hof, und so haben wir schon um 11 Uhr vormittags den ersten Shot drin 😅 den täglichen Kokoskaffee gibt es heute mit grandioser Aussicht in der Sonne, unsere Rider kennen echt die besten Plätze wo nicht viele Leute sind 🥰 Nachmittags machen wir nochmal eine Wanderung durch lokale Dörfer und genießen die Ausblicke, bevor wir über einen Pass zu unserem heutigen Hotel fahren. Wir schlafen heute quasi in der Zivilisation. Nach dem Essen geht es zum National Hobby Karaoke und wir haben eine Menge Spaß und einige Bier (und natürlich Happy Waters) diesen Abend. Songs auf deutsch, holländisch, spanisch, katalanisch, Englisch und vietnamesisch werden performt und alle sind voll dabei 😅🎤Okumaya devam et
Ha Giang Loop Tag 2
11 Ocak, Vietnam ⋅ ⛅ 10 °C
Heute sind wir schon um halb 8 los zu einem Wasserfall, danach gab's Frühstück und dann ging es weiter auf dem Loop. Wir haben eine Wanderung durch traumhafte Landschaften und Dörfer gemacht und sind hier wie in einer anderen Welt. Das Leben hier fühlt sich so viel ruhiger und friedlicher an. Die Leute leben von Landwirtschaft, bauen alle möglichen Gemüsesorten an und die Feldarbeit wird noch mit Büffeln oder Kühen erledigt. Überall werden wir mit einem Lächeln begrüßt, keine Ahnung wie vielen Kindern ich heute gewunken habe 🥰 Mittagessen gibt es wieder bei einer Familie vom Volk der Tay und danach bahnen wir uns weiter den Weg durch Bananen, Reisterrassen und die schroffen Karstlandschaften. An einigen Aussichtspunkten machen wir Halt, das Wetter hält sich ganz gut bis es nachmittags etwas zuzieht. Auch einer der beliebtesten Fotostops steht heute auf dem Programm, wo man die kurvige Straße überblicken kann. Übernachten tun wir heute im Dorf der Hmong namens Lao Sa, nur 3km von China entfernt auf 2.000m. Die Leute hier haben schon deutlich chinesischen Einschlag und es ist super kalt hier oben. 🥶 Aber es ist natürlich total interessant bei den locals zu wohnen und zu sehen, wie die Menschen hier leben. Abends sehen wie noch ein paar traditionelle Instrumente, sitzen am Feuer bei guten Gesprächen und trinken viele Happy Water 🫠😅 Davon gibt es hier kein Entkommen. Ein weiterer ereignisreicher Tag geht zu Ende... Die Nacht wird kalt.Okumaya devam et
Ha Giang Loop Tag 1
10 Ocak, Vietnam ⋅ ⛅ 18 °C
Heute geht's auf zu einer der spektakulärsten Motorradtouren in Asien 🙌 Darauf hab ich mich schon richtig gefreut - es riecht nach Abenteuer, Natur und Bergen 🤩 ich werde 4 Tage auf dem Ha Giang Loop unterwegs sein, im äußersten Norden an der Grenze zu China. Hier ist das Leben noch ursprünglich und einfach, viele ethnische Minderheiten leben hier meist von einfachster Landwirtschaft. Wenn man keinen Motorrad-Schein hat, kann man 3 Mio. Dong (ca. 100€) an die lokale Polizei zahlen, dann lassen sie einen für 7 Tage in Ruhe 🙉😂 das spare ich mir, und nehme mir lieber einen Fahrer. Hier sollte man nicht als Anfänger unterwegs sein, die Straßen sind kurvig, eng und nicht durchgehend befestigt. In meiner Gruppe sind noch 2 aus UK, 3 aus Spanien und 2 Holländer. Mein Fahrer ist Anh und kommt aus Ha Giang. Wir starten die Tour um 08.30, der erste Stop ist in einem Dorf des Volkes der Tay. Wir bekommen interessante Einblicke ins Dorfleben und in die Traditionen der Menschen. Danach geht es los auf den Loop! Endlich cruisen, der Wind weht uns um die Nase und ein Gefühl von Freiheit kommt automatisch auf. Zu Beginn ist es sehr neblig und frisch, doch die Sonne kämpft sich durch und die Landschaften werden mit jedem Kilometer spektakulärer! Die Straßen winden sich durch die grünen Berggipfel, vorbei an Reisterrassen, kleinen Dörfern und tiefen Schluchten. Immer wieder halten wir an, um die tollen Ausblicke zu genießen. Die Berge haben hier eine ganz spezielle gezackte Form, und durch diese grandiose Landschaft mit dem Motorrad zu brausen macht unglaublich Spaß 🤩 Anh ist ein super Fahrer und ich bin froh, dass ich nicht selber fahren muss 😆 unsere Fahrer kennen die Side ways und so sind wir oft auf Nebenwegen unterwegs ohne andere Leute. Wir legen heute ca. 120km zurück und meine Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen, es ist wow! Gegen 5 kommen wir am homestay an, wo Lagerfeuer, leckeres Essen und Happy Water auf uns warten. Happy Water ist der lokale Schnaps, der hier gerne und viel konsumiert wird 🥴😂 Nach einem erlebnisreichen Tag auf dem Motorrad ziehen wir uns zur Nachtruhe zurück. Ich freue mich auf die nächsten 3 Tage auf dem Loop😍🏍️Okumaya devam et
Reise nach Ha Giang - Auf in den Norden
9 Ocak, Vietnam ⋅ ⛅ 17 °C
Es heißt Abschied nehmen von Hanoi! Um 9 wurde ich abgeholt in einem Kleinbus, um gefühlt ein paar hundert Meter zu fahren und dann in den normalen Bus einzusteigen. Wobei normal untertrieben ist 😆 Eher ein Luxusbus mit Schlafkabinen. Sowas hab selbst ich noch nicht gesehen. Sogar Kissen und Decken und Wasser gibt's. Reisen next level 🚌 beim Reinkommen muss man die Schuhe in eine Tüte packen und dann kann man sich entspannen. Nach Ha Giang dauert es ca. 7h, es geht ganz hinauf in den bergigen Norden an die Grenze zu China. Gestern Abend hab ich mir noch schnell eine gefälschte North Face Daunenjacke und Handschuhe geholt, es wird dort oben nachts nur 5 Grad haben. Dafür bin ich diesmal nicht ausgestattet 😅 Aber zum Glück kann man sich hier alles überall günstig kaufen. Um 17 Uhr komme ich an - Einzelzimmer juhu🙌 deutlich ruhiger und entspannter auf dem Land nach Hanoi 😆 ich geh abends nur noch ein Banh Xeo essen. Das sind Reisteigpfannkuchen gefüllt mit Garnelen und Hackfleisch, dazu kommen viele Kräuter und Gemüse. Daraus baut man sich dann seine Frühlingsrollen mit Reispapier und dippt in Fischsauce. Sehr gut 🥰 Morgen geht's los in die Berge, ich bin gespannt. Die rauen Landschaften um Ha Giang sollen zu den schönsten im Land gehören.Okumaya devam et
Letzter Tag in Hanoi
8 Ocak, Vietnam ⋅ ☀️ 18 °C
Nach einer nicht sehr ruhigen Nacht im Hostel-Dorm hab ich das Frühstück ausgelassen und bin zu Fuß Richtung Ho-Chi Minh Mausoleum marschiert. Dort liegt Vietnams Nationalheld begraben und alles wird streng bewacht. Eintritt hab ich mir gespart, bin stattdessen zum Temple of Literature. Das ist die erste Universität Vietnams die bereits im Jahre 1.070 gegründet wurde. Heute wird dort nicht mehr gelehrt, aber man kann sich die schönen konfuzianischen Tempelbauten ansehen. Danach ging es standesgemäß zurück ins Zentrum, und zwar auf einem Roller 🎊🙌 das sollte man hier unbedingt machen, aber lieber fahren lassen 😉 der Verkehr ist zu verrückt und trotzdem läuft alles irgendwie ganz entspannt vor sich hin. Hab noch keinen Unfall gesehen, die Leute wissen zentimetergenau wo sie vorbei kommen. Hatte paar Mal Angst um meine Knie aber habe nix gestreift 👍 Mittags war ich nochmal Bun Cha essen. Das Essen ist hier so viel leichter und bekömmlicher, man fühlt sich nie so übervoll. Nachmittags habe ich bisschen im Hostel gechillt und abends gab es nochmal ein kulinarisches Highlight für mich, dass ich in Hanoi unbedingt probieren wollte: Chả cá, in einem Michelin Guide empfohlenen Restaurant (Man kann übrigens fast nirgends auf der Welt so günstig in Sterne und hochklassigen Restaurants essen wie in Vietnam). Cha ca ist ein bekanntes traditionelles vietnamesisches Fischgericht, das besonders aus Hanoi stammt.
Es besteht aus Wels, der in Stücke geschnitten und mehrere Stunden in einer Marinade aus Kurkuma, Knoblauch, Ingwer, Galgant, Fischsauce und oft etwas Garnelenpaste eingelegt wird. Dadurch bekommt der Fisch seine gelbe Farbe und ein sehr aromatisches, leicht würziges Aroma.
Anschließend wird der Fisch in Öl angebraten und traditionell in einer kleinen Pfanne direkt am Tisch serviert, wo er zusammen mit viel frischem Dill und Frühlingszwiebeln weitergart. Das Zusammenspiel von Fisch, Kräutern und Gewürzen ist typisch für die nordvietnamesische Küche. Gegessen wird Chả cá mit Reisnudeln (Bún), frischen Kräutern, gerösteten Erdnüssen und einer Dip-Sauce aus Fischsauce, oft mit Limette und Chili. Man stellt sich seine Portion selbst zusammen, indem man Fisch, Kräuter und Nudeln mischt. Das war wirklich was Besonderes und dann wohl mein kulinarisches Highlight in Hanoi, denn morgen reise ich weiter😊Okumaya devam et
Sightseeing & Streetfood in Hanoi
7 Ocak, Vietnam ⋅ ☀️ 17 °C
Nach einem für ein Hostel sehr leckerem Frühstück mit Pancakes, Früchten und frischem Omelett bin ich nochmal mit zu einer Walking Tour gegangen. Heut scheint die Sonne und es ist deutlich wärmer, sodass man auch mal im T-Shirt rumlaufen kann. Unsere Guide Luna kommt mit einer Wollmütze 😆 und einer guten Portion schwarzem Humor und Offenheit. Das hätte ich den Leuten hier gar nicht so zugetraut... Wir hatten auf jeden Fall den Spaß unseres Lebens und haben viele interessante Orte besucht. Den Ngoc Son Tempel im See von Hanoi, Old Quarter und French Quarter. Vietnam stand ca. 1000 Jahre unter der Herrschaft Chinas, früher benutzten die Leute daher chinesische Schriftzeichen. Mit der französischen Kolonialisierung ab 1858 kam nicht nur das lateinische Alphabet ins Land, sondern auch das allseits beliebte Baguette für Banh Mi und Pariser Architektur. Erst 1954 wurde Vietnam von Frankreich unabhängig, und bald darauf folgte dann der allseits bekannte Vietnam-Krieg mit den Amerikanern, der Millionen Menschen das Leben kostete und 1975 mit einem Sieg der Vietnamesen und der Wiedervereinigung des kommunistischen Nordens mit dem westlich geprägten Süden gipfelte. Bis heute ist der Norden mit Hanoi eher traditionell geprägt während der Süden mit Ho-Chi Minh City, ehemals Saigon, eher westlicher und moderner ist. Nationalheld Ho-Chi Minh war der erste Präsident Vietnams und begründete dessen Unabhängigkeit, was im Indochinakrieg mit den Franzosen endete. Dieser wurde 1954 beendet mit einer Teilung in den kommunistischen Norden und dem nicht kommunistischen Süden. Dies führte dann wiederum zum großen Krieg mit Amerika. Viel zu lernen für Geschichtsinteressierte 😉
Nach der super tollen Tour knurrte uns der Magen und ich bin mit ein paar Holländern ein Banh Mi Essen gegangen. Danach haben wir einen Abstecher zur bekannten Train Street gemacht. Dort fährt der Zug direkt an Restaurants und Geschäften vorbei und jedes Mal müssen alle Tische und Stühle beiseite geschafft werden damit er durch passt. Trotz dem struggle aber pünktlicher als die Deutsche Bahn 😆 Das Spektakel sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen wenn man hier ist - mit einem kühlen Bier in der Hand 🙌 Der Tag verging wie im Flug, abends hatte ich dann noch eine Streetfood Tour. Viele neue Sachen kennengelernt und in den unzähligen kleinen Küchen auf der Straße allerhand nordvietnamesische Spezialitäten probiert: Reisteigröllchen, Bun Cha, Kokoseis, Donuts, Banh Mi, Papayasalat... Wer kein Streetfood isst war definitiv nicht in Vietnam! Jetzt ist Food Koma angesagt und ab ins Bett... 😴Okumaya devam et
Start ins Abenteuer - Hanoi🇻🇳
6 Ocak, Vietnam ⋅ ☁️ 13 °C
Es geht los...! Mit one-way ticket und 7kg Handgepäck mache ich mich mal wieder auf den Weg an den Münchner Flughafen. Heute gab's backpacken deluxe mit einem Direktflug nach Hanoi - damit ist Vietnam das 1. Land meiner Reise und ein Ziel, dass mich schon lange interessiert 🇻🇳 Nach 10h, die relativ schnell vergehen lande ich um 04:30am in Asien. Xin Chao, Vietnam! Immigration dauert etwas, danach will wie immer jeder Taxi spielen... Doch ich war mal schlau und hab mir über Grab direkt nen Fahrer gebucht - Uber Vietnam quasi. Keine Preisverhandlungen, Diskussionen oder Bargeld - ein Traum 🙌 in 40min ging's ins Hostel. Es ist leider erst 07 Uhr morgens, Check in ist um 14 Uhr... Jetzt heißt es standhaft bleiben und den Jetlag bekämpfen 😆 ich starte den Tag wie die Einheimischen bei einer Schüssel dampfendem Pho - dem Nationalgericht, das es an jeder Straßenecke gibt. Für <2€ wird man hier ordentlich satt - und die Preise schmecken auch. Momentan ist es hier mit 15-20 Grad relativ kalt, jedoch deutlich angenehmer als es die dicken Daunenjacken der Vietnamesen vermuten lassen. Wohlfühltemperatur für mich quasi nach den kalten Tagen Zuhause. Um 9 ging's direkt zu ner Walking Tour durchs Old Quarter von Hanoi, wo wir so einige interessante Dinge erfahren haben z.B. "Hier wird alles gegessen was sich fortbewegen kann". Allerdings... Neben dem "normalen" Fleisch gibt es auf dem Markt auch Kröten, Schlangen, Schildkröten, Würmer, Hunde und alles mögliche weniger appetitliche zu kaufen. Sehr viele Eindrücke und wilde Gerüche. Zum Abschluss der Tour probieren wir noch den traditionellen Egg Coffee und Kokos Coffee. Beides sehr süß und weit weg von dem Kaffee was wir so kennen. Nach den crazy Markteindrücken gibt es dann lieber noch ein vegetarisches Banh Mi bevor ich endlich im Hostel einchecken und eine Runde chillen kann. Abends raff ich mich nochmal auf und stürze mich ins Chaos aus Rollern auf das 2. Banh Mi des Tages. Angeblich gibt es hier 7 Mio. Roller auf 8 Mio. Einwohner 😆 Interessante Stadt und trotz der Hektik und des Gewusels irgendwie entspannt...Okumaya devam et
























































































































































































































































































































































































































GezginUffff Man bleibt sprachlos mit so viel Schmerzen... ☹️ Danke chiqui dass du uns das ganze erzählst. Ich kann mir die Energie in diesen Orten nicht vorstellen. 😔
GezginSehr schlimme Orte aber wichtig zu verstehen 🙏
GezginIt is very devastating and sad to read this. Unfortunately it causes that kind of pain and anger that not only can be erased, but it impacts generations. As usual , (what we unfortunately see these days as well), it starts with the promise of a better future for people and then it takes a dark turn
GezginYes it reminded me in many details about our own past and the worst is that it will happen again and again... 🥲