Ho Chi Minh - Big City Vibes in Saigon
January 30 in Vietnam ⋅ ☁️ 31 °C
Saigon, die riesige 10 Millionen Metropole begrüßt uns mit schwüler Hitze von 32 Grad und Straßen voller Vibration und Leben. Der Verkehr ist das verrückteste was ich je gesehen habe, die Schlange an Scootern die sich um durch die Stadt schlängelt scheint niemals aufzuhören. Genauso wie das Leben hier - die Stadt strotzt nur so vor kleinen Streetfood- Küchen, Straßenverkäufern, Gerüchen, Friseuren direkt auf der Straße, Millionen Rollern und Autos, lauter Musik und dem täglichen Leben der Einwohner, das oft direkt auf der Straße stattfindet. Da ist es wieder - das echte, pulsierende Vietnam 🤩 kann anstrengend sein, aber auch total cool und faszinierend. Nachdem wir die lokale Spezialität Cam Tom (gebrochener Reis) probiert haben, und wir endlich wieder im Streetfood Himmel sind, machen wir uns auf zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Saigon - dem Museum über den Vietnamkrieg. Eindrücklich erlebt man hier über 3 Stockwerke verteilt die Anfänge und Schrecken des Krieges aus Sicht der Betroffenen. In unserem Geschichtsbüchern im Westen bekommt man meist die amerikanische Perspektive als die einzige Wahrheit erzählt, daher doppelt interessant sich auch mal mit der vietnamesischen Sichtweise zu befassen. Die Bilder und Informationen gehen unter die Haut, dieses Land hat 17 Jahre unendliches Leid erfahren. Vor allem die Massaker an der Zivilbevölkerung, der Einsatz von Sprüh-Chemikalien und unkontrollierte Bombardements vonseiten der Amerikaner sind hier die Themen.
Die Nachwirkungen von verminten Gebieten und Erbgutschädigungen durch die in Massen zur Entlaubung der Wälder eingesetzten Chemikalien wie Agent Orange sind bis heute spürbar. Natürlich wird auch insbesondere die Tapferkeit und Resistenz der Vietcong gegen die Amerikaner betont - ich wusste beispielsweise nicht, dass hier auch hauptsächlich Frauen und Mädchen beteiligt waren. Sie brachten Waffen, Essen und Logistik über Tunnel, mit Booten und auf Flüssen und kämpften auch selber. Der Wille und die Resistenz der Vietnamesen ist auf jeden Fall bewundernswert - und das merkt man bis heute. Sie sind alle sehr arbeitsam, zäh und hart im Nehmen. Ein Satz aus dem Museum ist passend dazu:
"Die Amerikaner können zum Mond fliegen und sicher zurückkehren. Doch wenn sie nach Vietnam kommen werden sie vielleicht keine sichere Heimkehr mehr haben."
Die Bilanz ist verheerend: 3 Millionen Tote, Millionen Verletzte und Vertriebene, Traumatisierung einer ganzen Generation, Erbgutschädigungen und Deformationen, verminte Gebiete und Umweltzerstörung, die bis heute nachwirken. Nach dem Besuch brauchen wir erstmal einen Kaffee und dann stürzen wir uns in den verrückten Verkehr von Saigon. Abends müssen wir dann natürlich auch das Nachtleben testen, das weithin bekannt ist. Die Stadt schläft nie und nach einem Drink auf dem Rooftop mit Blick auf die Skyline stürzen wir uns in den Wahnsinn der Bui Bien Walking Street. Eine komplette Straße voller Clubs, Bars, Neonleuchten, lauter Musik, Tänzerinnen und Menschen aus der ganzen Welt. Was für ein vibe - da kann Augsburg und auch München einpacken 😅 Hat mich ein bisschen an Thailand Bangkok erinnert. Hier läuft echt alles rum, von alt bis jung von Abendkleid bis Adiletten. So ein Publikum gibt es nicht alle Tage und so sind wir erst gegen 05 im Bett 🫠 Saigon ist wirklich cool und man merkt deutlich den Unterschied zu Hanoi. Viel westlicher und moderner und an jeder Ecke laufen Europäer rum.Read more


















Traveler
😂😂😂