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    10.4.23, One Day in Bangkok

    April 10, 2023 in Thailand ⋅ ⛅ 36 °C

    16 Stunden hatte ich Zeit in Bangkok. Und was soll ich sagen? Eine prima Zeitspanne, wenn ich doch eigentlich gar keine Lust auf Großstadt hatte.
    Morgens um 5 Uhr war natürlich touristisch noch nichts los, die Stadt erwachte schon, auf der Kao San sah man die letzten Alkoholleichen und ein bisschen Streetfood gab's für diejenigen, die nach der durchzechten Nacht Nährstoffen brauchten. Ich organisierte hingegen meine Verbindung nach Ko Tao (Insel in Südthailand) und hoffte, dass ich bald meinen ersten Eiskaffee bekomme. Einen kleinen grünen Park fand ich und so vergingen schnell die ersten 3 Stunden des Tages. Pünktlich bewegte ich mich zum Großen Palast von Bangkok, um den großen Touristenmassen zu entgehen. Und das war gut so. Denn so hatte ich wenigstens ca 15 Minuten, in denen mir nicht ständig jemand vor die Kamera sprang und ich die funkelnden Goldene Verzierungen überall bestaunen konnte. Auch der besondere Smaragdbuddha (der aus Jade ist!) mit seinen 66cm kommt auf seinem riiiiiesigen hohen, goldenen Schrein richtig zur Geltung. Die morgendliche frische Luft war eine richtige Wohltat.
    Schon bald wurde es knüppeldicke voll und die Temperaturen erreichten beinahe 38 Grad.
    Bei der kostenlosen Führung traf ich auf Maria (Mexiko) und Alex (Ukraine). Wir erfuhren, dass der Große Palast wirklich nur noch für die Krönungszeremonien und Banquette genutzt wird. Was für eine Schande, bei diesem beeindruckenden Gebäude. Auch der angeschlossene Wat Phra Keaw strahlt mit seinem Gold - übrigens echtes Blattgold, keine Farbe. Das Gold wird spätestens alle 50 Jahre in einer großen Festlichkeit erneut. Neben der Bibliothek mit königlichen Schriften, werden hier auch die Asche der Königsfamilie aufbewahrt. Auf dem umlaufenden Wandgemälde mit einer Länge von knapp 2km wird wiederum eine Sage erzählt. Auf dem Gelände befindet sich auch eine Nachbildung von Ankor Wat, da ehemalig Myanmar, Nordthailand, Laos, Kambodscha und Vietnam zum Großreich Siam gehörten.
    Nach 3 Stunden im Königspalast zogen Maria, Alex und ich weiter zu einer im Ticket inkludiert Aufführung im Theater, wo traditionelle Tänze und Kostüme vorgestellt wurden. Das war sehr kurzweilig und beeindruckend, vorallem weil ich einige Kostüme wiedererkannt habe - im Norden von Thailand und Laos waren diese immer mal wieder auf Fotos zu sehen. Diese sind alle sehr detailliert ausgearbeitet, viele Stickereien und Glitzer überall.
    Wir zogen weiter nach/durch Chinatown. Jeglicher PlastikSchnickSchnack, von dem man Nichteinmal wusste, dass es sowas gibt (z.B. ein Miniventilator für die Hand) wird auf der einen Straße angeboten, in der nächsten dann Kerzen/Räucherstäbchen/Opferschalen für die chinesischen Tempel, in der nächsten nur Stoffe, in der nächsten nur Schuhe usw usw usw... und natürlich auch eine Straße voller Kräuter, Tees und undefinierbarem Essen.
    2 Stunden Ruhe gönnten ich mir dann auf dem Fluss, in dem ich mit der örtlichen Fähre einfach auf und ab fuhr und Fotos vom bekannten Wat Arun ergattert. Mit vegetarischen Essen endete dann der Abend mit Maria und Alex, hinein ging es in den Bus und ab gen Süden.
    (Um 6 Uhr morgens sitze ich bereits auf der Fähre nach Ko Tao. Und irgendwie bin ich etwas erschrocken, NUR westliche Gesichter zu sehen. Schon verrückt wie 12 Stunden Busfahrt das Umfeld sooo wahnsinnig ändern kann. Andere Kulturen, andere Menschen, andere Landschaften, anderes Essen, andere Luft...)
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