• steffis.traveldiary
Mar – May 2023

Thailand, Laos, Borneo 2023

A 69-day adventure by steffis.traveldiary Read more
  • Trip start
    March 14, 2023

    14.3.23, Auf geht's!

    March 14, 2023 in Thailand ⋅ ☁️ 33 °C

    Hei there, ihr lieben Freunde und Familie, das große Abenteuer startet. Meine erste Tour alleine. Nun sitze ich schon eingequetscht im Flieger, erst geht es über Istanbul nach Hongkong und dann von dort aus nach Bangkok. Hoffentlich geht alles gut, da der liebe Herr am Check In meinen letzten Flug nicht im System hat. Naja, also bitte alle die Daumen drücken!

    Ich melde mich dann wieder vom anderen Ende der Welt.

    Liebste Grüße ☀

    Ui ui ui ... Ich bin aufgeregt
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  • 14.3./15.3.23, der große Trip startet

    Mar 15–16, 2023 in Thailand ⋅ ☁️ 33 °C

    Nun ist es soweit: steffis goes travelling. Und diesmal allein. Ein bisschen aufgeregt bin ich, natürlich wäre ich lieber mit Reisebuddies gestartet, aber vielleicht liegt ja auch mit dem "allein sein" ein ganz besonderes Abenteuer vor mir?! Ohja! Ich freue mich darauf, mir die Reiseziele zu suchen, die ich wirklich gerne besichtigen würde und auf die besonderen Begegnungen mit Menschen, die ich bei einer gemeinsamen Tour wahrscheinlich nie getroffen hätte. Ich bin mir bewusst, dass es sicherlich auch mal schwierige Momente geben wird, aber alles in allem bin ich super happy, nun einfach meinem Traum nachzugehen, 10 Wochen durch Südostasien zu reisen und diese Wunsch wegen einer nicht vorhandenen Reisebegleitung aufgegeben zu haben. Außerdem wird das eine Erfahrung fürs Leben. Da bin ich mir sicher! :)
    Wenn ich dies so schreibe, bin ich gerade 16 Stunden unterwegs, sitze bereits im letzten Flugzeug, was mich von Hongkong nach Bangkok bringt. Draußen sind es 25 Grad, der moderne Flughafen, errichtet auf künstlichem Land mit Blick auf die Skyline und die Berge/Hügel von Hongkong gefallen mir sehr. Ich bin ja fast traurig, dass ich nur 2h über den Flughafen laufen konnte und es noch sooo viel über dieses Baugroßprojekt hätte zu erfahren geben. Gleich startet die Maschine, ich habe ein Fensterplatz ergattert und hoffe schon auf ein Foto der Skyline. Meine Daumen sind gedrückt.
    Vor mir liegen nun 10 Wochen, genau genommen 68 Reisetage, in denen ich von Bangkok nach Nordthailand, nach Laos und Kambodscha (vielleicht reicht die Zeit noch für Borneo) ziehen werde. Etwas ungewöhnlich ist es, dass ich die ersten 3 Wochen beinahe durchgeplant habe: für einen kurzen Stop Over werde ich in Bangkok übernachten, gleich am nächsten Morgen geht's weiter nach Chiang Mai, dem spirituellen Zentrum der Region. Hier werde ich kurz den Vibe einsaugen und mich dann selbst in Stille zurückziehen und im Meditationszentrum für ca 12 Tage der Vipassana Meditation folgen bzw weiter erlernen. Dieses Erlebnis durfte ich bereits im Januar in Bayern erfahren. Das waren/werden wieder anstrengende zwei Wochen, aber die langfristige Bereicherung ist unbezahlbar. Und so freue ich mich auf diesem Auszeit - eine Auszeit von allem. Auszeit vom Handy, von Gesprächen, von allem "weltlichen". Mehr dazu aber später.
    Und dann soll es gleich weiter nach Laos gehen - das Reiseland, in dem ich am längsten Verweilen möchte. Und so habe ich mir bereits gleich ein (auf Empfehlung, danke Markus!) Highlight gebucht: ich werde 3 Tage in den Baumwipfeln des Laotischen Dschungels verbringen. In den Baumhäuser, welche nur über Ziplines erreichbar sind, werden wir nächtigen und das Dschungelleben hautnah erleben....
    Dann aber genug mit der Planung. Mal sehen, was dann so kommt.

    Schön, dass ihr alle hier mit mir dabei seid. Ein Stück heimatlichen Verbindung ist das. Und außerdem ist es so schön zu wissen, dass ich irgendwann einmal (wenn ich alt und grau bin, was aber hoffentlich nie passen wird), dieses Reisetagebuch lese und ich mich an die Erlebnisse, Begegnungen und Emotionen erinnern werde.

    Update 22:14 Uhr: sitze im Uber zum Hostel. Das hat bis hierhin also alles schonmal reibungslos geklappt
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  • 15.3.23, Abends in allein Bangkok

    March 15, 2023 in Thailand

    So liebe Leute, an Tag 1 ist mein Mitteilungsbedürfnis noch groß und so gibt es regelmäßiges Updates ;)
    Ich bin soooo happy, dass mit den Flügen alles reibungslos geklappt hat (nur nen Foto von der Hongkong Skyline gibt's nicht) und ich dank eines funktionierendes Flughafens nach kurzer Zeit mein Gepäck hatte, ne Simkarte im Handy und auch mein Uber zum Hostel buchen konnte.
    Wie schön, dass ich beim Ankommen mit einem lauen Lüftchen von 28 Grad begrüßt wurde und auch das Hostelzimmer trotz direkter Nähe an der berühmt berüchtigten Kao San Road Ruhe auf dem Hinterhof verspricht. Und so lässt sich der Jetlag (es ist 1 Uhr nachts und ich bin hellwach) mit Streetfood, Livemusik und ersten Shoppingversuchungen in einer Nebenstraße gut rumbekommen. Erstes Souvenir ist auch schon gekauft. Ich verrate aber noch nicht für wen ;)
    In der Kao San Road ist es dagegen nicht aushaltbar. Die Clubs/Bars/Restaurant überbieten sich gegenseitig mit immer lauterer Musik, sodass hier ein Aufenthalt nur mit dem angebotenen Lachgas oder Cannabis auszuhalten wäre. Außerdem gibt's hier an jeder Ecke Skorpione, Spinnen und Krokodile zu verspeisen. Fotos aber sind verboten. Sticky Rice with Mango, Kokoseis, Pad Thai und Papaya Salat locken, aber ich muss ja nicht an Tag 1 alles verspeisen 🙈 es lässt sich also schon ganz gut aushalten und damit ist der Auftakt gelungen!
    Nur eine Salsa Bar/Club lässt sich hier nicht finden. Schade eigentlich.
    Morgen früh geht's dann zum Flughafen, allerdings schon richtig zeitig, weil der Bus wohl stündlich kommt, aber ohne eine bekannte Abfahrtzeit und dann wohl mindestens eine Stunde durch die Stadt braucht. Naja, vllt wird es in letzter Minute doch das 10x teurere Taxi.
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  • 16.3.23, auf nach Chiang Mai

    March 16, 2023 in Thailand ⋅ ⛅ 33 °C

    Die ersten Nacht in Bangkok war noch vom Jetlag geprägt. Einerseits war ich die halbe Nacht auf den Straßen Bangkoks unterwegs, andererseits hat mich die Hitze um den Schlaf gebracht. Relativ frühes Aufstehen war angesagt, damit ich den öffentlichen Bus zum Flughafen bekomme. Das hat soweit reibungslos geklappt. Mit Mango-Drachenfruit-Shake kann ja auch ein Tag kaum besser starten. Morgens war auf den Straßen von der berauschenden Nacht nichts mehr zu erkennen; die sehr sauberen Thais haben bereits alle Spuren der Partypeople beseitigt.
    Zur Mittagszeit habe ich dann weiter an meinem negativen CO2-Fußabdruck gearbeitet (shame on me - hat jemand eine Empfehlung für ein gutes Ausgleichsprojekt?) Und bin nach Chiang Mai, dem spirituellen Zentrum Thailands, geflogen. Hier warten nun 2 entspannte Tage auf mich, bevor es dann ins Meditationszentrum geht.
    Da ich ja sehr aufs Geld bedacht bin, habe ich am Flughafen zwei Touris gefragt, ob wir nicht ein Taxi teilen wollen würden. Und siehe da, es gibt ebenso verrückte Leute wie mich, die sogar auf die Idee kommen vom Flughafen zu laufen. Here we go. Und so war das der Beginn des Kennenlernens mit Ashraf und Sari aus Israel. Ein kleiner Streifzug durch Chiang Mai, das erste Mal in Tuch und Rock gewickelt und einen Tempel besichtigt und Satay Spieße verspeist. Zum Abend traf ich Sari wieder und wir wollten uns im Dunkeln noch den berühmten Wat Chedi Luang (Wat = Tempel) anschauen. Ins Gespräch vertieft, nahmen wir nur am Rande die alten Mauern war. Anders als sonst, strahlt dieser Tempel nicht vor Gold und lauter Buddha Statuen, sondern er lebt von seinen Backsteinen und alten Strukturen. Doch schon nach wenigen Minuten holte uns ein fettes Unwetter ein. Ich dachte, es sei Trockenzeit?! Wir stellten uns schnell unter einen Überstand doch wir blieben nur kurz verschont. Der starke Regen und kräftige Wind ließ uns pitsch nass in der Ecke stehen. Doch bei Gesprächen über große Lebensfragen, was ist eigentlich Meditation, wie Vergänglich ist alles um uns herum, mögen wir die Welt positiv sehen und was die großen Lebensträume sind, wurde uns nicht langweilig.
    Eine Stunde später machten wir uns noch auf zum Night Bazaar, trafen Ashraf wieder, verspeisten leckeres Thai Food und ließen bei weiterführenden Gesprächen über das Leben und die Druze-Religion den Abend ausklingen.
    Ich bin sehr dankbar, an diesem Tag auf die zwei Jungs gestoßen zu sein. Es ist immer wieder schön und bereichernd den Blick zu weiten!
    ... Nun ist es wieder beinahe 2 Uhr nachts und ich muss ins Bett. Morgen heißt es dann ein neues Hostel für die Zeit nach der Mediation zu finden und zum Nachmittag besuche ich dann meine erste Thailändische Kochstunde.

    ___________________

    Es war sehr interessant von Sari zu erfahren, in welchen strikten Glaubensgemeinschaft er aufgewachsen ist, jedoch in Europa studiert hat und nun sich kaum mehr zu seiner Religion und seiner Heimat zugehörig fühlt. Für ihn ist vieles rückständig. Es muss sich oft zwischen seiner Familie oder dem freien Leben entscheiden, denn sobald er offen ansprechen würde, er würde lieber anders leben, die Religion ablegen oder auch eine Frau aus einem anderen Land/Religion haben, würde ihn aus seiner Gemeinschaft ausschließen, förmlich abstoßen. Dies bringt in immer wieder in innere Konflikte.
    Außerdem ist es schwierig, da sich die Drusen als Araber zählen, aber eben nicht als Muslime. Sie werden in Israel als Minderheit akzeptiert, beteiligen sich an den Dingen, die ein Volk gemeinsam bewältigt (wie Militärdienst), werden aber weder von den Juden noch den Muslimen so richtig anerkannt.

    ... von diesem Themen hatte ich bis hierhin noch nie etwas gehört.
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  • 17.3.23, Thai Küche Hautnah

    March 17, 2023 in Thailand ⋅ ⛅ 33 °C

    Langsam passe ich mich dem örtlichen Schlafrythmus an, denn langsam muss das auch passieren: denn immerhin ab morgen muss ich stets um 4.00 Uhr für die erste Meditation bereit sein...
    Mit den angenehmen Temperaturen ziehe ich durch Chiang Mai und klappere ein Ho(s)tel nach dem anderen ab, um einen perfekten ( :/ ) Unterschlupf für die Zeit nach dem Kloster zu finden. Doch schon bald erkenne ich mein Muster und lächle ein wenig darüber. Warum muss es eigentlich eine immer noch bessere Kombination aus preiswert, gemütlich, Platz und Atmosphäre geben?! Das stetige Ausreizen meiner Möglichkeiten bringt mich manchmal an meine eigene Grenzen des Wahnsinns. Lalala. Aber vielleicht hilft mir da dann auch meine Zeit im Meditationszentrum hinweg. Wer weiß. Auf jeden Fall hat es sich gelohnt und nun weiß ich, wo ich in 2 Wochen unterkommen werde.
    Mit Mango Sticky Reis schlage ich mir zum Mittag den Bauch voll, bevor ich dann mit 12 anderen Personen erlerne, wie wir gutes Thailändisches Essen zubereiten. Lilly von der Smile Organic Farm führt uns erst über den lokalen Markt und dann durch den Garten voller Kräuter der asiatischen Küche, vorbei an besonderen Basilikumarten, Galagant und Ingwer, Kaffir Limetten Blättern und zahlreichen Chillis. Unter freiem Himmel schwingen wir schon bald das Soja Öl im Wok, fügen diverse Fishsaucen, Sojasaucen, Zucker (darf hier in keinem Essen fehlen!), Mushroom Sauce, Oystersauce hinzu. Gemüse diverser Art darf auch nicht fehlen. Lilly leitet uns Step für Step und so bereiten wir über den ganzen Abend hinweg 5 leckere Gerichte zu: Frühlingsrollen, gebratener Tofu mit Holy Basil und Chilli, weiße Kokos Milch Suppe (Tom kha gai) und ein Grünes Curry. Selbst die Currypaste haben wir selbst gemacht. Viele kleine Tricks und Kniffe haben wir gezeigt bekommen, sodass ich gespannt bin, ob mir Zuhause auf einem Cerankochfeld diese leckeren Gerichte auch gelingen werden.
    Ein bisschen kam ich beim Kochkurs auch ins Träumen: wie schön wäre es doch, ein großes Eislabor zu haben und andere Interessierte in die Welt des Eismachens einzuführen? Mit Koogla gibt's ja bereits die Eiskurse für zuhause. Aber wie wäre es in meiner eigenen Eismanufaktur?! I would love it!!!
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  • 18.3.23, Wat Phra That Si Chom Tong

    Mar 18–31, 2023 in Thailand ⋅ ⛅ 33 °C

    Nun ist es soweit! Ich bin ein bisschen aufgeregt, aber definitiv positiver Natur. Es liegen nun 12 Tage Meditation in Stille vor mir. Vorher gibt's noch ein kräftiges Mittagessen, weil ich erst zum nächsten Frühstück wieder etwas erwarte.
    Ich melde mich danach wieder und bin gespannt, ab wann ich überhaupt mein Handy wieder anmachen möchte ...
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  • 21.3.23, Buddha Day, Tag 3 Vipassana

    March 21, 2023 in Thailand ⋅ ⛅ 34 °C

    Neumond, Buddha Day, Tag 3 Vipassana Meditation

    Heute ist Neumond und so wird wie zu jedem Viertel-, Halb-, Dreiviertel- und Vollmond der Tag des Buddhas mit einer Messe im Tempel begangen.
    Im Rahmen meiner Vipassana Meditation und dem angeschlossenen Wat Sri Phra Chomtong durfte ich heute Teil der 2 stündigen Zeremonie sein. Vorweg sei gesagt: meine Kniee tun weh! Aaaah!
    In der großen Meditationshalle nehmen vorne auf dem Podest neben dem Buddhaschrein und der Wachsfigur des Berühmten Ajarn Thong die in orangen Kutten gekleideten Mönche Platz.
    Auf dem Teppichboden der Halle sitzen die Meditierenden aus aller Welt. Die Meisten von ihnen sind in weiß gekleidete Thais. In den vorderen Reihen sitzen die Männer, dahinter die Frauen je nach Rang und Alter. Die Hierarchie in der Thaikultur habe ich noch nicht ganz verstanden, aber diese wird in vielen Dingen im Alltag sehr streng verfolgt, um so jeweils dem Ranghöheren (z.B. Alter, Bildung, Beruf,..) Respekt zu zollen. Das kleine Grüppchen, was mit mir zusammen meditiert nimmt am Rand Platz. Wir sind ebenso (wie schon die ganzen Aufenthalt hier) alle in weiß gekleidet und haben unser Lieder-Gebetsbuch auch in englischer Sprache dabei. Und so wird gemeinsam sprechgesangsartig das Abendgebet gesprochen, gefolgt von zahlreichen Buddha-Lobpreisungen, den Fürbitten, der Bitte um Vergebung, der Annahme der 8 Buddhisten Gebote und vieles weitere. Der Hauptmönch spricht jeweils vor, die Gruppe singt/spricht die Verse jeweils nach. Die Mönche tun dies ebenso. Darauf folgt ein ca. 45 Minütiger Dhamma-Talk, vergleichbar mit einer Predigt in der Kirche. Da dieser jedoch auf Thai ist, bleibt mir hier nur diese Zwischenzeit in Achtsamkeit und Sitzmeditation zu verweilen und gleichzeitig mich von dem Schmerz in meinen Knieen abzulenken. Bis hierhin knien wir alle bereits gute 2 Stunden oder hocken im Schneidersitz. Beine ausstrecken ist nicht gestattet, da niemals die Füße in Richtung Buddha (oder auch einer anderen Person gegenüber) gestreckt werden dürfe. Dies ist äußerst unhöflich, da die Füße der unterste und damit der dreckigste Teil des Körpers ist.
    Die Atmosphäre in der Halle ist sehr offen und trotzdem sind alle dem Mönch und seiner Predigt sehr zugewandt, gleichzeitig ist es auch ein lustiger Anblick, wenn während der Messe einige Mönche an ihrem Handy etwas tippen, andere Gähnen oder wieder weitere Einschlafen (oder meditieren - Wer weiß..). Gerne hätte ich davon ein Foto festgehalten, doch ich scheine die einzige zu sein,die sich ans Handyverbot hält.. schade eigentlich.
    Vor der Zeremonie hatten wir kleine Blumen gekauft, die nach dem Abschluss gebraucht werden. Draußen ist es nun schon dunkel geworden, der Tempel ist angestrahlt und so funkelte das Gold der Stupa wie immer prächtig.
    Die Mönche und alle Meditierenden drehen nun drei Runden mit ihren Blumen um die Stupa, verbeugen sich dabei vor jeder Buddha Statue und singen dabei ihren Buddha-Vers. Diese Stimmung ist wirklich besonders.
    Zu guter letzt zünden wir unsere 3 Räucherstäbchen und unsere 2 Kerzen an, legen unsere Blumen ab und schicken nocheinmal unsere Wünsche in das Universum.
    Selbst wenn die Knie sich nun wirklich Erholung verdient haben, so hat es sich wirklich gelohnt, diese Zeremonie mitzuerleben. Ich spüre etwas mehr, wie sehr die Thais mit ihrer Religion verbunden sind. Gleichzeitig ist der Buddhismus mehr als eine Religion. Sie ist (für mich und viele andere) eher eine Lebensphilosophie...
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  • 31.3., #meditierenistkeinzuckerschlecken

    Mar 31–Apr 1, 2023 in Thailand ⋅ ☀️ 35 °C

    Hiermit melde ich mich wieder wohlbehalten zurück! 2 Wochen im Meditationszentrum, angeschlossen an den Wat Chomtong im Norden von Thailand.
    Aber: wer dachte, ach, da wird meditiert. Einfach nur entspannt und geschlafen. Alles ganz easy. Der hat sich geschnitten. Im Gegenteil. Es handelt sich viel eher um einen Job, der von früh bis Abends ausgeführt wird.
    Und nichts destotrotz bin ich auch wie bei meinem ersten Vipassana-Meditations-Kurs im Nachgang sehr glücklich und erfüllt, mich 12 emotional herausfordernden Tagen hingegeben zu haben. Mit großem Dank schaue ich auf den Aufenthalt in Wat Chomtong unter der Lehre des (in Meditationskreisen und Thailand) bekannten Phra Ajarn Thong, zurück. Hier im international Department Leben wir im weitläufigen Umfeld des heiligen Buddhistischen Tempels Wat Chomtong. Man sagt, dieser Ort ist mehr als 2000 Jahre alt und ein Relikt des Buddha befindet sich in der goldenen Stupa, ein Stück seines Schädelsknochens sei hier verborgen.
    Nun kurz zum Meditieren: die Vipassana (=Einsichts-)Meditation widmet sich ganz dem Hier und Jetzt, dem eigentlichen Moment, den Gefühlen, dem Körper, dem Geist selbst und den zugehörigen so genannten Geist-Objekte. Das klingt soweit nicht so schwer, doch es ist für mich (wie wahrscheinlich viele von uns) gar nicht so einfach, wirklich achtsam den Moment oder die kleinste Tätigkeit wahrzunehmen. Doch diese Achtsamkeit stärkten wir bei dem Retreat und durchliefen innerhalb eines strikten Tagesablaufs (4.00 Uhr aufstehen, 22.00 Uhr Schlafenszeit) verschiedene Phasen der persönlichen Entwicklung. Ich würde Lügen, wenn ich behaupte würde, meditieren mache Spaß, sei pure Entspannung, "einfach mal den Gedanken nachgehen". Nein, genau das alles ist es nicht. Doch die Bereicherung zum Ende, würde mich behaupten lassen, dass die Welt ein Stück besser wäre, wenn sich jeder Mensch auf dieser Welt sich seiner Selbstentwicklung, seiner Achtsamkeit und die Wirkung seines Tun und Handels auf unsere Umwelt viel mehr Wert schenken würden. In vielen kleinen Moment ist das hier innerhalb der Tempelanlagen zu spüren, wie die Liebe und Güte und der achtsame Umgang miteinander, sowie die Achtsamkeit im Allgemeinen einen friedvollen Ort geschaffen hat, der in die Welt hinaus strahlt.
    Lasst uns gerne persönlich zusammensetzen und ich berichte etwas ausführlicher. Doch das würde jetzt hier den Rahmen sprengen ....
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  • 1.4.23, Hiking bei Chiang Mai

    April 1, 2023 in Thailand ⋅ ☀️ 36 °C

    Die Meditationszeit ist beendet, die vielen Tempel in Chiang Mai bieten jedoch noch so einige Möglichkeiten sich etwas zurück zu ziehen - so zumindest der Plan ;)
    Über der Stadt in den Bergen im Grünen trohnt der Wat Dui Suitep, ein heiliger Tempel mit 2000 Jähriger Geschichte. Um etwas in sportlicher Form zu bleiben (und auch um mir das Taxigeld zu sparen) wanderte ich durch die Dschungelartige Landschaft gut eine Stunde hinauf. Anders als noch in Malaysia, bin ich nun in mitten der Trockenzeit unterwegs. Die Wälder/Dschungel sind zwar grün, aber eher trockenener und auch die Trampelpfade besser begehbar. Bei meiner "Erfahrung" hatte ich davor aber auch nicht wirklich Schiss. Was die Tour aber anstrengend gemacht hat, war die schlechte Luft. Seit März werden die Ackerflächen abgebrannt und so liegt eine dicke Smogglocke über dem Norden Thailands. Chiang Mai ist wohl im Augenblick die Stadt mit den höchsten Feinstaubwerten weltweit. Dies war mir so gar nicht bewusst, aber ich merke, wie das Atmen schwerer ist, man sich nach frischer Luft sehnt und auch die Sonne in einem tiefen Orange strahlt. Zudem ist es auch überhaupt nicht möglich, überhaupt nur einen Hügel weiter weg zu sehen. Die Luft ist einfach dicht. Diese Extreme kannte ich bis hierhin noch nicht.
    Meine Wanderungen endete am Wat Phra Lat. Ein Traum im Wald. Alte Ruinen, an einem Wasserfall gelegen, schöne Buddha Statuen. Hach, hier kann es einem gut gehen.
    Vor hier aus wollte ich mich eigentlich von einem Sammeltaxi mitnehmen lassen, um den Wat Dui Suitep zu erreichen, jedoch erbarmte sich leider keines. An einem (Not-)Viewingpoint traf ich dann auf einen alten Italienischen Herren, der mir nach langen lustigen Gesprächen mit Hand und Fuß (sein English war nicht das beste) eine Fahrt mit seinem Roller hinauf anbot. Zusätzlich kam noch sein thailändischer Freund mit, der kein Wort englisch konnte und so wurde die Kommunikation noch komplizierter, aber auch lustiger. Da die zwei an dem Samstag nur vor hatten, die Straßenhunde zu füttern, entschlossen sie sich kurzerhand mich auch beim Tempelbesuch zu begleiten. Damit hatte Ich gleich meine persönlichen Fotografen an der Hand, die mich vor jedem Buddha und jeder goldene Stupa ablichten ;) nur damit klappte es dann nicht mit der Meditation...
    Sie fuhren mit mir auch noch weiter in eines der Bergdörfer,wir schlenderten durch die Gassen und verabredeten uns gleich zum Mittag, angeblichen zum besten Pad Thai der Stadt.
    Beim Weg hinab musste ich mich beim Gedanken ertappen, dass ja mein Plan jetzt ganz anders lief, dass ich ja gerne viel detaillierter den Tempel angeschaut hätte usw, aber gleichzeitig merke ich, wie ich schön diese spontane Begegnung war und welche neueren, für mich vorher unmöglichen, Möglichkeiten eröffneten. Ich merke hier, wie ich durch die Meditation deutlich reflektierter bin und mir diese Gedanken nun überhaupt ersteinmal auffallen. Vollkommen ohne Wertung. Denn man/ich weiß ja eh nicht, wie es anders gewesen wäre. Und es war einfach schön. Und das ist doch gut so! :)
    Das PadThai war wirklich lecker und so verabschiedete ich mich dann von Bruno und seinem Freund.
    Zum Nachmittag hin überkam mich dann nochmal die Nervosität, da ich vergessen hatte mein Geld für den Grenzübertritt nach Laos zu tauschen. Irgendwie hatte ich nicht auf dem Schirm, dass die Thais ja auch Wochenende haben und die Läden Sonntag geschlossen haben. Aber in letzter Minute, vielen Optimierungswahnsinn meinerseits und geschundenen Nerven, hats dann aber noch geklappt.
    Und manchmal ist die Welt ein Dorf: während ich durch die Stadt schlendere, taucht mit einmal nochmal der ältere Italiener auf. Total goldig: er hatte meine Kontaktdaten in den sozialen Medien nicht gefunden und war ganz nervös, dass er die Bilder des Tages nicht erhalten wird. Mit viel technischem Hin und Her hat es dann aber doch noch geklappt!
    Zum Abend traf ich mich dann nochmal mit Torque, einem Schotten, der seit vielen Jahren meditiert und den ich im Zentrum kennengelernt habe. Hitzige Diskussionen und Denkanstöße waren Teil des Abendessen. Verschwörungstheorien juchei ;)
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  • 2.4.23, nach Laos über den Mekong

    April 2, 2023 in Thailand

    Heute gibts nicht sooo viel zu berichten, da ich vorwiegend die Zeit im Bus verbracht habe. Also früh am Morgen laufe ich durch die schon von Smog durchsetzte Luft und mache es mir dann für 7 Stunden im Bus bequem. Zweifelsohne waren die in Malaysia besser, aber nichts mehr ist mit dem Standard in Vietnam von vor 6 Jahren zu vergleichen. Also verlief die Fahrt recht unaufregend nach Chiang Khong, von wo aus dann der Grenzübertritt über den Mekong auf der Friendship-Bridge angegangen wurde. Also in der einen Passkontrolle Thailand verlassen, in den Shuttlebus steigen, übern den Mekong fahren lassen, aussteigen, visa an der Grenze einsammeln, bezahlen, in die Kamera lächeln und zack: herzlich willkommen in Laos. Leckeres Abendessen dann noch in Huayxay und nun fallen die Augen zu. Morgen startet dann das Gibbon Experience. Ich bin schon ganz gespannt!Read more

  • 3.-5.4.23, im Dschungel mit den Gibbons

    Apr 3–5, 2023 in Laos ⋅ ⛅ 32 °C

    Theretisch ja, praktisch nein. Also gleich vorweg: #heutegibtesleiderkeinegibbonsfürdich
    Auf Empfehlung habe ich schon zuhause das Dschubgelabenteuer "Gibbon Experience" gebucht, um 3 Tage durch den Dschungel zu wandern, idealerweise Gibbons durch die Lüfte schwingen zu sehen, im höchsten Baumhaus der Welt zu übernachten und nebenher noch eine handvoll Ziplines mitzunehmen. Selbst wenn es mit den Gibbons nichts geklappt hat, so ist das Ökotourismusprojekt trotzdem einen Besuch wert. Mit einer 8 köpfigen Truppe machten wir uns auf in den Nationalpark Nam Kha, bekamen schon nach kurzer Zeit unsere Zipline Ausrüstung und hingen uns nach kurzer Einführung unserer Guides Peng und Campi in die Seile. 3 Ziplines, mehrmaligen 15 Minuten Hikes und zahlreiche Moskitostiche später erreichten wir dann unser Baumhaus, was unser Unterschlupf für die nächsten Tage sein sollte. Auf 3 Ebenen erstreckt sich hier das schönste Klo und die atemberaubende Dusche zusammen mit 3 Schlaf"räumen" und einer Küche in den Dschungel. Wir sind ein Teil des Blätterdachs und der Vögel. Versorgt werden wir aus einem der umliegenden Dörfer, aus dem uns das Essen via Ziplines gebracht wird. Es ist schon verrückt, an einem Ort zu wohnen, der nur durch Ziplines erreichbar ist :)
    Eigentlich gehören zu dem Projekt mittlerweile 12 Baumhäuser (unter anderem das höchste der Welt), zahlreiche Ziplines. Doch mit Corono wurde die staatliche Unterstützung ausgesetzt, die touristischen Einnahmen entfielen und so konnten einerseits nicht alle Baumhäuser in Stand gehalten werden und auch die illegale Rodung und Jagd stieg auf Grund der ausbleibendem Patrouillen wieder an. Von ehemals 5 Gibbonfamilien wohnen im Augenblick nur noch 3 Familien im Park. Auch die starke Luftverschmutzung aufgrund der Verbrennungen und die hohe Trockenheit/Temperaturen machen es den Tieren schwer hier unbeschwert zu leben. So haben wir allgemein viel weniger Tiere gesehen, als wir erwartet hätten.
    Am zweiten Tag führte uns Campi aber in die vielen verschiedenen Pflanzen des Dschungels ein. Ob dieses Wissen nun jedoch zum Überleben reicht, wage ich zu bezweifeln ;) Diese Wanderung kombiniert mit ca 6 km Ziplines machen den Tag perfekt. Wir gleiten schon wie Profis durch die Lüfte und genießen den Ausblick nach unten und in die Ferne in die verrauchte Landschaft. Wie toll es hier wohl aussehen mag, wenn der Smog weg ist? Wahrscheinlich unbeschreiblich!
    Wir runden den Abend mit internationalem Stadt Land Fluß, Rätseln, Werwolf und Zaubertricks ab.
    Am letzten Tag heißt es bereits morgens zeitig aufstehen, die ersten Vögel zwitschern hören und auf die Suche nach den Gibbons gehen. Leider ohne Erfolg. Dennoch schön, die über dem Nationalpark rot leuchtende Sonne aufgehen zu sehen.
    Die Nächte im Baumhaus waren wirklich besonders. Unter dichten Moskitonetzen waren wir sicher vor Riesenkäfern oder kleinen und großen Ameisen. Zusätzlich gibt der Dschungel diverse Geräusche von sich. Das Gezwitscher der Vögel könnte kaum verschiedener sein. Das Knacken des Bambu(u)s (ist das die Mehrzahl?) Ist so laut, als würden Schüsse losgelassen werden. Zudem fallen ständig trockene Blätter zu Boden oder es Raschelt im Wind. Etwas Schiss hatten wir auch, dass wir wegen Sturm evakuiert werden müssten, aber das blieb uns zum Glück erspart.
    So waren wir also bester Laune, als wir auf staubigen Straßen im PickUp wieder zurück fuhren. Mindestens 10 Km Ziplining gehen auf unser Konto. Check. Das war ein Gaudi.
    Auf halber Strecke verabschiede ich mich von der Gruppe und werde in einem Dorf mit 5 Häuser an der Hauptverkehrsstraße abgesetzt um den Bus nach Luang Namtha heranzuwinken. Nach gut einer Stunde habe ich auch Erfolg und sitze bzw liege in einem angeblich komfortablen Liegebus mit einer anderen Person in einem Kämmerchen, sehe nichts auf den Straßen und lasse mich durch die Serpentinen schaukeln. Hoffentlich wird hier niemandem schlecht ....

    Ach, und ich hätte echt gedacht, dass die Lebenskosten in Laos billiger sind. Aber nein. Alles ist etwa 1,5x teurer als in Thailand. Die wirtschaftliche Lage sei wohl sehr schlecht, das Vertrauen in die eigenen Währung ist nicht groß. In den Dörfern kommt wohl kaum Geld aus dem Tourismus an und die Menschen sind größtenteils mit der Selbstversorgung auf sich alleine gestellt.
    Zudem sieht man hier wieder viel mehr die Einfachheit der Menschen, vielleichr sogar eher wieder Armut. Außerdem wird hier gleich wieder mit mehr Kräutern und weniger scharf gekocht.
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  • JackfruitRice PaddyAkha PeopleWeben und Papyrus Herstellung

    6.4.23, Fahrradtour in Luang Namtha

    April 6, 2023 in Laos ⋅ ☀️ 34 °C

    Der Norden von Thailand soll durch seine Nationalparks mit Primärwald, schöne Wanderrouten, Besuche von Bergdörfern und vorallem dem Ausblick und die Karstberge traumhaft sein. Trotz dessen, dass ich nicht viel Aussicht erwartet habe, habe ich mich nach Luang Namtha aufgemacht, um mich dort einer Wandergruppe anzuschließen.
    Meine Busfahrt am 5.4. im Liegekämmerchen mit einer Einheimischen zusammen war abenteuerlich, die 2 Stunden vergingen dann doch aber schnell und zum Glück wurde niemandem schlecht.
    In Luang Namtha stieß ich am Busbahnhof auf Mei-Lin, eine Niederländerin mit Chinesischen Wurzeln, die hier immer auf Grund ihres Aussehens für eine Einheimische gehalten wird. Zu zweit verhandelt sich die Tuk Tuk Fahrt in die Stadt immer etwas besser und so blieben wir dann gleich auch ein Duo für die folgenden Tage und probierten uns durch den Nachtmarkt.
    Am 6.4. Liehen wir uns dann Fahrräder aus und erkundeten Dank der ausgeschilderten Luang Namtha Valley Runde das Tal. Wir besichtigen eine goldene Stupa, passierten verschiedene Dörfer und Gruppierungen, die wiedereinmal fürs Weben oder für ihre Reis Whiskey Herstellung bekannt sind. Man hat einen Eindruck bekommen, wie schön es hier sein kann. Die Reisfelder und die umliegenden Berge bilden ganz gewiss ein tolles Panorama. Auf den flachen Reisfeldern stehen Hölzerne Unterstände, es fliegen zahlreiche Vögel durch die Luft und der Fluss Nam Tha meandert neben uns her.
    Mittag gibt's mitten im Dorf: hier werden nämlich Reisnudeln selbst gemacht, in dem ein Reisteig über Wasserdampf zu einem Art Crepe ausgedampft wird und dann mit der schere in Spaghetti geschnitten, Oben drauf kommt eine Art Bolognesesauce, Koriander und Frühlingszwiebeln. Sehr lecker. Dieses Essen werde ich bestimmt vermissen.
    Immer wieder kommen am Straßenrand neugierige Kinder auf uns zu, die uns freudestrahlend begrüßen. Das macht Spaß und wir fühlen uns sehr willkommen und schekern ein bisschen mit den Kids. Die kleinen Museen am Wegrand, die uns über die Handwerkskünste aufklären sollen, sind leider geschlossen. Stattdessen beenden wir unsere Rundtour mit einem Abstecher zum Wasserfall Nam Dee. Auf Grund der Trockenzeit ist natürlich nicht viel Wasser aufzufinden, dennoch ist die Luft in diesen Tal etwas besser. Dieses Dorf ist bekannt für seine PapyrusPapier Herstellung und wir können sogar lokale Frauen sehen, die gerade die Papyrusmatschepampe auf einem Gestell zum Trocknen ausbreiten.
    35km später, etwas Sonnenbrand und Ausgepowert endet der Tag mal wieder beim Nachtmarkt und einem zeitigen schlafen gehen.
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  • Fußball mit den LocalsOchsenbäckchen und SchafsaugeAkha VillageLeben in ärmlichen VerhältnissenMassage mal anders

    7.4.23, zurück in ländliche Regionen

    April 7, 2023 in Laos ⋅ ⛅ 32 °C

    Es hieß (laut Lonely Planet und der örtlichen Touri-Info), man würde in Muang Sing wunderbare Treks in den Nationalpark machen können und dabei unterschiedliche Stämme/Minderheiten und ihre besonderen Künste bestaunen. Denn die unterschiedlichen Kulturen hier können zum Beispiel besonders toll weben, Papyruspapier herstellen oder Körbe flechten. Andere wiederum sind für ihre Landwirtschaft bekannt. Alle haben sie aber gemeinsam, dass sie in sehr ärmlichen Verhältnissen leben und in die Dörfer/Städte gehen, um dort bei jeglicher Form von Arbeit etwas Geld zu verdienen.
    Und so sind wir nun in Muang Sing gelandet und schnell von dem etwas anderen Leben eingeholt. Denn hier ist von Touristen nichts mehr zu spüren. Wir treffen nur ein westliches Gesicht, eine Französin, die uns zu Akha-Frauen führt, die uns wiederum versprechen am späten Nachmittag mit in ihr Dorf zu nehmen.
    So verbringen wir den ganzen Tag in der Stadt, in der sonst für Touristen nichts mehr zu finden ist. Wer weiß, ob hier vor Covid etwas zu finden war. Aber die Gästehäuser sind geschlossen, die Touri Info gibt es nicht mehr, das Stadtmuseum ist nicht geöffnet und Fahrrad oder Scooterverleih gibt es auch nicht. Aber irgendwie vertreiben wir uns dennoch 8 Stunden lang die Zeit. Einerseits schlendern wir durch die versmogten Straßen, wir spielen mit den Kids Fußball und besuchen den Markt. Andererseits schlage ich mich mit komischen Gefühlen rum: was zum Teufel mache ich hier? Will ich weiterhin in der verschmutzen Luft reisen? Wo könnte es stattdessen hingehen? Was erwarte ich von einem Abenteuerurlaub, wenn mir die fehlenden Touristische Infrastruktur negativ auffällt? Wie gehe ich damit um, dass hier überall der Müll rumliegt? ...
    Auf dem Markt bestaunen wir neben Gemüse und Plastik-Schnick-Schnack auch alle möglichen Teile von Tieren. Lebende Hühner sind ja ein Bruchteil gegen die Innereien und Einzelteile der Rinder und Ziegen. Von Gebiss, über Zunge, bis Schwanz und Augen.
    Mittags gab's Suppe mit leckeren Nudeln in würziger Brühe, vorwiegend mit Stücken, die unserer Blutwurst ähneln.
    Um 17 Uhr finden wir uns dann wieder bei den Akha-Frauen ein, die bis dahin 10 Stunden auf der Baustelle einen Chinesen geschuftet haben. Wir fuhren mit ihnen in das Umland von Muang Sing in deren Dorf. Hier werde ich schlagartig von der Realität eingeholt und ich bin mir bis jetzt nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finde. Auf jeden Fall nennt sich das jetzt: echtes Abenteuer!
    In diesem Dorf finden sich zahlreiche Holzhäuser auf Stelzen, darunter werden Motorbikes oder Holz gestapelt oder Wäsche aufgehangen. Auf den Straßen spielen die Kindern, die Frauen kommen von den Feldern zurück. Zwischenzeitlich rennen hier die alten Frauen nach ihrem langen Arbeitstag auch barbusig rum. Ansonsten sieht es hier wirklich ärmlich aus. Mit unserem privaten Homestay teilen wir für die Nacht also die Hütte mit der Familie. Hier sitzen alle auf dem staubigen Boden, am offenen Feuer wird gekocht und in der alten Kommode steht der Röhrenfernseher der der Hintergrundbeschallung dient. Es ist volles Haus. Ca. 9 Kinder toben hier rum, ansonsten 3 alte Frauen, die uns die ganze Zeit Sachen verkaufen wollen, 3 junge Männer und der Großvater. Mit lustigen Handbewegungen und Keksen machen wir uns Freunde mit den Kindern. Und dann geht's zu Bett. Und nun liege ich hier, auf zerschlissenem Bettzeug, spürbaren Federkernen und habe mich nicht gewaschen, weil es gar keine Möglichkeit gibt. Ui ui ui. Im Hintergrund wird hier ansonsten fleißig gerotzt. also von gaaaanz tief unten alles hoch geholt was es gibt und dann durch die Ritzen zwischen den Dielen auf den Boden gespuckt. Jamm jamm.
    Ja, also, was halte ich nun davon? Hätte ich eine Tout gebucht, hätte ich zweifelsohne gesagt, dass ich wirklich etwas mehr Komfort erwartet hätte. So bin ich aber nun wirklich im echten, authentischen Leben angekommen. Davor wollte ich vllt die ganze Zeit die Augen verschließen... Verrückt. Die Armut wird damit auf jeden Fall deutlich. Und ich würde mich sehr freuen, wenn die Frau, bei der wir jetzt übernachten, etwas von dem an uns verdienten Geld an die anderen abgibt. Denn zweifelsohne hat sie mit uns riiiichtig viel Geld verdient. Und dennoch fühle ich mich in dem Dorf nur halb willkommen. Ich gehöre hier einfach nicht hin, ich passe hier einfach nicht rein. Nicht wegen des fehlenden Komforts, sondern weil ich mich fühle, als seien Touristen von den anderen Dorfbwohnern nicht gewollt ...
    Alles in allem aber ein Erlebnis, was in die Kategorie "unbezahlbar" und "Erinnerung fürs Leben" gehört.
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  • 8.+9.4.23, Tschüß Laos, Welcome Thailand

    Apr 8–10, 2023 in Thailand ⋅ ☀️ 37 °C

    Wenn ich selbst meine Nachrichten lese oder an das schöne Reiseland Laos denke, frage ich mich, ob das mit der Luft wirklich so schlimm sein kann?! Aber ja - kann es!
    Eine Reise nach Laos ist auf jeden Fall wert, aber eben nicht, wenn man kaum etwas des grünen Dschungels oder der Karstlandschaften sieht. Zudem ist es auch so schade, dass auf Grund der wenigen Touristen kaum Touren möglich sind. Und dann auch noch Kopfschmerzen wegen der Luft?! Ach ne. Das brauche ich im Augenblick nicht und entscheide mich dafür für "Good Bye Laos! I will come back, for sure!". Wirklich schade, aber auch der Gesundheit zu liebe ist es sinnvoll das Weite zu suchen und mich weiter nach Süden in Südostasien aufzumachen.
    Es ging in meinem Kopf reichlich hin und her. Die Route und Kosten für die Tourenänderung wollte ich wie immer optimieren. Denn immerhin stand jetzt zur Auswahl nach Vietnam zu gehen oder zurück nach Thailand und Inselhopping oder mein Traum vom vergangenen Jahr zu verfolgen und den Urwald und die Orang-Utans in Borneo zu bestaunen. Es ist gar nicht so einfach, diese Entscheidung mit sich selbst auszumachen, versuchen die Bus- und Flugverbindungen (auch des Geldes und des C02 Fußabdrucks wegen) zu optimieren. Hier bin ich gleich mal wieder in meine alten Verhaltensweise gerutscht, konnte sie aber dank meines Wissens aus der Vipassana Meditation annehmen, anerkennen und sie, soweit es eben geht, auch neu ausrichten.
    Irgendwann habe ich dann die Entscheidung getroffen, zurück nach Thailand zu gehen. In der thailändischen Grenzstadt Chiang Khong fühlte sich mit einmal das Leben wieder sehr einfach an. Irgendwie machte es fast den Eindruck als sei die Luft hier besser. Aber das ist alles nur Einbildung. Nach meinem Abenteuer im ärmlichen Leben der Laos-Volksstämme fühle ich mich schon etwas schlecht, die nachfolgende Nacht in einer schönen Unterkunft mit Pool zu verbringen und abends lecker essen zu gehen. Nichts destotrotz sitze ich am Mekong, schaue übers Wasser nach Laos und sehe wieder nur verschwommene Umrisse. Dabei ist es nur wenige 100m bis zum anderen Ufer. Ich habe mir dann auch mal eine App runtergeladen, die eine Auskunft über den Air Qualität Index gibt. Hier ist die Luft 6x schlechter als Zuhause. Und der Vergleich zu der nächsten Stadt in Laos ist in etwa der gleiche. Somit war es die absolut richtige Entscheidung das Weite zu suchen.
    Und nun sitze ich im Nachtbus nach Bangkok, 14 Stunden liegen vor mir, dann einen Sightseeingtag dort in Bangkok und nachts geht's dann wieder mit dem Nachtbus weiter nach Koh Tao - und damit habe ich mich für ein paar Tage Inselerholung entschieden. Mal schauen, wie lange, aber gerade denke ich so an 1 bis 2 Wochen und dann werde ich endlich Borneo erkunden. Ich freue mich schon!
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  • Großer PalastKönigspalastChinatownFährfahrt

    10.4.23, One Day in Bangkok

    April 10, 2023 in Thailand ⋅ ⛅ 36 °C

    16 Stunden hatte ich Zeit in Bangkok. Und was soll ich sagen? Eine prima Zeitspanne, wenn ich doch eigentlich gar keine Lust auf Großstadt hatte.
    Morgens um 5 Uhr war natürlich touristisch noch nichts los, die Stadt erwachte schon, auf der Kao San sah man die letzten Alkoholleichen und ein bisschen Streetfood gab's für diejenigen, die nach der durchzechten Nacht Nährstoffen brauchten. Ich organisierte hingegen meine Verbindung nach Ko Tao (Insel in Südthailand) und hoffte, dass ich bald meinen ersten Eiskaffee bekomme. Einen kleinen grünen Park fand ich und so vergingen schnell die ersten 3 Stunden des Tages. Pünktlich bewegte ich mich zum Großen Palast von Bangkok, um den großen Touristenmassen zu entgehen. Und das war gut so. Denn so hatte ich wenigstens ca 15 Minuten, in denen mir nicht ständig jemand vor die Kamera sprang und ich die funkelnden Goldene Verzierungen überall bestaunen konnte. Auch der besondere Smaragdbuddha (der aus Jade ist!) mit seinen 66cm kommt auf seinem riiiiiesigen hohen, goldenen Schrein richtig zur Geltung. Die morgendliche frische Luft war eine richtige Wohltat.
    Schon bald wurde es knüppeldicke voll und die Temperaturen erreichten beinahe 38 Grad.
    Bei der kostenlosen Führung traf ich auf Maria (Mexiko) und Alex (Ukraine). Wir erfuhren, dass der Große Palast wirklich nur noch für die Krönungszeremonien und Banquette genutzt wird. Was für eine Schande, bei diesem beeindruckenden Gebäude. Auch der angeschlossene Wat Phra Keaw strahlt mit seinem Gold - übrigens echtes Blattgold, keine Farbe. Das Gold wird spätestens alle 50 Jahre in einer großen Festlichkeit erneut. Neben der Bibliothek mit königlichen Schriften, werden hier auch die Asche der Königsfamilie aufbewahrt. Auf dem umlaufenden Wandgemälde mit einer Länge von knapp 2km wird wiederum eine Sage erzählt. Auf dem Gelände befindet sich auch eine Nachbildung von Ankor Wat, da ehemalig Myanmar, Nordthailand, Laos, Kambodscha und Vietnam zum Großreich Siam gehörten.
    Nach 3 Stunden im Königspalast zogen Maria, Alex und ich weiter zu einer im Ticket inkludiert Aufführung im Theater, wo traditionelle Tänze und Kostüme vorgestellt wurden. Das war sehr kurzweilig und beeindruckend, vorallem weil ich einige Kostüme wiedererkannt habe - im Norden von Thailand und Laos waren diese immer mal wieder auf Fotos zu sehen. Diese sind alle sehr detailliert ausgearbeitet, viele Stickereien und Glitzer überall.
    Wir zogen weiter nach/durch Chinatown. Jeglicher PlastikSchnickSchnack, von dem man Nichteinmal wusste, dass es sowas gibt (z.B. ein Miniventilator für die Hand) wird auf der einen Straße angeboten, in der nächsten dann Kerzen/Räucherstäbchen/Opferschalen für die chinesischen Tempel, in der nächsten nur Stoffe, in der nächsten nur Schuhe usw usw usw... und natürlich auch eine Straße voller Kräuter, Tees und undefinierbarem Essen.
    2 Stunden Ruhe gönnten ich mir dann auf dem Fluss, in dem ich mit der örtlichen Fähre einfach auf und ab fuhr und Fotos vom bekannten Wat Arun ergattert. Mit vegetarischen Essen endete dann der Abend mit Maria und Alex, hinein ging es in den Bus und ab gen Süden.
    (Um 6 Uhr morgens sitze ich bereits auf der Fähre nach Ko Tao. Und irgendwie bin ich etwas erschrocken, NUR westliche Gesichter zu sehen. Schon verrückt wie 12 Stunden Busfahrt das Umfeld sooo wahnsinnig ändern kann. Andere Kulturen, andere Menschen, andere Landschaften, anderes Essen, andere Luft...)
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  • 11.+12.4.23, 2 Tage Inselfeeling

    Apr 11–13, 2023 in Thailand ⋅ ☀️ 30 °C

    Anfangs war noch die Idee, die 3 Inseln hier (Koh Tao, die kleinste; Kho Panghan für die berüchtigte Vollmondparty und Kho Samui als Thailand Klassiker) abzuklappern, doch dann war schnell klar, dass ich es lieber etwas entspannter angehen lassen sollte und mich einfach für 3 Nächte auf Koh Tao niederlassen und gespannt auf das Thailändische Neujahrsfest Songkran mit seiner sagenumwobene Wasserschlacht warte.
    Koh Tao ist wirklich eine schöne Insel, mit einer belebten Shoppingstraße, zahlreichen Restaurants, Aussichtspunkten, vielen Stränden und wohl ausgezeichneten Tauchmöglichkeiten.
    Ich entschied mich aber weiterhin gegen einen Tauchkurs und bin stattdessen auf einen touristischen Schnorcheltrip gegangen. Entgegen meiner Erwartungen war es gar nicht so schlimm mit anderen 60 Personen ein dreistöckiges Boot mit Rutsche zu teilen. Wir besuchten 5 Schnorchelspots, einer schöner als der andere. Gerade die Fischwelt war soooo vielfältig, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Es waren die leuchtesten Farbe vertreten. Fische, die aussahen wie Leoparden, große Gelbe, die immer in Pärchen auftraten, andere große Schwarze mit einer leuchtend orangenen Schwanzflosse oder kleine lustige Dinger auf den Korallen, die aussahen, wie kleine Tannenbäume in rot, gelb, blau oder Weiß. Ein Tier, was sich in einer riiiiesigen Muschel versteckt und in neonblau und Gold schimmerte. Das Highlight waren dann zum Ende wohl die 3 Schildkröten, mit einer Größe von ca 1,5m. Wahnsinn! Begleitet wurden diese von halb so großen Haien, die Kopfüber schwammen und am Panzer der Schildis etwas knabberten.
    Die Korallen sind hingegen nicht ganz so wunderbar bunt, eher in braun, lila und roten Tönen. Ist das normal oder gibt's auch bunte Korallen?
    Auf dem Boot schloss ich Bekanntschaft mit Jasmine. Die gemeinsame Vipassana Erfahrung und die Sorge vor den Partypeople verband uns sehr intensiv, sodass es auch ein guter Grund war mit Red Snapper den Abend am Strand ausklingen zu lassen.
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  • Amber, Yasmine and Steffi
    Songkran - Wasserschlacht

    13.4.23, Songkran & viel Wasserspaß

    April 13, 2023 in Thailand ⋅ 🌩️ 28 °C

    Und heute (13.4.) Feiern die Thais ihr Neujahr namens Songkran. Diese wilde Wasserschlacht zeichnet sich dadurch aus, dass niemand verschont wird, jeder mit einer riesigen Wasserpistole rumrennt oder gleich Eimerweise das Wasser auf den Passanten, Motorradfahrern oder überhaupt allem Beweglichen entleert wird. Der Morgen startete überschaubar, doch schon Mittags war kein Stein und kein Mensch mehr trocken. Abends kommt gewiss noch der Alkohol dazu.
    Jasmin und ich wollte dieser Schlacht ein wenig entkommen, lernten noch den Inder Ambar kennen und waren stundenlang hin und her gerissen, ob es eine gute Idee ist, einen Roller auszuleihen. So entschieden wir uns mit dem Auto zu einem Viewpoint bringen zu lassen, genossen die 360 Grad rund um Sicht und nun liege ich am Strand, plane die weitere Reise und im Hintergrund wird fleißig getanzt, mit Wasser gespritzt und gefeiert. Die Touris passen hier wunderbar rein, doch gerade die Einheimischen und die Kinder haben ihren Spaß! Heute Abend schließen wir uns bestimmt einer der zahlreichen Pool- oder Strandparties an.

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    Die Wasserschlacht am 13.4. War schon ein großer Gaudi. Gleichermaßen war ich aber auch froh, mich mit Jasmine und Amber ans andere Ende der Insel zurückgezogen zu haben. Hier ging es etwas behutsamer zu und wir konnten die Schönheit der Insel genießen. Der Aufstieg zum Viewpoint war bei 32 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit verdammt Schweißtreibend, aber lohnenswert. Unter uns erstreckte sich der Blick auf türkisfarbenes Wasser, goldene sandige Buchten und die typischen knubbeligen Steine im Wasser, die den thailändischen Inseln das gewisse Etwas geben. Während die anderen 2 in der Freedom Bay schnorchelten, widmete ich mich seit langer Zeit mal wieder einem Buch und genoss es, so richtig Tourilike auf der Liege zu liegen und ein eiskalte Tonicwasser zu schlürfen. Im Hintergrund machten sich die Angestellten im Hotelrestaurant einen Spaß aus dem Wasserfest, in dem sie eimerweise Wasser auf ihre Kollegen schütteten und bereitwilligen Gästen auch eine Dusche verpassten. Dazu tanzten und sangen sie zu uns bekannten Hits aus der Kinderdisko, welche hier aber mit Thaitexten besetzt waren. Ob es inhaltlich genau das gleiche war? Wer weiß... "we going to Ibiza" wird hier vllt zu "Wir feiern auf Ko Tao" abgewandelt.
    Selbst die untergehenden Sonne genossen wir an dem zur Abendstunde leeren Strand und führtn wieder tiefsinnige Gespräche über das Leben und das Genießen des Momentes. Es ist schon verrückt, wenn einem auffällt, wie oft wir uns in Gedanken und Sorgen in die Zukunft verstricken, alles planen und kontrollieren wollen und zum Ende doch alles anders kommt. Lohnt es sich dafür, so oft das Hier und Jetzt zu vergessen? Wie schön wäre es doch, wenn wir in unserer eigenen Geschichte jede einzelne Sekunde mit voller Achtsamkeit aufsaugen würden. Das bedarf etwas Übung. Wir alle waren uns aber einig, dass sich diese Mühe lohnt, es nur nicht so einfach ist ...
    Erfüllt, von diesem Tag mit Wasser aus Wasserpistolen und aus dem Meer, mischten wir uns noch unter die (sehr jungen!) Partypeople. Im Sand oder in den seichte Wellen tanzt es sich doch besonders schön.
    Ich war ganz erstaunt, dass am nächsten Morgen der Strand pico bello sauber war. Vllt lag es daran, dass um 2 Uhr Nachts die Partylichter ausgemacht wurden, hingegen am Strand das Aufräumen begann.
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  • Yasmine and Steffi

    14.-16.4.23, noch ein bisschen Insel

    Apr 14–16, 2023 in Thailand ⋅ ☀️ 31 °C

    Mit dem Roller machten wir uns auf zum Ao Tanote Strand am anderen Ende der Insel. Das andere Ende ist übrigens nur 10 Minuten mit einem klapprigen Scooter entfernt, jedoch geht es auf steilen Serpentinen auf und ab. Ich frage mich, ob wir in Europa jemals solche steilen Straßen finden würden. Ich hatte jedes mal das Gefühl, als würden mein Roller und ich nach hinten überkippen oder meine Bremsen beim Berg ab fahren versagen. Doch es scheint noch steilere Straßen zu geben, vor denen wir aber vorher gewarnt wurden. Angeblich 79 Grad Neigungswinkel. Das ist ja dann schon eine Fahrt auf der Achterbahn.
    Der Strand war diesen Nervenkitzel aber alle Male wert. Mit Tauchermaske bewaffnet erkundeten wir wieder die bunte Unterwasserwelt. Habe ich da vllt sogar einen Kugelfisch gesehen?! Ohne Kontaktlinsen war das schwer zu erkennen, ich habe mich aber nicht getraut näher ranzuschwimmen 🙈
    Sowieso jagt mir das Wasser etwas Angst ein, obwohl es sehr friedlich unter mir aussieht. Irgendwie hab ich jedes Mal Schiss einem gefährlichen Tier zu begegenen (z.B. einem Triggerfish, Angriffe dieser Art kann man sich gerne bei Youtube anschauen) oder eine Koralle zu berühren, die ich damit schädige oder mich daran schneide.
    Die Begeisterung für diesen Strand war so groß, dass ich mich am nächsten Morgen (15.4.) Gleich nocheinmal auf den Weg dorthin machte und schnorchelte. Eigentlich war es geplant, die Insel zu verlassen und weiter zu reisen, aber in Summe habe ich meinen Aufenthalt nun 3 Mal verlängert. Es ist doch auch schön, mal ein Lager irgendwo aufzuschlagen, obwohl jede Umbuchungsaktion und erneute Zimmersuche unnötige Nerven und Zeit kostete. Trotzdem bin ich Tag für Tag glücklich darüber, diese Verlängerung vorgenommen zu haben.
    Denn langweilig wird mir nicht. Eine große Aufgabe liegt ja vor mir: die Hochzeitsrede für dich, lieber Tilo, muss ja geschrieben werden. Irgendwie dachte ich, dass die Inselgemütlichkeit mir Antrieb gibt, aber irgendwie ist es gar nicht so einfach die richtigen Worte für diesen Anlass zu finden.
    Doch heute (16.4.) Hab ich dann den Flow gefunden, mich selbst mit Mango Sticky Rice belohnt und zum krönenden Abschluss einen Schnupper-Tauchkurs für morgen gebucht. Bis gestern Abend hielt sich meine Begeisterung fürs Tauchen noch in Grenzen, doch mittlerweile haben sooo viele Menschen versucht mich mit ihrer Begeisterung anzustecken, dass ich nun schwach geworden bin. Dank Franzis Unterstützung habe ich mich nun für eine Deutsche Tauchschule entschieden, bei der ich morgen eine kleine Einführung bekomme und wir dann von Strand aus zum Riff schwimmen und dort bis 5m Tiefe tauchen. Ich bin gespannt, wie ich mich so anstelle, ob es mir Spaß macht und was ich von der Unterwasserwelt überhaupt mitbekomme. Angeblich bin ich wohl eh eher mit mir beschäftigt als mit den Fischis um mich herum 🙈
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  • 17.4.23, Tauchen, Feuer, Sonne

    April 17, 2023 in Thailand ⋅ ☁️ 31 °C

    So, da war die Steffi nun tauchen. I did it, yeah! Gestern Morgen (17.4.) mischte ich mich unter die Taucher und bekam einen halben Tag eine Einführung in die zauberhafte Unterwasserwelt und das passende Equipment, welchem man sein Leben anvertraut, dadurch aber ein Gefühl von Schwerelosigkeit und einen Zugang zu einer sonst unerreichbaren Welt erhält. Gut 1,5 Stunden Theorie brauchte ich, bevor ich zusammen mit 3 anderen Personen mich in den Neoprenanzug zwengte, den Bleigürtel (3,2kg) umlegte und mich mit dem Mundstück und den ganzen anderen kleinen Details an meiner Taucherweste und Sauerstoffflasche vertraut machte. Sieht schon ganz schon kuhl aus, wenn man das Equipment angelegt hat 😇 nur verdaaaammt schwer ist der ganze Krempel.
    Nun ja, das erste Mal das Gesicht unter Wasser zu halten und ganz normal weiter durch den Atemregler zu atmen, kostete schon einiges an Überwindung. Doch die Übung im seichten Wasser ermöglichte es, schon schnell mit der Gruppe zum Hausriff zu schwimmen. So schön geschmeidig, wie Taucher im Wasser immer aussehen, fühlte ich mich jedoch nicht. Es war schon schwer mit der Atmung die richtige Lage im Wasser zu tarrieren oder auch die richtigen Bewegungen mit den Füßen zu machen, dabei die Unterwasserwelt genießen und nicht den Instructor aus den Augen zu verlieren.
    Zum Glück hatte ich aber keine Panik, bekam das mit dem Atmen halbwegs hin und auch die Ohren schmerzten nicht. So konnte ich also ein wenig das Tauchen genießen, wobei das Hausriff jetzt nichts besonderes als beim Schnorcheln bereithielt. 5m gingen wir tief. Meine größte Angst war es auf jeden Dall, immer die Korallen zu berühren. Irgendwie hatte sich dieser Gedanke richtig bei mir eingebrannt. Komisch.
    Ich bin seeehr happy, es ausprobiert zu haben, aber auch genauso glücklich, dass es mich diesmal noch nicht gefesselt hat. Eine Sache weniger, nach der man sich im Leben sehnt. Aber gewiss mache ich solch einen Probetauchgang irgendwo anders in der Welt nochmal.
    Nachmittags Strand, Bikini schuchteln, Massage, hier und da lecker essen und abends mal wieder Feuershow bestaunen. Diesmal war ich jedoch selbst Akteur und wurde aufgefordert, doch mal die Feuerringe zu schwingen. Ai ai ai, da hatte ich ja Respekt vor. Damit eine zweite Premiere an diesem Tag. Da ich aber, warum auch immer, mit dem linken Arm nicht so gut koordiniert bin wie mit dem rechten, hab ich einmal kurz den Feuerball abbekommen. Oh wunder hat es aber gar nicht wehgetan. Das war auf jeden fall ein Spaß. Der Abend endete mit Limbo unter der Feuerstange. Ab einer gewissen Tiefe überließ ich dann aber den anderen Touris das Feld.
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  • 18.4.23, Bye bye Koh Tao

    April 18, 2023 in Thailand ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute dann, 18.4., hieß es langsam von der Insel Abschied zu nehmen. Und das sollte mit einem ausgiebigen Frühstück mit Mandelcroissant, Fruchtshakes, Sonnenbaden, Buch lesen gelebt werden. Schön und entspannt war der Tag, inklusive Sonnenbrand, juchei. Zum Nachmittag kam mich noch Jasmine besuchen und wir beide gönnten uns eine Massage mit Blick aufs Meer und Wellenrauschen als Kulisse, nahmen noch ein Bad und aßen gemeinsam Pad Thai. Wie schön es war, vor ein paar Tagen Jasmine kennenzulernen. Die Gespräche mit ihr bereicherten mich sehr. In vielen Punkten sind wir uns sehr ähnlich und konnten uns daher Input für den weiteren Weg geben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Universum die schönsten Dinge für uns bereit hält. Die Begegnung mit Jasmine und die vielen gemeinsamen Tage gehören auf jeden Fall dazu!
    Nun liege ich in der Nachfähre, morgen Früh erreiche ich dann den National Park Kao Sok.
    Jetzt mache ich aber schnell die Augen zu, damit ich schlafe und mir nicht schlecht wird. Nachti Nachti.
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  • 19.+20.4.23, Kao Sok Nationalpark

    Apr 19–21, 2023 in Thailand ⋅ ⛅ 33 °C

    Oh man, so ein Mist. Da hatte ich schon einen ganzen Artikel geschrieben und nun ist er verschwunden!? Arg! Wie ärgerlich.
    Das gute ist aber, dass mein Ärger vom gestrigen Tag über die furchtbar schlechte Organisation des wirklich teuren Trips in den Nationalpark Kao Sok ein wenig verflogen ist. Wir vergeudeten leider viel zu viel Zeit mit warten, u.a. weil in den schwimmenden Bungalows auf dem smaragdfarbenen Stausee kein Platz mehr für eine 8 köpfige Familie, 3 schweizerinnen und mich war. Dadurch machten wir uns vielen Gedanken und warteten bis endlich eine Lösung gefunden war, ohne wie die anderen ins kühle Nass zu springen oder Kajak zu fahren. Die Kulisse ist zu einer anderen Jahreszeit bestimmt traumhaft hier, die Karstberge erstrecken sich rechts und links von uns und das wasser schimmert herrlich grün blau. Doch irgendwie liegt mal wieder eine Dunstglocke über dieser Kulisse, sodass wir alles nur vernebelt wahrnehmen. Das Wasser des Sees ist angenehm warm. Einige Affen und einen Red Bull (kommt hier das Getränk her?) Sehen wir am Böschungsrand.
    Besonders viel Nervenkitzel brachte die Höhlenwanderung mit sich. Dank 60 Stirnlampen (so groß war unsere Gruppe), war die Höhle gerade soweit ausgeleuchtet, dass wir halbwegs sicher einen Schritt vor den anderen setzen konnten. Gleichzeitig war es noch dunkel genug, dass wir nicht jede der Handflächengroßen Spinnen sahen. Fledermäuse hingen über unseren Köpfen. 40 Minuten krakselten wir entlang eines Flusslaufes innerhalb der Höhle. Anfangs waren nur die Füße nass, doch es gab auch einen Abschnitt, in dem wir in der Höhle schwimmen musste. Schon ein Abenteuer schlecht hin. Und das erste Mal wirklich kaltes Wasser!
    Am Abend erhielten wir dann ein Upgrade zu einem anderen Bootssteg mit minimal besseren Floating Houses (das erste Upgrade in meinem Leben. Premiere!) Und hier waren wir nun nur noch 12 Personen und auch der Ausblick aus unseren Bambushütten war noch besser. Vielen Dank für diese kleine Verbesserung!
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