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- Day 4
- Tuesday, March 11, 2025
- ☁️ 22 °C
- Altitude: 1,324 m
NepalBhaktapur27°40’15” N 85°25’45” E
11.3.25 Bhaktapur

Mit dem öffentlichen Bus geht's heute für uns nach Bhaktapur. Die Straßen sind laut und voll, der Bus wartet, bis der letzte Sitzplatz (aber auch der letzte Stehplatz) vergeben ist und ruckelt dann mit voller Musikbeschallung im Hintergrund los. Ich bin erstaunt, wie Mama diese vielen Eindrücke wegsteckt. Toll!
Ein gutes Stündchen später erreichen wir die mittelalterliche Stadt Bhaktapur - heute ein lebendiges UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt lebt, im wahrsten Sinne des Worte. Hier, zwischen den alten Häusern aus rotem Ziegelstein mit schmuckvollen Holzverzierungen, scheint in gewissermaßen die Zeit stehen geblieben zu sein. In traditionellen Gewändern sitzen die Einheimischen (größten Teils Newaris) auf den Marktplätzen und an dem Tempeln, die Kinder spielen in den Gassen, die Frauen waschen an den öffentlichen Brunnen die Wäsche. Zwischendrin werden Häuser restauriert bzw wiederaufgebaut, denn das große Erdbeben 2015 hat das alte Zentrum hart getroffen. Doch schon seit vielen Jahren erkennt die Stadtbevölkerungen ihren kulturellen Wert und nutz die Einnahmen, die sie aus dem Eintrittsgeld generieren zum Erhalt und zur Neuerrichtung traditioneller Gebäude. Innerhalb des Zentrum winden sich kleine Gassen mit Geschäften und Lädchen des täglichen Bedarfs, aus den verzierten Fenstern schauen Einheimische auf die Straßen. Dazwischen eine Handvoll Touris, aber eben angenehm wenige. Die meisten sammeln sich auf einen der drei Hauptplätze, dem Dubar Square, Thaumadhi Square oder Dattatraya Square: Bhaktapur Durbar Square - genauso wie in Kathmandu ist dies der Platz am alten Königspalast. Bhaktapur war einst das mächtigste Königreich in der Region und auch bekannt für seinen speziellen Büffel-Joghurt (Jujudhau), die Holzschnittskunst und die Töpferkunst. Diverse Tempel zieren den Durbar und auch den Thaumadi Square. Leider habe ich die meisten Geschichten schon wieder vergessen. Gemerkt hab ich mir aber, dass die Holzbalken an einem Tempel mit Schnitzereien aus dem Kamasutra bestückt sind ;)
Am Pottery Square - wie es der Name schon verrät - sammeln sich die Töpfer die Stadt. Heute kann man in kurzen Workshops diese Handwerkskunst erlernen oder ein kleines Mitbringsel erwerben.
Das Dattatraya Areal ist der historische und älteste Teil der Stadt, z.T. aus dem 15. Jahrhundert. Das berühmte Pfauen-Fenster (oder auch Mona Lisa Nepals) ist hier zu finden.
Besonders hat mir gefallen, dass man nicht nur die kleinsten Winkel hier auf eigene Faust erkunden kann, sondern auch die wilde Andereinanderreihung von Wohnhäuser und Anbauten. An soooo vielen Stellen kann man in Restaurants auf den Dächern der Stadt verweilen, jedes Gebäude ist unterschiedlich Hoch; hier noch Stufen, dort noch ein Erker, hier noch ein Balkon.
Irgendwie hatte ich wirklich das Gefühl, trotz Touristen und Geschäften mitten im wahren Leben angekommen zu sein. Schön!
Zurück in Kathmandu City haben wir nun unsere Wandertour vom 14. Bis 22.3 zum Annapurna Base Camp festgemacht und in einem chinesischen Laden gute Nudeln bzw Suppe gegessen. Eine kleine Zeitreise zurück in meine Peking-Zeit.Read more