• steffis.traveldiary
March 2025

Nepal 2025

A 22-day adventure by steffis.traveldiary Read more
  • Trip start
    March 8, 2025

    8./9.3.2025 auf nach Kathmandu

    March 9 in Nepal ⋅ ☁️ 21 °C

    Am Samstagmorgen war dann doch erstmals die Nervosität zu spüren. Rucksack noch 3 mal ein- und ausgepackt, Lunchpaket für den 16 Stundenflug vorbereitet, nochmal das wichtigste Equipment gecheckt. Und dann gings los: das Papa-Taxi setzte uns pünktlich am Flughafen ab, es blieb sogar noch etwas Puffer für ein letztes Stück Kirsch-Streusel-kuchen in der Sonne. Viele Umarmungen später stehe ich mit Mama im Sicherheitsbereich, wir boarden und können Papa auf der Besucherterrasse zuwinken. Auch die 5h Aufenthalt in Istanbul vergehen recht schnell, sodass wir voller Vorfreude die letzte Etappe nach Kathmandu nehmen. Theoretisch alles super, doch einige Turbulenzen lassen das Flugzeug ganz schön wackeln. Soweit nicht besorgniserregend, aber nicht sonderlich appetitfördernd🤢die letzte Stunde wurde dann aber mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Hinalaya Kette belohnt. Wir fliegen auf 11000m Höhe, die höchsten Berge der Welt erreichen mehr als 8000m. Es fühlt sich fast an, als seien wir auf einer Höhe. Nur Gipfelkennerinnen sind wir nicht und können daher leider keine benennen. Einen Vielzahl von Extrarunden sind wir über Kathmandu geflogen. Ob wohl die andere Gästen auf der anderen Seite des Flugzeugs den Mount Everest gesehen haben? 🤔

    Dank des zuvor organisierten Visums lief die Einreise problemlos, nur aufs Gepäck mussten wir ewig warten. Ebenso auf unser Taxi vom Flughafen in die Stadt. Eine gute Einführung für Mama: überfüllte, laute Straßen, die einem einiges abverlangen. Smog und Abgasgeruch überall. Nichtsdestotrotz gucken wir in viele freundliche Gesichter und werden viel gegrüßt. Ganz tourilike verbingen wir die ersten 2 Nächte in einem kleinen Hotel mit bunten Gebetsfahnen und rosa blühenden Bäumen in Thamel - dem Touriviertel mit vielen Souvenir- und Outdoorshops. Erste Handelversuche, Preisgrenzen erfahren und uns überlegen, worauf man bei den Fakeprodukten so achten könnte.
    Zum späten Nachmittag schlenderten wir durch die Gassen und probierten uns an lokalen Leckereien zusammen mit einer Freewalking tour. Leider wissen wir nicht mehr, wie die Teile alle heißen.
    Die übliche Reiseplanung kann mich leider doch noch viel zu oft um den Verstand bringen. Nepal ist einfach ein Land voller großartiger Abenteuer und Sehenswürdigkeiten, sodass es uns schwer fällt, die richtigen Dinge für die kommenden 20 Tage zu planen. Da hilft es nicht mal, dass es an jeder Ecke ein Reisebüro gibt. Das ist einfach eine riesiges Überangebot, wie bei den Outdoorshops. Dazu kommt, dass wir alles um das spektakuläre Holi-Farbfestival rumplanen müssen. Soll es für uns schon nach Phokara gehen oder bleiben wir für Holi in Kathmandu. Solche Fragen können mich ewig beschäftigen, obwohl ich doch eher relaxen sollte... Nun ja. Immer das selbe ;)
    Aber eines ist anders: diesmal ist es ein Mama-Tochter-Trip. Eine ganz neue Erfahrung, auf die ich mich sehr freue. @Mama, wie schön dass du an meiner Seite bist 🤍
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  • 10.3.2025 Kathmandu mit Milan

    March 10 in Nepal ⋅ ☁️ 21 °C

    Draußen scheint die Sonne, die Vögel zwitschern. Wir werden um 8 Uhr wach und vom Jetlag ist daher nichts zu spüren. Super! Das einzige Problem: Halskratzen. Jedoch unklar, ob wir uns ne Erkältung auf dem Flug geholt haben oder ob der Smog uns auf die Atemwege schlägt. Die Luft ist wirklich unerträglich, die Feinstaubwerte würden bestimmt den Alarm ausschlagen lassen.
    Wir ziehen morgens durch die Straßen, versuchen einen Deal für eine Tasche zu schlagen, brechen dann nochmal ab und organisieren in den Trekking-Agenturen alle Informationen die wir für unsere Wanderungen brauchen. wirds der Mardi Himal-Trek oder wandern wir zum Annapurna Base Camp? Das ist die entscheidende Frage. Neben der Holi-Frage dreht sich alles darum. Wir brauchen noch Bedenkzeit bis zum Abend.

    Zum Sightseeing sind wir heute mit Milan verabredet. Milan ist der Bruder von Bharat, einem nepalesischem Freund aus Berlin, der uns schon die letzten Tagen mit den wichtigsten Infos und dem Kontakt zur Trekkingagentur versorgt. Danke, Bharat für deine Unterstützung 🙏
    Wir besuchen Milans Eltern und deren kleinem Shop in der Nähe von der Idar Chowk, bevor wir den Kathmandu Durbar Square besichtigen. Unsere Reisegruppe wird noch größer für den Tag: auch Dagmar aus meiner Salsa-Gruppe ist mit ihrer Tochter und Freundinnen in Kathmandu. Gemeinsam lassen wir uns von Milan durch die Gassen führen und einige wichtigen Infos zu Shiva (Zerstörung), Vishnu (Erhaltung), Brahma (Schöpfung) und den anderen Gottheiten geben. Gar nicht so einfach, sich die ganzen Geschichten und Zusammenhänge zu merken 🫣 so oder so sehr beeindruckend das mittelalterliche Stadtzentrum mit seinem alten Königspalast und den 48 Tempeln zu besichtigen. Vorallem die vielen Holzschnitzereien zusammen mit den Backsteingebäuden bilden eine fantatsiche Kulisse.
    Zur Mittagsstärkung gibt's die ersten Momos unserer Reise: so ähnlich wie die chinesischen Yaotsi (=Teigtaschen) gefüllt mit Büffelfleisch oder Gemüse. Leeecker!
    Weiter gehts zur Swayambhu Stupa per Taxi durch das Gewirr der kleinen Gassen. Wir würden uns da wohl mit dem Auto gar nicht durchtrauen und die anderen Fußgänger und Moped-Fahrer nur anhupen. In dem Straßen Chaos lohnt es sich nur, ruhig zu bleiben. Irgendwie fließt dann der Verkehr auch von ganz alleine.
    Die Swayambhu Stupa (buddhistisch) trohnt auf einem Berg mit einem bezaubernden Blick über Kathmandu. Wenn die Luft sauberer wäre, könnte man wohl die Berge sehen und auch das Ende der Stadt. Für uns verschwinden die Häuser alle im Einheitsgrau. Dennoch können wir uns die Schönheit und den Ausblick vorstellen. Die Stupa selbst und die umliegenden Tempel werden zum Gebet genutzt. Die Gebetsfahnen wehen im Wind. Im Hintergrund sind diverse religiöse Gesänge zu hören.
    Das Hoghlight des Abends ist unser Besuch im Pashupatinath Tempel (hinduistisch) am anderen Ende der Stadt. Dies ist der größte Tempel Nepals zur Ehrung Shivas und damit eine wichtige Pilgerstädte. Direkt am Heiligen Fluss gelegen, ist dieser Tempel auch der Ort der Totenehrung, genauer gesagt der Verbrennung: unmittelbar nach dem Tot eines geliebten Menschens, wir dieser hier her gebracht und in einer umfangreichen Prozedur mit diverse Ritualen zur Verbrennung vorbereitet. Die toten Körper werden in weiße und orangene Tücher gehüllt und im Feuer zu Asche verbrannt. Der Sohn oder Vater entzündet dieses Feuer. Die Asche wird im Anschluss in den Fluss gekehrt. Ein Spektakel, was wir von der anderen Seite des Flusses beobachten.
    Einige bestimmte Gruppen von Gläubigen streichen die Asche der Toten auf ihrem Körper (sie sehen dann ganz weiß aus), um dem Tot (Shiva) näher zu sein und ihn zu spüren.
    Am Abend, wenn es langsam dunkel wird, wird Arati, ein hinduistisches Ritual, im Tempel in Pashupatniath vollzogen. Kerzen werden angezündet und gemeinsam gesungen. Und wir mittendrin!!
    Dank Milan und seiner Freundin haben wir heute einen tiefen Einblick in die Nepal-Kultur erhalten. Was für ein toller Tag. Dhanyavad to Milan 🫶

    Der weitere Reiseplan steht fest: morgen Bhaktapur, dann weiter nach Phokara zu Holi und im Anschluss 8 Tage Trekking zum Annapurna Base Camp (ABC
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  • 11.3.25 Bhaktapur

    March 11 in Nepal ⋅ ☁️ 22 °C

    Mit dem öffentlichen Bus geht's heute für uns nach Bhaktapur. Die Straßen sind laut und voll, der Bus wartet, bis der letzte Sitzplatz (aber auch der letzte Stehplatz) vergeben ist und ruckelt dann mit voller Musikbeschallung im Hintergrund los. Ich bin erstaunt, wie Mama diese vielen Eindrücke wegsteckt. Toll!
    Ein gutes Stündchen später erreichen wir die mittelalterliche Stadt Bhaktapur - heute ein lebendiges UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt lebt, im wahrsten Sinne des Worte. Hier, zwischen den alten Häusern aus rotem Ziegelstein mit schmuckvollen Holzverzierungen, scheint in gewissermaßen die Zeit stehen geblieben zu sein. In traditionellen Gewändern sitzen die Einheimischen (größten Teils Newaris) auf den Marktplätzen und an dem Tempeln, die Kinder spielen in den Gassen, die Frauen waschen an den öffentlichen Brunnen die Wäsche. Zwischendrin werden Häuser restauriert bzw wiederaufgebaut, denn das große Erdbeben 2015 hat das alte Zentrum hart getroffen. Doch schon seit vielen Jahren erkennt die Stadtbevölkerungen ihren kulturellen Wert und nutz die Einnahmen, die sie aus dem Eintrittsgeld generieren zum Erhalt und zur Neuerrichtung traditioneller Gebäude. Innerhalb des Zentrum winden sich kleine Gassen mit Geschäften und Lädchen des täglichen Bedarfs, aus den verzierten Fenstern schauen Einheimische auf die Straßen. Dazwischen eine Handvoll Touris, aber eben angenehm wenige. Die meisten sammeln sich auf einen der drei Hauptplätze, dem Dubar Square, Thaumadhi Square oder Dattatraya Square: Bhaktapur Durbar Square - genauso wie in Kathmandu ist dies der Platz am alten Königspalast. Bhaktapur war einst das mächtigste Königreich in der Region und auch bekannt für seinen speziellen Büffel-Joghurt (Jujudhau), die Holzschnittskunst und die Töpferkunst. Diverse Tempel zieren den Durbar und auch den Thaumadi Square. Leider habe ich die meisten Geschichten schon wieder vergessen. Gemerkt hab ich mir aber, dass die Holzbalken an einem Tempel mit Schnitzereien aus dem Kamasutra bestückt sind ;)
    Am Pottery Square - wie es der Name schon verrät - sammeln sich die Töpfer die Stadt. Heute kann man in kurzen Workshops diese Handwerkskunst erlernen oder ein kleines Mitbringsel erwerben.
    Das Dattatraya Areal ist der historische und älteste Teil der Stadt, z.T. aus dem 15. Jahrhundert. Das berühmte Pfauen-Fenster (oder auch Mona Lisa Nepals) ist hier zu finden.
    Besonders hat mir gefallen, dass man nicht nur die kleinsten Winkel hier auf eigene Faust erkunden kann, sondern auch die wilde Andereinanderreihung von Wohnhäuser und Anbauten. An soooo vielen Stellen kann man in Restaurants auf den Dächern der Stadt verweilen, jedes Gebäude ist unterschiedlich Hoch; hier noch Stufen, dort noch ein Erker, hier noch ein Balkon.
    Irgendwie hatte ich wirklich das Gefühl, trotz Touristen und Geschäften mitten im wahren Leben angekommen zu sein. Schön!

    Zurück in Kathmandu City haben wir nun unsere Wandertour vom 14. Bis 22.3 zum Annapurna Base Camp festgemacht und in einem chinesischen Laden gute Nudeln bzw Suppe gegessen. Eine kleine Zeitreise zurück in meine Peking-Zeit.
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  • 12.3.25 Touri-Busfahrt nach Pokhara

    March 12 in Nepal ⋅ ⛅ 29 °C

    In den ersten Reisetagen ruhe ich mich doch immer noch gerne im Touristischen Drumherum aus und so nehmen wir den Touristenbus nach Pokhara - immerhin liegen ca 8h unberechenbare Busfahrt auf wohl katastrophalen Straßen vor uns. Außerdem möchte ich Mama nicht total überfordern, obwohl sie bis hierher wirklich alles sehr gelassen nimmt. Das freut mich sehr. Dennoch möchte ich ihr natürlich eine schöne Zeit machen und überlege mir, welcher Standard dann angebracht ist.
    Egal wie, mit unserem Bus haben wir auf jeden fall nichts falsch gemacht. Wir versinken in den großen Bussesseln (deutlich größer als bei uns, nur 3 Sitzplätze pro Reihe) und müssen leider feststellen, dass auch solche Sitze auf den Normkörper eines Mannes angepasst sind: die Rückenlehne drückt uns an den falschen Stellen und wir müssen uns ganz schön strecken, um aus dem Fenster zu schauen. Diese Einschränkungen lassen sich aber nur auf unsere Körpergröße und nicht auf den Touranbieter zurückführen. Der Busfahrer fährt außerordentlich human, obwohl der Untergrund und der wilde Straßenverkehr eine Herausforderung sind.
    Ich frage mich, inwiefern die Straßen durch das Erdbeben 2015 in Mitleidenschaft gezogen wurden oder ob der Zustand einfach wirklich Gang und Gebe ist: kurze Aspahltflächen, dann wieder Schotterpisten mit Löchern, dann aprubtes Ende der Fahrbahn, dann Schlaglöcher vom Feinsten, dann nur noch eine halbe Fahrbahn. Achso und dabei ist der Gegenverkehr und der Verkehr vor und Hinter einem in 4 Reihen auf einer (meistens) 2 spurigen, manchmal auch nur 1 spurigen Straße nicht zu vergessen. Der Blick hinaus lohnt sich alle Male, denn die Straße schlängelt sich entlang der Berge und dem Fluss Trishuli entlang. Im wilden Gewässer sind ab und an Rafting-Boote auszumachen und kleine Hängebrücke führen zu den Mini-Ortschaften bzw Ländereien auf der anderen Flussseite. Es scheint hier noch Siedlungen zu geben, die nur zu Fuß erreichbar sind.
    Eigentlich warten wir die ganze Zeit darauf, dass sich der Dunst der Großstadt langsam verzieht, je mehr Abstand wir zu ihr gewinnen. Doch das passiert leider nicht. Die dicke Smog-Glocke (schlechtester Air Quality Index, den es so geben kann) begleitet uns bis nach Pokhara. Auch hier erahnen wir nur die tollen Berge im Hintergrund. Trotz dessen ist das touristischen Städtchen eine gemütliche Variante Kathmandus. Viele Geschäfte zum Bummeln, eine Fußgängerpromenade am berühmten See und überhaupt hippe Restaurant. Auch mit Smoothie Bowls und allerlei westlichem schnick schnack. Auch Massagen gibt's hier. Da ist ja schon klar, was wir uns nach 8 Tagen Trekking gönnen ...

    (Was gabs zu essen?
    Gebratene Nudeln chinesischer Art (hier sehr typisch), Laphing (kalte gerollte Nudeln mit einer Füllung aus Hackfleisch und Yumm Yumm Nudeln), vegetarisches Choila (marinierte Soja Schnitzel und Kartoffeln mit Senf und anderen Gewürzen) sowie Tongba (ein auf fermentierter Hirse basierendes alkoholischen Getränk aus Tibet))
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    Trip end
    March 29, 2025