• Auf den Höhen von Vatilieu führt der etwa fünf Kilometer lange Skulpturenweg durch Wälder und über aussichtsreiche Bergrücken. Insgesamt 25 monumentale Kunstwerke aus Stein, Holz und Metall verbinden sich hier mit den Ausblicken auf den Vercors, die Chartreuse und Belledonne.

    „L’Arbre des 4 vents“ greift die Kraft des Windes auf, während „Levant dominant“ den Blick nach Osten lenkt. „Orion l’Annonciation“ und „Constellation“ erinnern an den Sternenhimmel, „Voile nocturne“ wirkt wie ein geheimnisvoller Schleier der Nacht. „Germination“ steht für Wachstum und neues Leben, „Quand rouille le vent“ verbindet Wind und verwitterndes Metall. Der doppelgesichtige „Janus“ schaut zugleich zurück und nach vorn, die „Têtes“ wirken wie archaische Wächter und die „Déesse de la fécondité“ symbolisiert Fruchtbarkeit und Lebenskraft.
    Im Wald spannt „Rayonner“ ein riesiges Netz zwischen den Bäumen, während bei „Face à face“ eine mächtige Eule aus dem Grün hervorzutreten scheint. „Fenêtre“ macht die Landschaft selbst zum Bild, „Point de mire“ richtet den Blick gezielt auf das Bergpanorama und die Metallketten der „Cascade“ können im Wind wie fallendes Wasser erklingen. „Vers corps“ spielt mit Körper und Bewegung, „L’Équilibre bidon“ mit Gleichgewicht und Geräuschen, und „Souriez, vous êtes filmés“ betrachtet das Thema Überwachung mit einem Augenzwinkern. Auch die „Grosse dame en touriste“ bringt eine humorvolle Note in die Ausstellung.
    Zum Ende begegnen uns die hoch aufragende „Dame au vent“, der steinerne „Domaine du vent“ und „Échos“, dessen große Mundöffnung den Wind in einen Klang verwandeln soll. Besonders nachdenklich stimmt „L’Ombre des regrets“: Zwei Figuren entfernen sich voneinander, obwohl sie einst eine Einheit bildeten. Später kam mit „Explosion de fleurs“ noch ein farbenfrohes Zeichen neuen Lebens hinzu.
    So wurde aus einer einfachen Wanderung eine Reise durch Fantasie, Klang und Formen – ein Weg, auf dem nicht nur der Wind, sondern auch die Kunst ständig ihre Richtung verändert.
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