• Vom Arc zum Pic

    14 lipca, Francja ⋅ ☁️ 17 °C

    Getrieben durch Neugier ging es heute zunächst hinauf zum Col de l’Arc auf 1.736 Metern. Der Pass verdankt seinen Namen seiner harmonisch geschwungenen Form, die durch die Erosion des Kalksteins entstanden ist. Früher war er sogar ein Treffpunkt der Bewohner des Val de Lans und des Trièves: Hier wurden Vieh, Öl und Wein gehandelt – wir hatten leider nur Wasser und Müsliriegel im Angebot.
    Vom Col ging es weiter über den aussichtsreichen Bergkamm zum Pic Saint-Michel. Mit seinen 1.966 Metern gehört er zu den markantesten Gipfeln des nördlichen Vercors und thront eindrucksvoll über dem Tal von Grenoble. Seinen Namen verdankt der Pic Saint-Michel vermutlich dem Erzengel Michael. Dieser galt als himmlischer Beschützer und wurde besonders häufig an markanten, hoch gelegenen Orten verehrt – ein durchaus passender Namenspatron für einen Gipfel, der fast 2.000 Meter über dem Vercors thront. Eine eindeutig überlieferte Geschichte zur genauen Namensgebung ist allerdings nicht bekannt.
    Der Weg führte durch Wald, über Bergwiesen und schließlich durch die typische helle Kalksteinlandschaft des Vercors.
    Oben angekommen wartete ein großartiges Alpenpanorama – und das wunderbare Gefühl, den Berg bezwungen zu haben. Wobei der Pic Saint-Michel vermutlich behaupten würde, er habe einfach nur geduldig dagestanden, während wir uns hinaufgekämpft haben. Dankbar steigt man langsam ins Tal hinunter und beim Blick zurück kann man kaum glauben, dass man kurz zuvor noch dort oben stand.
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