Brașov ➡️ Peleș ➡️ Snagov ➡️ Bukarest
April 25 in Romania ⋅ ☀️ 7 °C
Tag 12 - morgens stellen wir fest: Ende April und die Stechmücken sind schon sehr durstig! Jegliche Transsilvanien-Witze verkneifen wir uns an dieser Stelle.
Bei sonnigem Wetter ging es für uns heute von Brașov aus nach Süden. Unseren ersten Zwischenhalt haben wir dabei beim Schloss Peleș, der früheren Sommerresidenz der rumänischen Könige, mitten in den Bergen. Schulklassen begleiten uns auf unserem Weg vom Parkplatz zum Schlossgelände, das sich immer weiter mit Tourist*innen füllt. Peleș ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Rumäniens. Folgerichtig stellen wir am Ticketschalter fest, dass die Eintrittskarten für die Uhrzeit, zu der wir dort waren, bereits ausverkauft sind. Immerhin können wir das kleinere Schloss Pelișor (das bedeutet quasi "Klein-Peleș") besichtigen. Es wurde in direkter Nähe vom Hauptschloss und in einem äußerlich ähnlichem Stil für Ferdinand und Marie errichtet, als diese noch das Kronprinzenpaar waren. Marie von Edinburgh wirkte aktiv an der künstlerischen Ausgestaltung des Inneren mit und sorgte so dafür, das viel im Stile des Art Nouveau gehalten war, den sie als Waffe gegen den zu sterilen Historismus empfand. Das von ihr gestaltete Goldene Zimmer und die vielen schönen Jugendstilmöbel beeindrucken uns besonders. Nach einem Rundgang über das Schlossgelände, bei dem wir auch Peleș in Augenschein genommen haben (eine Mischung aus neorumänischem Stil und der Burg Hohenzollern, wo König Carol, der Erbauer des Schlosses, aufgewachsen ist) und zwei Kaffees im Schlosscafé, fuhren wir weiter.
Unser Weg führte uns die Autobahn entlang und langsam ließen wir die Karpaten hinter uns. Das konnte nur eins bedeuten: Wir sind nun irgendwo mitten in der Walachei - und zwar wortwörtlich! Kurz vor unserem Tagesziel Bukarest biegen wir ab und parken unser treues Gefährt an einem See. Über eine Brücke mit dem Festland verbunden befindet sich darin die Klosterinsel Snagov. Auf dem Weg über das Wasser fallen uns die Villen und im Bau befindlichen Hotels am Ufer auf. Wahrscheinlich ist dies ein beliebter Rückzugsort für betuchte Hauptstädter*innen. Spiegelglatt liegt der See vor uns, Vögel singen und die Sonne scheint, eine innere Ruhe kehrt ein! Auf der Insel sehen wir zu unserem Erstaunen zuerst einen Vogel Strauß in einem, sehr kleinen, Gehege - artgerecht sieht das nicht aus. Hinter einem Torbogen liegt die aus dem 15. Jh. stammende Klosterkirche. Innen verfügt sie über wunderschöne blaue Fresken und Ikonenmalereien, die uns gedanklich in die Moldauklöster versetzen. Wunderschön! Der Überlieferung nach soll in diesem Kloster auch Vlad, der Pfähler, bestattet sein. Unabsichtlich haben wir ihn also von seinem Geburtsort bis zum Grab begleitet. Dass sich sein Grab aber direkt vor der Ikonostase im Hauptraum der Kirche befindet, wie ein rechteckiges Loch im Teppich, das zusätzlich mit marmornen Steinen abgesteckt wurde, suggerieren soll, halten wir für sehr fraglich. Wahrscheinlich ist es einfach unbekannt, wo er tatsächlich liegt.
Später fahren wir dann in die Stadt Bukarest hinein. Zum Glück kreuzten unseren Weg weit weniger dieser furchtbaren mehrspurigen Kreisverkehre, die uns so oft das Leben schwer machen. An unserer Unterkunft angekommen kochen wir uns etwas und machen uns einen entspannten Abend.
🚙 194 km,🚶🏻🚶🏻 5 km, ⛪ 1, 🏰 2Read more














TravelerEs ist eine große Freude, Eure ausführlichen, informativen, persönlichen Reiseberichte zu lesen und die entsprechenden Fotos zu betrachten. DANKE fürs Teilen 🫶. Habt weiterhin eine gute Zeit und liebe Grüße nach Bukarest.😘.
TravelerWie lieb ❤️ Schön, dass es dir gefällt! Uns macht es auch Spaß, den Tag jeweils Revue passieren zu lassen. LG aus Bukarest ✨