Richtung Balkan! Bukarest ➡️ Schipka
April 28 in Romania ⋅ ☀️ 6 °C
Tag 15 - den Tag haben wir in der wunderschönen armenischen Kaffeerösterei "Delicatese Florescu" gestartet. Diese pflegt eine auf das Jahr 1530 zurück gehende Tradition. Inzwischen ist sie allerdings in rumänischer Hand.
Nach einer nervenaufzehrenden Fahrt durch Bukarest sind wir auf dem Weg zu unserem Zielort Schipka in Bulgarien - allerdings erwarten uns auch zwei interessante Zwischenstationen!
Als wir über die "Brücke der Freundschaft" die Donau Richtung Süden überquerten, haben wir nun endlich offiziell die Balkanhalbinsel erreicht! Direkt dahinter,
erwartete uns allerdings der Grenzschutz. Ausweise mussten wir nicht vorzeigen, dafür aber das Auto ausladen und das Verdeck einmal öffnen.
Auf dem weiteren Weg besuchten wir heute "nur" eine Kirche: das Felsenkloster Iwanowo. Es wurde im 12. Jahrhundert von Eremiten (Einsiedlern) gegründet. Diese haben Höhlen in den Berg gehauen und später wunderschön bemalt. Wir konnten die Hauptkirche des Klosters besichtigen. Die vielen anderen Höhlen und Kirchen sind allerdings momentan nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, weil nicht gesichert und daher zu gefährlich. Der Aufstieg durch einen Trampelpfad und Felsentreppen war wunderschön. Da hat sich der kleine Umweg wirklich gelohnt!
Weiter ging es für uns über das zentrale Balkangebirge. Unsere nächste Station: das "Chadschi Dimotar" Monument auf dem gleichnamigen Berg, das auch "Busludscha" genannt wird. 1868 kämpften am Gipfel des Berges bulgarische Aufständische unter der Führung von Chadschi Dimitar gegen die türkisch-osmanischen Besatzer. 33 Jahre später fand, anlässlich der jährlichen Gedenkfeier für die dort gefallenen Freiheitskämpfer, hier der Busludscha-Kongress, die konstituierende Sitzung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Bulgariens statt, die zu einem Vorläufer der Bulgarischen Kommunistischen Partei wurde, die in der Zeit des Kalten Krieges das Land beherrschte und sich mit diesem kolossalen Monument selbst ein Denkmal setzte, das 1981 eingeweiht wurde. Inzwischen ist es dem Verfall preisgegeben und ein beliebter "Lost Place". Wegen der Einsturzgefahr kann es nicht betreten werden. Das Denkmal liegt auf 1441 Meter Höhe, somit über der Baumgrenze. Mit dem Auto, auf dieser Reise, bisher der höchste Punkt. Gleich nach den rumänischen Kreisverkehren mag Jens endlose und steile Serpentinen mit sehr scharfen Kurven, heute hatten wir beides in ausreichender Zahl. Hier haben wir auch die ersten Hamburger auf unserer Reise getroffen.
Unsere Unterkunft ist in Schipka, einer kleinen Ortschaft. Die Häuser wurden aus verschiedensten Baustoffen erbaut und sind liebevoll gepflegt.
Heute sind wir 14 Tage unterwegs und beide schlapp und erschöpft.
🚙 278 Km, 🚶🏻♂️🚶🏼♂️ 3 Km, ⛪1Read more





















TravelerSehr abwechslungsreich - und Jens ist der Held der herausfordernden Verkehrssituationen 😂