• Tenochtitlan und Templo Mayor

    19 dicembre 2025, Messico ⋅ ☀️ 20 °C

    Durch die Massen gekämpft, komme ich am Plaza de la Constitutión an. Hier stehen überall Gruppen von prächtig angezogenen und geschminkten Azteken. Die Menschen lassen sich reihenweise für Geld auf ein Ritual ein. Bei den aztekischen Ritualen nutzt man dort Rauch, insbesondere den des Harzes Copal, zur rituellen Reinigung, Heilung und Kommunikation mit der Geisterwelt. Jene von denen das durchgeführt wird nennt man Curanderos (so heißen die Azteken-Heiler). Dazu hört man Trommeln und immer wieder die Totenkopf-Pfeife.

    Mein Ziel war es, diesmal Tenochtitlán, also die Stadt, die ein gutes Stück unter den heutigen Fundamenten von Mexico City liegt und ehemals eine prosperierende Metropole der Azteken gewesen ist. Man kann in Mexiko City die Überbleibsel häufig durch Glasfenster beobachten, die im Boden eingelassen sind. So hat man quasi einen Blick in die Vergangenheit.

    Und so ging ich zum Templo Mayor, der tatsächlich unweit des heutigen Regierungspalast noch immer in seinen Ruinen besteht. Für 100 Pesos (etwa 5 Euro) bekommt man Zugang zu der Tempelruine und zu einem wirklich beeindruckenden Museum mit unglaublich vielen wunderschönen Artefakten aus dieser Zeit. Über Stunden wird man durch einen Rundkurs geführt… Riesige Steinscheiben und Reliefs, Figuren, Szenen und Kunsthandwerk aus einem Kulturkreis, der uns sehr fremd ist. Mit jedem Schritt fühle ich mich mitten im Film Apocalypto und mit der authentischen Kulisse, den Geräuschen und der schön inszenierten Umgebung ist sie zu greifen, die einstige Azteken Siedlung.

    Absolute Empfehlung für jeden der Mexico City besucht. Kleine Randnotiz: Ich kann mir nicht den Gedanken verkneifen, dass solche Altertümer, wie sie eben auch in Ägypten stehen, besucht werden können, ohne dass ein jemand auf die Nerven geht und man von vorne bis hinten abgezockt wird. Hier konnte ich in aller Ruhe für fünf Euro die alten Ruinen genießen - in Stille und Demut mit dem befassen, was damals hier vor sich ging.

    Noch einmal einen Blick nach oben, wo die Menschenmassen sich durch die Innenstadt bewegen und ich trete über die Treppen aus der Ruine hervor und bin wieder mitten im Getümmel der mexikanischen Großstadt (nein… Megastadt).
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