• Teotihuacan - Pyramiden und Jaguare

    20 dicembre 2025, Messico ⋅ ☀️ 21 °C

    Teotihuacan - „Wo man zu Gott wird.“

    So geht es nun also zu, den berühmten Pyramiden von Teptihuacan. Nicht Chichen Itza in Yucatan ist das Highlight in Mexico, sondern eben diese alte, riesige Stadt mit der Sonnen- und der Mondpyramide. Man muss mit dem Taxi ca. 1,5 Stunden nordöstlich fahren um dorthin zu gelangen. Vorbei an den Cable Cars und den gebirgigen Ausläufern der Metropole. Hier sind auch die ganzen Armenviertel zu sehen, wenn auch farbenprächtig sieht man eindeutig welcher Teil der Bevölkerung hier lebt.

    Angekommen gibt es für lediglich 100 Pesos (also 5 Euro) Zugang zu dem riesigen Areal. Während in Yucatan bei Chitchen Itza mit Fahrt mal schnell 70-80 Euro fällig werden und man sich durch Menschenmassen quält nur um diese eine, recht kleine Pyramide zu sehen. Nicht so in Teotihuacan. Klar gibt es hier auch jede Menge Besucher, aber bei der Grösse des Areals verläuft sich das eher und es kommen eben nicht permanent riesige Busladungen aus Cancun oder Tulum an mit den Touristen, die bei 2 Wochen Pauschalurlaub im Hotel mal eben noch Chitchen Itza mitnehmen und dann natürlich „ganz Mexico“ gesehen haben. Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen: lieber den eigenen Weg gehen - das Abenteuer ist unbeschreiblich viel größer.

    Am Eingang bieten Händler ihre Sombreros an, denn die Sonne brennt wirklich sehr heftig hier oben. Allerlei Handwerkskunst, typisch für Teotihuacan von Obsidiandolchen (ich überlege kurz ob ich die im Handgepäck durch die Kontrolle bekäme) bis hin zu den Jaguarpfeifen (eine solche sollte später nach harter Verhandlung für 120 Pesos - 6 Euro - in meinen Rucksack wandern).

    Gute 2 Kilometer erstreckt sich der Weg vom Eingang bis zur Mondpyramide, die man am Ende auch besteigen konnte. Vorbei an unzähligen Bauten und diese beeindruckend breite Straße (die Straße der Toten), die nur erahnen lässt wie viele Menschen hier einst lebten. Zur präkolumbianischen Hochzeit, etwa 500 nach Christus, geht man von ca. 250.000 Einwohnern aus - irre. Damit war sie zu jener Zeit eine der größten Metropolen der Welt auf ca. 250 Hektar und größte Stadt des amerikanischen Kontinents.

    Interessanterweise haben nicht die Azteken die Stadt erbaut, sondern nur als rituelle Kultstätte verwendet. Ob von Maya erbaut oder sonstige kulturelle Einflüsse ist höchst umstritten. Sicher ist nur, dass Sonnenpyramide und Mondpyramide mit den klassischen Treppen und die Straße der Toten den morbid rituellen Maya Bräuchen stark ähneln.

    Die nicht begehbare Sonnenpyramide ist gewaltig und unglaublich beeindruckend. Von der begehbaren Mondpyramide hat man einen tollen Blick bis weit in die Ferne - es lädt zum Verweilen und dazu ein sich vorzustellen, was einst hier passiert ist. Dazu hört man regelmäßig das Geräusch des Jaguars (Pfeife) und das Klatschen der Touristen, die durch Schallreflexion das Geräusch des Quetzal (Vogel) erzeugen.

    Spektakulärs Erlebnis - abgerundet mit einem leckeren Essen und natürlich Tacos am Abend.
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