• Wanderung Vikos Schlucht: Teil 2

    August 29, 2025 in Greece ⋅ ☀️ 19 °C

    Um der drückenden Hitze etwas zu entkommen, habe ich den Wecker auf 5:45 gestellt. Nachdem alles gepackt war, musste ich nochmals Hinliegen, weil es draussen noch dunkel war. Um 6:30 ging es dann los. Der Lohn fürs zeitige Aufstehen? Eine super ruhige Morgenstimmung, kühle Luft und ein weiches Licht, das über die Dächer des Dorfes fällt. Ich gehe vorbei am stillen Dorfplatz, noch liegt alles im Halbschlaf, und mache mich auf den Weg, hinab in die Vikosschlucht.
    Der Wanderweg führt zunächst bergab, dann weiter auf der rechten Talseite in Richtung Vikos. Bald türmen sich rechts und links steile Felswände auf – mehrere hundert Meter hoch. Hier spricht man gern von der tiefsten Schlucht Europas: angeblich rund 1.000 Meter tief. Dasselbe habe ich allerdings auch schon in Montenegro über die Taraschlucht gehört. Doch in Sachen Schönheit, Enge und Naturerlebnis hat für mich die Vikosschlucht klar die Nase vorn.
    Der Weg führt nur selten ganz hinunter ins Flussbett. Meist verläuft er am Hang entlang, in ständigem Auf und Ab. Teilweise sind die Pfade recht schmal und die Sicherungen, sagen wir mal: griechisch pragmatisch. Ich persönlich empfand die Tour als ungefährlich, würde aber eher empfehlen, sich auf den eigenen Tritt zu verlassen als auf manche der maroden Seile. Manche waren zum Teil 80 verschlissen und es existierten nur noch ein paar dünne Fäden.
    Unten im Flussbett liegen hausgroße Felsbrocken. Ich kann mir gut vorstellen, wie eindrucksvoll der Fluss im Winter oder Frühling durch die Schlucht rauscht. Wahrscheinlich ist dann ein Durchwandern der gesamten Strecke unmöglich. Jetzt im Spätsommer aber ist alles trocken und gut begehbar.
    Tolle Tour, lohnt sich in meinen Augen.
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