• Sauris nach Deuschnofen

    September 27 in Italy ⋅ ☀️ 19 °C

    Vom Friaul ins Südtirol
    Wie gestern schon vermutet, war die Nacht heute tatsächlich etwas wärmer. Von 1 auf 6 Grad , auf dem Papier gerade mal fünf Grad Unterschied und somit eigentlich kein Grund in Euphorie zu fallen. Im Schlafsack sieht die Sache allerdings ganz anders aus: Wenn dessen Komfortzone bei 5 Grad liegt, sind 6 Grad plötzlich fast schon Wellness.
    Also raus aus dem Schlafsack, die leicht eingerosteten Knochen wieder in die richtige Position bringen und erst einmal das Zelt zum Trocknen aufhängen. Die morgendliche Zeremonie vom ersten Augenaufschlag bis zum starten des Motors dauert rund eine Stunde. Mit trockenem Zelt wäre vielleicht auch eine halbe Stunde drin. Aber für Weltrekorde war es einfach noch zu früh.
    Dann geht’s los. Sieben Stunden reisen liegen vor mir. Kurve um Kurve, Pass um Pass, wobei ich irgendwann aufgehört habe mitzuzählen. Dazu neugierige Kinder auf dem Pass und sogar eine Familie beim Langlauftraining auf der Passstrasse. Das Mädchen winkte noch mit einer Hand während sie mit der anderen kräftig abstoßen um nicht an Tempo zu verlieren.

    Für die Giulia ist das jedenfalls genau das richtige Terrain. Kurven, Steigungen, Gefälle – sie nimmt alles brav unter die Räder und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

    Am Wegweiser Richtung Bozen und Welschnofen keimt dann langsam das Gefühl auf: Jetzt ist es nicht mehr weit. Der letzte Aufstieg nach Deutschnofen hatte allerdings offenbar andere Pläne. Aus der gemütlichen Anfahrt wurde auf den letzten Kilometern kurzerhand noch ein kleines Bergrennen mit Einheimischen.
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