Ich entschied mich, von Imabari einen Highway-Bus nach Hiroshima zu nehmen. Wir waren nur sieben Leute im Bus und sind den Shimanami Kaido noch einmal zurückgefahren. Bei dem guten Wetter und meiner selbst mitgebrachten Verpflegung in Form von Onigiri hätte ich so noch Tage verbringen können.
In Hiroshima angekommen sah ich mir nur kurz die Hiroshima-Burg an und war schnell wieder weg, denn ich habe hier schon ein paar Burgen hinter mir und „freute“ mich einfach mehr auf den Friedenspark.
Nach fünf Minuten sah man schon die Aioi-Brücke, erkennbar an ihrer T-Form – damals der Bezugspunkt für den Abwurf der Atombombe. Kurz danach stand ich auch schon neben dem Peace Memorial. Überwältigend. Ich verbrachte dort ziemlich viel Zeit.
Der restliche Park war schlicht, hier und da gab es einzelne Andenken an den Abwurf. Zum Abschluss ging ich noch ins Memorial Museum, und es war wirklich krass. Das ganze Museum ist zur Abschreckung von Atomwaffen gemacht – und das schafft es auch. Bilder, die man nicht so schnell vergisst, verschiedene Artefakte von damals und ergreifende Geschichten von Überlebenden oder oft eher Spätopfern.
Man war einfach ergriffen. Wir waren bestimmt 50 Leute in einem Raum, aber es war komplett still.
Ich ging danach nur noch ins Hostel und machte den Rest des Tages ruhig. Es war Waschtag, und zum Abendessen gab es Bento-Boxen.Read more